300SL Gullwing Gartenfund

 

In Groß

Gestern Abend machte ich eine E-Mail auf, die schon seit Monaten ungeöffnet war und war elektrisiert, alleine schon wegen der Fotos. Roy Spencer (früher: ourSL.com) schildert hier kurz, knapp und präzise den Fund eines besonderen Autos. Ich habe seine Story mal frei aus dem Englischen übersetzt:

“Wie dieses Auto von einem meiner Kunden vor 4 oder 5 Jahren gefunden wurde, übersteigt jede Vorstellungskraft. Es begann mit einem einfachen Gespräch während einer Oldtimer Veranstaltung im Mittleren Westen und führte zu einer der spektakulärsten Entdeckungen eines 300SL Gullwing.

Mein Kunde war natürlich völlig verblüfft, als er das Auto das erste Mal sah, in einem Hinterhof, teilweise hinter einer Hecke. Wie konnte jemand seinen “Gullwing” mit Rudge-Rädern, seit Jahrzehnten so im Garten stehenlassen?  Es war einfach unverständlich.

Die Kauf wurde nach Untersuchung der Fahrgestellnummer gemacht, wobei der neue Eigentümer eine Überraschung erlebte. Der Wagen gehörte  ursprünglich Jordaniens König Hussein, der früher ein motorsportbegeisterter Mann war.

Ein solch seltenes Stück, einen Flügeltürer mit Rudge-Rädern so zu finden, was hatte der neue Eigentümer damals in dem Moment wohl gedacht?

Mit weiser Farbe gestrichen, keine Stoßstangen, ein Wrack fast nicht mehr zu retten. Was für eine Schande.

Wann werden wir das Auto auf der Straße wiedersehen? Ich sehe erst einmal eine 400.000 $ Restaurierung. 
 
 
Der “Gullwing” während seiner besseren Tagen mit dem jungen König Hussein am Steuer, während einer Rennveranstaltung.
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Roy Spencer, editor MercedesHeritage.com”

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Update: Der Gartenfund – 300 SL heute…

Gartenfund König Hussein - heute Bad Homburg

Quelle: Hier

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22 Gedanken zu “300SL Gullwing Gartenfund

  1. Erst Romy Schneider, jetzt King Hussein. Die Promis werden immer besser. Ist toll, was sich da doch immer wieder noch mal findet. Da sieht man aber auch, dass diese Wagen für die Amis irgend wann nur noch Wrecks waren, die sich noch nicht mal lohnten, auf den Schrottplatz gefahren zu werden.

    Danke für den tollen Bericht.

    Peter M.

  2. Rattenscharfe Fotos. Ist kaum zu glauben, dass das Auto nach so viel Jahren noch Luft in den Pneus hatte. Was mag so ein Schrotthaufen gekostet haben?

  3. Diese Ami-Seite ist ja richtig gut gemacht. Auf dem alten Foto sind die Sitze doch einfarbig, auf den Farbfotos zweifarbig, wie geht das?

    Hartmut W.

  4. @ Gecco,

    ich tippe auch auf ein anderes Fahrzeug; nicht wegen der Farbe der Sitze (die in einem SW-Foto durchaus sehr ähnliche Grautöne haben könnten), sondern wegen des Lautsprechers im Türausschnitt. Aber möglicherweise hatte der junge König ja mehr als eines von den Teilen? Wenn sie rennmässig bewegt wurden, gab es schliesslich öfter mal Bruch…

    Hier steht übrigens unter anderem ein alter Rennporsche von King Hussein: http://www.automuseum-busch.de

  5. Tolle Geschichte. Ich hätte wahrscheinlich hochdosiert Valium gebraucht, A wegen der Überraschung im Hinterhof und B, weil ich die Flocken so oder so nicht gehabt hätte ihn zu kaufen.

    Den Roadster auf der verlinkten Seite finde ich z.B. noch besser.

    Gerhard B.

  6. Mich würde mal interessieren, wie das Auto heute aussieht? Schöne Story. So was gehört einfach bei alten Benzen mit dazu.

    N.C.

  7. Das kann zu nachhaltiger Verstimmung führen, wenn vermisste Hochkaräter wie ein 300SL auf einmal auftauchen.
    So Fahrgestellnummer-mäßig.

  8. Herr Kupfer, nachdem der Markt nach Flügeln weltweit abgegrast ist, dürften solche Berichte sehr selten sein und noch seltener werden. Großen Dank.
    Hagen T.

  9. @ Hagen T.,

    keine Ursache…

    Hier hatte mir jemand noch einen Link geschickt, den ich vergessen hatte mal einzufügen:

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  10. hehe…. ich hab dafür mal den orginal von romy schneider für mich finden lassen von papas sohn inna garage…., tolles gefühl sowas mal zu sehen =)

  11. Pingback: 300SL, alte Lieben rosten nicht

  12. Pingback: 300SL Original mal ohne Geschichte

  13. Mir gefällt er gerade so wie er ist. Hat etwas wunderschöne Sculpturales mit den Roststrukturen und der Farbigkeit. Ich würde ihn so wie er ist in ein Museum stellen.
    hier gibtes auch immer sehr schöne Objekte: http://www.kienle.com/
    Das ist ja die älsteste Firma , die sich um diese Schmuckstücke kümmert und Ihnen auch die Sorgfalt zukommen lässt, die sie verdienen.
    Zu nem Bastler oder nem Spachtler darf man die Autos auf keinen Fall bringen! Das sind Antiquitäten und Wertanlagen. Und vorsicht bei Firmen, -wie sie hier verlinkt wurden- die nach aussen hin so tun als wären sie Spezialisten und hinter der Fassade, dann die Autos genauso verpfuschen, wie ihr es in Eurer Garage günstger machen würdet.

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