Ferrari 512BB von Thiesen, “Sold on 11.11.2011″

“Sold on the 11.11.2011″, am Faschingsbeginn und um den Aschermittwoch herum, war alles vorbei und der Käufer, ein Münchener  hatte einen dicken Kater und die vor dem Kauf im Auftrag des Käufers offenbar durchgeführte Begutachtung des Ferraris durch einen ebenso namhaften Oldtimerhändler S, der eine klare Kaufempfehlung abgegeben haben soll, war sprichwörtlich für die Katz.

So ein DEKRA Gutachten über genau diesen Ferrari 512BB, wie ich es auf dem Tisch liegen habe, liest sich wie gut erfunden, wenn da nicht DEKRA drüberstehen würde.

Aber wie sagte Dirk Michael Conradt schon 1989 in seiner Kolumne in der Motor-Klassik? “Niemand wird gezwungen, Schrott zu kaufen”

Das Spiel mit dem Beweisverfahren hat grade erst angefangen und ist längst noch nicht vorbei und ich bin irgend wie sicher, dass das sich anschliessende Klageverfahren und das Ergebnis mich überraschen wird.

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P.S. Mehr zum Thema hier

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60 Gedanken zu “Ferrari 512BB von Thiesen, “Sold on 11.11.2011″

  1. Nur 20.117 Kilometer. Wie hieß es früher im Disclaimer bei TV-Krmis immer? “Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und realen Handlungen sind rein zufällig”.

  2. Der SL sieht auf den Fotos zumindestens piccobello aus. Der Preis ist natürlichn sehr ambitioniert.
    Wie kann man als Kaufinteressent am Objekt eigentlich auf die Schnelle prüfen, ob das Motörchen tatsächlich nur die vom Händler angegebene Kilometerzal gelaufen ist?

  3. Ich würde bei Thiesen gegen den so schwere Vorwürfe erhoben wurden und mit Gutachten unterlegt sind, mit Sicherheit grade kein Auto kaufen wollen, wo die Rechtfertigung für den völlig überhöhten Kaufpreis, genau so wie bei dem Ferrari, wieder die angeblich wenig gelaufenen Kilometer sind.

  4. W.Sch.,

    “auf die Schnelle”, garnicht.

    Eigentlich sollte man erwarteen können, dass der Händler diese qualitativen Aussagen durch entsprechende Nachweise unterlegt. Möglichkeiten gäbe es einige, das zu “prüfen”:

    Kompressionsprüfung, Druckverlust – Test (mechanisch mit Druckluft und/oder am Motortester), dazu Öl-Laboruntersuchung, wo heute ziemlich exakt der Verschleissgrad und Laufleistung bestimmt werden können (wenn der Händler nicht das alte Motoröl rausgeschmissen hat).

    Bspw.: http://www.oelcheck.de/

    Neben dem inzwischen schon zehntausendmal empfohlenen und selbst dem dümmsten Autohändler Deutschlands inzwischen geläufigen Zutandstest des Bremspedalgummis, gibts noch eine ganze Liste von Bauteilen, denen man ihre mechanische Beanspruchung ansieht und in etwa (!) Rückschlüsse auf die Laufleistung und den Pflegezustand, zulassen.

    Im Grunde genommen, brauchts einen Experten, der mit entsprechendem Knoffhoff und Gerät ausgetattet so ein Autochen einem “Säuretest” unterzieht. Hierzu bedarf es allerdings auch wieder des Goodwills des Autohändlers… und schon beisst sich die berühmte Katze wieder in den Schwanz.

    Ich schliesse mich einfach mal der Meinung von “Mahenke” an. Solange der “Fall Thiesen Ferrari” nicht so oder so geklärt ist, Finger weg von solchen Händlern und deren Angeboten.

  5. Pingback: Lieber die Tyrannei der Grillinis

  6. Ich habe mit dieser Firma schon 2005 Erfahrungen gemacht, bezüglich der Art und Weise, wie man hier unverblümt und trotz Kenntnis über schwer und nur für Experten erkennbare Mängel eines angebotenen Oldtimers, regelrecht “eingeseift” wird. Gibt es zu dem Fall neue Erkenntnisse?

  7. Pingback: Bullen kaufen Ferrari’s und die Neunziger 2.0

  8. AKa,

    der “Geschädigte”, ein namhafter Jurist aus München und bekannter Ferrari-Sammler, soll, wie auch schon früher schrub, Klage gegen Thiesen in Frankfurt !? eingereicht haben. Das Verfahren bzw. Gerichtsstand ist jedoch zwischenzeitlich nach Berlin verlegt worden.

    Da nicht nur mich der Fortgang interessiert, werde ich zu gegebener Zeit sicherlich über Details und vor allem Ergebnisse des Klageverfahrens informiert werden.

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  9. Na Herr Kupfer, viel Staub aufgewirbelt um nichts? So ein Beitrag ist, ohne Kenntnis darüber was am Ende herauskam, zwar einen Moment lang recht unterhaltsam aber ansonsten keinen Pfifferling wert.

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