Bookmarks; Großglockner Bergrennen

Wenn ich zwei Vernstaltungen aussuchen dürfte, die ich dieses Jahr am liebsten besuchen würde, wäre einer davon mit Sicherheit das Großglockner Bergrennen 2012.

Ich mag nun mal diese historischen Oldtimerrennen, im Fahrerlager der Schinderei von kleinen Zweimannteams zuzusehen, die Autos, die man jahrelang mühsam dem Rost entrissen hat, wie damals 1935 mit einfachsten Hilfsmitteln vorzubereiten, danach auf die Strecke und das Risiko, in den 96 Kurven den Anbremspunkt selbst zu bestimmen, für die Zuschauer das Röhren offener Auspuffe, das einem am Straßenrand mit der Kamera lauernd ohne Hinzuschauen sagt, dass gleich wieder einer um die Kurve kommt, und die Fotos, die so nur dort entstehen können, wie bei Martin Graf, der hier 2010 einen Gastbeitrag schrieb, “der Berg ruft”.

Auch Michael hat bereits etwas drüber geschrieben

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10 Gedanken zu “Bookmarks; Großglockner Bergrennen

  1. Der Veranstalter ist Markus Herford der auch Schloss Dyck organisiert. Vielleicht werden interessante Arrangements inkl. Hotel / Pension angeboten. Da bleib ich auch mal dran.

  2. Mobilus,

    trotzdem würde ich es gerne mal sehen. Auch wenn ich jede Wette mache, dass das SL-Jubiläum dort zum 717. Mal durch den Werbesafter gepresst und jeder der zahlreich aufgefahrenen ‘Fügel’ von eine ganzen Armada neuer A-Klassen escortiert wird.

    Ich schalte das alles einfach weg.

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  3. “Ich mag nun mal diese historischen Oldtimerrennen, im Fahrerlager der Schinderei von kleinen Zweimannteams zuzusehen, die Autos, die man jahrelang mühsam dem Rost entrissen hat, wie damals 1935 mit einfachsten Hilfsmitteln vorzubereiten, … ”

    Der Witz klemmt, mein lieber Detlef. Das ganze Alpen – Revival ist größtenteils genau so wie Schloß Dyck vom gleichen Veranstalter, eine einzige PR Show vom Doimler. Ich bin nur noch gespannt, ob die von den Zuschauern entlang der 14 Kilometer auch noch Geld verlangen und wenn ja, wie?

  4. Zu den verschiedenen Kommentaren…gerne lese ich Motorblöckchen.
    Die Classic Days werden übrigens 100% ehrenamtlich und zugunsten der öffentlichen Stiftung Schloss Dyck (Erhalt Schloss und Parkanlagen) ausgerichtet. Auch die Arbeit des ganzen Orgateams inkl. meiner Familie und meiner Person wird ehrenamtlich geleistet. Viele Veranstaltungen, die viel bieten, kommen heute nicht mehr ohne wirtschaftliche Partner (sprich Sponsoren) aus. Diese befruchten überwiegend die Veranstaltung, senden alte Rennfahrer-Helden zur Freude alle Besucher in die Fahrerlager, damit jederman auch Autogramme bekommen kann und bringen tolle Inhalte (sprich Museumsfahrzeuge) mit. Heutezutage sind viele Sponsorenbudgets bei den Firmen intern an “Vertriebliche Nachrichten” gekoppelt. Das kann man als Veranstalter behutsam mitgestalten – in fast allen Fällen bereichert es eine Veranstaltung. Wer die Classic Days kennt, wird das bestätigen können. Im Übrigen ist Daimler ein Partner der ganz frühen Stunde, als noch niemand an unsere Idee vom verrückten Motorfestival glaubte – und die Classic Days auch von manchem, die sie heute gerne besucht, noch garnicht “entdeckt” waren. Wir geben uns sehr viel Mühe am Schloss Dyck das komplette Kaleidoskop der Automobilgeschichte zu zeigen – viele Hersteller – fast alle … sind bei den Classic Days zu sehen. Das macht die Vielfalt aus. Und uns Spaß.

    Beim Großglockner-Rennen – für viele meiner Bekannten und Freunde in der Vorkriegsszene organisiert ( die historischen Rennen fanden 1935-1939 statt) – müßen wir die lange Pass-Strasse sperren, auf der normalerweise bis zu 4.000 Touristen-PKW täglich den mautpflichtigen Weg über die Passhöhe suchen. Eine absolute Ausnahmesituation, die wir als tolle Chance erhalten, um die alten “Rennen” wieder aufleben zu lassen – wir dürfen für 2 Tage die lange Straße zum Reservat für die Fahrzeuge machen. Ein Sicherheitskonzept wird hier die Möglichkeiten der Zuschauer am Streckenrand (oben auf der Pass-Strasse) vorgeben. Wir sind gerade in den Details dazu befaßt. Schön wäre es, wenn sich die Stimmung wieder einstellt, wie Sie bei den historischen Rennen damals herrschte als bis zu 60.000 Menschen die Strecke säumten. Heutezutage gehen da bei den Genehmigungsbehörden “die Uhren anders” -wir hoffen ein so authentisches Bild wie möglich zu bieten.
    Und falls sich hier die Frage ergibt: Den Grossglockner Grand Prix 2012 können wir leider nicht (auch noch zusätzlich) ehrenamtlich organisieren. Wir freuen uns aber über das große Interesse, den Austausch hier und Anregungen sowie Kritik.

  5. Leider ist das Sponsoring längst zur Standardprozedur selbst bei der Organisation von Stadtteilfesten geworden. Inzwischen besteht die Crossmediastrategie leider darin, bei Oldtimerveranstaltungen mit Sponsoring Umfelder für den Verkauf von nagelneuen, rollenden Windkanalbratpfannen zu schaffen. Um nichts anderes geht’s mehr.
    Wenn ich heute auf den OGP auf den Nürburgring fahre, möchte ich am liebsten eine hernehmen und ein paar Leuten damit paar ordentliche Beulen auf die Rübe hauen, damit sie sich wieder darauf besinnen, was eigentlich der Zweck solcher Veranstaltungen war und ist und wie sie früher solche Veranstaltungen organisierten, ohne das große Sponsorengeld.
    Interessant wäre es bestimmt mal, sich das anzuschauen. Aber erst mal abwarten, wie sich das Starterfeld entwickelt. Nur um ein paar gemütlich den Pass hochzuckelnde Lachshäppchenfahrer zu sehen, die in ihren toprestaurierten Oldies wieder den Beweis eigener Relevanz führen wollen, fahre ich H+R keine fast 2000 Kilometer zu so einem Event.

  6. Ich würde so ein Bergrennen gerne mal sehen. Aber Hin- und Zurück fast 1.400 Kilometer und die Übernachtungskosten ist mir dann doch etwas zu heftig. Der Ring ist näher und billiger.

  7. Pingback: Großklockner Bergrennen Anregung zum Nachdenken

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