13.12.2010: Bookmarks, Zetsche’s alte Platte

“Hat mich gerade doch fast der Schlag getroffen. Habe ich einen der drei 12-poligen Stecker (A 000 545 37 28) unter dem Armaturenbrett Anfang Dezember noch für € 19,16 gekauft, so kostet dieser jetzt sage und schreibe € 57,85″.

schrieb ein bedauernswerter Mercedes Oldtimerbesitzer.

Erinnern sich einige noch an Dr. Zetsche’s Handwaschpaste,  an meine kleinen  Geschichtchen im Pagodentreff, rund um Nepper, Schlepper und Bauernfängerei bei Ersatzteilen, und über  Intrigen im Pagoden – Club gegen Kritiker dieser Abzockerei, mit denen sich inzwischen geschasste Clubvorstände bei Dr. Zetsche & Co großschleimen wollten?

Ich halte ja bekanntlich nicht viel davon, mittelmäßige und mittelbar auf der Pay-Road von Autofirmen stehende Online-Jounalisten, als Blogtölpel zu verhackwursten, die sich mit PRoll-Geschwätz wie “liegt an der Strenge der Auslegung dieser Verträge” vom Rest der Blogosphäre absetzen wollen und wichtig machen. Mit dem Ergebnis, dass das oberste Verkündungsasset der Daimler AG  in der Oldtimer-Szene namens MVC – Online und eines seiner Redakteure Bernd Enger,  sich gerade todlangweilige und für den im US-Börsen- und Kartellrecht unerfahrene Leser völlig  unverständliche  Buchstabenwüsten abringt.

“…Da allerdings die Mitarbeiter in Niederlassungen und Vertragswerkstätten besonders im Alt-Autobereich sowohl bei der Recherche als auch bei der Versorgung mit Oldtimerteilen meist nicht geschult sind, tritt hier eine Überforderung ein. Um die Lage zu entschärfen und auch in Zukunft wieder die Szene mit Originalersatzteilen kompetent versorgen zu können, arbeitet man derzeitig stark daran eine Sonderlösung für Oldtimerteile zu entwickeln”.

Statt alte Platten abzuspielen und die Leute mit “übernommenen” PRoll mitteilungen für blöd zu verkaufen, sollte das Motto “MB Ersatzteilhandel im Wandel”, da besser “MB-Ersatzteilhandel21 Rest in Peace” oder noch besser Zetsche’s Raubritterpolka lauten, dann würde sich der MVC weitere Peinlichkeiten ersparen.

Die MVC – Meldung hier nachzulesen.

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5 Gedanken zu “13.12.2010: Bookmarks, Zetsche’s alte Platte

  1. Der Artikel vom März hat deutlich gesagt worum es geht. Dass das mit den plötzlichen Lieferstops an Wiederverkäufer zu tun haben soll, glaube ich nicht. Ich hab von einer freien Benz-Werkstatt gehört, dass selbst die eine mehrseitige Verpflichtungserklärung unterschreiben mussten, von Daimler gekaufte Ersatzteile nur noch einzubauen und auf keinen Fall an Dritte weiterverkaufen zu dürfen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,685344,00.html

    Der freie Kfz-teilehandel ist den Daimlers doch schon seit Jahren genau so ein Dorn im Auge wie die freien Werkstätten. Was da jetzt abgezogen wird, hat einen Kahlschlag zur Folge. Folge: Ausgedünnte Anbieter, weniger Wettbewerb und höhere Preise.

  2. Hallo Detlef, hallo Freunde des alten Bleches.
    Das erste Gebot im Land von Berlin bis in den letzten Oldie Verein lautet – GIER – und nochmals – GIER – und MACHT.
    Da muss ich (bedauerlicherweise) offen zu geben. Da kann ich nicht mithalten, da habe ich nichts verloren, dass ist mir zu anstrengend und es fehlt mir der Biss.
    Ein Beispiel: Post von der OCC Versicherung für ein Oldie treffen. Nenngeld 750-1300€ Plus Unterkunft für drei Tage (nicht unter 300€ p.P. und Tag) Es fahren genügend hin. Man ist ja unter sich!
    Solche und andere Beispiel gibt es zu Hauf. Ob im Beruf oder bei der Sache die eigentlich Spaß bringen soll und mit dem man anderen Mitmenschen eine Freude bereiten will. Es geht schief, der Mensch bleibt auf der Strecke!
    Und dabei habe ich noch nicht einmal Depressionen. Wie muss es erst Leuten gehen, die kein Licht am Horizont für sich sehen. Immer mehr Terroristen…? Oder Wahlverweigerer…?

    Gruß ARON

  3. Bei mir ist letzte Woche bei der Kälte bei meinem 6 Jahre alten E-Cdi nachts die Autobatterie zusammengebrochen. Der ADAC meinte, ich solle mir eine neue Batterie kaufen. Gesagt, getan. Nach dem die neue Batterie eingebaut war, hatte ich aber immer noch die Störmeldung “Batterie prüfen” im Display. Meine Benz Niederlassung sagte, dieser Fehler müsse rausgelesen werden. Also in die Werkstatt, Stecker rein während ich einen Kaffee trank. Nach 20 Minuten kam mein Stern aus der Werkstatt gefahren und ich bekam einen kleinen Herzinfarkt. 89 Euro inkl. Mwst. Der Werkstattannehmer meinte angesichts meines erkennbaren Ärgers, der Stundensatz bei Daimler liege halt bei rund 160,00 €… Ohnmacht. Besonders blöd dabei. Am Wochenende empahl mir ein Freund, in Zukunft zu einem kleinen Reparateur zu gehen, der auch über das entsprechende Diagnosegerät verfügt. Kosten dort pauschal: 10 € und Stundenlohn 60,00 €.

    Daimler, Cash as Cash can.

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