300SL, alte Lieben rosten nicht

Jürgen Röhmig ist der Spross einer Autos sehr zugeneigten Familie. Der erste “Benz”, ein 190D, stand schon 1961 vor dem Elternhaus einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Giessen. Jürgen fuhr die Heckflosse des Vaters noch bis 1971. Mit dem Glück des Tüchtigen und genügend Barem, entschloss sich  Jürgen dann 1971 so ganz gegen den Trend, der damals Opel GT, 350SL, 2002tii und sonstwie lautete, eine gebrauchte Pagode zu kaufen. Wie es dann ein 300SL wurde, das wird Euch Jürgen Röhmig demnächst noch mal selbst schreiben.  

Hier seine Fotos mit den “alten Lieben” 

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P.S. Ach ja, irgendwann vor rund 10 Jahren, fuhr auch sein Freund Gerd mal mit dem Auto und machte ein “Familienfoto”. Irgend wie erinnert mich das auch grade wieder an die Geschichte hier.

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20 Gedanken zu “300SL, alte Lieben rosten nicht

  1. Was die Beifahrerinnen anbetrifft, könnte ich auch ohne das ich so einen Sl hatte, locker mithalten.

    Aber trotzdem eine super Fotogalerie. Von den heutigen 300SL Besitzern dürfte nur eine Handvoll von sich behaupten können, schon 1971 so ein Auto besessen zu haben.

  2. Ob blond, ob braun – klasse Fotos, die Du hier zeigst. Auch wenn der heutige Besitzer wahrscheinlich keine Damenstiefel mehr auf seinem SL zu lassen würde…

  3. Volker,

    sag das nicht. Gerd hatte mal vor nicht allzu langer Zeit, nicht hier, auch ein Erinnerungsfoto gezeigt, Dame mit Stiefeln auf Rolls Royce – Haube… nur mit Stiefeln.

    :-)

  4. Klasse Fotos. Aber wo bleiben die Fotos von Dir? Unter “Leidenschaftliche Affären” sehe ich nur ein paar schöne Kisten, wo sind die “alten Lieben”?

    :-) :-) :-)

  5. Eine schöne Geschichte. Aber irgend wie endet sie in den 1990er Jahren. Gibts auch mal aktuelle Fotos? Ich hab nix gegen, wenn die heutigen Damen etwas reifer sind.

    Ciao

  6. Ein wunderbarer Beitrag, weil er unserer Geschichte so ähnelt. Mein Vater verkaufte seinen “SL” wie er früher sagte, auch Mitte der 70er Jahre für Kleingeld. Der damals neue 107 musste her, das Herumfahren mit dem alten SL galt schon als Zeichen schlecht laufender Geschäfte. Der Mercedes Händler in Hannover gab grade mal 12000 DM für den alten. Der alte stand dort fast ein Jahr zum Verkauf.

    Ich schau schon garnicht mehr hin wenn ich heute sehe, was selbst für unrestaurierte Autos verlangt wird.

    Wenn ich die Fotos sehe, ist mir, als sehe ich meinen Papa. Sehr schöne Fotos.

  7. Ich kam gestern mit einem Gast so ins Gespräch über Oldtimer. Er fährt mehr Oldtimer Rennen Porsche RS M1 Alpina erzählte er mir.
    Naja , er hat letztes Jahr seinen 300 SL nach 31 Jahren verkauft.
    Er war es satt, immer Probleme mit den Werkstätten und kaum damit gefahren. Auch ein Kienle konnte Ihm nicht helfen. Er wollte den Wagen so lassen wie er ist und die Werkstätten wollten nur optimierte Teile einbauen.
    Dann sagte er lachend: Es war der ex Wagen von der Romy Schneider. Angeblich 31 Jahre verschollen, ich wusste aber immer wo er war.
    Die Welt ist klein
    Peter

  8. Vor dem Foto mit Dame und Bello hätte er seinem recht unerfahrenen “Freund Gerd” erstmal erklären sollen, den Sicherheitsgurt nicht in der Tür zu verklemmen. Da ist das Leder im Türrahmen schnell im Eimer.

    Ein sehr schöner authentischer Bericht. So richtig echte Fotos aus dem Leben eines Besitzers wie hier, hab ich noch nie im Internet entdeckt.

    Tony

  9. Wo bleibt die von JR geschriebene Geschichte?

    Ist aber auch so ein klasse Beitrag, weil er eben echt ist.

    Guten Rutsch.

  10. Gegen die Echtheit solcher Beiträge und vor allem der Fotos, sind alle in der Presse immer und immer wieder aufgewärmten Geschichtchen mit Fotoas aus Bildarchiven ein Nichts.

  11. Schön zu lesende Geschichte.
    Ich kenne ein ganz ähnliche Geschichte von einem BMW 507 Roadster. Den hatte ein Nachbar Anfang der 1970er als ziemlichen Schrotthaufen für rund 2000 Mark gekauft. Er überholte technisch nur das Nötigste und machte ihn fahrbereit, Rostblasen im Lack wurden weggeschliffen und mit Grundierung und Lacksprühdose beseitigt. Er fuhr dann noch bis in die 80er jahre fast 70000 Kilometer quer durch Europa. Ich weiß nur, dass nachdem er gestorben war, die Witwe den Wagen auf die schnelle an einen Autohändler ein paar Orte weiter, verkaufte.

  12. Tschööö Jürgen…

    Wenn Jürgen Römig so ein bis zweimal pro Jahr seine Gießener Heimat besuchte und auch bei mir aufkreuzte, ging es u.a. um Autos. Jürgen’s Traum war immer, sich eines Tages wieder einen solchen 300SL Roadster kaufen zu können, genau so einen, wie er ihn früher einmal gefahren hatte.

    Vor kurzem erreichte mich die Nachricht aus Thailand, dass Jürgen Römig am 15.12.2012 verstorben ist. Ein Freund von ihm schickte mir das letzte Foto von ihm, zwei Tage vorher aufgenommen, ‘Jürgen’ mit dem Glas in der Hand…

    Wie ich wieder einmal feststellen muß, gibt es Dinge, mit denen ich nicht umgehen kann, weil der Kopf sie einfach nicht richtig verarbeitet. Wie soll man darauf reagieren, als Betroffener, nicht als Angehöriger oder engster Freund? Ich zum Beispiel habe nach der Nachricht von Jürgen’s Tod, von seiner Bestattung und dem Zerstreuen seiner Asche auf dem Meer, erstmal alle E-Mails mit den vielen Fotoanhängen auf Festplatte gesichert, die mir der ernste, der lustige, aber auch manchmal der nervende Visionär Jürgen Römig die letzten drei Jahre geschickt hatte.

    Ich werde sie ab und zu lesen und die Fotos anschauen.

    .

  13. Jürgen und ich kanten uns aus der Zeit als Jürgen nach seinem Studium Brockhaus Enzyklopädien verkaufte und wir waren viele Jahre befeundet.

    Ich kann das immer noch ganicht glauben.

  14. Ich bin auf dercsuche nach juergens 300sl, kann nicht fassen das er gestorben ist. Weiss jemand ueber den verbleib des sl etwas, mfg

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