2010-06-27: Bad Homburger Salon, Fürstenbahnhof

Nach über 100 Jahren seit seinem Bau kann einem wie mir so ein Haus schon ans Herz wachsen, so voll es mit Geschichten ist, und wenn man wie ich heute Morgen mit einem Profi eines Foto-Clubs auf Safari ging. Keinen hat es die letzten Jahrzehnte interessiert. Besitz bedeutet halt auch Verantwortung, gerade bei einem Baudenkmal. Wirtschaftlich ist es natürlich sinnlos, wenn man es mit anderen Anlageformen vergleicht, die Rendite ist fast gleich Null.

Spaß beiseite, das Haus, der alte Fürstenbahnhof in meiner kleinen Stadt, 1907 extra für Wilhelm II gebaut, wo Durchlaucht nebst Familie dem Zug aus Berlin entstieg, ist eines der wenigen, was alles immer überstanden hat: Weltkriege, Nazis, Verfolgung, Flucht, Bomben,  Geldentwertung, Inflation, Wirtschaftskrisen, Pleiten, Möbelausstellung und Technobilligdröhndisco. Ein Fürstenbahnhof, eigentlich eine grundsolide, sichere Geldanlage.

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3 Gedanken zu “2010-06-27: Bad Homburger Salon, Fürstenbahnhof

  1. Ich sehe hier zum ersten Mal den kleinen Bahnhof von hinten. Sieht ja fast idyllisch aus, trotzdem pfui deibel. Und das in unserer Stadt der Champagnerluft. Danke für die wirklich schönen Fotos.

    R. Jung

  2. Pingback: 21.11.2010: Raucherabteil

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