“Hinterradlutscher”, Du mich auch

Schon ein paar Tage alt, aber ein sehr guter Beitrag von DonAlphonso; und er passt sprichwörtlich wie die Faust aufs Auge.

“…Fairerweise muss man sagen, dass übermittelalte Männer natürlich auf Halbrennern nicht ganz so schnell können…”  

“…Er klebte weiterhin, und als ich mich nochmal umdrehte, kam wieder nur dieses “mach Dich ruhig krumm, Du dumme Sau, ich bleib dran”-Grinsen…”

“…Der Hinterradlutscher ist der mieseste aller Radler gleich nach dem Antreter, wenn ein anderer stürzt, aber das eine schliesst das andere nicht aus. Man tut gut daran, schnell reinzutreten und davonzufahren, wenn sich das im Windschatten ansammelt. Und man lädt es besser erst gar nicht ein, sonst bereut man es später. Oder lacht, wenn es kläffend zurück bleibt…”

Es ist bei Radfahrern wohl nicht anders, als bei Bloggern unter sich, dachte ich mir, als ich bei einem Blog wieder mal die Rezensionen auf meinen Beitrag “Wort zum Sonntag: S. hat recht” nachlesen konnte, und übernahm klaute spontan einen wie die Faust aufs Auge passenden Kommentar:

“Bei einem …Blogschreiber frage ich mich…, ob sein Geschreibsel nicht alles Ausdruck einer kleinbürgerlichen Möchtegernigkeit und Hass auf das eigene leidenschaftslose, marode Leben ist.”

Da flatterte mir vor ein paar Tagen zu nächtlicher Stunde wieder mal (!) ein E-Mail rein. Mit der dem “Hinterradlutscher” eigenen intellektuellen Arroganz, mit der schon so einige Foren-Admins und Forenmitglieder zuhauf, von ihm zugemüllt wurden, forderte er, dreist, ja nötigend: 

“…Die Löschung des oben erwähnten Kommentars erwarte ich schon. Andernfalls wird es mir ein Bedürfnis sein, diese kleine Geschichte in einem Blog zu verarbeiten, Thema: Blogger unter sich”.

Diese ständige Exponierung über Freunde Andere ist widerlich. Die Charakterlosigkeit von “Hinterradlutschern” äussert sich dann eben auch  in ihren Beiträgen wenn die Angegriffenen keine Möglichkeit haben, am Ort des Angriffs zu entgegenen. Das um so mehr, als Leser nicht nur Beiträge, sondern auch Diskurse lesen wollen, selbst wenn sie nicht kommentieren. Aus der Schließung der Kommentarfunktion spricht die Verachtung des Lesers und des Kommentars derjenigen, die anderer Meinung sind. 

Leuten wie dem “Hinterradlutscher” ist das fremd: Leute wie er behandeln Blogs unter dem Deckmäntelchen eines “Web-Tagebuchs” wie eine Kleinform ihres eh schon versifften Verständnis von Journalismus oder Blogschreiben, und von dort wird gut versteckt hinter dichten Hecken, auf alles wild geballert was vorbeiläuft, ob gegen mich, ob auf übelste Weise gegen einen Johannes Hübner: Immer von oben herab, oberlehrerhaft arrogant, aufgeblasen, inkompetent und zunehmend lebensfremd. “Für ein paar Klicks mehr, wird es schon nutzen”. Natürlich nur mit aktuellen Themen aus anderen Blogs, um auch mitzureden,  um Klicks auf Kleinbloggersdorf zu generieren, selbst wenn wie Zitat: “dabei haben einige noch nicht mal das Geld, ihre Pagode in Ordnung zu halten…”,  das meiste ihrer Textscheisshaufen so dürftig ist wie ihre Person.

Das ist nicht nur “Ausdruck einer kleinbürgerlichen Möchtegernigkeit und Hass auf das eigene leidenschaftslose, marode Leben”, sondern Gedanken eines wirren alten Mannes, dem schon lange die Puste ausgegangen ist, dessen Texte man heute  erst zerlegen muss, um sie zu verstehen, als würde man ein Rätsel lösen. Ganz verständlich werden sie trotzdem nicht. “Wissen”, nur für Eingeweihte. Das kann wie man bei einigen Blogschreibern sieht, ganz schnell zu Borderline werden, wenn man glaubt, dass man Lesern einfach alles erzählen kann, wenn Leser mit fiktiven Kommentatoren für blöd verkauft werden, von Leuten, die schon in der Grundschule den Großen, Starken ins Ohr flüsterten, was sie mit den Kleinen, Schwachen, anstellen sollen.

Deshalb ist es an der Zeit, den “Hinterradlutscher” endgültig zu streichen. Denn besagter Hinterradlutscher verfehlt Ursache und Wirkung, aber er hält es vermutlich mit Wilhelm Busch: “Manchmal fällt das Denken schwer. Indes / das Schreiben geht auch ohne es.”

P.S. Das Foto zeigt natürlich keinen “Hinterradlutscher” sondern ein Steherrennen-Team, aufgenommen 2002, ich glaube in Bochum. Passt aber irgendwie…

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11 Gedanken zu ““Hinterradlutscher”, Du mich auch

  1. Helmuts Krakeelerei gleich ein Feuilleton zu widmen, ist aber auch etwas übertrieben.

    “Ich bin ein Freund gepflegter Beleidigungen und intelligenter Schmähungen,”

    Wer seinen eigenes Geschreibe so sieht, ist schon etwas Borderline.

  2. “dabei haben einige noch nicht mal das Geld, ihre Pagode in Ordnung zu halten…”,

    Andere haben nicht mal das Geld ihre Billigschrottkisten überhaupt zum Laufen zu bringen, von Fahren ganz zu schweigen.

    Wird auch Zeit, dass Du da mal einen Strich drunter machst.

    Sind die “1500” schon drauf?

  3. Strauch und Wilke haben früher auch immer Themen geschlossen, wenn ihnen die Dialoge unangenehm wurden. Insbesondere dann, wenn ihnen Histomat wieder mal richtig auf den Kopf gesch….. hatte. Helmut hat sich das halt bei Strauch abge”kupfert” :-)

  4. Schade, meine Lieblingsseite zwecks persönlicher Erheiterung, Polizeiskandale.de hat Jochen Strauch wohl schon abgeklemmt.

    http://yfrog.com/8bjochenstrauchpolizeiskaj

    Aber ja, vielleicht ist das ja der Grund dafür, dass der Admin der 107SL-Freunde, Wolfgang Knigge, auch grade vor ein paar Tagen das Handtuch gschmissen hat. Ihn und den Mann mit dem Ölkännchen hinter dem Rücken, Helmut, verbindet übrigens eine innige E-Mail-Freundschaft.

    Vielleicht hat “Wollo” sich “Oldtimer-Info” gekrallt, um in seiner Restlebenszeit wenigstens einmal ein richtiges Oldtimer-Forum…

  5. Da zeigt sich, dass auch gebildete Menschen, zu denen ich Histomat eigentlich zählte, sich in Momenten wie diesem in nichts vom primitivsten Forumsproll unterscheiden.

    Das Nachtreten auf auf einen offensichtlich am Boden liegenden Jochen Strauch und seine billige Häme, wie über einen Kassenbestand, sprechen für sich. Die Bezeichnung Hinterradlutscher wäre dafür eigentlich geschmeichelt.

    Detlef, eigentlich hatte ich vor, Dir wegen diesem Beitrag mal deutliche Worte ins Stammbuch schreiben. Nachdem ich seinen Beitrag gelesen habe, sage ich, gut, dass ich es nicht gemacht habe.

  6. Strauch und Wilke haben natürlich in den ganzen Jahren auch keine Gelegenheit ausgelassen, zu provozieren, zu intrigieren, zu zensieren und rauszuschmeißen. Hätte Histomat bei jedem Rauwurf einen Streifen gekriegt, wäre er heute mind. Flugkapitän.

    Und ich meine Detlef, Du hast diesem Schwachsinnsverein IKM und dem vor kurzem dem Schweizer Hasch-m-ich Doktorchen hier auch schon ganz schön eingeschenkt.

  7. Pingback: Dreck auf Weißwänden

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