“Hic Phoebus unguentarius optime futuet” [*]

[*] “Das hier ist ein höchst interessantes Dokument der Zeitgeschichte. Es handelt sich um eine Abschrift der Kritzeleien an einer Bordellwand in Pompeji. Darunter derjenige Spruch, “Hic Phoebus unguentarius optime futuet”… Hier hatte Phoebus der Parfumhändler einen richtig guten Fick…”

Die Leser dürften Taschentücher gebraucht haben, als sie am 13. Februar 2010 morgens diesen Beitrag hier von Thomas Strobl, dem früheren FAZ – Blogger, lesen konnten.

Deshalb werdet Ihr auch schallend lachen, wenn Ihr diesen Link hier drückt. Ich habe vor ein paar Tagen lang gebraucht, bis ich wieder so wenig Tränen in den Augen hatte, dass ich die Tastatur erkennen konnte. Es vergeht halt offenbar keine Woche, in der nicht besagtes ehemaliges Mitglied der deutschen Bildungselite i.R. Lust dazu verspürt, sich an meinen Beiträgen und den Kommentaren zu reiben und die dieser Berufsgruppe oftmals eigene  Inkompetenz in ökonomischen Dingen, via hauseigenem Zweitverwurschtungs – Blog und hinter angeblich witzigen Kommentaren und Selbstgesprächen zu verstecken.

In einem Spaßblog sonderte gerade jemand zum Thema INSM ein paar Urlaute ab: “Bürger- und Mittelschichtsverblödungsladen” oder in INSM watchblog “Spamsau und Linkhure”.  Wenn man also nur auf das geräuschvolle Ausstoßen der Magenluft von “Genußmenschen aus bester Gesellschaft” stößt, das einem als politischer Diskurs angedreht wird, kommt allenfalls Ekel auf und die Befürchtung, daß die “Verblödung des Mittelstandes” bereits in vollem Gange ist

Da ich wie man unschwer erkennt, ein Fan von Thomas Strobl bin, und weil ich meine, er hat mehr ökonomischen Sachverstand unter den Fingernägeln als manch anderer Schlauschwätzer im Kopf, empfehle ich nicht nur besagtem Bildungselitemitglied, bevor er sich über “die Verblödung des Mittelstands” auslässt und sich lächerlich zu machen, etwas über die Verblödung findet kein Ende zu lesen. 

P.S. Ach ja, ein großer Sohn meiner Stadt am Main liefert mir ein passendes Sprüchlein als “Nachtrag” zu Histomat’s Beitrag:

»Warum ist denn das Urteil allzu kurz?«
Ein jeder schnuffelt nach dem eignen Furz.
Ich schelt euch nicht, wär es nicht Allgebrauch;
Wenn ich’s täte, tätet ihr’s denn auch? [Johann-W. von Goethe]

 

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5 Gedanken zu ““Hic Phoebus unguentarius optime futuet” [*]

  1. Ich habe auch Tränen gelacht, nämlich als ich den ersten Absatz gelesen hatte.

    Seit Deinem letzten Link lese ich inzwischen auch gelegentlich bei Thomas Strobl rein. Brottrockene Volkswirtschaft mit dem Messer zwischen den Zähnen humorvoll beschrieben.

  2. Detlef,
    nix draus machen, ist reiner Alterszynismus. Wer einer erst 2000 von Arbeitgeberverbänden gegründeten Propagandamaschine INSM die Fortschreibung sozialmarktwirtschaftlicher Standpunkte nach Ludwig Erhard in der Gegenwart bescheinigt und suggeriert, die INSM sei im Interesse des sozialstaatlichen Gemeinwohls tätig, hat einfach keine Ahnung, meine ich (der als Ösi Thomas Strobl selbstverständlich auch gerne liest),
    Richard

  3. Das Goethe-Gedichtlein passt als Nachwort zu den Unverschämtheiten wie die Faust…

    Köstliche Beiträge wie “Phoebus…” sind bei Weissgarnix eher die Ausnahme. Um seine Inhalte und die seiner Kommentatoren zu verstehen, brauchts größtenteils doch erhebliches VWL-Vorwissen. Unter Suche “Mittelstand” finden sich aber einige hoch interessante und plausible Beiträge. Werde ich mir bei Gelegenheit mal durchlesen.

    Michael :-)

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