Zettelkasten 22.09.2014: Simpeltrick

14.09.24 PKW-MautÜber Schäubles großen Plan,  von vielen Verbesserungen und letztendlich nur einem billigen Hütchenspielertrick, den unser Finanzminister sich hat einfallen lassen, schrub mir vor ein paar Tagen Gabor Steingart: “Der Solidaritätszuschlag, der den Steuerzahler 25 Jahre nach dem Mauerfall 14 Milliarden Euro im Jahr kostet, soll zugunsten eines höheren Einkommensteuertarifs abgeschafft werden. Das Ergebnis: Der Soli wäre weg, aber die Belastung bliebe. Die Worte “Reform” und “Betrug” kann man in diesem Fall synonym verwenden”.

Hier auch frei von der Leber hinzuschreiben, was ich davon und vom Versprechen der Landjunkerin Merkel halte, “eine PKW-Maut darf auf keinen Fall zu Mehrbelastungen für deutsche Autofahrer führen”, lasse ich mangels einer Rechtschutzversicherung, wie sie das Handelsblatt hat, deshalb mal lieber bleiben (weil justiziabel).

Bleibt tapfer.

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Zettelkasten 19.09.2014: “Kall, mei Droppe…”

14.09.19 Karl mei Droppe

“Die Firma, um die es geht, heißt übrigens Opel, nicht Hesselbach. Deren Mamma aber wüsste nun Rat: Ei, Kall, mei Drobbe. Dann simulierte sie einen Schwächeanfall…”

Da habe ich 2009 wohl danebengelegen. Totgesagte leben länger. Und wie. Für deutlich unter 10.000 Euro wird Karl ein echter Knaller, der die Konkurrenz aus Stuttgart mit ihrem etwas zu hipstermäßig aufgepeppten und deutlich teuereren, neuen Smart – Renault – Verschnitt, Kreide fressen lassen wird.

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Zettelkasten 14.09.2014: Hoarst mi?

"HOME"

“Alternativ könnte man die Einführung der Maut bis in die nächste Legislaturperiode verschleppen und die CSU somit zwingen, uns die Maut nochmals als Wahlversprechen zu servieren. Das hätte den Vorteil, dass sie nichts Neues versprechen kann, so dass wir von einem neuerlichen Segen verschont bleiben. Bei der Wahl zum Bayr Europäischen Parlament hat die CSU einen berühmten Spot im Fernsehen gezeigt…”    “Horstl in alle Ewigkeit, zehn Tage Horstl I, zwei Monate Horstl II., ein Jahr Horstl III, klingt königlich wie Hartz IV zum Beispiel”

Vor drei Jahren habe ich noch spaßeshalber die Maut – Pläne kommentiert. Da ich ein bekanntermaßen freundlicher Zeitgenosse bin, mache ich zu der Never-Ending-Story heute einen Gegenvorschlag  Alexander Dobrindt, der große Blockwart aller Brücken und Schlaglöcher in diesem Lande und sein Scheef Horstl, soll endlich eine PKW-Maut einführen, aber eine, die nur von allen Nichtbayern bezahlt werden müsste. Vielleicht lässt ihnen die EU so etwas unter Haushaltstiteln wie ‘Folklore’ und ‘Förderung der Kultur bedrohter Bergvölker’ durchgehen. Und auch vor ihren abtrünnlerischen, rechten Boazen stünden beide wieder fein da, wenn dann tatsächlich ‘alle Ausländer’ diese Maut bezahlen, vor allem aber die geschissanan Saupreissn.

Und beim Oktoberfest bekäme man dann auch wieder Parkplätze und ohne einjährige Voranmeldung, freie Sitzplätze in den Wiesnzelten.

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“Augmented realitiy” und 68mal “Sch…..” gesagt

14.09.09 Eissalon - Next 008

Einleitung: Von diesem Gastkommentar eines ungenannt bleiben wollenden früheren Automobil – Mänätschers, bin ich, Detlef Kupfer, gnadenloser Kritiker all derer und dessen, was share-holder-besessene Automobilmanager aus einer der besten Automarken der Welt, aus Mercedes-Benz, gemacht haben, schneller angesprochen, als mir offen gesagt lieb ist. Zur ausgerechnet am 11.09. vorgestellten und wohl dümmsten und überflüssigsten Produktneuheit der Menschheit, schrub ich grade an anderer Stelle…

“George Orwell hätte die Menschen der Zukunft für völlig verblödet gehalten, die sich eines Tages ihre elektronischen Fußfesseln selbst kaufen und ums Handgelenk binden…”

denn ich finde, die Zeit rast dahin und eben war ich doch erst noch Mitte 20 und hatte ausser ausgehen und mit schönen Autos herumfahren, eher wenig im Kopf, “PC”, “Internet” und “Handy” waren noch Fremdwörter, ein Autotelefon mit monströsem Telefonhörer kostete den Preis eines Neuwagens, keine nervige Stimmer erinnerte mich bei jedem Motorstarten daran, bei meiner 250.000 Kilometer gefahrenen Kiste (mit max. noch 4.500 Euro Zeitwert), sofort eine 1.500 Euronen teuere A – Inspektion durchführen zu lassen – und ich machte mir schon gar keine Gedanken darüber:

„Vor 125 Jahren haben wir die erste Kutsche ohne Pferde gebaut. Und jetzt kommt bald die Kutsche ohne Kutscher“ [Dieter Zetsche]

Ob Dieter Zetsche auch diesen Brief bekommen hat? Wie er das wohl machen wird? Kein Chauffeur, keine Bodyguards, die a la Super-Mario hinter ihm her schlittern? Nichts als Fragen. Was will der Autor damit sagen? Heute schneit mir ein neues Druckerzeugnis in den Briefkasten. Titel „Mercedes-Benz next“.

14.09.09 Eissalon - Next 010

Nun gut, gespannt fange ich an zu blättern. Das „Editorial“, also das Geleitwort des Herausgebers, verfasst von Thomas Weber, Vorstand verantwortlich für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung. Früher nannte das man noch profan Konzernentwicklung oder nur Forschung. Aber englisch klingt doch alles besser.

14.09.09 Eissalon - Next 009

Beim ersten Blättern bestätigt sich dieser Eindruck, leider. Da wird schon mal das „Making-Of“ resümiert. Geht’s noch? Beiträge über „Augmented reality“? Oder von Dirk Olszewski, verantwortlich für „Use Cases und Funktionen bei Daimler“? Was denn nun? Englisch und Deutsch in einem Satz? Überhaupt, auch ich habe mal englisch gelernt. Mein persönlicher Kommentar lautet daher „You me too“. Mehr aber vor allem „Don’t waste paper and natural resources“.

14.09.09 Eissalon - Next 013

Nichts gegen ein 68seitiges Hochglanzmagazin. Aber wen hat denn da der Teufel der Selbstdarstellung geritten? Wer ist die Zielgruppe? Käufer von Mercedes-Benz Pkw, die definitiv der Ü60-Generation angehören? Smart-Fahrer, die kurz darunter liegen dürften?

14.09.09 Eissalon - Next 012

Mit dem ganzen Wischiwaschi kann doch keiner was anfangen. Ausgenommen diejenigen, die redaktionell firmenintern profitieren, respektive extern Honorare abgreifen. Wie tief kann ein Konzern noch sinken? Ist Deutschland zwischenzeitig so unattraktiv geworden? Ok, kann ich nach voll ziehen. China und USA haben wohl andere Prioritäten.

Mein Glückwunsch geht an die Redakteure von „design hoch drei GmbH & Co. KG“, die beteiligten Internen beim Daimler, die Druckerei und wem auch immer noch …

Spiegel online im Juli 2014: „Das aktuell laufende Programm “Fit for Leadership” wird die Kosten 2014 um gut zwei Milliarden Euro senken. Das reiche jedoch noch nicht, um auf die Zielrendite zu kommen, heißt es im Konzern. Der wachsende Wettbewerbsdruck, hohe Investitionen in neue Werke, Modelle und Antriebe sowie einige hausgemachte Probleme minderten die Marge.“

14.09.09 Eissalon - Next 014-500

Das Magazin weiter: „Konzernchef Dieter Zetsche kann für das abgelaufene Jahr inklusive Boni und Aktienprogrammen mit mehr als 8,2 Millionen Euro rechnen – rund hunderttausend Euro mehr als ein Jahr zuvor. Seine sieben Vorstandskollegen kommen dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht für 2013 zufolge im Schnitt auf gut drei Millionen Euro. Insgesamt steigt die Vergütung der Führungsmannschaft von gut 27 auf mehr als 30 Millionen Euro.“

Das macht für ihn in 2013 ein Tagessalär von über 26.000 Euro aus, der Durchschnittsbürger muss sich mit 3.500/Monat zufrieden geben. Noch Fragen? Überdurchschnittliches Engagement lohnt sich eben …

Ach so, Grüße von jemandem, der immer Kutscher bleiben wird, muss oder aber es sogar noch genießt.

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Zettelkasten 03.09.2014: Uber – arschlöchig gut gemeint

1948 ET 212

Taxifahren liegt irgendwie in meinen Genen. Ich habe Mediziner, Architekten und Juristen mit Staatsexamen kennengelernt, die für 9,00 Euro pro Stunde hinterm Steuer sitzen. Neben Krebsgeschwüren wie Amazon, Groupon, Primark und den Zalando – Neuaktionären, wünsche ich im besonderen dem Selbst-ein-Arschloch Travis Kalanick und Uber die baldige Pleite.

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