Wort zum Sonntag: S. hat recht

Um mich mal auf Sarrazins Ebene – runter – zu begeben: Da das größte Arschloch aller Zeiten damals die ganzen “High Potentials” und “Denker”‘ Deutschlands an der Ostfront verheizte und so den ‘Gen-Pool’ des deutschen Volkes bis auf den letzten Tropfen austrocknete, ist schon seit dem Zweiten Weltkrieg kaum ein Volk mehr so blöd wie die Deutschen. Dieses Argument liegt somit streng auf Sarrazins sozialdarwinistischer Linie.

Er selbst beweist es geradezu… und hier noch ein letztes Argument dieser Preiskategorie: “Die bürgerliche Mitte geht gegen die Ignoranz der politischen Kaste auf die Barrikaden. Sie wirft nicht mit Steinen; sie bewaffnet sich mit Büchern und fragwürdigen Argumenten.”

Früher konnte diese ‘bürgerliche Mitte’ wenigstens noch lesen und schreiben: Erst hauen alle Politiker auf Sarrazin drauf und jetzt wo sie gesettelt haben,  dass mal locker 20% Wählerklientel ihm insgeheim recht gibt, machen sie schnell ne 180° Wende und geben die Probleme ihrer beschissenen Integrationspolitik der letzten 30 Jahre zu.  Wiederlich, ich finde solche Typen zum Kotzen unsere Politiker einfach nur wiederlich.

Sarrazin’s Symphatisanten sind nicht rechtsextrem; seine Anhänger sind der beste Beweis dafür, dass der Mann mit seiner These von der Verdummung der Gesellschaft absolut recht hat.

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P.S: Wer übrigens mal den Unterschied zwischen echten Blog-Diskussionen und den Güllekübel-Foren der Online-Medien (von Bild bis Spiegel-Online) ausmessen will, obwohl es auch da zwischen Befürwortern und Gegnern hoch hergeht, dem sei diesers meiner Meinung nach derzeit beste deutsche Blog – Autor empfohlen

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25 Gedanken zu “Wort zum Sonntag: S. hat recht

  1. Deutschland wartet auf eine neue, eine ehrliche Partei, die das Land so sieht, wie es wirklich ist, da bin ich sicher.

    Willy

  2. Kirsten Heisig “Das Ende der Geduld”; Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter. Zur Lektüre empfohlen. Sicher auf dem Wissen einer Jugendrichterin aus Berlin basierend, aber trotzdem untermauert sie einige der Thesen des Hr. Sarrazin. Leider versäumen es die Politiker ihn mit Argumenten zu begegnen.

    Wir leben in einer Demokratie mit dem Recht der freien Meinungsäusserung; diese muss einen Hr. Sarrazin aushalten können und darf nicht darauf angewiesen sein ihn einfach nur auf ein Abstellgleis zu stellen.

    Grüße
    Thomas

  3. Genau richtig, denn nicht Sarazzin alleine gehört an den Pranger, sondern unsere Politiker bzw die Partein die seit den 80-ger Jahren das Thema weitestgehend vermieden haben, gehören neben ihn, von Helmut Schmidt angefangen bis Helmut Kohl

    Abgesehen davon bringt auch die perfekte Beherrschung der dt Sprache nicht unbedingt alleine die Integration, siehe Frankreich uns seine Probleme mit den gut französisch sprechenden Vor-Ort Bewohnern zumeist aus den Magreb-Staaten.

  4. “…Bis 2005 gab es eine politische Blockade, die jeden substantiellen Fortschritt verhindert hatte: Die deutschen Konservativen bestritten, dass man überhaupt etwas tun müsse. Die deutsche Linke formulierte einen Begriff von mulitkultureller Gesellschaft, der etwa das Erlernen der deutschen Sprache als überflüssig betrachtete. Oder die Probleme der ungesteuerten Zuwanderung des bis 1993 gültigen Asylrechts schlicht ignorierte.

    Mittlerweile sind diese Debatten Geschichte. So hat der ehemalige Bundesinnenminister Schäuble mit der Einberufung der Islamkonferenz 2006 einen wichtigen Akzent gesetzt. Unsere Integrationspolitik hat vor allem ein Problem: Sie hat erst mit fast 30jähriger Verspätung angefangen substantiell zu handeln. Das was wir heute so gerne problematisieren, ist in Wirklichkeit als Fortschritt zu betrachten: Von den Debatten über den Bau von Moscheen bis zur Diskussion über Zwangsheiraten. Es gab auch früher Moscheen – nur versteckt in Hinterhöfen. Es gab auch früher Zwangsheiraten – nur gab es keine junge Frauen, die sich dagegen wehrten. Und in der von den Deutschen selbst gewünschten Segregation der Einwanderer in Ghettos und Parallelgesellschaften machten es sich beide Seiten bequem – Deutsche und Einwanderer.

    Das hat sich mittlerweile geändert

    So bleibt am Ende eine Frage: Welchen Beitrag leistet Thilo Sarrazin und die Diskussion um seine Thesen zum Stand und zur Weiterentwicklung der Integration ausländischer Arbeitnehmer und ihrer Familien in der Bundesrepublik Deutschland?

    http://www.weissgarnix.de/2010/09/02/heinz-kuhn-statt-thilo-sarazzin/

    Sehr lesenswerter Blogbeitrag bei “Weissgarnix”, wo wie in vielen anderen Blogs auch, ein interessanter Diskurs stattgefunden hat. Bei einem anderen – hier verlinkten – Blog-Schreiber frage ich mich, nach dem ich heute dort mal reinlas, ob sein Geschreibsel nicht alles Ausdruck einer kleinbürgerlichen Möchtegernigkeit und Hass auf das eigene leidenschaftslose, marode Leben ist?. Lohnt sich nicht zu lesen.

  5. Eine Schande, dass solche Debatten schon früher immer nur in wirtschaftlich schwierigen Phasen angestoßen wurden, so wie jetzt, wo wir ALLE für die Verbrechen der Banken und unkontolliertes Schuldenwachstum bei EU-Nachbarn zu blechen haben.

    http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2009/23.html

    Das Thema Sarrazin wird sich totlaufen. Danach sind es wieder die sozial schwächsten, H-4ler, Niedrigstlohnbezieher, Alte mit Niedrigrenten, bei denen Sozialleistungen weggeschnippelt werden.

  6. @Goodman: hätte man diese Diskussion seit mindestens 30 Jahren geführt, würden wir wo anders stehen. Neben allen anderen in der Mitte Europas ohne alle Nase lang die moralische Keule zwischen die Füsse zu bekommen.
    Ich sage aber auch, WIR sind eine Solidargemeinschaft, die sich bei gerechter Verteilung der Lasten eine sinnvolle Versorgung der von ihnen angesprochenen Gruppen leisten kann.
    Einzig bei Hartz 4 und Sozialhilfe komme ich, berufsbedingt durch meine Frau, ins grübeln!
    Grüße
    Thomas

  7. Ich bin nur sprachlos, wenn ich überall Dinge lese, die Herr Sarrazin so behauptet. Immer geht es bei ihm um Statistiken. 40 Prozent der Türken tun dies, 90 Prozent der Muslime tun das oder auch nicht, usw. usw. Ich kann den ganzen Dreck schon nicht mehr lesen.
    Den Besten und zugleich erschütterndsten Beitrag zur Demontage des Herrn Sarrazin hat Sarrazin selbst geleistet. Und ich kann mir die Unerträglichkeit ersparen, Rezensionen zu seinem Buch lesen zu müssen, prima.

    Auf der Online-Seite des SZ-Magazins berichtet Tobias Kniebe nämlich, was Herr Sarrazin selbst, zum Thema Statistik zu sagen hat:

    http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/33007

    Sarrazin erinnert mich zunehmend an einen Reichspropagandaminister …

    Guido

  8. Die “Mohren haben ihre Schuldigkeit getan” … und jetzt weg mit. Da ist jede Argumentation (kerzen-)grade recht(s).

    Das die “dummen Mohren” andererseits aber höchstes Vertrauen grade in den Kreisen genießen, die sich der Argumente von Sarrazin bedienen, wenn es darum geht, Kosten zu senken und Gewinne zu eröhen, deckt die Doppelmoral der S-Anhänger auf und macht mich als Sohn einer türkischen Mutter sehr nachdenklich.

    http://www.google.de/#hl=de&source=hp&q=Deutsche+Bank+outsourcing+nach+indien&aq=f&aqi=&aql=&oq=&gs_rfai=&pbx=1&fp=4fbb14ba3036cfd5

  9. Glaube nur der Statistik die du selbst gefälscht hast.

    Und wenn du eine liest, lese auch die Hintergründe; wer sie geschrieben/ in Auftrag gegeben hat, welchen Zeitraum sie abdeckt, wie sie bewusst/ unbewusst verändert wurde… usw.usw. Zahlen können alles beweisen.

    Und noch einmal: unsere Demokratie/ Gesellschaft muss einen Hr. Sarazzin aushalten können.

  10. Helmut Schmidt 1981:

    “Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag.”

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14351381.html

    Helmut Schmidt 1982:

    “Mir kommt kein Türke mehr über die Grenze”

    http://www.zeit.de/1982/06/Die-Politiker-muessen-Farbe-bekennen?page=1

    Was ist den 30 Jahren seither gemacht worden? Statt durchaus rational begründeter Bedenken, setzt S. heute nur noch einen drauf und bringt eine Gendebatte in Gang wie weiland Dr. Goe…..

  11. Kriegt man mit einer Verblödungstheorie nicht recht, so wie halt momentan Sarrazin, weil sie jede Blödheitszumutbarkeitsgrenze überschreitet, taugt zu guter letzt die gute alte Überfremdungsangst immer noch für den Erfolg seines Buches. Schlag nach bei Roland Koch. Damit gewinnt man sogar fast schon verlorengegangene Wahlen. In 4 Wochen redet keiner mehr von Sarrazin. Dafür werden Andere es ihm gleichtun. Es ist schon hart, sie quatschen zu lassen ohne soooooonen Hals dabei zu kriegen.

  12. “Kirsten Heisig “Das Ende der Geduld”; Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter. Zur Lektüre empfohlen. Sicher auf dem Wissen einer Jugendrichterin aus Berlin basierend, aber trotzdem untermauert sie einige der Thesen des Hr. Sarrazin. Leider versäumen es die Politiker ihn mit Argumenten zu begegnen.”

    Genau.

    Dieser weitgehend bisher von Öffentlichkeit und Politikern ignorierte Hilferuf einer machtlosen und daher frustrierten Jugendrichterin ist der beste Beweis, dass Herr S. alles richtig gemacht hat.

  13. Ulli,

    an Deinem letzten Satz irritiert mich, dass das Buch oder die Thesen der verstorbenen Richterin Kirsten Heisig, sich u.a. mit der Jugendkriminalität und Jugendstrafrecht, nicht im speziellen mit der mit Migrationshintergrund, beschäftigt.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/kirsten-heisig-das-vermaechtnis-der-richterin-ein-bestseller-1.981702

    Zitat: “Und dann sind da noch diejenigen, die Heisig nutzen, um ausländerfeindliche Ansichten oder Verschwörungstheorien zu propagieren…”

    Genau das aber hat S. gemacht. Das ist der große Unterschied zu Kirsten Heisig. Die Berliner Richterin widmete sich auch, unter dem Sperrfeuer der Gutmenschen, dem Problem jugendlicher Gewalttäter „mit Migrationshintergrund“. Das muss gemacht werden! Und, soweit ich es sehen kann, hat sie es sauber gemacht, d.h. ohne Antiislamismus und ohne den genetischen Quatsch. Mit der Entdeckung des „Judengens“ hat Sarrazin dagegen den Verdacht bestätigt, dass er genetisch argumentiert – also rassistisch, wie weiland Dr. Goebbels. Heisig ist zu den Menschen hingegangen und wusste, über was sie redete und schrieb. Das ist der große Unterschied zu Sarrazin.

  14. Dein 1. und dein 5. Satz widersprechen sich.
    Hat Sie nun auf Jugendkriminalität von Migranten hingewiesen oder nicht?

    Antowrt ganz klar: Ja
    Frau Heisig hatte schon zu Lebzeiten immerwieder versucht, auf die hohe Kriminalitätsrate gerade bei Jugentlichen mit Migrationshintergrund hinzuweisen, aber nirgends sorecht Gehör dafür gefunden.
    Sie hat auch konkrete Lösungsansätze genau dafür geliefert. Von verschärften Einwanderungskontrollen bis hin zu Sorgerechtsentzug.

    Der große Unterschied ist, dass Frau H. nicht so wie Herr S. auf den Putz gehauhen hat.

    Die Sache mit dem Gen und den Juden kann man zu Tode reiten.
    Herr S. hatte das bisher auch sattsam klargestellt.
    Er hätte besser Ostfriesen und Lappen als Beispiel nehmen können. Die Aufregung wäre dann etwas geringer.

  15. Hab das Komma an die richtige Stelle gesetzt, jetzt stimmts.

    Die Berliner Richterin widmete sich auch, (!) unter dem Sperrfeuer…

  16. Jüdische Wochenzeitung vom 17.Juni 2010: “Kinder Abrahams: Neueste Forschungen bestätigen die gemeinsame nahöstliche Herkunft aller Juden… Genforscher haben gemeinsame genetische Spuren für die Volksgruppe der Juden nachgewiesen”
    Es ist einfach so, daß Genforscher für Volkgruppen die Zugehörigkeit nachweisen können. Sarrazin hat aber nicht gesagt, daß Juden ein Gen besitzen das unschöne Charaktereigenschaften begünstigt. Oder täusche ich mich?
    Sarrazin hat ferner nicht gesagt, daß wir Deutschen ein Gen besitzen, das uns für Ausländerfeindlichkeit und gegen Multikulti prädestiniert. Dies hätte ihm den Beifall aller eingebracht…
    Sarrazin ist kein Brandstifter, er hat die Dinge beleuchtet. Manchmal mit dem falschem Ton. Aber lieber so, als alles ignorieren und an den Folgen zu laborieren. Die Ursache, daß er diese Aufmerksamkeit bekommt liegt im Versagen der Politik, die von Multikulti, Integration und verschanzen sich hinter hohen Zäunen, und bei Buffets mit den oberen 10.000, die die direkten Folgen ihrer Politik nie erleben müssen.
    Grüße
    Thomas

  17. Heute gelesen: “Um dem Schritt in die Integrationsverweigerung zuvorzukommen, sollen die Kinder schon mit 18 Monaten dem Einfluss ihrer Eltern zumindest partiell entzogen werden, damit sie später fähig sind, auf nationalistische Parolen nicht mehr hereinzufallen. Doch nicht einmal der Bundespräsident gibt eine Garantie dafür, dass mit all diesen Sonderprogrammen tatsächlich Heere von Abiturienten gewonnen werden können”

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article9455641/Das-Grundgesetz-schuetzt-die-Integrationsverweigerer.html

    Wie bitte, läuft das auf Kinderlager hinaus, drumherum mit Stacheldraht, damit sie vor den integrationistischen Parolen nicht davonlaufen? Ich habe selten was Platteres gelesen, intellektuell gesehen reinster Gehirnverschiss. Aber offenbar so wirksam, dass die ‘Welt’ ihre gülletriefenden Kommentargruben schnell dichtmachte.

  18. Bockelmann,

    ich sag nur: Sarrazin hilf uns. Die Industrie will uns noch dümmer machen, als wir es deiner Meinung nach eh schon werden. Habe ich grade gelesen:

    “Deutschland braucht dringend mehr Migranten – mit dieser Forderung mischt sich DIW-Chef Klaus Zimmermann in die Integrationsdebatte ein.”

    Tja, wenn absehbar wird, dass die fetten Dividenden aus Mangel an frei flottierenden Niedriglohnarbeitskräften langsam gefährdet sind, dann wird sogar ein ultraschwarzer High Potential zum Multikulti.

  19. -mit 18 ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. Für viele männliche Migranten benötigt man männliche Erzieher in den Kindergärten, männliche Grundschullehrer; da weibliche doch eh nicht akzeptiert werden. Und dies schon weit vor dem 18.Geburtstag.
    Man sollte nicht nur um Begründungen für Steueranpassungen an EU-Niveau ins Ausland schauen, sondern auch einmal bei anderen Problemen!
    -jahrelang war es schwer für viele Jugendliche einen Ausbildungsplatz zu finden, Betriebe bildeten (und bilden!) nicht aus. Selbst ein Friseur sollte mindestens Abitur haben. Aber jetzt über den kommenden Facharbeitermangel lamentieren und nach staatlicher Hilfe schreien. Sich bei z.B. staatlichen Kommentare zur tarifpolitischen Ausseinadersetzungen jede Einmischung verbieten.

    Grüße
    Thomas
    P.S.: Habe gestern den Bericht zum Netzwerk des AWD zu spät “erzappt”. Wenn nur 10% der Wahrheit entsprechen…

  20. … so, nun ist er weg. Der Präsident freut sich (musste ja nichts entscheiden), die Kanzlerin freut sich (durfte sich erfolgreich in Dinge einmischen die sie nichts angehen (sie hätte es ja ausgesessen) und von ihrer nicht vorhandenen Regierungsfähikeit für ein paar Tage ablenken) und ich frage mich, was hat man sich diesen freiwilligen Rückzug kosten lassen.
    Hätte Sarrazin die Lobby der Energieversorger gebraucht? Volkes Stimme war nicht ausreichend.
    Sommerliche Grüße
    Thomas

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