2009-03-11: W113 Nationalfeiertag

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Der 19.08.1968 war aus automobiler Sicht, der wichtigste Tag in meinem Leben, nämlich als mir der TÜV-Prüfer mit diesem gestrengen Na-das-haben-sie-ja-grade-noch-mal-eben-so-geschafft-Blick den unterschriebenen und abgestempelten Führerschein in die Hand drückte.

Wer mich kennt weiß, dass ich kein so großer Freund von Stammtischen und organisierten Geselligkeiten rund um die Oldtimerei bin. Zu sehr sind mir das pseudofreundschaftliche Auf-die-Pelle-rücken und vorschnellen Du-Freundschaften von Clubmitgliedern wie denen des Pagoden-Club, die ganzen Intrigen der vor kurzem erst duch Wahlanfechtung “rausgefeuerten” Sesselfurzer- und Pippi-ins-Bett-sich-wichtig-Macher-Clubvorständen, in Erinnerung. Aber dazu mal mehr in einem anderen Thema.

Eine der ganz wenigen Dates, wo ich mich seit Jahren dafür gerne mal blicken lasse, ist der von meinem Freund Bernd Meyer-Brockel in Anlehnung an die Baureihe W113 organsierte Pagoden-Nationalfeiertag, am 11.3. jeden Jahres.

Ich habe das Thema hier nicht mit 6-monatiger Verspätung eingestellt, sondern es ein zweites Mal eingestellt, weil Herrschaften im Internet-Forum VDCM so ziemlich alles gelöscht haben, was ihrem schrägen Verständnis von Oldtimerei nicht entspricht, und somit auch viele Beiträge von mir und anderen früheren Forumsmitgliedern, so wie diesen.

Der 11.3-PDay fand dieses Jahr in den historischen OPEL – Fabrikhallen in Rüsselsheim statt…

Alle Bilder zum Vergrößern anklicken… 

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der ohne einen Enthusiasten wie Bernd Meyer-Brockel gar nicht möglich wäre, der ein halbes Leben in seinen zweiten Beruf ‘Pagode’ investiert hat und u.a. bei jedem Pagoden-Junkie durch seinen 2003 organisierten SL – Day in Speyer und Weltrekord  in Erinnerung ist…

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und auch Ralf Weber kam, mit seiner sehr schönen Rallye Heckflosse, die früher mal ein Freund von meinem  Benzfreund Gerd Steimer fuhr und Günther Mergelsberg mit seinem 450SLC, der den Sonntags-Nachmittags-Schnitzelausfahrten-Enthusiasten vor 3 Jahren allen mal  gezeigt hat, wo richtige Oldtimer-Ausfahrten hingehen, über 14.000 Kilometer und fast 3 Monate am Stück: Zielpunkt Shanghai, und der auch sonst sehr interessante Hobby hat, bspw.  Bücher über alte Telephone und-Technik  schreiben

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es kamen viele… sehr viele und einige besonders schöne Pagoden…

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Rundgang durch die einstmals größte Autofabrikationshallen Europas…

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wo heute noch das fast 80 Jahre aklte Holzpflaster vorhanden ist, auf dem früher die OPEL – Doktorwagen montiert wurden und wo bald ein weiterer Oldtimer – Treffpunkt entstehen soll …

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so konnten wir u.a. die ebenfalls auf dem alten OPEL – Fabrikgelände untergebrachte Sammlung “Hoebig” besichtigen, größtenteils unrestaurierte Oldtimer von Vorkrieg bis in die 70er Jahre, die teilweise einmal Bestandteil des Automuseums im Autowerk werden sollen…

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Ich hoffe, einigen Pagoden-Freunden eine kleine Freude bereitet zu haben und freue mich über jeden netten Kommentar, der meine Copilotin und mich vergessen lässt, dass unser Biest wegen einer aus unserer Sicht total verpfuschten Motorüberholung jetzt schon 2 Jahre “steht”…

Mit freundlicher Lichthupe

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9 Gedanken zu “2009-03-11: W113 Nationalfeiertag

  1. Nach einem D-Day auch ein P-Day? Da ich mich nicht in Internetforen herumtreibe, kannte ich den Bericht noch nicht.

    Klasse. Was dieser Herr Höbig da zusammengesammelt hat, ist beeindruckend.

    Peter M.

  2. Schöner Bericht. Ist das nicht etwa unter der Würde von Pagodenfahrern zwischen so viel unrestauriertem, unedlem alten Eisen umherzuwandeln?

    Meyerhans

  3. Schön, dass Du den Bericht nochmal veröffentlicht hast! Leider (oder gottseidank :-) ) gibts nicht so viele 111er Cabrios wie Pagoden, Freund Volker aus Hanau bekommt nun Anfang Oktober auch sein moosgrünes W111 280 SE Cabriolet, evtl. können dann ja mal zwei moosgrüne 111er flankierend bei den Pagoden auftauchen! ;-)

    Gruß
    Gerd

  4. Hallo Detlef,
    schön, dass Du Deinen damaligen Bericht vom Tag 113 im Opelwerk noch einmal an das Tageslicht befördert hast.

    Die Pagodenfreunde Rhein-Main waren seinerzeit Gäste der Vermarktungsgesellschaft Autowerk GmbH, Forum für klassische Fahrkultur (www.autowerk.de) und der Classic Abteilung der Adam Opel AG.
    Ohne die großzügige Unterstützung und das Wohlwollen von Dr. Lutz Krauss (Autowerk) und Heinz H. Zettl (ehemals Opel Classic) wäre diese Saisoneröffnung so nicht möglich gewesen.
    Mach weiter so!
    BMB

  5. Na dann meine herzlichsten Glückwünsche zum P-Day nachträglich, lieber Detlef.
    Da es gerade so schön zum Thema passt: Du hattest im Mai 2005 im Pagodentreff über Gradulux Heckjalousien geschrieben und es las sich so, als ob Du einen Draht dahin hast.

    Ich hätte gerne eine für meinen /8, habe sie auch schon 2mal angemailt, keine Reaktion. Hast Du eine Möglichkeit, zu denen Kontakt aufzunehmen?
    Grüße

    Klaus

  6. Ein echt schön geschriebener Bericht, auch durch die vielen Fotos. Ich hatte selbst auch mal eine Pagode, noch von meiner Mutter. Habe sie dann 2001 verkauft um mir dafür was >modernes< einen SLK zu kaufen. Das habe ich schon oft bereut, wenn ich eine Pagode vorbeifahren gesehen habe.

    Das Motorblöckchen ist echt ein Volltreffer.

    Heiko M.

  7. Pingback: Talbot, Rüsselsheim und der Main. « MotorBlöckchen

  8. Der 11.3. ist längst vorbei. Habe ich was verpasst oder war die Batterie vom Foto alle?

  9. Pingback: Ge-Opel-tes von Auto bis Kühlschrank

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