“Sold on the 11.11.2011″, am Faschingsbeginn und um den Aschermittwoch herum, war alles vorbei und der Käufer, ein Münchener
hatte einen dicken Kater und die vor dem Kauf im Auftrag des Käufers offenbar durchgeführte Begutachtung des Ferraris durch einen ebenso namhaften Oldtimerhändler S
, der eine klare Kaufempfehlung abgegeben haben soll, war sprichwörtlich für die Katz.
So ein DEKRA Gutachten über genau diesen Ferrari 512BB, wie ich es auf dem Tisch liegen habe, liest sich wie gut erfunden, wenn da nicht DEKRA drüberstehen würde.
Aber wie sagte Dirk Michael Conradt schon 1989 in seiner Kolumne in der Motor-Klassik? “Niemand wird gezwungen, Schrott zu kaufen”
Das Spiel mit dem Beweisverfahren hat grade erst angefangen und ist längst noch nicht vorbei und ich bin irgend wie sicher, dass das sich anschliessende Klageverfahren und das Ergebnis mich überraschen wird.
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P.S. Mehr zum Thema hier
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“Niemand wird gezwungen, Schrott zu kaufen” aber mit einem selbstbewussten Auftritt und überzeugenden Argumenten wie 13500 Kilometer, kriegt man doch hin und wieder solchen angedreht.
Ich versteh nur eins nicht. Hat sicher der Käufer das Auto nicht vorher selbst mal angeschaut?
Das hier im Vorfeld des Gutachtens versucht wurde, sich mit dem Händler außergerichtlich zu einigen, davon kann man sicher ausgehen. Es ist verständlich, dass der Käufer danach ein Parteigutachten hat erstellen lassen, was ihm der eventuell beklagte Händler erstmal in der Luft zerreissen wird. Von wegen Beweismittelvernichtung und so. Bevor man nicht weiß, welche Eigenschaften bezüglich Zustand des Autos, außer den 13500 Kilometer Laufleistung, der Händler zugesichert hatte, sollte man mit Urteilen vorsichtig sein.
Ich kenne Scuderia Auto Neuer in Nürnberg. Sehr kompetente Leute, die allerdings auch ihren Preis haben. Neben dem Parteigutachten dürfte die dort durchgeführte Schadensbefundung in einer Klage gegen Thiesen erhebliches Gewicht haben.
Mich wundert nur, dass die an Querlenkern und Längsträgern eingeschweißten, abeneteuerlichen Streben, ohne die die Kiste wohl auseinandergefallen wäre und der Rostbefall, dem für die Oldtimerzulassung die $ 21 Abnahme durchführenden Sachverständigen nicht aufgefallen war.
Der 512 kommt ja wohl aus Florida. Steht zumindest im Gutachten.
Um was über die Vorgeschichte und die ominösen Schweissarbeiten zu erfahren, würde ich an Stelle des Käufers die Story mal mit Angabe der Fahrgestellnummer im FerrariChat bringen. Ich bin sicher, das Auto ist bei einem der Mitglieder bekannt.
http://www.ferrarichat.com/forum/index.php
Er hat einen “namhaften Oldtimerhändler” hingeschickt, um das Auto vor dem Kauf begutachten zu lassen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Ich vermute mal, dieser “S” hat seine Mühen doppelt entlohnt bekommen.
man braucht ja nur die Fahrgestellnummer zu googeln und kommt auf folgendes Ergebnis:
http://www.rmauctions.com/CarDetails.cfm?SaleCode=MO08&CarID=r244
auf den Bildern auch schon der niedrige KM-Stand
Liquidator,
danke.
“Most compelling of all however is that this is a documented low mileage car, with a mere 13,000 kilometers (8000 miles) on the odometer from new. Recently refurbished, serviced and detailed, this is certainly among the best Boxers available anywhere in the world today and as such it invites close inspection. Owner’s books, service records and a complete tool roll accompany this outstanding Ferrari.”
Das Auto ist zwischen seiner Versteigerung 2008 und heute offenbar keinen Kilometer gefahren. Ich frage mich nur, wie viele Zwischenbesitzer hat das Auto in dn letzten 4 Jahren gehabt? Nur durch “Stehen” kann sich der Zustand in den 4 Jahren kaum so verschlechtert haben, wie er im Gutachten beschrieben ist.
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Liquidator,
auf das einfachste kommt man zuletzt. Danke für den Link. Mir fällt nur grade auf, RM Auctions taucht erstaunlich oft auf, wenn es um Probleme nach der Ersteigerung von Oldtimern geht. Nur mein Eindruck.
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Wenn sich jemand auf einem Oldtimermarkt wie z.B. der Veterama eine Grotte angedreht bekommt, habe ich bei allem Unverständnis doch noch ein Quentchen Verständnis übrig, für die Situtation eines “heißen” Käufers, nur an diesem Tg hier und jetzt eine Entsheidung zu treffen.
Wenn ich so was lese, habe ich absolut kein Fünkchen Mitleid mit dem von einem raffinierten Händler vorgeführten Käufer. An dem Beispiel sieht man wieder einmal deutlich, für was dieses ganze Zustandsbewertungssystem als Voraussetzung für eine Oldtimerzulassung taugt: Für die 4-lagige Rolle.
Schön für Anleger, wenn z.B. statt des Münchener Käufers einer der Oldtimer – Fonds, die ja auch vor dem Kauf hochgepriesene Experten von Auktionshäusern etc. zur Expertise heranziehen, auf so eine Mine getreten wäre.
Mich würde mal interessieren, ob die in dem Gutachten aufgeführten Schäden schon bei der Versteigerung 2008 vorhanden waren oder erst danach entstanden sind?
Detlef,
mit dem Beitrag hast Du wieder mal den Vogel abgeschossen. Aber Thiesen ist ein blendender Selbstvermarkter und hat eine dicke Haut.
http://www.oldtimer-scholz.de/pages/deutsche-version/aktuell.php
Wenn man das Gutachten durchliest, glaubt man wirklich nicht, dass es sich um ein von deutschen Sachverständigen nach § 21 untersuchtes Fahrzeug handelt.
Wenn ein Händler ein Hochgeschwindigkeitsfahrzeug wie es ein Ferrari 512 BB nun mal ist, in einem derartig miesen, zusammengebruzzeltn und damit auch die Fahrsicherheit gefährdenden Zustand verkauft, wie aus dem Gutachten hervorgeht, sagt das genug über die Seriösität und Abgebrühtheit dieses Händlers aus. Um solche Händler sollten Käufer von egal welchen Oldtimern eigentlich einen weiten Bogen machen.
Mein Vater und ich fröhnen seit über 25 Jahren dieser Marke. Klasse, mal einen Beitrag wie diesen hier gefunden zu haben, der ein zunehmendes Problem in der Ferrari Szene aufgreift und öffentlich macht.
…das Problem wird sein: diese Händler treten i.d.R. als Vermittler zwischen Verkäufer und Käufer auf. Soviel ich weiß, ist so ein Verkauf dann im Vertrag immer von privat an privat. Und damit wird es mit der Gewährleistung schwierig.
Wohl dem, der einen Propagandisten Classic Driver hat.
http://www.classicdriver.com/de/magazine/3300.asp?id=3630
“Standschaeden wurden in grosser Inspektion ( incl. Zahnriemen ) bei Ferrari Berlin dieses Jahr beseitigt.”
Wer hätte angesichts dieses kompetenten Services noch die Traute, wenn er hinterher nicht als Volltrottel dastehen will, Zweifel am Zustand des Wagens zu haben und diesen einer intensiven Vorbegutachtung zu unterziehen?
Ob die Ferrari Spezialisten in Berlin die ganz offensichtlichen, schwereren Mängel an diesem Auto entdeckt hatten, die die Ferrari Spezialisten in Nürnberg nach Lösen von ein paar Verkleidungen “entgegensprangen” und ob die Fa. Thiesen hierüber Kenntnis hatte?
Mich würde nur interessieren, welchen Händler der Käufer zur Begutachtung hingeschickt hatte? Hier wurde wahrscheinlich ein Bock zum Gärtner gemacht.
Verehrter Herr Kupfer,
wenn wie hier, ein Käufer und Volljurist dazu (im Münchener Klüngel wird viel geredet) eine solche Klatsche verpasst bekommt und keine 4 Wochen nach Erstellung eines Gutachtens, ein Nebenkriegsschauplatz eröffnet wird, in dem er dieses hier veröffentlicht (oder Ihnen zuspielte), darf ich mir die Feststellung erlauben, lieber Herr Kupfer, dass besagter Käufer selbst, Herr Sch., seine juristischen Chancen, eine Wandlung des Kaufs mit der Fa. Thiesen herbeizuführen, als nicht sehr günstig einzuschätzen scheint.
Ich habe 1971 noch Autoschlosser gelernt. Mit Gesellenbrief. Sogar an 8-Zylindermotoren von Autos der Premiumkunden durfte ich schon mitschrauben. Später war ich über 20 Jahre lang als GF zweier Autohäuser im hohen Norden tätig.
Als Mitglied der Oldtimer – Prollschicht von unten, erlaub ich mir heute nach dem Lesen des Gutachtens folgendes Fazit: Der Slogan meiner Zeit, “Autokauf ist Vertrauenssache”, scheint megaout zu sein. Solcher Pfusch, bei uns umgangssprachlich auch Beschiss genannt, wie er heutzutage insbesondere an den als zahlungskräftig geltenden Mitgliedern der Schampusklasse, weit verbreitet scheint, hätte damals eine andere Reaktion des geleimten Autobesitzers hervorgerufen, nämlich mit der Polizei im Gefolge bei dem Händler aufzutauchen.
“ein Nebenkriegsschauplatz eröffnet wird, in dem er dieses hier veröffentlicht (oder Ihnen zuspielte), ”
Lamsheuriger,
so ein Augenöffner gehört natürlich sinnvollerweie in eine der großen Oldtimergazetten. Ob die dort um jede Anzeige besagten Händlers bangenden Zitteraale aber so was veröffentlichen würden, bezweifel ich.
Detlef,
mal wieder Meisterklasse. Auf grund der Naivität, mit der hier Käufer an Autos der wahrscheinlich 200000 Euro – Klasse rangehen, habe ich keinen Funken Mitleid. Und wenn der Käufer wie hier steht, sogar Jurist ist und die Risiken besser als unsereins kennen muß, schon mal garnicht.
Pingback: Geteilte Freude
Ich habe mir das Gutachten durchgelesen und komme zu dem Schluss, irgend was ist an dieser ganzen Geschichte nicht plausibel.
Auf den 4 Jahre alten Fotos von RM macht z.B. der Fußraum auf der Fahrerseite und der Fahrersitz nicht den im Gutachten beschriebenen verschlissenen Eindruck und sieht durchaus so aus, wie bei einem erst sehr wenig gefahrenen Fahrzeug.
Aber das Fahrzeug steht nun mal mit der großen Latte technischer Mängel, wie der falschen Kupplung, abenteuerliher Schweissarbeiten an Rahmenteilen und Rostbefall von vorne bis hinten, so wie im Gutachten beschrieben, in Nürnberg. Die Frage ist also, was ist in den 4 Jahren seit der Versteigerung mit diesem Auto “angestellt” worden oder ist es, wie man über manche Auktionen speziell mit älteren Ferraris munkelt, nur eine gefakte Aktion gewsen, um damit den Preis für einen “heißen” Käufer in Europa zu puschen?
Für Thiesen und seine Reputation in der Ferrai Szene dürfte der Blogbeitrag hier und das nachlesbare Gutachten, der absolute Worst Case Fall sein.
Das ist eine echt ulkige Geschichte, denn in den meisten Fällen erlebt man es genau anders herum.
Aus in den USA schon längst auf Junk Yards beerdigte Grotten, werden in Europa Dank laxem US-Title System und kreativer Importeure, plötzlich Autos mit guter Restaurierungssubstanz und entsprechenden Preisen.
Nur in einer kleinen Szene von gutsituierten Ferrari Liebhabern, die wie keine anderen ihre Autos wie Reliquien zelebrieren und nur dort, kann man solche Nummern wie sie hier wahrscheinlich ablief, abziehen.
Guten Tag zusammen,
diese Geschichte bestätigt meine Erfahrungen mit DEKRA-Gutachten. Schema F und keine individuelle Behandlung bestimmter Fahrzeug-Typen.
Man könnte nämlich jetzt darüber diskutieren, ob ein Amerikaner, für welchen nach wie vor ‘Stick Shifting ‘ etwas Aussergewöhnliches ist, es nicht schafft, gerade bei DEM Auo eine Kupplung nach 13000 km in diesen Zustand zu setzen. Aber sei#s drum.
Zu den Karosserieproblemen. Das ist natürlich ärgerlich, aber meiner Meinung nach NOCH überschaubar.
Und jetzt komme ich zu dem Problem der Einstellung. Jetzt gibt es die Möglichkeit, die Zähne zusammenzubeissen, sich an die eigenen Nase zu fassen, und die Angelegenheit von einem FÄHIGEN Karosseriebauer aus der Welt schaffen zu lassen.
Oder es gibt die Möglichkeit schlechtem Geld, gutes Geld hinterherzuschmeissen. Will sagen; min. 2 Parteigutachten, welche aus Erfahrung BEIDE nicht vom Gericht anerkannt werden. Sondern es wird ein min. drittes Gutachten, welches vom Gericht in Auftrag gegeben wird, notwendig werden. Ausgang ungewiss. Ausgang der Gerichtskosten ebenfalls ungewiß. Die nervliche Belastung gar noch nicht erwähnt.
Ich hab’ auch schon Schrott gekauft. O.k.; vielleich kein Schrott. Aber nach Abnehmen der rosa Brille feststellen müssen, ich hab’ zuviel bezahlt. Dann hab’ ich halt die Zähne zusammengebissen. Wie ich das meine, siehe oben.
Jedenfalls wäre für mich der ‘juristische Knüppel’ das allerletzte Mittel. Dass nun einer den anderen heiss macht ( Gutachter, Anwälte, Blogger, etc. )macht die Angelegenheit nicht besser, und beeinflusst den Ausgang der Sache in keinster Weise.
ICH hätte für mich jedenfalls keinerlei Veranlassung wegen dem vorliegenden Mängelbild mich auf einen mit Sicherheit Jahre andauernden Rechtsstreit einzulassen.
Wie gesagt, ich würde an die eigene Nase fassen, evtl. ein zwei Bier hinterherschütten, Zähne zusammenbeissen und Deckel drauf.
Aber das ist ausschliesslich meine Meinung.
Eine Freundin hatte vor Jahren ihren Führrschein auf einem Automatikgetriebe Auto gemacht. Ihr erstes Auto hatte dann ein Schaltgetriebe. Sie brauchte im vorwiegend Stadtverkehr keine 6000 Kilometer bis die erste Kupplung hinüber war.
Die Rückschluß des Gutachters ist wie “Martin” feststellete, deshalb lächerlich. Wenn man wollte, nur zwei Runden über den Nürburgring und auf der Kupplungsscheibe ist kein Zehntelmillimeter Belag mehr. Das hier offenbar eine völlig falsche Kupplung eingebaut war, steht auf einem anderen Papier.
Der Käufer hat das Auto nicht von einem selbst unerfahrenen Privatmann gekauft sondern zumindest über einen Händler Thiesen, der hohe Ansprüche an sich stellt. Ob der das Auto überhaupt mal gecheckt hat, bevor er es nach Bayern schickte, bezweifel ich sehr.
Klar, man kann sich über die Naivität des Käufers mokieren. Aber eins bleibt: Der Händler hat ein Auto verkauft, das die zugesagten (Original-Kilometer) und suggerierten (nicht zuletzt wahrscheinlich via Kaufpreis) Eigenschaften schlichtweg nicht besaß und an dem in offenbar wüster Weise herumgebastelt wurde. Wenn wir in Kategorien wie Vertrauen und gute Kaufmannschaft denken und ihm unterstellen, dass er selbst nicht über den wahren Zustand unterrichtet war, dann müsste er die Karre zurücknehmen. Und dann seinen Strauß mit dem ausfechten, der ihm das Auto angedreht hat.
Volker,
mir war sehr wohl bewusst, dass in dem man(n) mir dieses keine 4 Wochen alte Gutachten zukommen ließ, man(n) sich über die in einem selbständigen Beweisverfahren entstehenden Problemen und Risiken, was Zeitabläufe, Gerichtskosten plus extrem hohe Gutachterkosten und das selbst ein scheinbar wasserdichtes, die Schuldfrage aber letztendlich nicht beantwortendes Beweisverfahren noch keine Garantie ist, im sich anschließenden Klageverfahren zu obsiegen, sehr wohl bewusst ist.
Wir haben bekanntermaßen in einem solchen Verfahren unsere Erfahrungen mit einem bis ins Mark verlogenen Motorinstandsetzer Robert Nolte gemacht, der am Ende sogar abstritt, dass an dem von ihm überholten Motor unmittelbar nach Motorüberholung überhaupt ein Motorschaden aufgtreten war, bis hin, unseren Motor überhaupt überholt zu haben. Während Robert Nolte und sein Möchtegern-Oldtimerspezialist Frank Pilokat beim Kampf um ihre Reputation eher unterste Kreisliga spielten, hat es der Ferrari-Käufer aus München, mit Thiesen, mit einem 21mal chemisch durchgereinigten Mitglied der Champions-Leaque der Oldtimerhändler zu tun, was man auch an der Wahl seine Rechtsanwalts, wie ich hörte ein Fachanwalt für Oldtimerrecht aus Heidelberg, sieht.
Von welchem Kaliber Thiesen ist, kann man schon seit Jahren in der Webseite des Horch-Spezialisten Scholz nachlesen. Und, kümmerts Thiesen…?
http://www.oldtimer-scholz.de/pages/deutsche-version/aktuell.php
Diese Leute haben ein dickes Fell. Thiesen wird jetzt jeden Versuch, einen Beweisverfahren anzustrengen, versuchen zu vereiteln, in dem er sich auf die Beweismittelvernichtung durch die Autowerkstatt und den Dekra-Gutachter berufen wird. Bis da ein Gericht einen Gutachter bestellt, auf den sich beide Seiten geeinigt haben, kann schon ein Jahr ins Land ziehen.
An Stelle des Käufers, der selbst ein erfahrener Jurist sein soll, würde ich mir mal überlegen, ob mit den 13.000 Kilometern vor 4 Jahren und jetzt auch, hier nicht bereits deliktische Tatbestände erfüllt sind und wenn ja, die Angelegenheit strafrechrechtlich, quasi inzident und kostenlos, aufklären lassen. Was Thiesen zu diesem speziellen Punkt sowie der Zusstandsverschlechterung an Ausreden einfallen wird, würde mich echt mal interesieren.
Der Schlüssel in diesem Fall scheint der Zeitraum zwischen der Versteigerung in den USA im Jahr 2008 und dem 11.11.2011 zu sein, als Thiesen das Auto an den Käufer verdrückte. In diesem Zeitraum scheint so einiges mit dem Auto passiert zu sein, was wie vorhergehend schon gesagt, eher ein Fall für den kriminalistischen Spürsinn von Strafermittlern, denn für Gutachter sein dürfte.
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Weil Thiesen in der Oberliga spielt, kann er sich einen Fall wie diesen absolut nicht leisten. Die Story macht nämlich in der Ferrai Szene schon die Runde. Und die Mitglieder der F-Society haben manchmal, wenn es um einen der ihren geht, der geleimt wurde, das Gedächtnis eines Elefanten.
An expensive pile of scrap
Ich dachte immer, gravierende Veränderungen wie die hier durchgeführten Schweissarbeiten am Rahmen und Einbau von Verstrebungen, würden zum Erlöschen der Betriebserlaubnis als Oldtimer führen, bzw. dazu, dass ein Fahrzeug erst garnicht als Oldtimer abgenommen wird.
Bei meinem Karmann reichte bei der §21 Untersuchung nach Meinung des gestrengen TÜV-prüfer, ein paar Tropfen zu viel Öl unter dem Getriebegehäuse, aus, um mich heimzuschicken.
Im Ferrari-Zentrum Düsseldorf dürfen nur ganz speziell ausgebildete Schweisser an den Rahmen Arbeiten durchführen. Das Gutachten klingt mir mehr nach Hinterhofklitsche die hier gebruzzelt hat.
Aber das ist in einem Markt wo die Preise an die Decke geschossen sind, fast normal. Lug und Trug lohnt sich. Wenn so mancher Heini der sich einen 911 er für viel Geld hat andrehen lassen wüsste, aus wie vielen Teilen sein Traumauto zusammengebastelt wurde, würde ihn der Schlag treffen.
Der Beitrag gefällt mir, zumal er mit belastbaren Fakten unterlegt ist.
“Wenn wir in Kategorien wie Vertrauen und gute Kaufmannschaft denken und ihm unterstellen, dass er selbst nicht über den wahren Zustand unterrichtet war, dann müsste er die Karre zurücknehmen. Und dann seinen Strauß mit dem ausfechten, der ihm das Auto angedreht hat.”
Weiß hier einer der ganzen Schlauschwätzer aus erster Hand überhaupt, welche Eigenschaften Fa. Thiesen dem Herrn Käufer zugesichert hat und hat jemand den Kaufvertrag gesehen?
Nörgler, die hinterher die Kaufreue packt, gibts genug. Eine vorläufige Bewertung würde ich mir nicht erlauben, bevor nicht mal mind. ein Gutachten eines neutralen und vom Gericht bestellten Sachverständigen auf dem Tisch liegt.
“Weiß hier einer der ganzen Schlauschwätzer aus erster Hand überhaupt, welche Eigenschaften Fa. Thiesen dem Herrn Käufer zugesichert hat und hat jemand den Kaufvertrag gesehen?”
Aus Jux und Dollerei hat Auto Neuer wohl kaum ein Gutachten erstellen lassen.
Schlauschwätzer? Schauen Sie mal in den Spiegel
Lieber Martin,
danke für die Mit-Verteidigung, denn das Zitat in Herrn oder Frau Strobels Post stammt ja von mir – ich bin dann also ein exemplarischer Schlauschwätzer! Nunja, als gebürtiger Rheinländer bin ich in Schwaben auch schon als “Schnellschwätzer” etikettiert worden. Aber wenn ich mir die Mehrheit der Posts anschaue, so sind wir wohl in einem Schlauschwätzer-Blog unterwegs – da soll sich der Rest mal TROLLen…
Detlef,
ein klasse Beitrag, der wieder mal beweist: Trotz Internet, Marken- und Typen-Foren, tausenden Erfahrungsberichten, jahrelanger Tips wie man als Laie an den Kauf von hochwertigen Oldtimern rangehen soll, wie coolen Kopf behalten, neutrale Experten heranziehen etc. etc., fallen immer wieder Käufer auf Rosstäuscher herein.
Es wäre hoch interessant, wenn Du über die aktuelle Entwicklung dieses Falls berichten könntest.
Detlef,
ein echt interessanter Beitrag der meine Meinung über die meisten gewerblichen Marktteilnehmer egal ob Händler oder Werkstatt, bestätigt: VORSICHT!!!
Nur bist Du mir ehrlich gesagt, inzwischen etwas zu eloquent geworden, angesichts der Schäbigkeiten, die hinter Berichten wie über Deinen Motoreninstandsetzer Robert Nolte, gefakte Oldtimerauktionen mit dubiosen Angeboten, windige Oldtimerfonds und Oldtimer, die gar keine sind, oder wie hier einer Fa. Thiesen, stecken. Manches kann man gar nicht deutlich genug sagen, und manchen gar nicht laut genug.
Dein Motorblöckchen ist der sehr, sehr gerne gelesene Kontrast zur heilen Welt beschreibenden übrigen Schmierpresse.
Detlef,
heute ist ein Artikel im Spiegel, der Deine jahrelangen Thesen bestätigt. Dox und steigende Marktwerte alles nur Spekulation für Dumme. Und Du wirst per Link zitiert:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,828586,00.html
Weiß ich. Seit etwa 8.00 Uhr haben fast 6.000 Besucher hier den Beitrag gelesen.
Der Spon Artikel zeigt mein ganzes Dilemma auf. Wenn ich hier was schreibe, habe ich meistens recht.
Bitte etwas Geduld, da kommt noch was, was ganz Gehässiges, u.a. über diesen Feld-Wald- und Wiesen – Redakteur Andreas Nölting.
Der Spiegelschreiber Andreas Nölting nennt 3.000 in Deutschland zugelassene (“heiß begehrte”) Pagoden. Laut KBA sind es aber mehr als doppelt so viele: rd. 6500 plus die nicht erfassten mit 07er Kennzeichen, plus die hunderten von Autos abgemeldeten Autos die sich bei Händlern und auf Messen die Reifen plattstehen.
Andreas Nölting:
http://www.manager-magazin.de/extra/impressum/0,2828,571573,00.html
Fachgebiet “Unternehmensberichterstattung”. Die PR für diesen Pagoden Pabst Gunnar Hahn dürfte so einige selbsternannte Kauf- und Ivestitionsberater für die ganz teueren Oldtimerbrocken, a la Mirbach, der hier genannte Thiesen u.v.a.m., Kreide Fressen lassen.
Grandioso,
falsch. Nölting hat vor 2 Jahren beim Manager Magazin wegen Erfolglosigkeit die Papiere in die Hand gedrückt bekommen.
http://www.turi2.de/2010/01/19/heute2-andreas-noelting-manager-magazin-de-verlassen-7787328/
Heute betreibt er eine “Agentur für Web-Reputation” … Kicher
“Nölting kontaktiert die Verfasser falscher oder irreführender Behauptungen und bemüht sich um Richtigstellung. “Ich sehe mich als Internet-Polizist, der unrichtige Fakten und entsprechende Wertungen von hastig arbeitenden Internet-Redaktionen korrigiert”, erklärt er im W&V-Schwestertitel “Kontakter”.
http://www.wuv.de/nachrichten/digital/manager_magazin_ex_online_chef_noelting_wird_internet_polizist
Nur so viel mal zu Qualitätsjournalismus und Bezahlschreibern, die wie Mobilus schon angemerkt hatte, nicht mal einfachste Fakten recherchieren können. Aber die dröge Masse glaubts trotzdem.
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“Gerade erst hat Hahn einen Hamburger Immobilien-Manager beim Kauf von 50 historischen Porsche aus den USA beraten. Der Import verlief so gut, dass gleich die nächste Ladung von erneut 50 Oldtimern geordert wurde. Sein Kunde habe allein die Rendite im Blick, erzählt Hahn.”
Vielleicht auch so, wie der andere Oldtimerhändler aus Norddeutschland, der den Ferrari Käufer beim Kauf seiner Rostbeule beraten hat. Die ganze Spiegel-Story: Märchen aus 1000 und 1 Nacht.
Bin mal gespannt, ob das bei SPON durch die Zensur kommt
Text:
Darf man fragen, was so ein Schleichwerbe-Artikel kostet? Was war es dem ‘Pagoden-Pabst’, den niemand in der Szene kennt wert?
Dumm, Herr Nölting, wenn man bei Xing sein Leistungsportfolio auflistet
Zitat:
Ich biete
Exklusive Texte für Webseiten von Unternehmen, Online Reputation Management, Kontakte zu Unternehmen, Beratern und Verbänden. Konzept: http://www.andreasnoelting.de
Zitatende:
Über die Qualität des Artikels braucht man dann auch kein Wort mehr verlieren.
Das die Ferrari-Geschichte auf dem Umweg im Spiegel landet, hätte sich Thiesen in schlimmsten Alpträumen nicht vorgestellt.
Ups,
SPON hat den Artikel zwischenzeitlich ziemlich tief in der Versenkung verschwinden lassen. War das denen jetzt peinlich?
Hätte wohl erst hier schauen sollen, beVOR ich Detlef eine e-Mail schreibe mit der Bitte diesen hier ja schon ‘alten Hut’ aufzugreifen.
Freue mich auf Deinen angekündigten Beitrag.
Viele Grüße
Martin
Oldtimer als Geldanlage… pah! Dieses penetrante Gewinnstreben ist doch sooo 90er-Jahre-mäßig….
Ich habe da eine komplett altruistische Einstellung und sehe meine Oldtimer als persönliches Konjunkturprogramm für die deutsche Wirtschaft!
Und schon wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben. Die “Kleinen” gegen die “Großen”. Das alte Spiel.
Ihre Berichterstattung über Missstände in Ehren, aber wie sich hier der ein oder andere selbsternannte Robin Hood der Oldtimerfreunde über eine vermeintlich unsauber verlaufene Vertragsabwicklung ereifert, ist regelrecht albern. Alles was hier zur Diffamierung gereicht, ist ein Gutachten und eine (vage) Zustandsbeschreibung auf einer Händlerhomepage. Von tatsächlich zugesicherten Eigenschaften der verkauften Sache hat keiner der hier Schreibenden einen blassen Schimmer. Auch ich nicht.
Also, ruhig Blut allerseits!
Ich habe dieses Jahr auch eine sehr teure Erfahrung mit der Fa. Thiesen gemacht, die 1.000 Meilen abseits hanseatischer Kaufmannsehre war. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Fa. Thiesen jeden hochpreisigen Klassiker hereinholt, mit dem man Geld verdienen kann. Der Rest ist denen auch nach meiner persönlichen Erfahrung völlig egal.
Wenn dann mal so eine Megagurke wie dieser Ferrari im Nachgang Minus machen sollte, wird das durch die Kunden ausgeglichen, die ihren Ärger runtergeschluckt- und nicht prozessiert haben. Diese Margen bleiben dann nämlich voll erhalten und unter dem Strich hat sich´s dann doch gelohnt.
Das war für mich einer der interessantesten Beiträge seit langem im Web. Deshalb nur mal höflich nachgefragt. Gibts was Neues?
Die Anzeige hab ich beim Stöbern entdeckt. Ich frag mich ob Autohändler wie Thiesen nur von Blinden wie dem Ferrari Käufer leben. 21500 € für eine Inspektion an einer alten SL Möhre???
http://www.classicdriver.com/uk/find/4100_results.asp?&dealerid=11067&lCarID=1850467