Lässigkeit des Alters

Ich hätte gerne später mal die Lässigkeit des alten Ehepaares vorgestern bei meiner bevorzugten Konditorei und gerne die Handy-Camera dabei gehabt.

Alt, wirklich alt, bleich und voller Altersflecke, beide jenseits von gut, böse und Schönheits-OP. Ziemlich tattrig, nicht wirklich viel Klang in der Stimme und erheblich gebückt. Sie nahmen jeweils ein Viertel von vier Torten, liessen es sich in ein eine wirklich grosse Tortenschachtel verpacken, bezahlten mit einem 200-Euro-Schein und zitterten über die Strasse zu einer schon gut 35 Jahre alten 450er S-Klasse in Champagnergold, ohne H-Kennzeichen.

Die Torte kam in den Kofferraum, der alte Charmeur machte seiner Frau höflich die Türe auf wie schon damals vor wahrscheinlich über 50 Jahren, als er sie  kennengelernt hatte, setzte sich dann hinters Steuer und gab sofort richtig Gas, und knallte mit einer Rücksichtslosigkeit in den Verkehr, die man nur kennt, wenn man entweder jung und dumm ist, oder nichts mehr zu verlieren hat und die meisten anderen Verkehrsteilnehmer in die Böschung rammen kann. Vorne links war die Stossstange eingedellt, rechts zeugte ein deutlicher Farbunter-schied im Lack… vielleicht hat da wirklich jemand unvorsichtigerweise auf seiner Vorfahrt bestanden.

Armer hoffnungsvoller Jungunternehmer, der seine Oldtimer vor dem Rathauscenter aufgestellt hatte, hoffend, das dorthin zum Billig-Schuhmarkt, Tiefkühlpratzenaufback-Shop und Pilsstübchen eilende Passanten, arbeitslos gewordene Banker und erziehungsgeldentgeldete Eltern, demnächst eine Pagode oder Rolls Royce von ihm “mieten” werden.

Was hilft an solchen Tagen, ist der Weg durch den Kurpark zurück nach Hause, wo in der Taunus-Therme geschwitzt und im Seedamm-Bad gebadet und wassergrutscht wird, wo die Bandscheibenfrischoperierten an Krücken ihre tägliches Bewegungspensum in der Brunnenalle absolvieren, während nebenan alte escadabekleidete Tanten aus Frankfurt aus dem Casino-Bus steigen zum Geld verzocken am 5-Euro-Mindesteinsatz-Rouletteautomaten.

Auch wenn die Wolken über uns drohen, es bleibt warm, sonnig und sicher, denn das alles lebt bislang noch von sich selbst und den alten Säcken in den S-Klassen, die aus guten Gründen so beneidenswert herrlich leben, als gäbe es kein Morgen mehr. Der Kurpark, der Taunus und der Himmel, sie alle werden immer da sein, egal wo, welches Land durch kriminelle Immobilien-Haie und Bankster diese Woche grade vor die Hunde geht, gelbe Kauf-Mich-Politiker ihrer Klientel Milliarden in den Hintern schieben und ich kann hier trotzdem immer sein und bleiben. Ausser heute Nachmittag – da muss ich zum Sparen zu einem Bekannten nach Frankfurt, weil ein Galvaniseuer ein paar Motorenteile verschlampt hat.

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20 Gedanken zu “Lässigkeit des Alters

  1. Also in Deutschland gibt es 28 Mio Rentner, Halbrentner, Pensionäre etc. Die meisten davon haben eine Garantie für ihren ruhigen und vergoldeten Gang und nicht wenige wie man liest, für eine Fahrt mit dem 450er bis ins Grab bekommen.

    Fahrtauglichkeitsprüfung ab dem 75. … keine… wenn gleich ich auch die Ironie des Beitrags wohl erkannt habe.

    …wer von denen also sollte jemals etwas anderes “wählen”, als den Fliegenschiss, der uns nun regiert?

  2. @ Mettmann

    die 28 Mio. Rentner, Halbrentner und Pensionäre haben immerhin in den letzten 50 Jahren dafür gesorgt, dass der jetzige Fliegenschiss, der hier rumläuft und rumschreibt sich in der Regel ganz gemütlich auf den von der jetzigen Rentnergeneration geschaffenen Werten ausruhen kann.

    Die Misere, in der wir uns befinden, ist ganz sicher nicht von den jetzigen Rentnern etc. angerichtet worden, sondern von einer Generation, die deutlich jünger und deutlich unverantwortungsloser (um mich mal höflich auszudrücken) ist.

    Im Übrigen glaube ich nicht, dass Sie wissen, welche Generation was wählt.
    Die die uns regieren sind das Spiegelbild aller, die gewählt haben.

    BMB

  3. BMB

    “Im Übrigen glaube ich nicht, dass Sie wissen, welche Generation was wählt.”

    Irgendwie kommt mir das bekannt vor. Kürzlich war ich bei einer Runde mit wohlsituierten Versicherungs-Managern und Pensionären. Thema war die wirtschaftliche Situation. Unwidersprochen wurde da geäußert, wenn die Polen für 3 Euro/Stunde bei uns Spargelstechen, sollten es die Deutschen auch. Der Wohlstand sei eh nicht mehr zu halten (ausser ihrem natürlich).

    Michael Schumacher verdiente als aktiver Rennfahrer an die 100 Millionen im Jahr, und jetzt – wo er aufgehört hat – nicht mehr. Und selbst dank Rentensparplan – von der Union Investment zum Beispiel – und skandalös niedrigem Schweizer Steuersatz gelingt es ihm nicht, als Ruheständler auch 100 Millionen im Jahr zu machen.

  4. Sorry, aber den allseits gepredigten Aufbaumythos der Nachkriegsgeneration kann ich nicht mehr hören und dieser frommen Lüge möchte ich entschieden widersprechen.

    Seit 1960 nimmt die Verschuldung kontinuierlich zu – zugegeben, die Kurve wurde ab den 80er Jahren und insbesondere nach der Wiedervereinigung deutlich steiler.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung

    Das ändert aber nichts daran, dass die Aufbaugeneration – auch in sehr guten Zeiten nie gespart bzw. Rücklagen gebildet hat. – obwohl die demografische Entwicklung bestens bekannt war. Ende der 70er hatten wird das bereits in der Schule.

    Das ist wie, als wenn ein Mann ein Haus baut, niemals tilgt, sondern bei jeder Gelegenheit zum privaten Konsum eine weitere Hypothek aufs Häuschen aufnimmt, dann die überschuldete Hütte an seine Kinder weitervererbt und dafür immerwährende Dankbarkeit verlangt. ‚Ich hab euch so ein schönes Haus vermacht und Ihr könnt Euch ins gemachte Nest setzten…’

    Im Gegensatz zum Erbrecht, wo man so ein Erbe ablehnen kann, hängen wir hier voll mit drin.

    Meine Dankbarkeit hält sich schwer in Grenzen.

  5. @ Uli

    Gleichfalls Sorry,
    der Aufbau bis 1980 ist nun mal zweifelsohne durch die Nachkriegsgeneration erfolgt und das sind eben die heutigen (West)Rentner.

    Es ging mir zwar nicht um die Staatsverschuldung, aber bitte auch deren Höhe ist, zumindest seit 1990, von der jetzigen Generation zu verantworten – und nicht von der jetzigen Rentnergeneration.

    Deine Behauptung, dass die Nachkriegsgeneration nie gespart hat bzw. keine Rücklagen gebildet hat, mag zwar politisch so sein, auf dem privaten Sektor allerdings wurden immense Werte geschaffen – zur Freude der jetzigen Worthülsengeneration. Und davon profitieren wir heute alle noch, nicht zuletzt auch die Kreditwürdigkeit der Bundesrepublik –

    Dein Beispiel – vom Mann, der ein Haus baut und immer weiter durch Hypotheken belastet – ist völlig unrealistisch.

    Ich kenne nur das Gegenteil, nämlich Männer (und Frauen), die ihr Haus zum Rentenalter längst abbezahlt haben und nun ihr Geld und sonstige Werte zusammenhalten, weil sie Angst haben, dass ihre (lebensunfähigen) 40 jährigen Kinder ihren Job verlieren.
    Hier allerdings sei ausdrücklich gesagt: Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Oder Mittelständler, die vor 10 – 15 Jahren ihren gesunden Betrieb übergeben haben und jetzt mit ansehen müssen, wie die Nachfolgegeneration alles gegen die Wand fährt.

    Und bitte nicht die Globalisierung als Schuldigen hinstellen.

    Wie gesagt, das wo die jetzige Generation drin hängt, das hat sie selber angerichtet.

    Nochmals Sorry, aber an Dankbarkeit hatte ich gar nicht gedacht, nur an die Anerkennung, dass die jetzige Rentnergeneration sich den bezahlten Ruhestand verdient hat.

    BMB

  6. Ich hätte auch gerne 40 fette Jahre gehabt und “aufgebaut”.

  7. BMB

    wenn ich so was lese

    “wo die jetzige Generation drin hängt, das hat sie selber angerichtet.”

    ” an Dankbarkeit hatte ich gar nicht gedacht, nur an die Anerkennung, dass die jetzige Rentnergeneration sich den bezahlten Ruhestand verdient hat.”

    kriege ich langsam ein Gesprür dafür, dass es so nicht weitergehen kann. Wenn das wirklich Ihre Einstellung ist, ist es Ihnen völlig schnuppe, wie es jungen Familien, Heranwachsenden, Studierenden und Leuten in Brot und Arbeit geht. 30% Rentenbeitrag, damit die Generation der Rentner ihre von Politikern seit den 50er Jahren erhaltenen Versprechungen wie “Die Rente ist sicher”, koste es die arbeitende Bevölkerung was es wolle, “ist uns doch egal”, um den Preis sozialen Friedens eingelöst bekommen.

    Tolle Einstellung.

  8. Meine Eltern konnten sich vor zwanzig Jahren mit einem normalen Angestelltengehalt ein Haus bauen, zwei Kinder durch die Uni bringen, sich ein Auto leisten, mit uns einmal pro Jahr an die Adria fahren, es blieb sogar noch ein bißchen was für auf die hohe Kante übrig und ab und an mal konnten sie was Gutes tun.

    Heute kenne ich eine Menge Leute, die zu zweit als Uni-Absolventen weder Haus noch Auto haben, nicht wissen ob ihr Job nächste Woche nicht in Indien oder China ist und ständig am Dispolimit kratzen.

    Die schleichende Verarmung ist längst in den oberen Bereichen der Mittelschicht angekommen. Mit 45.000 Euro Bruttoeinkommen zählt man schon – ich staune – zu den oberen 23% und mit 55.000 Euro schon zu den oberen 9%.

    Es ist schlicht kein Geld mehr zu holen. Selbst ganze Entwicklungsabteilungen in DE, die ja angeblich der Wirtschaft so wichtig sind und für die man angeblich händeringend Leute sucht werden in DE nur noch gemanaged und befinden sich schon in Bulgarien, Indien oder China oder werden über die Konzerne/Zeitarbeitsfirmen als Kartell mit Zeitarbeitern bedient, wo man als angeblich dringend gesuchter Ingenieur schon mit 40.000 Euro zufrieden sein darf.

    Die Menschen sehen keine Zukunft, sind mit der blossen Existenz, dem Verwalten des Jetzt schon so beschäftigt, wo soll da das Commitment für Kinder herkommen? Wo das Geld?

    In der Zwischenzeit verschenken unsere deutschen Firmen unseren einzigen Standortvorteil – unser Wissen – aus Gründen der ‘Globalisierung’ der Kostenoptimierung und des eigenen Geldbeutels ans Ausland, die uns in wenigen Jahren nicht mehr länger als Dienstleister, sondern als Konkurrenz gegenüber stehen.

    Die Politik ruiniert dann noch durch kurzfristige Politik und die anämische Finanzierung der Bildung die Chancen der nächsten Generationen diesen Prozess aufzuhalten.

    Macht Euch mal keine Gedanken über Kinder die Rente finanzieren sollen. Das drängendere Problem ist das Stoppen der Dewirtschaftisierung Deutschlands (Deindustrialisierung haben wir ja schon hinter uns), da die Auslagerung ja bereits weite Teile der Wissens- und Dienstleistungsberufe erfasst hat.

    Den Kommentar von BMB finde ich gelinde gesagt zynisch hoch drei, wobei sich mir die Frage stellt, wie viele im heutigen Berufsleben stehende Kinder hat er, die heute monatlich “Bares”, Höchstbeiträge in die Rentebversicherung einzahlen, damit ich so wie er später mal meinen Anspruch eingelöst bekomme?

    Hans

    .

    Edit: Wunschgemäß verbessert

  9. @ Hansimglück – Sie schreiben:
    „Meine Eltern konnten sich vor zwanzig Jahren mit einem normalen Angestelltengehalt ein Haus bauen…“
    und
    „Heute kenne ich eine Menge Leute, die zu zweit als Uni-Absolventen weder Haus noch Auto haben…“

    Dem kann ich nur entgegnen:
    Vor 20 Jahren hat das Hausbauen rund 3 bis 4 Brutto-Jahresgehälter eines Angestellten gekostet.
    Heute kostet das Haus bauen 5 bis 7 Brutto-Jahresgehälter eines Angestellten.

    Aber nicht, weil die Gehälter geschmolzen wären, sondern weil in den letzten 10 Jahren die jetzige Markus-Generation (die ca. 40-50 jährigen) und deren Satelliten durch die Forderung nach und die Produktion von täglich neuen Vorschriften (Wärmeschutz, Umweltauflagen, Materialauflagen und und und…) dafür gesorgt hat, dass das Hausbauen unbezahlbar für sie geworden ist.
    Gleiches gilt auch für die Auflagen der letzten 10 Jahre in den Betrieben, für jeden Schei… einen hauptamtlich, bezahlten „Beauftragten“, Formulare, Statistiken, Auflagen und und und…

    Und genau diese Markus-Generation beklagt sich jetzt, dass alles unbezahlbar wird.
    Ja, so ist das eben, wenn man nur opportunistisch handelt und für nichts geradestehen will.

    Da Sie auch das Thema Rente und die Anzahl der Kinder angesprochen haben.
    Wer immer noch glaubt, dass Altersrente mit der Anzahl der berufstätigen Kinder zu finanzieren ist, verschliesst die Augen vor der Realität. Das war schon vor mehr als 10 Jahren klar, dass das nicht geht.

    Da Sie danach gefragt haben:
    Auch meine „Alterseinkünfte“ ist nicht die Rente, die andere für mich eingezahlt haben. Meinen Lebensabend sichern mir die Früchte der jahrzehntelangen seriösen Vorsorge durch richtige Entscheidungen auf verschiedenen Gebieten.
    Dazu zählte übrigens auch, keine IOS Aktien von Bernie Cornfield zu kaufen und nicht am sogenannten „Neuen Markt“ zu spekulieren, obwohl man schon damals dafür als rückständig und spiessig beschimpft wurde.

    Nicht die Anzahl der jetzigen Kinder ist für die Rente der jetzigen Markus-Generation verantwortlich. Sondern einzig und allein die Markus-Generation selbst.
    In dem diese Generation endlich dafür sorgt, dass z.B.
    a.) sachfremde Leistungen, die aus der Rentenversicherung (geraubt) gezahlt wurden, auf den Cent genau und mit Zins und Zinseszins zurückgezahlt werden und zukünftig nicht mehr jeder in den Rententopf greifen darf.
    b.) Die Finanzierung der Rentenversicherung auf breiter Pfeiler gestellt wird
    c.) ihr euch selbst um eine (sichere!!!) Vorsorge bemüht

    Ihr habt also alles seit Jahren in eurer Hand, ihr müsst nur handeln.

    Die jetzige Generation hat tatenlos zugesehen wie der „Globalisierung“ (wer ist das eigentlich?) alle Türen geöffnet wurden –und vielfach sogar noch Beifall geklatscht und die Weichen gestellt und die Handelnden angespornt – .
    Andersdenkende wurden aus ihren Positionen entfernt. Kurzfristiger Profit war das oberste „Target“.
    Nur die jetzige Generation kann dem verbrecherischem Treiben, an den Märkten Einhalt gebieten, nur die jetzige Generation kann das Problem der „Globalisierung“ angehen und lösen.

    Aber ich befürchte, das wird nichts werden, weil die Mehrheit der jetzigen Generation einfach nicht Willens ist, sich an Werten zu orientieren, zu vergleichen und die Folgen ihres Handels zu übersehen.
    Das Problem hierbei macht wohl folgendes (sehr plattes) Beispiel deutlich:

    Man kann von einem Bäcker nicht verlangen, dass er frische und knackige Brötchen backt, wenn er solche Brötchen nie in seinem Leben gegessen hat und nie gelernt hat, wie man solche Brötchen backt.
    Dieser Bäcker wird nie verstehen, weshalb man ihn kritisiert.

    Das ist die eigentliche (zum Teil unverschuldete) Misere der Mehrheit der jetzt lamentierenden Markus-Generation.

    Kann sein, dass ich nun ein paar „Freunde“ weniger habe, aber wenn’s nützt, was soll’s…

    P.S.: Da ich Morgen auf eine verlängerte Wochenendtour gehe, werde ich mich erst wieder am Montag wehren können.

    BMB

  10. … wer ist eigentlich dieser BMB, der sich wahrscheinlich ins Fäustchen lacht, daß er in div. Foren bewußt provozierend aneckt und sich auch noch sooooo viele finden, die ihn in seiner Aktivität durch Widerspruch unterstützen?

    Zur Sache: Wie hier 2 Generationen gegeneinander aufgestachelt werden verschlägt mir den Atem. Zum Glück denkt ein Teil der anderen Generation, von der ich direkt abstamme, anders.

    Markus, oh nein sorry, Michael

  11. Bernd hat völlig recht und die Sache auf den Punkt gebracht, die “Markusgeneration” hat -seien sie denn in der Politik und der Wirtschaft tätig, diese Probleme selbst verursacht, die Argumente hat er treffend vorgebracht, ich muss hier nicht redundant werden :-)

    Gerd

  12. “Nicht die Anzahl der jetzigen Kinder ist für die Rente der jetzigen Markus-Generation verantwortlich. Sondern einzig und allein die Markus-Generation selbst.
    In dem diese Generation endlich dafür sorgt, dass z.B.
    a.) sachfremde Leistungen, die aus der Rentenversicherung (geraubt) gezahlt wurden, auf den Cent genau und mit Zins und Zinseszins zurückgezahlt werden und zukünftig nicht mehr jeder in den Rententopf greifen darf.
    ……”

    BMB hat Recht.
    Ab sofort sollen unsere Rentenbeiträge also in neue Töpfchen angespart werden für “unsere eigene”, künftige Rente. Wie schön.

    Da die Rentenkasse quasi leer ist (reicht sie für ein – 1/2 Monate ?) müssen unsere Aufbauer halt gucken wie sie klar kommen. Etwa sich von Bauplätzchen trennen. Wie Schade.

  13. Ich glaube, ich würd hier regelmässiger lesen und hätte manches geschrieben, wenn nicht dauerend gegen Berlin, Banker (ich bin selbst einer, nur ein kleiner) oder andere Blogger gestänkert werden würde. Eine Zeitlang wars lustig, aber es wiederholt sich halt immer nur und das missfällt mir. Vielleicht bin ich auch nur zu harmoniesuchend.

    Ausnahmsweise ein Lob für diesen Beitrag hier, Spitzenklasse. Die heutigen ‘Alten’ denen es gut geht, sind wirklich zu beneiden. Ob verdient oder unverdient.

  14. Stubenrauch,

    das ist hier halt so, wie es ist. Ich will keinem zu nahe treten, aber ich schreibe hier für mich – so eine Art Tagebuch – wollte ich Quote oder virtuelle Freunde, müsste ich einen auf Sacha Lobo machen und ständig versprechen, dass irgendwann, irgendwie sich alle fürchterlich lieb haben und reich werden. Lies mal, hier hatte ich grade was dazu (2. Kommentar) geschrieben:

    http://motorbloeckchen.com/?p=11714

    Und mit Verlaub: Was Freund Histomat, Helmut, derzeit schreibselt, seine Schmähschrift, das ist… ach nee, ich lasses.

    :)

  15. Detlef,
    ich habe mir auch schon bei der Lektüre manch eines Beitrags gedacht, tat das jetzt Not, dem oder jenem mal wieder eine reinzubrezeln, sei es in Form von Andeutungen oder expliziten Watschn? Das ist größtenteils unterhaltsam, mitunter etwas bemüht und, ja, vereinzelt auch ermüdend. Für mich zumindest – aber was weiß ich über die jeweiligen Hintergründe, wer grad wieder welche Intrige gesponnen hat und so weiter. Ab einem gewissen Punkt ist es halt nicht mehr so wahnsinnig interessant. Aber wegen mir soll jeder sein Steckenpferd reiten dürfen, wie und wohin er lustig ist.

    Und dieser Beitrag hier ist mal wieder einer von den ganz ganz guten und das sind die meisten. Das mit den zwei “Alten”… banale Alltäglichkeit, köstlich erzählt.

  16. Ist hier bei einigen die WM-Depression ausgebrochen?

    Michael :(

  17. BMB,

    “die Finanzierung der Rentenversicherung auf breiter Pfeiler gestellt wird … ihr euch selbst um eine (sichere!!!) Vorsorge bemüht”

    Das würden Markuse wie ich ja gerne tun. Dummerweise müssen wir aber neben unseren eigenen gesetzlichen und privaten Vorsorgeaufwendungen, immer noch ein bißchen was für die Rentner von heute obendrauf legen, bei denen es sonst nicht ganz langt, die gesetzlich erlangten Rentenansprüche aus Rentenversicherungseinnahmen zu zahlen.

    http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2010/28355998_kw02_sp_hh_arbeit/index.html

    Jetzt sind schon Schlagersänger bereit fürs Allgemeinwohl mehr Steuern bezahlen zu wollen, vielleicht kriegen wir die Rentner wie Sie ja auch noch zu, auf die 31 Milliarden “Obendrauf” zu verzichten, damit wir Markuse im Alter auch was zum Knabbern haben. Ein Rentenversicherungsbeitrag von 30 % + wäre natürlich auch ne Möglichkeit.

  18. “Die jetzige Generation hat tatenlos zugesehen wie der „Globalisierung“ (wer ist das eigentlich?) alle Türen geöffnet wurden –und vielfach sogar noch Beifall geklatscht und die Weichen gestellt und die Handelnden angespornt ”

    Wer so was schreibt und sich einbildet, damit ein Argument geliefert zu haben, erinnert mich an die Politikerblase der letzten 40 Jahre, die wissentlich mit unfinanzierbaren Versprechungen wie “die Rente ist sicher” dummes Wahlvolk geködert haben und sich heute dank dicker Rente und Pensionen hinstellen und sagen “die anderen waren’s, wir nicht”.

  19. Im übrigen: Den Herren W aus M und Mettmann ist zuzustimmen – und zwar umfänglich.

    Wir hatten mal Anfang der 60er Jahre einen 50 Milliarden schweren Juliusturm, der danach, als die 68er noch Jugendliche waren, von den Herrschaften Regierenden nach und nach verplempert wurde. Herrn BMB empfehle ich einen Grundkurs in VWL und Rechenkurs an der VHS.

  20. So, nachdem ich ein wunderschönes, verlängertes Oldtimer(Fahrzeug) -Wochenende mit einigen Markussen (die übrigens bisher alles richtig gemacht haben und sich deshalb so etwas leisten können) und vielen Rentnern im Oldtimerlandschaftsparadies rund um Kulmbach verbracht habe und danach die verschiedenen Kommentare und Empfehlungen gelesen habe, fühle ich mich in meiner Meinung doch sehr bestätigt.

    @ Mettmann
    Mettmann schreibt zum Thema Beiträge zur Altersvorsorge: „Das würden Markuse wie ich ja gerne tun. Dummerweise müssen wir aber neben unseren eigenen gesetzlichen und privaten Vorsorgeaufwendungen, immer noch ein bißchen was für die Rentner von heute obendrauf legen, bei denen es sonst nicht ganz langt, die gesetzlich erlangten Rentenansprüche aus Rentenversicherungseinnahmen zu zahlen.“

    Da sage ich nur, ja Hallo… das ist doch nichts Neues, genau die gleiche Situation bestand damals auch für die jetzigen Rentner, auch sie mussten für ihre eigene Vorsorge sorgen und obendrauf für die damaligen Rentner einzahlen. Da gibt es bei der finanziellen Belastung der „Arbeitenden“ damals wie heute keinen Unterschied bei der Belastung der jeweils arbeitenden Generation.
    Der Unterschied liegt allerdings darin, dass die jetzigen Markusse, die hier lamentieren, das einfach nicht mehr „gebacken“ kriegen und nun die Schuldigen für ihr eigenes Versagen bei anderen Generationen suchen.

    @ Langhans
    Langhans schreibt „Herrn BMB empfehle ich einen Grundkurs in VWL und Rechenkurs an der VHS“

    Danke für den Rat. Diese Grundkurse (zwar nicht an der VHS) habe ich alle durchlaufen, allerdings noch zu einer Zeit, als solche Kurse auch tatsächlich benotet wurden und nicht nur Urkunden mit der Note „Teilgenommen“ ausgestellt wurden, wie in der Zeit danach.

    Wie ich schon sagte:
    Wer nicht weiss, wie richtige, frische, knusprige Brötchen schmecken, der kann sie auch nicht backen.

    Zum Abschluss möchte ich jedoch noch eines klarstellen:
    Ich komme mit allen Generationen bestens aus, wenn diese mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen. Und es war und ist nicht meine Absicht eine generelle Diskussion jüngere gegen Rentner führen, oder diese Generationen gegeneinander auszuspielen.

    Ich bin aber sofort bereit mich zu wehren, wenn irgendwelche (politischen) Markusse, mangels eigener Fähigkeiten und/oder mittelmässiger Ausbildung, beginnen die Rentner als Schuldige für den jetzigen Stand der Dinge auszudeuten und an den Pranger zu stellen.
    Wer das versucht, wird von mir Gegenwind bekommen.

    BMB

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