Benzinduftersatzdarreichnung ohne Stern, Oswald Kluge

“Hier bieten Sie auf einen sensationellen Fotonachlass von Oswald Kluge aus der Zeit ab ca. 1890. Kluge gehört zu den ersten Automobilbauern (ab 1895 !, Generation Ferdinant Porsche ) und war der 1. Autovermieter in Deutschland. Der Nachlass ist komplett erhalten und wird hiermit angeboten…”

Mich haute es zweimal aus den Socken, zuerst, als ich bei Michi’s Oldtimer – Blog  herumstöberte und seinen Tip auf das eBay – Angebot sah, ein zweites Mal, als ich in Suchmaschinen nichts, rein gar nichts über Friedrich Oswald Kluge fand und ich den Bundesverband der Autovermieter im Lobbyistensumpf in Berlin am Penzlberg anrief, um mal abzuchecken, ob dort vielleicht was über den Autobauer und der ersten Autoverleiher Deutschlands, bekannt sei, und man mir.. muahahahaha… die Auskunft gab: Wir existieren seit 1956, was davor war, wissen wir nichts drüber.

Ganzer Artikel über Oswald Kluge

Ich habe das Geld ohnehin nicht übrig, aber gereizt hätte mich angesichts andauernder Nasskälte und fehlender Ausfahrmöglichkeiten, diese winterliche Benzinduftersatzdarreichung schon.

..

22 Gedanken zu “Benzinduftersatzdarreichnung ohne Stern, Oswald Kluge

  1. Das Tolle an solchen Funden ist deren Authentizität. Schön von dem Anbieter, dass er selbst schon ein bißchen Öffentlichkeitsarbeit geleistet hat und unbefangen die vielen Fotos veröffentlicht hat. Wenn wie hier ein fast gänzlich unbekannter Autobauer ans Tageslicht kommt, ist das um so lobenswerter.

    Irgend ein Schlaumeier wirds am Ende kaufen und man kann schon von Glück reden, wenn er es nicht im Regal verschwinden lässt und man eines Tages mehr über Friedrich O. Kluge erfährt.

  2. Schöner Beitrag. Es ist erstaunlich in welch gutem Zustand die teilw. über 100 jahre alten Fotos sind. Ich hab selbst in sehr alten Unterlagen nichts über diese Firma oder Autos mit diesem Namen gefunden. Können Sie mir sagen, in welcher Zeitung der Bericht erschienen war?

  3. Wo sind denn all die selbsternannten Retter automobilen Kulturguts a la Deuvet, Mitgliedsbeiträge und Spenden sammelnder Konsorten, Parlamentarischen Arbeitskreisen und Wichtigtuern, wenn es mal darum geht, ein echtes Stück zu sichern?

    Irgend jemand wird ihn sich krallen und “weg ist er. Wie so vieles. Ich habe mir wenigstens mal die ganzen Fotos gespeichert. danke für den Hinweis

  4. Obwohl ich in den letzten Jahren selbst oft von der Auflösung von Sammlungen und von Nachlässen profitierte und jedes greif- und bezahlbare, gedruckte Stück Autogeschichte erwarb, kriege ich plötzlich Gänsehaut, dass es meinen mühsam zusammengetragenen Papierschätzen … hüsthüst …. rund 50 Kilogramm Auto Motor Sport Magazinen, irgend wann ähnlich ergehen könnte.

  5. Scheint verkauft worden zu sein. Wenigstens konnte ich mir vorher noch … :-)

  6. Maximilian,

    dem Anbieter Herrn L. war nur Angst und Banjge geworden, dass sein großzügigerweise ziemlich komplett gezeigtes und kopierschutzfreies Album im Web kursiert.

    Das Konvolut steht nach wie vor zum Verkauf.

    .

  7. Fluch und Segen der Verkäufer. Schnellen 3500 € – Deal machen wollen und ansonsten: dusch mich aber mach mich nicht nass.

  8. Ich habe es mir angeschaut und fand es hoch interessant. Danke schön für die Infos.

  9. Der Anbieter dürfte einen ganz anderen Grund gehabt haben, sein Angebot herauszunhmen. Als ich am 09. hier den Link öffnete, verlangte er Sofortkaufpreis 2500 Euro. Gestern verlangte er auf einmal 3500 Euro. Er wurde offenbar durch die Werbung die hier indirekt gemacht wurde, inspiriert. Oder war das die Provision für das Motorblöckchen.

  10. Jetzt habe ich es auch gesehen. Der Gute hat nachdem hier der Beitrag erschienen war, tatsächlich einen Düsi auf sein Angebot obendrauf gesattelt. Jeden Morgen steigt bekanntlich ein Dummer aus dem Zug.

  11. Schade. Ich hätte mir die Seiten auch gern mal angschaut. Aber während einer Auktion den Preis noch mal um 1000 Euro erhöhen, dafür braucht man Nerven. Ich glaube nicht, dass dieses Angebot nach der aufgedeckten Blamage noch mal bei ibäh auftauchn wird.

  12. “Diese Photographien sowie deren auf dieser Website zugängliche digitale Form sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht ohne Genehmigung des Photographen Andreas Lenth (Anschrift wie oben) kopiert oder verwendet werden”

    Da ist der Gute möglicherweise auf dem Holzweg. Urheberrechte könnten nur der Fotograph selbst oder dessen Nachkommen geltend machen. Und nach über 70 Jahren sowieso nicht mehr.

    Hier kommt, wenn überhaupt, nur das Leistungsschutzrecht zur Anwendung.

    Ich habe die Fotos glücklicherweise noch sehen können. Schön, dass durch solche Beiträge solche historischen Fakten mal ans Licht kommen. Das der Anbieter das Angebot rausgenommen hat finde ich bescheuert. Schade, dass man sich so was wie früher noch jahrelang im Cache ansehen konnte.

  13. Schade, zu spät gekommen. Seine Porsche Fotos hat er inzwischen deutlich billiger gemacht. Das Konvolut bietet er aber offenbar nicht mehr an.

  14. Kleiner Grund zur Freude. Mein Beitrag und ein paar Anrufe haben einige Herren auf Trab gebracht. Die gute Nachricht: Das Konvolut befindet sich bei einem Sammler zu dem ich mittelbar Kontakt habe.

  15. Danke dafür, dass es jetzt doch mehr als nur ein Bildchen geworden ist.
    M.B.

  16. Da schau ich heute hier hinein
    und finde dieses Schatzkästlein.

    Großen Dank.

  17. Da muss ich alle Automobilfreunde enttäuschen. Das Bild zur Einleitung wurde vom Fotografen des Truppenübungsplatzes mit Namen Friedrich Oswald Kluge gemacht. Nebenher verlieh der gute Mann Fahrzeuge und hatte ein Kolonialwarengeschäft bis zum zweiten Weltkrieg, aber Autobauer war er bestimmt nicht.
    Da gibt es eventuell einen Doppelgänger mit gleichem Namen….wer googelt findet den Namen öfters……

  18. Hallo Herr Kupfer,

    “Kleiner Grund zur Freude. Mein Beitrag und ein paar Anrufe haben einige Herren auf Trab gebracht. Die gute Nachricht: Das Konvolut befindet sich bei einem Sammler zu dem ich mittelbar Kontakt habe.”

    Hört und vor allem sieht man einmal mehr oder ist das wie in den meisten Fällen, daß ein solventer Sammler kauft, die Sammlung im privaten Archiv verschwindet und die interessierte Öffentlichkeit guckt in die Röhre?

  19. Ich bin automobilhistorish nicht bewandert und schon froh, die Geschichte von meinem 1939 Riley Replicated (Bj. 1984) heute halbwegs zu kennen. Da ich in der Nähe von Aachen wohne, finde ich die kurze Geschichte hochinteressant, zumal ich mich bei einem darin besser beschlagenen Freund informierte, der von einem Oswald Kluge auch noch nie etwas gehört hat.

    Gibt es einen Weg da mehr drüber zu erfahren?

    Gruß
    Karlheinz Esser

  20. Pingback: Audi 80 – Bj. 1972, als immaterielles Unesco – Weltkulturerbe | MotorBlöckchen

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