OldtimerPlag: “Dubioser Maserati Typ 60 zu verkaufen”

“Fact is, that in 1999 a new chassis together with an original T60-cylinder head and dry sump was offered to me by a friend from Italy. I denied the offer and the project ends up in the UK, owned by P.M. … Despite the original engine parts the car is a 100% replica!… MECUM sells it as “chassis 2459″ (….together with another dubious Maserati, the A6GCS, chassis #2465, that was clearly declared as a fake…”

Es gibt eine Menge bis Ende der 60er gebauter Sportwagen, die sich Leute wie ich niemals werden kaufen können und die zu kaufen, immer den Elitessen vorbehalten bleibt, die ich mir nur auf schönen Fotos, und in Natura auf einer Oldtimer-Messe oder bei einem Oldtimer Grand Prix anschaue, oder die wie hier offenbar, in Auktionshäusern als Lockmittel für die Menschenjagd auf ein Mitglied der besseren Gesellschaft und dessen Barem, benutzt werden.

Nach Angaben des angesehenen Automobilhistoriker und Maserati – Pabstes Willem Oosthoek in seinem “Birdcage – Buch”, ist das Chassis # 2459 in den späten 1950er Jahren verschrottet worden. Nun taucht es wieder auf und wird auf der Auktion in Monerey angeboten.

Hier geht es zum Forumsbeitrag von Walter Bäumer und hier zur Auktion.

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4 Gedanken zu “OldtimerPlag: “Dubioser Maserati Typ 60 zu verkaufen”

  1. Es wundert mich schon, mit welcher Dreistigkeit heute Autos als ‘echt’ angeboten werden, ohne das sie es sind.
    Früher nannte man das zumindest einen versuchten Betrug.
    Ich würde wenigstens erwarten, das in einem Auktionskatalog, das Wort Nachbau erscheint, da es nicht jeder Interessierte weiss. Auch sollte man den zukünftigen Besitzer darauf hinweisen, dieses Auto nie in Italien einzusetzen, da dort die Wahrscheinlichkeit gross ist, das der Wagen beschlagnahmt und ohne viel Federlesens eingestampft wird. Das ist schon öfters mal passiert, auch bei Autos, die mehr Orginalteile aufwiesen.

  2. Wenn ich nur das ganze schikanöse Verfahren und teilweise Geschiss um Kleinigkeiten betrachte, was man sich heute bei der Zulassung eines Oldtimers gefallen lassen muss, schüttele ich bei solchen Geschichten nur den Kopf. Über die Genehmigung eines kurzen Motorradkennzeichens am Heck, könnte ich einen Roman schreiben. Andererseits lese ich ich, dass auch in Deutschland einige gefälschte und zulassungsmäßig als echt begutachtete Mercedes SSK herumfahren. Ähnliche “Fälschungen” dürfte es auch bei anderen Automarken geben.

    Ist doch irgend wo eine richtig abgefuckte Branche geworden.

  3. Das ist wohl der zweite Maserati, der von Walter Bäumer als “clearly declared as a fake by Ermanno Cozza” identifiziert wurde.

    http://www.mecum.com/auctions/lot_detail.cfm?LOT_ID=CA0811-113511&entryRow=310

    Ich werde mal versuchen, mir die genannte ital. Zeitschrift zu beschaffen.

    Erfahrungsgemäß werden die beiden Autos jetzt in den nächsten 2-3 Jahren mehrere Schein – Auktionen durchlaufen, zwischenzeitig auf renommierten Oldtimerveranstaltungen gezeigt werden damit sie bei den potentiellen Targets so langsam im Hinterkopf ihr Plätzchen einnehmen und irgend wann stehen sie dann auf einer der großen Auktionen und warten auf ihre Käufer, die mit dem richtigen Geld.

  4. Das gibt es zum anderen Maserati, den versucht man schon seit 10 Jahren an den Mann zu bringen.

    “The car has a chequered history!

    Painted in a striking blue it was autioned by Bonhams in the UK and high bid was very low, so a ns. Then it was auctioned by Coys. Prior to this sale the car was promoted by a feature in “Auto Italia”. #2065 was sold to a very high price.

    The buyer, a very important man from BMW UK, just wanted to go on holiday with his family when he saw the next issue of “Auto Italia” on the news stand.

    In this issue (Auto Italia no.137/July 2007, p.12) he found this letter to the editor by Ermanno Cozza:

    “I would like to point out that certain facts relating to your Maserati A6GCS feature in issue 132 are incorrect. In 1958 Urbain Esmingaud competed at the Mount Ventoux Hillclimb in Chassis #2088, not #2065. The entry for 2001 suggests that the car was restored by Ferrari which was not the case! In 2001 the car was inspected by Ferrari but certification was not granted as the car was considered to be a reconstruction. In 2003 sub-judic it was accepted by the Historic Challenge. The owner has asked several times that Maserati S.p.A. should recognize the car. We have answered that there is not enough proof to testify that the car bearing the number 2065 is authentic.”

    The new owner took his conclusion – and cancelled his trip!

    I could not help him with the car and after a while he managed to sell it privately.

    Now it comes again with Coys, painted in a stupid dark-red.

    Now take your conclusion…….

    Ciao!
    Walter”

    __________________________________________________
    Edit: Der von “jörg” zitierte Beitrag stammt ebenso wie mein Eingangsbeitrag von Walter Bäumer:

    http://www.ferrarichat.com/forum/showthread.php?t=319394

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