05.06.2011: Das Lob der reichen Erben

 

“…Gilt der Quandt-Preis denn unter tatsächlichen Journalisten überhaupt als besonders erstrebenswert? Von der honorigen Johanna Quandt Stiftung… M.E. passt die Verleihung an Bild-Schreiber wie der Arsch auf den sprichwörtlichen Eimer

Ich mache mich nicht sonderlich beliebt bei einigen Nachbarn oben vom Berg, wenn ich das schreibe: Ein Quandt – Nazivermögen – Erben – Clan ohne Erinnerungsvermögen, für den ich nicht mehr als Verachtung empfinden kann, unterhält in meiner Stadt eine Stiftung, deren selbsternannter Zweck, die Verleihung eines Medienpreises für herausragende journalistische Arbeiten, sie vorgibt. 

Über die Verleihung dieses Medienpreises an 2 B*ld-Zeitungs-Redakteure, an Ronzheimer und Blome, für ihre Hetzkampagnen gegen angeblich faule, korrupte Griechen, die nichts besser verdient haben als in Armut zu stürzen, ist viel geschrieben worden. Ich halte die Verleihung durch die Johanna – Quandt – Stiftung für eine Provokation des gesunden Menschenverstands. 

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2 Gedanken zu “05.06.2011: Das Lob der reichen Erben

  1. Ich hätte gedacht, wenn Du drüber was schreibst, verlinkst Du den Beitrag von jens Berger.

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=9650

    Der letzte Absatz sagt eigentlich alles:

    “Die Preisverleihung ist jedoch auch ein Beispiel, wie die Reichen und Mächtigen in diesem Land, ihre journalistischen Hofhündchen pflegen. Normalerweise geschieht das diskret. Eigentlich ein Wunder, dass man sich so offen entblößt.”

  2. Dieser neoliberale Dreck-Jounalismus gilt bei einigen in der Belle Etage halt als journalistisches Meisterwerk. Das ist ein sehr trauriges Novum in der Mediengeschichte. 2008 haben bereits 3 namhafte Juroren den Stiftungsrat verlassen.

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/quandt-preis-juroren-treten-zurueck-stiften-aus-der-stiftung-1.587520

    Den grandiosen Dokumentarfilm „Das Schweigen der Quandts“, der die dunkle Vergangenheit dieses Clans während der Zeit des Nationalsozialismus und das Thema Zwangsarbeiter beleuchtet, sucht man allerdings auf der Liste in den letzten Jahren ausgezeichneter jounalistischer Beiträge erwartungsgemäß vergeblich.

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