Automechanika, Plagiatus, Revolution Girl + Essstäbchen

Mein Papa war 1971 einer der Mitbegründer der ersten Automechanika. Damals dümpelten die Neuwagenverkäufe wie heute auf sehr niedrigem Niveau und die Ölkrise kündigte sich bereits an. Die Automobilhersteller hatten plötzlich keinen Mumm, die Automobilausstellung IAA durchzuführen. Fast ein Halbesleben später war ich wieder mal dort, auch weil mich eine Firma von “früher” gefragt hatte, “kannst Du mal was für uns schreiben, mit schönen Bildern vom Messestand?” Na ja, aus einem bißchen Eigeninteresse auch.  Und so 33,00 Euro Eintritt sparen, ein Gutschein “for Two” für ein Wochenende in München und… it looks like a Job for me, lässt man sich nicht durch die Lappen gehen.

Die Artikel der FAZ über dreiste Plagiatoren, die hier in Chinesischen Sklavenbetrieben hergestelltes Billigzubehör und Autoersatzteile feilboten, hätte sehr viel länger sein können. Kein Wunder, dass, als ich obiges Foto von den einer Deutschen Marke verdammt ähnlich sehenden Einspritzdüsen schoss, gleich drei etwas mürrisch schauende Bruce Lee’s mir den Schusswinkel versperren wollten.  

Viel gibts nicht zu berichten, ich habe meinen Job erledigt, meine Beifahrerin und ich werden demnächst, wenn das Wetter mitmacht, ein herrliches Wochenende in und um München verbringen und ein bißchen was “unmotiviertes” über die restliche Messe seht und lest Ihr hier:

Vielleicht gar keine so dumme Alternative zur Pagode…

Revolution Girl… der neue Interieur – Trend für “sie” für’s nächste Frühjahr…

die “Drücker” die wochentags Staubsauger an Haustüren anbieten, machten schon einen recht matten Eindruck…

Chinesen klapperten zur Kernarbeitszeit des Tages mit ihren Essstäbchen herum…

Wo man hinblickte “For Sale”… früher scheinen die Zollkontrollen schärfer gewesen zu sein, da wurde genau überprüft, ob die Menge zollfrei als Ausstellungsgüter eingeführter Produkte auch wieder mit auf die Heimreise genommen wurde…

Die Hochglanz-Wundermittelchen – Verkäufer, die ansonsten auf Großmarkt-Parkplätzen Kofferraumhauben polieren…

Zum Glück immer noch zweisparachige Werbung…

Mittags um 14.00 Uhr schon den Messestand “geclosed”, so was kostete früher einen Düsi Strafe…

Auch hier von Preussischer Disziplin bei Chinesen keine Spur, auch Madame hatte es schon Stunden vor dem Messeende eilig, wieder nach Hause zu kommen…

Und dann die vielen, vielen Jungs von der Abteilung “Breit und Tief”… bei mir waren es damals die günstig “geschnappten” ledernen Schalensitze und der offene Doppelrohr-Auspuff für den 911er, heute nutzten sie die Gunst “For Sale”, ganze Waggonladungen von “Breit – Plaste” aus den Hallen wegzuschleppen…

Wowww… 10 x 20″ Leichtmetall… so was macht Bizeps…

Das war’s, bis auf die paar Galeriebilder.

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5 Gedanken zu “Automechanika, Plagiatus, Revolution Girl + Essstäbchen

  1. Röchel……
    (Das Bild mit dem freundlichen Herrn auf der Rolltreppe ist allerfeinst)

    Zu den E- Fahrrädern: für Tortenfresser genau das Richtige, keine Frage.
    Aber wehe mir kommt mal soeiner auf meinem Lieblings- Trail in die Quere!

  2. Apropo “Fahrräder” … wie viele Kilometer hast Du denn inzwischen abgeradelt? Man liest und sieht gar nichts mehr.

  3. Pingback: Kultur und Dinge, die Chinesen nicht kopieren können

  4. Entschuldige bitte, aber ich fand diesen alten Beitrag witziger als den neuen von diesem Jahr.

    Wie jedes Jahr wird auch heute in der Presse ein neuer Besucherrekord verkündet. Gefühlt, waren es dieses Jahr weniger als vor 2 Jahren.

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