04.08.2011: Wie’s am besten in den Kram passt

Ist die Nummer mit dem Öko – Label nicht herrlich? I love it. Na gut, Peter Ramsauer und Phillip Rössler sind beide Bundesminister, denen man nicht erst seit gestern abnimmt, wessen Brot sie essen. Amigo Peter Ramsauer ist zugleich bayerischer CSU – Grande und er will, dass sich durch die vorgeschriebenen CO-2 Reduktionen für seine Hubraumpferdestärkenmonster produzierenden Parteispender von der blau-weissen Autofirma, nichts Wesentliches ändert. Am besten soll alles so bleiben wie es ist. Dafür kann man durchaus Verständnis haben.

Wenn sein Minister-Amigo Phillip Rössler uns gestern aber allen Ernstes erklärt, dass nach seiner Rechenformel, bspw. ein Leo II mit Strassenzulassung, mit 62 t Gesamtgewicht, einem Verbrauch von 340 Litern pro 100km = 5,5 Litern /100 km und Tonne, nach der gestern bekanntgewordenen Verordnung demnächst locker ein Öko-Label A+ Super ökologisch bekommt…

und wenn der Lobby – Marionette Rössler  nichts anderes einfällt als uns in Erklärungen mit solchen platten Worthülsen zu verarschenfür dumm zu verkaufen, muss man sich um die intellektuelle Verfassung nicht nur dieser Beiden echt Sorgen machen. 

Beide sollten uns mit diesem Lobbyistenquatsch genau so verschonen, wie die Lachnummer ADAC mit seiner gespielten Empörung. Das ist nur noch peinlich.

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6 Gedanken zu “04.08.2011: Wie’s am besten in den Kram passt

  1. Resignation im Sommerloch kann man ihnen beileibe nicht vorwerfen. Seit 3 Jahren läuft diese Öko-Plakettennummer schon. “Temoprärer Entscheidungsnotstand” nennt das der Politprofi.
    Angesichts eines derart bedrohlichen Notstandes sollten die hungernden Flüchtlinge in Somalia mal etwas mehr Mitleid mit den Politakteuren bei uns haben, die wahrlich keine Zeit haben, sich auch noch um verhungernde Menschen zu kümmern.

  2. Ist es tatsächlich ernst gemeint oder ist es Satire? Ah, es ist ernst. Neuwagenkauf soeben um weitere 5 Jahre on Hold gelegt.

  3. Da können die Großabnehmer – Autoverkäufer ja anrücken. Kein Minister braucht ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn er wieder V8 bestellt.

  4. Die Öko-Plakette ist sche…. Da stimme ich Ihnen zu. Ich würde – trotz Ihrer Leidenschaft für schöne, alte Autos – sogar so weit gehen, zu behaupten, daß der Anspruch individueller Mobilität, “Freie Fahrt für freie Bürger”, die das Auto mit sich brachte, eines Tages vielleicht sogar als größter technologischer Irrtum der Menschheitsgeschichte angesehen wird.
    Man muss sich diesen Irsinn mal vor Augen führen: Ein mehr oder minder aus edelsten Rohstoffen und High-End-Produkten zusammengeschraubte Monster, dass meistens 23 Stunden am Tag nur rumsteht und dann für die Hin- und Rückfahrt in die Tiefgarage des Büros, Shopping-Einkäufe oder eben mal den Filius von der Schule abholen, die Straßen verstopft, und dessen Existenzgrundlage die Verfeuerung unwiederbringlicher, endlicher Rohstoffe ist, um deren Gewinnung und Absicherung seit Jahrzehnten Kriege geführt werden und wie im Irak hundertausende Menschen sterben müssen, und alles, damit auf unseren Straßen wiederum Menschen sterben, die das Pech haben, auf dem Zebrastreifen, dem Radweg oder in ihren Kleinwagen diesen Monstren nicht schnell genug ausgewichen zu sein. Ein Monstrum, das Natur frisst, dafür auch noch steuerlich begünstigt wird (oder wo bleibt die CO2-abhängige Autosteuer?) und jetzt sogar die gesetzliche Absolution per Öko-Plakette erhält.
    Ein Monstrum, das die Luft verpestet, und das trotz jahrelanger Versprechen der Automafia zum Trotz, mit dem Faktor hoch-2 die Luft verpestet und Benzin nutzlos verbraucht. Insofern, Herr Kupfer: Mobilität in dieser (!) Form und Auswüchsen ist Teufelszeug, und zum Teufel gehen sollen auch die Apologeten dieser Schein-Mobilität, die geschmierten Politiker wie Rössler und die Automobilmanager in ihren Hugo-Boss-Einheitsanzügen, die uns am Ring durch die Nase führen.

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