Never give up, it‘ such a wonderful life

Da hat Thomas Strobl aber einen Blog geschrieben, der voll unter die Haut geht, so wie der Song, das Beste was ich in den letzten Monaten von ihm gelesen habe.

“Drei Menschen bei der Andacht: starre Pose, gesenktes Haupt, ausdrucksloser Blick. Die Hände vor dem Schoß zum Gebet gefaltet. Trostloses Ambiente. Hartes Schwarz-weiß, an dem graue Zwischentöne zerschellen. Kein Friedhof…

Eine Lage von der Decke hängendes Dämmmaterial wagt einen Ausbruchsversuch. Ein Begräbnis? Der Trauerflor der Dame rechts im Bild, die sich alsbald als Tänzerin herausstellen wird, sagt: ja. Das Kurzarm-Outfit des Keyborders auf der gegenüberliegenden Seite widerspricht. Frontman Theo Hutchcraft im coolen, zeitlos klassischen Thirties-Look, wie er einst für Designer Helmut Lang typisch war und wie ihn Cerruti auch heute noch schneidert, könnte so überall aufkreuzen. Im offiziellen Video von „Wonderful life“ zum Beispiel…

Hier stört kein Geräusch die Besinnung, hier tanzen keine Synchron-Schwestern wie seinerzeit beim farbenfrohen Robert Palmer, hier verliert sich kein Weiß als gelegentlicher Farbspritzer der Hoffnung…

Also, “Don’t give up”… weiterlesen… und auch die Kommentare.

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5 Gedanken zu “Never give up, it‘ such a wonderful life

  1. Ein wirklich guter Song. Hab ihn in den vergangenen Tagen schon ein paar mal im Auto gehört, mir aber nie weiter Gedanken darüber gemacht.

    Habe noch nie einen Songtext so interprtiert gesehen und selbst mehr als nur ein paar Momente lang darüber nachgedacht. Insbesondere der vorletzte Absatz von Weissgarnix… Spitzenklasse!!!

    Der Bleistift von P. Strobl ist aus gutem litheraischen Holz geschnitzt. Hut ab.

  2. Pingback: Gutenmorgenkaffee: Monolog ~400

  3. THOMAS Strobl, bitte. Soviel Zeit muss sein.

    Mein Name stiftet angesichts vermeintlicher Identität mit diversen Sportskanonen, Literaten, Tonkünstlern und vor allem baden-württembergischen CDU-Abgeordneten schon genug Verwirrung, da kann ich den “Peter” gar nicht gebrauchen.

  4. “Es inszeniert die Verheißung des wunderbaren Lebens als Stehgreif-Vortrag der Konsumgesellschaft. Tiefe ist zwar verfügbar, für alle, die sich im Hamsterrad des „Never give up“ nicht zu Tode strampeln. Aber wer sich in die Tiefe begibt, der droht darin auf Nimmer-Wiedersehen zu versinken. Oder, um es mit Hip-Hopper 50 Cent zu sagen: Get rich or Die tryin‘!”

    Stark. Danke für den Link.

  5. @ Thomas, sorry wegen der Namensverwechslung. Ansonsten Kompliment für den Beitrag und danke für den wie auch immer Kommentar. Wer außer dem Don kann schon behaupten, Du hättest in seinem Blog kommentiert. :-)

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