Pause machen.

1954 Gregorio Brendes im Daimler zu Besuch in Frankfurt

Wie man unschwer erkennt, ist die Frequenz meiner Beiträge in den letzen Monaten fast auf Leerlaufdrehzahl abgesunken. Dies, obwohl ich für mein Buchprojekt, wo ich Hintergründe übelster Geschäftemacherei und Betrügereien der ehrenwerten Gesellschaft in der Oldtimerszene beleuchte, viel Interessantes und auch Unerfreuliches zusammengetragen und recherchiert habe, stapelweise valides Material von Dritten dazu erhalten habe und das eine oder andere davon gerne vorab hier schreiben würde.

Alleine aufgrund von privaten Gründen kann und will ich das ‘Motorblöckchen’ aber nicht mehr in gewohnter Art und Weise mit Inhalten füllen. Ich habe mich daher dazu entschlossen, das Motorblöckchen für eine Weile auf Leerlaufdrehzahl runter zu schalten und nur gelegentlich noch in die Tasten zu hauen, wenn es Erfreuliches zu berichten gibt. So wie jetzt, wenn mir ein langjähriger Leser einen Brief schreibt und mir als Tankeschön für den die Frankfurter Automobilhistorie in Bildern aufzeigenden Rückspiegel, ein einzigartiges Pressefoto von 1954 beifügt.

1954 Gregorio Brendes im Daimler zu Besuch in Frankfurt 02

Ich werde vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt mit einem neuen Konzept wieder für Euch da sein. Freundschaften entstehen nicht dadurch, dass alle alte Autos lieben, fahren und sich gelegentlich treffen, Freundschaften entstehen im Kopf. Grade deshalb bedanke mich bei einigen von Euch für ganz tolle E-Mails und bei den Anderen für ihr Verständnis.

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Zettelkasten 26.05.2016; Car – Sharing 1936

1936 Fahrgemeinschaft

Ein alter Hut: Damals noch Fahrgemeinschaften genannt. Eine Gruppe von Arbeitnehmern, die in derselben Gegend wohnen und gemeinsam in nur einem Auto ins Büro, in die Fabrik oder Werkstatt und von dort wieder nach Hause fahren. Natürlich setzt trotzdem jeder… Grinssmilie… seine Kilometerpauschale von der Steuer ab.

 

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Zettelkasten 03.05.2016; “Gib dem Porschloch keine Chance”

16.05.03 Porsche Schrott

“Gib dem Kunden keine Chance”. So lauteten die Überschriften auf den Einladungen von Axel Bertling, einem der gefragtesten Verkaufstrainer der 90er Jahre, um den steuergepeinigten Zahnwaltothekern auch noch das fünfte völlig überteuerte Bauherrenmodell rein zu drücken. Mit tatkräftiger Unterstützung der Steuerberater eben dieser besonders dafür bekannten Berufsgruppe, ihre Einnahmen nur sehr ungern mit dem Amt für moderne Christenverfolgung, dem Finanzamt, teilen zu müssen, ach ja, und hüstel… einem Provisionsanteil von nicht selten 50 % und mehr, gelang dies auch wie geschmiert.

So wie damals die Zahnwaltotheker haben heute ganz andere nicht den Hauch einer Chance, der von Nuttenschreibern jahrelang mit dem Slogan “Garagengold” angeheizten Hype bei Oldtimern zu entrinnen. Ganz wenige kritische Artikel zu dieser Entwicklung einer Oldtimer – Blase finden sich nicht in den klassischen Oldtimer – Medien, sondern versteckt in den von der Masse der Oldtimer – Besitzer kaum gelesenen Wirtschaftnachrichten, wo nun ausgerechnet ein reinrassiger Promotor wie Christian Jancke, von Pagoden, Gutes muss eben immer teuer sein, grade mit “Alte Porsche im Überangebot” eine 180° – Wende wie aus dem Bilderbuch hingelgt hat.

Wie das mit dem “Überangebot” und offenbar gehirngewaschten Käufern funktioniert, auf der einen Seite ein mehrfaches davon an angebotenen Porsches’ und Pagoden, was der Markt ausweislich Zulassungszahlen jährlich aufnimmt und andererseits Preissteigerungen jährlich im zweistelligen Bereich, die jedes BWL – Naturgesetz über Angebot und Nachfrage und Marktpreisbildung ad absurdum führen, erklärt ein grade erschienener Artikel in der Schweiz:

“… Ein vermeintlicher Sammlerkollege vermittelte ihm einen extrem seltenen Porsche 911 Carrera RS 2,7 Leichtbau aus dem Jahr 1972. Eine halbe Million Franken zahlte der Investor für das Liebhaberstück…”

oder wie Frank Ewald eine halbe Million in Schrott investierte.

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Zettelkasten 02.05.2016; Gutenmorgenkaffeegrinser

16.05.02 Kfz-Brief eBay 322092132318-B1

Warum könnte einem Käufer das Stück ‘Pappe’ 490 Euro wert sein?

P.S. Um bspw. diesen Schrotthaufen – übrigens ein Angebot eines mir recht gut bekannten Feierabend – Autohändlers – für den bei Auktionsbeginn noch kein Fahrzeug-Brief vorhanden war H – zulassungsfähig zu machen, doch ganz bestimmt nicht.

 

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Zettelkasten 14.04.2016; Tja, Dieter Zetsche, Pretty Wild Lingerie ist nicht mehr

Dieter Zetsche und seine bigotten Marken – Kommunikations – Dilettanten werden sich zwecks morgenlicher Entspannung, statt der millionenteuren String – Show on Tour, dann halt echt mal was Neues einfallen lassen müssen. So konnte man bereits darüber lesen, das die zunehmend sklerotischere, männliche Stammkundschaft der B – Klasse es Daimler Benz übelnahm, wenn deren Werbung grade dann Erinnerungen an die früher schönste Sache der Welt erweckte, wenn sie zwecks Autokauf vor einem Mercedes Benz – Verkaufssalon standen.

Das Arbeitsbeschaffungsprogramm von Heiko Maas für die Werbewirtschaft und das seiner latzhosenbewaffneten Femimimi – Hilfstruppe jedenfalls, ja Freunde, genau denen mit bis zur Unkenntlichkeit fettentphotoshopten Profilbildern, zeigt Wirkung. Zusammen erfinden sie das erste Verbot, das mehr Freude bringt…

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Zettelkasten 01.04.2016; Knastwerk eröffnet demnächst

16.04.01 JailCar1

Ein nicht ganz ernst gemeinter Gastbeitrag meines Freundes “BMB”

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Wie man heute hört, soll es nach der Meilenwerk – Pleite bereits eine neue Geschäftsidee findiger Leute geben:

Arbeitstitel: Knastwerk

Idee:

Man sucht sich Investoren, die bereit sind ihr Geld in alte, leerstehende Gefängnisse zu investieren (natürlich nur Backsteinbauten). Diese werden dann umgebaut. Neben jede Einzelzelle kommt eine Oldtimerabstellfläche mit direktem Zugang von der Zelle. Das Ganze wird privat gemanagt und vom Staat als Strafvollzuganstalt anerkannt.

Die Klientel, die hierfür infrage kommt, sind hauptsächlich diejenigen, die zur Zeit am Oldtimermarkt die Preise anheizen.

16.04.01 JailCar2

Sie können dort schon mal Probewohnen, oder ggf. auch ihre Strafe absitzen, gegen einen Zuschlag natürlich.

In den Luxus Etagen befindet sich eine Hebebühne in der Oldtimerabstellfläche und daneben ein kleiner Raum 3 x 3 Meter in dem irgendeiner der kriminellen Oldtimerrestaurateure bzw. Werkstattmeister untergebracht wird. Dieser muss dann den ganzen Tag am Oldie rumschrauben – und zwar solange, bis dieser wirklich kaputt ist.

In den billigeren Etagen werden aber auch gerne straffällige Gebrauchtwagenhändler oder die Bauernopfer der Fahrzeughersteller genommen.

Natürlich darf jeder einen Oldie seiner Wahl mitbringen.

Wie man hört, lässt sich der Verkauf sehr gut an.

BMB

 

Fotos [Mr. Plod Police]

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