Daimler Benz AG im Sonderangebot

Ich lese nun seit 2008 in den Wirtschaftsnachrichten die Statements von Zetsche über die rosigen Aussichten des jeweils kommenden Geschäftsjahres, und die Probleme von gestern seien eigentlich Schnee von gestern: Man sei auf der Zielgeraden, auf dem Weg oben auf’s Treppchen. Was für Daimler extrem wichtig wäre, weil ihnen, nachdem sie von Audi und BMW im Heimatmarkt und noch schlimmer, im USA- und Asiengeschäft abgehängt worden sind, bei den zunehmend schlechten Verkaufszahlen im Privatkundengeschäft und den hohen Verlusten im Omnibusgeschäft, das Geld durch die Finger rinnt. Geld, das sie nicht haben, und auch keinen flüssigen Großaktionär Quandt oder Pietsch in der Hinterhand. Und die Daimler Aktionäre scheinen auch nicht mehr an ein Erreichen der Zielgraden zu glauben, so wie die Abu Dhabi Investoren, deren Einstieg vor 2 Jahren sich vor kurzem als Fata Morgana  entpuppte und den Aktienkurs seit dem um 40,00 Euro dahindümpeln lässt.

Jetzt droht sogar Rennabbruch: Daimler wappnet sich für den Fall der Übernahme

 

P.S. Ein kleiner Trost für den Ernstfall bleibt: Zumindest werden Zetsche im  Vorruhestand keine finanziellen Sorgen plagen, mit Sicherheit im Gegensatz zu einigen zehntausenden Daimler – Werkern, für die es pö a pö bitter werden könnte, genau so wie erst 2007 für ihre damals noch Kollegen von Chrysler, als grade Zetsche, als erste Amtshandlung nach dem Rausschmiss von Milliardenverbrenner und Oberabzocker Jürgen Schremp, dort die Notbremse zog und ausstieg.

Wenn an den Gerüchten etwas dran ist, dürften die nächsten Wochen spannende Nachrichten bringen. Und wenn jetzt nicht, dann eben erst später. Nur in einem bin ich mir sicher: Ich lese schon die Schlagzeilen. Auch am Ende dieser für das Volk abgezogenen Show – Abwehrschlacht, werden Zetsche & Mänätscherkollegen & nicht zu vergessender, willfähiger Arbeitnehmer-vertreter, für ihre gefloppte Verteidigungsstrategie in der spekatakulärsten  Übernahmeschlacht aller Zeiten und den Gepflogenheiten solcher Verabschiedungszeremonien unfähiger Manager heutzutage entsprechend, von den neuen Hauptaktionären ganz bestimmt noch ein kleines platinplatiertes Trostpflästerchen in die Hand bekommen.

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Frühere Lob und Tadel – Themen: hier und hier und hier und hier

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4 Gedanken zu “Daimler Benz AG im Sonderangebot

  1. Für grade mal 6 Jahre an der Spitze von Daimler 30 Mios Pensionsansprüche für Dr.Z. Wenn ich mir als auch nicht grade Kleinverdiener, da meine regelmäßig unaufgefordert hereinflatternden Renteninfos mit meinem aktuellen Rentenanspruch nach 25 Jahren ansehe, könnte ich kotzen.

    Es wird langsam Zeit, dass auch die etwas behäbigeren Daimler Aktionäre anfangen, die diese Selbstbedienungsmentalität duldenden Aufsichtsräte zu grillen, wie das bei ganz anderen Unternehmen schon passiert

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/22-millionen-euro-barclays-entschuldigt-sich-fuer-chefgehalt/6566864.html

  2. Die Selbstbedienungsmentalität des Schnauzbart und seiner Kollegen ist auch schon ins Visier der US Börsenaufsicht geraten.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0%2C1518%2C803054%2C00.html

    Die Gerüchte um die Übernahme könnten auch bewust gestreut sein, um die erwarteten harten Lohnverhandlungen mit der IG Metall zu beeinflussen. Eine Übernahme würde zwangsläufig weitere Verlagerungen von Arbeitsplätzen bedeuten und mit der Drohung der Abwanderung von Arbeitsplätzen wurde die Belegschaft in den letzten Jahren schon mehrfach zu Lohnverzichten von über einer Milliarde Euro gepresst.

  3. Das sind so die Meldungen, die sich noch vor 2 Jahren kein Journalist getraut hätte zu schreiben, obwohl sich darin eine Menge ausdrückt:

    Das Handelsblatt traut sich zwar, aber noch nicht so richtig. Das Begrüßungsgeld für Axel Weber von 4 Millionen wird noch unterschlagen

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/credit-suisse-aktionaere-kritisieren-hohe-manager-loehne/6567742.html

    Spon ist da etwas mutiger

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/neuer-ubs-praesident-axel-weber-in-der-kritik-wegen-millionen-bonus-a-831211.html

    Mir geht diese Mentalität von Bankern und Typen wie Zetsche, seit der Bankenkrise schon gewaltig auf die Nerven. Hier stilisieren sich Leute als Leistungsträger, nur weil sie Millionenboni kassieren, obwohl wie bei Zetsche, ihre Leistung nur im Zerstören bestand, Werke schließen, Anteil der billigen Leiharbeit erhöhen, Zulieferer drücken etc. etc., und wo dazu heute die zigmilliardenschweren Staatshilfen wie Abwrackprämie usw., einfach weggeleugnet werden.

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