13 Gedanken zu “25.11.2010: Bookmarks, Quo Vadis CH

  1. Die Schweizer haben keine eigene Automobilindustrie und sparen sich so mit einem Streich hunderte Millionen Fränkli Abwrackprämien. Weil gekauft werden, müssen die neuen Kisten dann so oder so. Knüppelharte Entscheidung.

  2. Zumindest dürften die Oldtimerbesitzer aus der Züricher City bei ihm Schlange stehen, um eine Glasbox-Garage anmieten zu dürfen.

  3. Die enge Terminsetzung für Einsprüche zeigt, dass die Schweizer erst gar keine ellenlangen öffentlichen Diskussionen aufkommen lassen wollen. Sind halt doch die besten Preußen.

    Die Ausnahmegenehmigungen in der Form wie heute, dürften bei uns auch bald Vergangenheit sein.

  4. So ein schöner Range Rover Baujahr 2000, nur für die Fahrt in die Zürich City genutzt, weil nicht mehr nutzbar jetzt zum Kilopreis, wär nicht das schlechteste.

    Friedrich

  5. Ich hab mal spaßeshalber gegoogelt. Es ist doch schon erstaunlich, dass in der großen schweizerischen Presse kaum was zu diesem Thema zu finden ist, dafür aber auf der deutschen Seite von den allseits bekannten Verfechtern “freie Fahrt für alte Kisten und freie Bürger” schon wieder die Klagelieder vom drohenden Untergang der Kultur auf 4 Rädern gesungen werden.

  6. Hier hab ich einen Presseartikelgefunden. Datum 23.11.2010. Es scheint wirklich so, als sei die Oldtimerszene in der CH ziemlich überrumpelt worden. Nur das die viel viel mehr normalen Autobesitzer die davon betroffen sind so ruhig bleiben, verstehe ich nicht, wo die sonst wegen jedem Fliegenschiss einen Volksentscheid fordern.

    http://www.20min.ch/auto/fahrberichte/story/27997458

  7. “…Nur das die viel viel mehr normalen Autobesitzer die davon betroffen sind so ruhig bleiben, verstehe ich nicht, wo die sonst wegen jedem Fliegenschiss einen Volksentscheid fordern…”

    Volksentscheide gibt es in der Schweiz nur gegen/für Gesetze.
    Aber die Schweizer Politiker haben ja von unseren Pappnasen gelernt und kein neues Gesetzt gemacht, sondern wollen eine Verordnung erlassen.
    Und dagegen sind auch in der Schweiz keine Volksentscheide möglich.

    BMB

  8. Wobei es sich in der Schweiz auch jenseits der Handvoll größerer Städte, die von diesen Fahrverboten dann wohl betroffen wären, recht kommod leben lässt, wie mir scheint und wie es der enorme Zuzug aus aller Herren Länder zu bestätigen scheint. Sebastian Vettel hat es angesichts drohender Einnahmen von mehreren hundert Millionen Euro in den nächsten Jahren auch schon dort hin verschlagen.

  9. Ich kenne die Mercedes-Szene in der Schweiz durch Bekannte ein wenig. Die Schweiz ist schon geographisch ein Oldtimer-Paradies. Berge, Seen, Oberitalien, alles vor der Haustüre oder schnell zu erreichen. Genau dort spielt sich der Oldtimer-Zirkus ab und weniger in den Städten und Zubringerstraßen, die von so einer Verordnung dann ggflls. betroffen sind. Die “Normalo” sprich Autobesitzer mit Autos vor 1987 und 10 Jahre und älteren Dieselfahrzeugen in der Schweiz, trifft es doch sehr viel härter.

    Ich denke mal auch hier ist die derzeitige Regelung mit der Befreiuung von Oldies von Fahrverboten, nicht in Stein gemeißelt. Mal abwarten was hier passiert, wenn der PKW Absatz im Inland bei uns weiter so wie momentan vor sich hinlahmt.

  10. Wenn ich auf die Deuvet-Webseite gehe, datiert die letzte Meldung vom 5.10.2010, gehe ich in das DEUVET-Forum, datiert die letzte “aktuelle Mitteilung” von Peter Schneider vom 27.11.2009. Aktuell nur Pippifaxkram wie “Verlängerung von HU-Fristen” und Infos über einen mit B-Politikern besetzten und längst abgehalfterten Parlamentskreises etc. Am 21.10.2010 schreibt dann Herr Peter Schneider:

    “Im Parlamentskreis traf diese Forderung auf Widerstand. Überraschend war besonders, daß der ADAC und der VDA dagegen waren. Obwohl diese im Artikel “Auto-Vision” in Oldtimer Markt Ausgabe Oktober 2010 auf der Seite 17 sich noch dafür einsetzen wollten. Hier wird wohl der Oldtimerbesitzer absichtlich hinters Licht geführt. In frei erhätlichen Medien geben sich ADAC und VDA als Oldtimerbesitzerfreundlich, hinter verschlossenen Türen stehen sie plötzlich nicht mehr dazu. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen und versuchen eine parlamentarische Mehrheit zu erreichen”

    http://deuvet.oldtimer-info.de/showmessages.afp?!_3340INX1Rtempid=&xid=981876

    Besonders der letzte Satz zeigt mir, dass da einige Herrschaften jeden Realitätssinn verloren haben. Der VDA und vor allem seine Mitglieder wollen Neuagen verkaufen und nicht durch Steuervegünstigungen für alte Kisten deren Restlebenszeit bis ins Unendliche verlängern. Und wer solche wirklich mächtigenLobbyisten schon nicht mehr auf seiner Seite hat, den Rest spar ich mir.

    Ich bin mir auch sicher, dass sich auch hier die heute noch frei herumfahrenden Oldtimerbesitzer langsam auf ähnliche Restriktionen wie jetzt in der Schweiz, gefasst machen müssen.

  11. @ Meyerhans,

    da vertreten wir ziemlich die gleiche Meinung. Das Dumme daran ist halt, einer Oltimer-Lobby fehlen heutzutage die starken “Persönlichkeiten” ähnlich denen, die vor und nach dem Krieg den Wiederaufbau der Automobilclubs begründeten. Es ist schon selbstredend, wenn ein DEUVET bei seine parlamentarischen Strippen u.a. auf einen Staatsekretär Andreas Scheuer setzt, übrigens für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, der den tschechischen Grad eines doktor filozofie eindruckschindend als „Dr.“ führt (so was lege ich als “Flachzange” bestenfalls in die Werkzeugkiste).

    Was mich allerding auch etwas wundert: Die bei anderen Gelegenheiten vom DEUVET so gepriesene internationale Verbundenheit der Oldtimer-Szene, Stichwort FIVA etc., scheint bei so einem heißen Eisen in einem Nachbarland, an der Grenze zu enden.

    Ganz offen: Etwas ähnliches wie jetzt in der Schweiz, vermute ich, dürfte uns in den nächsten Jahren auch hier blühen. Bei der nächsten Welle von Restriktionen gegen nicht mehr umweltgerechte Autos, spätestens aber dann, wenn man die Elektro-Vehikel der Automobilindustrie in den Markt pressen wird, dürfte ähnliches Ungemach auch die Oldtimer-Szene treffen. Das der VDA als die Lobbyistin der Automobilindustrie, die “Seite gewechselt” hat, würde mich deshalb nicht überraschen. Und nebenbei gesagt, auch Andreas Scheuer ist ein knallharter Lobbyist derselben.

    http://www.allianz-pro-schiene.de/presse/pressemitteilungen/2010/17-masterplan-gueterverkehr-lkw-lobby/

    Fahrvebote in den Innenstädten, na und? Ich denke mal, so lange ich noch ungehindert über Landstraßen und Autobahnen brummen kann, kratzt mich das Thema zumindest in diesem Leben nicht mehr.

    Und trotzdem, eine Interessenvertretung muss / sollte sein. Mangels besserer Alternative werden wir auch wie in all den Jahren zuvor, unser Scherflein für den Erhalt des DEUVET beitragen.

    :-)

  12. Irgendwie scheint die Schweizer selbst, das Thema nicht sonderlich zu interessieren. Vielleicht grade, weil es nur die großen Citys und ihre Zufahrtsstraßen betrifft.

    Wäre auch schlimm, wenn solche Veranstaltungen darunter zu leiden hätten. Ich fand die Fotos einfach toll und würde sowas gerne mal selbst miterleben.
    http://motorbloeckchen.com/?page_id=16147

  13. Pingback: Schweizermesserscharfes Meilenwerk Geschäftsmodell | MotorBlöckchen

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