Zettelkasten 21.11.2014; Bananen(republik) auf dem Dach

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“…Das wusste ich, weil mein Vater vom Westen erzählte, ich mit ihm in den Intershop am S-Bahnhof in Lichtenberg ging, er mit mir die Regalreihen durchquerte und mir erklärte, dass viele Menschen das wollten, was sie nicht haben konnten. “Was sind das für Dinge?”, wollte ich wissen. “Jeans”, sagte mein Vater. “Und Coca Cola.” Ich wurde still und fragte mich, warum Menschen das wollten. Was anders an Jeans und Coca Cola aus dem Westen war. “Sie kaufen sich Freiheit”, erklärte mir mein Vater und ich verstand es nicht. …” “…Die meisten kauften sich Mist von ihrem Begrüßungsgeld, weil sie den Kapitalismus nicht kannten …”   “auf den Parkplätzen die ersten Westautos. Rumpelige Karren, kaputte Autos, händereibend an ahnungslose Ostdeutsche verkauft. Meine Eltern nicht. Meine Eltern kauften sich von ihrem Begrüßungsgeld einen hellblauen Trabant, den meiner Lehrerin.”

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Glaubt man einigen Kommentaren in den Medien, wird Thüringen demnächst eingezäunt, vermint und alle Bürger enteignet.

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[Foto: Rough Art Zürich]

Mercedes – Benchi… Chick Chick

Bevor ich, ich, mir jemals einen “Benchi” kaufe, einen mit wahlweise pink oder grün oder rot oder blau oder… leuchtender Kühlermaske, schneide ich lieber die Weihnachts-Gans mit Stäbchen, verhungere beinahe und guck mir dabei solche Videos an.

Verwandte Themen: “Mercedes Flatulenzen” und “Nie mehr und dann doch”

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Zettelkasten 16.11.2014; Risiko – Homöostase.

14.11.17 james-dean-giant-horse

Mich würde echt interessieren, was diese intelligenzbefreiten Mitglieder der Gesellschaft für gegenseitige Handhygiene, die uns für Jahrhunderte Atommülljauche im Boden beschert haben, die Connoco – Lobbyisten und PRolls, die uns jetzt einmal mehr vollverarschen und tief unter uns, via Hintertür, ihren gefährlichen Fracking – Dreck direkt ins Grundwasser kippen wollen, und die über Fracking – Gegner von “Verschwörungstheoretikern” sprechen, dazu sagen…

 

[Foto]

Der Widerspenstigen Lähmung am Nürburgring

14.11.10 Victor Martin - Mille Miglia

Was soll die ganze Aufregung, nur weil jetzt ein russischer Oligarch nebst unsichtbaren Freunden, sich nach Meinung der Presse mit einem “Unfriendly Take-Over” den Nürburgring unter den Nagel reißt? Etwa schon vergessen? In Deutschland geht schon immer alles so oder so ähnlich. Vor fast 30 Jahren kaufte ein Berliner Brötchenbäcker Eurpoas größte gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mit 190.000 Wohnungen… für 50 Cent.

Tscha… wenigstens pumpt der Fähnchenhändler aus Erlensee, Victor Martin, nicht grade ahnungslose an der Theke Frühstücksemmeln kaufende Omas und Opas an, und er hat Ahnung. Wenigstens ein bißchen…

“Wir sind Ihr Ansprechpartner für … ▪ Neu- und Gebrauchtfahrzeuge  ▪ Industriemaschinen   ▪ Baumaschinen   ▪ Nutzfahrzeuge  ▪ Exportabwicklung  ▪ Vermittlung … und vieles mehr…”

Das vom Pflasterrüttler-bis-zum-Kompressor-Merceds-verkauf-ich-alles-Multitalent hat noch mehr drauf. Mit Viktor Charitonin vereint ihn die Liebe zu Oldtimern. Was denn sonst? Immerhin sind sie einmal im Leben die Mille Miglia 2014 mit einem Mercedes-Benz 500 K mitgefahren. Klotzen statt kleckern und da ist nur ein popeliger Nürburgring, unter ihresgleichen wohl eher ein Zeichen neuer Armut.

Mir persönlich würde es als Geschäftsführer der Klassikstadt Frankfurt, nur bei dem Gedanken an diese Anscheiner die in Martin Halder’s Fußstapfen tretenden Klotzen-statt-Kleckern-Boys und der nur ein paar Kilometer weg von meiner Hofeinfahrt geplanten Auto – Stadt, mit, man höre, einem Oldtimer – Zentrum und einem der größten -Auktionshäuser Europas, etwas schwitzig unterm Kragen werden – und zwar nicht als Opfer der freien Marktwirtschaft, sondern schlicht aus leistungssportlichen Gründen.

Tscha, despektierliches Verhalten ist vermutlich auch nur so eine ‘Degenerationserscheinung’ von aussterbnden Rassen, wie Alt-68ern wie mir. Wohl auch deshalb muss ich grade an die Entmythologisierung der Helden und ‘Little Big Man’ und Dustin Hoffmann denken, der drei Indianer – Squaws dort nur knapp überlebte…

 

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