Opel Blitz gehabt…

da hat sie aber gestern nochmal Glück gehabt, unsere Angie. Das “Glück der Tüchtigen” möchte ich hinzufügen. Und dabei habe ich gestern spätabends doch noch diesen US Experten gehört (auf ARD war’s glaube ich), der angeblich schon immer gesagt hat, dass “GM Opel nie verkaufen wird”. Klang im Prinzip recht plausibel – ich hätte ihm das schon geglaubt, dass GM Opel nicht hergeben wird.  Aber sei’s drum: Jubel!

Da war dann noch gestern dieser Kommentar und die Ankündigung von GM

“Wir haben jetzt eine Lösung, die den Wahlkampf der Kanzlerin nicht belastet. Ob Magna die Auflagen von GM erfüllen kann, wird vor dem Wahltag wohl nicht zu klären sein. Danach sieht man weiter.”

Zu blöd – weil das wäre natürlich noch das Sahnehäubchen gewesen.

Aber das bewegt mich dann doch heute Morgen, immer gleich drauf diese undankbaren Pessimisten. Da warnte doch tatsächlich der Verband der Jungen Unternehmer  schon wieder fast panisch davor, Opel auf Kosten des Steuerzahlers zu sanieren. Hat der Verbandsvorsitzende Dirk Martin nicht alle Tassen im Schrank?  “Der Steuerzahler ist keine Cash-Cow für marode Unternehmen”. Wo hat er denn diesen Unsinn her? Ich fürchte dieser Verband ist von der Partei der LINKE unterwandert.

Aber egal: Wird schon gut gehen. Wieso sonst hätte GM sonst diese Ankündigung machen sollen? Nach dem Wahltag, da machen die das alle miteinander klar: GM, Magna, der tüchtige Herr Frantz, unser Hessen-Roland… und unsere tolle Angie. Da glaube ich ganz fest dran.

Ich sag dazu nur: Super, Angie!

 

Bleibt tapfer,

Detlef Kupfer

11 Gedanken zu “Opel Blitz gehabt…

  1. Ich würde sogar sagen: Supa … Supa, Angie!

    Ich kauf mir jetzt ‘nen Opel! Hier schreibt doch keiner mit, oder?

    Wolfgang

  2. Ich denke nur an die HRE. Noch glaub ich deshalb an gar nichts – was wirklich passieren soll, werden wir erst nach der Wahl erfahren. Ob wir dann erfahren, was es gekostet hat, schlechte Nachrichten über den Wahltermin hinaus zu verzögern?

    Wenn uns so was Erfolg verkauft wird

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/ohrfeige-von-deutschen-opel-treuhaendern;2455344

    will ich nicht wissen, wie dann Misserfolge in Zukunft aussehen.

    Alex

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  6. Wieso erinnert mich das ganze an 1999 und 2002? 1999 ging Holzmann das erste mal Pleite, es war Kommunalwahljahr in NRW…also hat der Schröder Gerhard Steuer-Milliarden in das Unternehmen gepumpt. Mal ehrlich, da wären eher Palliativmaßnahmen statt dieser Art von steuerfinanzierten Wirtschafts-Intensivmedizin angebracht. Fast forward, man schreibe das Jahr 2002. Fairchild Dornier war Pleite. Diesmal mußte der Schröder Gerd passen. Und das, obwohl FaiDor echt eine Chance hatte – die 728 war fast fertig für den Jungfernflug, die Auftragsbücher für die 728, 928 und Envoy voll und das Unternehmen selbst eine reele Überlebenschance. FaiDor zu retten, das wäre eine Sache mit Hand und Fuß gewesen. Nur halt nicht salonfähig und nicht so PR-wirksam und auf dem dummen Wähler nicht so wirkungsvoll wie die “Rettung” der Holzmann AG. Dafür geschah dem ganzen SPD-Klüngel erst recht, daß im gleichen Jahr nach zwei Jahren wirtschaftlicher Beatmung und Dauerreanimation Holzmann endlich Pleite ging.

    Umso trauriger zu sehen, daß Merkel und Co. von dieser Geschichte nichts gelernt zu haben scheinen.

  7. Huch – die bösen bösen Jungs in Detroit sagen “No”?! Da hat ihnen Angie gemeinsam mit der Crème der Russland-Connection ein Angebot gemacht, das sie dem filmreifen Drehbuch nach nicht ablehnen können, und dann das, wie aus heiterem Himmel, kaum 8 Stunden nach dem ihr Oberversprecher-und-nix-halten Obama ins Ohr hauchte “Super Angie”?

    Bundestagswahl gewonnen, Koalition mit der FDP in trockenen Tüchern, das ätzende Gutthenberg-Gerede von der “geordneten Insolvenz” aus dem Wirtschafts- ins Verteidigungsministerium weggelobt – Angie spielt jetzt Oskar – verdächtig die Brüskierte, sollte aber mal ganz cool bleiben und muß sich nicht beschweren, das Vor-der-Wahl-Ziel ist doch erreicht, die Filmszenen Russenheim – Episode 1 und 2 sind im Kasten.

    Jetzt kann sie mit ihren FDP-Liberallos den Arbeitnehmern von Opel beweisen, dass sie doch die herzensgute Auto-Mama ist, als die sie sich ihnen vor den Wahlen präsentiert hat.

    Ich schätze mal, die jüngste Wendung zur Episode 3 der Opel-Saga wird, in der die Guten zu den Bösen werden, oder doch eher Teil 4, in der auch der dunkle Lord Vader-GM-Henderson wieder am Lagerfeuer der lichten Seite der Macht im Kommandostand von Angie im Lord-Cancler-Amt platznehmen darf? Tja, wer weiß.

    Im Mai sind Wahlen in NRW, für ein Happy-End für die Opel-Arbeitnehmer bis dahin, sind die Daily-Soap-Drehbücher doch schon längst geschrieben. Oder glaubt jemand was anderes? In den Schatten-Kassen des neuen Bundeshaushalts werden sich doch für eine GM-Lösung noch ein paar schlappe Milliarden finden, die man flux nach Detroit überweisen kann, damit auch renitente Betriebsratsvorsitzende schließlich einsehen, dass ja alle GM’ler in Wahrheit eine einzige, große Familie sind und die Family-Mitglieder in Bochum im Mai ihre Kreuzchen an der richtigen Stelle machen.

    Und für alle Filmliebhaber: Ich gehe von einem Happy End aus, aber eben nur bis kurz nach der Wahl in NRW.

    .

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