Fette Ansagen und Requiem für Auto – Blogger

Unser Besuch von Romeo und Julia im Hof des Landgräflichen Schlosses, fiel gestern Abend einem Gewitter und meiner noch frischen Erinnerung an ein schreckliches Unglück auf einem oberhessischen Golfplatz, zum Opfer. Jedenfalls saß ich deshalb am geschütztesten Ort der Welt, unter der überdachten Terrasse, zusammen mit meiner Nachbarin Lilifee, die es sich auf unserem Schottland-Mitbringsel aus den Highlands bequem gemacht hatte.  Alle Andern waren woanders, und mir war egal, was man ihnen dafür bezahlt hat:

“2006 stellte Opel vier Bloggern einen Astra vor die Tür. Einer davon war ich, und so durfte ich dann auch den ersten Shitstorm meines Lebens aushalten. Denn vor sechs Jahren galt es noch als ungehörig, dass Blogs und Blogger sich vermarkten. bzw. für eine Marketing-Aktion eingespannt werden…”  “…Im Grunde hat die Aktion dann die Tür für die Vermarktung in Blogs in Deutschland geöffnet…”

Und heute? PR-Firmen und Hersteller sind wach geworden und laden ausgewählte Blogger auf ihre Pressereisen ein und verteilen auch mal Testwagen. Im Grunde haben die Hersteller aber nur zwei Dinge gemacht. 1. Statt einiger Printkollegen werden jetzt Blogger zu den Events geflogen. 2. Einige Herstellern haben sich einen Monitoringdienst zugelegt, um den Online-Buzz zu messen. Man macht genau das, was man seit 40 Jahren macht, man hat nur ein paar Mitspieler ausgetauscht.

Jaja, die Sache mit der subjektiven Wahrnehmung. So wie Don Dahlmann findet  man ja immer Rationale, wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie hätten laufen sollen, so wie „die Anderen von den Printmedien machen das ja seit 40 Jahren auch“,  und wenn dabei die letzten Reste von journalistischer Ethik und Stringenz verloren gehen. Vor allem, wenn man selbst weiß, dass man wie schon andere davor, damit auf dem Holzweg ist:

“Die Geldpolitik kann die Krise im Euro-Raum nicht lösen. Die Krise ist im Kern eine Vertrauenskrise, und Vertrauen kann man mit Geld nicht kaufen”  [Bundesbankpräsident Jens Weidmann gestern Abend in einer Rede bei der Verleihung des Ludwig-Erhard-Preises für Wirtschaftspublizistik an Josef Joffe in Berlin].

Egal, welche “fetten Ansagen” ihnen die Getriebenen der Automobil – Marketingabteilungen für das Vertrauen ihrer Leser machen: Den von mir bisher geschätzten Schreibern wie Don Dahlmann, muss es durch Facebook, Twitter, Pinterest und anderem Social-Media-Kram, jedenfalls inzwischen  richtig dreckig gehen, wenn sie hier das Vertrauen ihrer bisherigen Leser den PPoll-Abteilungen der Automobilhersteller offen feilbieten. Braucht man bei den Nachrichten – Medien und Fachmagazinen keine unabhängigen Motor – Journalisten mehr? Klar, wenn Nachbarin Minnipinni beim Supermarkt Small-Talk fragt, was man beruflich grade so macht, klingt “Automobil Social Media Experte” immer noch besser als “Hartz-4-Empfänger”.

Aus meiner Sicht jedenfalls, purer Goldgräber – Journalismus,  und ganz dumm, wenn jemand glaubt, nur weil er als Profi-Blogger hervorragend schreiben kann, und davon leben will, könnte er sich alles erlauben. Einen Preis für Motorjournalismus wird er dafür nie bekommen und einen Link ins Motorblöckchen schafft er damit auch nicht. Es endet wie Romeo und Julia, tragisch, tragisch, tragisch. 

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45 Gedanken zu “Fette Ansagen und Requiem für Auto – Blogger

  1. Sollte man Dir vorwerfen, Dein Verhältnis zu Journalisten sei von übertriebener Sachlichkeit geprägt, entbehrt dies jeder Grundlage.

    You made my Day.

  2. Einen Preis für Motorjournalismus wird er dafür nie bekommen ”

    Wenn es einen Preis für echten Journalismus in ein paar Jahren überhaupt noch gibt.

  3. Viele, die sich über so was künstlich aufregen, täuschen per öffentlicher Empörtheit doch nur über die tatsächliche Belanglosigkeit ihrer eigenen Blogs hinweg.

  4. General Motors hat seine Facebook Seite wenn ich mich richtig erinnere, vor kurzem dichtgemacht. Natürlich wissen nur Profis wie DD, welche Fehler GM genmacht hat und kann mit seinem ganzen denglischen Marketing Gechwafel alles besser. Macht über 10 Jahre Blogschreiben blond?

  5. Mir scheint, bei einzelnen Bloggern scheint eine regelrechte Rechtfertigungshysterie ausgebrochen zu sein (Danke Micki für den Link) Da lese ich:

    “…Und gerade weil man als “freier Blogger” nur sich selbst gegenüber Verantwortung trägt und diese Arbeit offen kommuniziert, gibt es keine Glaubwürdigkeits-Falle. Der Gedanke des “gekauften Journalist” ist eine Geburt aus dem Zeitalter der Des-Informationen. Einer Zeit in der es nicht möglich war, schnell und einfach über jede gewünschte Information zu verfügen. Blogger bleiben auch bei einer “YA” Konstellation authentisch – denn – und davon gehe ich einfach aus – Blogger führen einen intensiven Dialog mit der eigenen Leserschaft!”

    http://mein-auto-blog.de/blogger-und-die-automobil-industrie/

    Erstaunlich eigentlich. Wo doch der DJV selbst hin und wieder, wenn mal so eine Geschichte hochkommt, von “platter Vorteilsnahme” spricht. Alle high oder was?

    http://meedia.de/print/opels-unmoralisches-angebot-an-ps-presse/2011/04/07.html

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  6. Der Kollege winkt nicht mit dem Zaunpfahl, der schmeißt gleich mit einer ganzen Mauer. Kernbotschaften:

    1) Liebe Auto-Pressestellen, ladet mich doch bitte zu Euren Pressereisen ein, ich bin zwar Blogger, aber absolut auf Eurer Seite!
    2) Außerdem kann ich auch noch Social-Media-Beratung verkaufen und habe gaaanz tolle (gähn) Ideen – also her mit Euren Aufträgen!

    Die Diskussion führt zu der Frage: Was ist ein Blogger?

    Menschen, die aus Lust an der Freud schreiben, Meinung verbreiten, Diskussionen anstoßen wollen, ohne dafür Geld zu verlangen – wunderbar, dass es sie gibt, aber Idealisten waren schon immer in der Unterzahl.

    Möchtegern-Publizisten, die das journalistische Handwerk nicht beherrschen, keinen geraden Satz herausbekommen und das als unmittelbare Subjektivität und persönlichen Stil empfinden – davon gibt es schon ein paar mehr. Leider ist nicht mal ausgeschlossen, dass sie viele Leser finden, die sich in ihrer Schrulligkeit bestätigt sehen. Hat aber eher etwas Sektiererisches, also Irrelevantes (Brandenburg etc.).

    Und zum Schluss all jene, die nichts lieber hätten als einen der letzten raren gut bezahlten festen Jobs in einer Redaktion oder in einer Presseabteilung von Unternehmen – warum sollten für diese Leute andere Maßstäbe gelten als für die Journalisten der klassischen Medien? Die jedenfalls rollen alle gut geschmiert durch die Medienlandschaft.

    Die Aufzählung ist nicht vollständig, klar. Denkt doch mal daran, wie AOL die ehemals unabhängige Huffington Post gekauft hat, das zeigt doch klar, wohin die Reise geht.

    Genauso wenig wie es nur gute, unabhängige und nur käufliche Journalisten gibt, gibt es nur idealistische und nur korrupte Blogger. Schlimm nur, wenn scheinheilig der Mythos der Unabhängigkeit gepflegt und gleichzeitig die Hand aufgehalten wird. Der Glaubwürdigkeit des Bloggers in Deinem Beispiel wird das Bewerbungsschreiben sicher nicht zuträglich sein. Hoffentlich merken’s genügend Leute.

  7. Wommmm :-) endlich mal wieder ein Knaller, ein leiser. Du gehst noch nicht hart genug ran. Det Titel ist scheizze, es sei denn, Du willst mit DD mal irgend wann Kaffee trinken gehen und Freundschaft schließen. Da schreibt man springermäßig total unverfänglich: Auto-Journalist verrät, “für Geld nutte… ähmmm… bück ich mich”

  8. “KIA’s 250 € Scheck ohne mich”

    Antwort Don Dahlmann vor 2 Wochen: “Altes Denken aus der Print-Zeit. Man schaltet eine Anzeige und bekommt dafür einen redaktionellen Platz. Der Preis ist eine Unverschämtheit. Würde KIA empfehlen, sich mal eine Social Media Agentur zuzulegen.”

    Der Witz von Don Dahlann klemmt etwas. Das kriegt eine Volontärin heute bei vielen Zeitungen nicht für eine ganze Woche Maloche.

  9. Pingback: Der Ton wird rauer! Auto-Blogs in der Sinnkrise?

  10. Mamma, Mamma – der Detlef Kupfer haut dem Don Dalmann immer eins drauf und schimpft ihn ‘Hartz-4-Empfänger… buhhhh… sniff… heul… und hat gesagt Blogs die für Geld schleichwerben find er scheisse… buhhh

  11. Detlef,
    Du hast den einzigen maßgeblichen Blog zur Mirbach Affäre geschrieben und auch sonst auf so einige Sauerein aufmerksam gemacht. Beispiel Oldtimer-Fonds. Sowas bekommt man in den kompatiblen, anzeigenabhängigen Oldtimer-Medien und Oldtimer-Blogs nur alle Schaltjahr zu lesen. Bei mir hast Du was gut. Wie es scheint, hast Du schon wieder in ein Wespennest gestochen.

  12. Arabellavomchiemgau,

    lustigerweise läuft die Don Dahlmann Intention im neuen Gewand genau diametral zur jahrelangen, bedeutungsheischenden Dröhnprosa vieler Pro-Blogger, nämlich genau da, grade bei “Abhängigkeiten” den Deckel drauf zu halten. Ich verstehe den Blogbeitrag von Tom Schwede von “Sinnkrise” bei mir und anderen nicht so ganz (vielleicht hat mir heute den ganzen Tag die Sonne zuviel auf den Dez geknallt). Warum soll man nicht mehr feststellen und kritisieren dürfen, wenn aus einem der früher besten Blogger Deutschlands, Don Dahlann, offenbar ein um bezahlte Aufträge der Automobilindustrie, Classic-Center, Veranstalter u.v.a.m, winselnder und pekuniären Interessen untergeordneter Bezahlschreiber wird?

    Ich weiß genau, warum ich mir seit Jahrn keine AMS, MK, OM oder andere PRoll-Magazine mehr kaufe. Wenn ich demnächst auch ein paar Blogger aus den Favoriten oder Links streiche, hinterlässt das keine Bremsspur auf dem Asphalt.

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  13. Man sollte die selbstlosen Versuche von Don Dahlamann würdigen, die im Social Media Irrgarten hoffnungslos umherirrende Kommunikationstrategen der Autofirmen, wieder auf den rechten Weg zu bringen.

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    Edit: ´Wunschgemäß ergänzt

  14. Mehr als in Deinem Beitrag über die FAZ – Anzeigenserie kann man zu dem Thema nicht sagen.

  15. Im Gegensatz zur FAZ und anderen Blättern kostet dieser ganze Werbeschleichdreck wenigstens kein Geld.

  16. Pingback: Oldtimer-Revier | Auf der Suche nach dem richtigen Weg

  17. Doch Michael.

    Tom Schwede, der sich da in seinem Blog beshwert, dass ich seine INterview-Anfrage (vom 05.06.) nicht beantwortet habe und aus disem Beitrag hier deshalb gleich eine Sinnkrise ableitet, übersieht geflissentlich, dass ich nicht wie Hans Guck in die Luft herumwatschele.

    Seine ganze Nneugier hat eine einfache Erklärung: Bei den ganzen bloggenden Socila Media Jüngern, auch bei denen, die bei Automobilfirmen auf der Pay-Road stehen und fix dafür bezahlt werden, ihren Brotundarbeitgebern für SM Tischmanieren beizubringen, hat es wie eine Bombe eingeschlagen und den Bedarf an Antidepressiva schlagartig erhöht haben, als GM ein paar Tage vor dem Börsengang von Facebook seine kompletten Werbeverträge mit FB gekündigt hat. Amerika ist da halt das Maß der Dinge, und wird es auch bleiben. Was das für Folgen für geplante SM-Projekte bei deren Tochter Opel und darüberhinaus anderen Autoherstellern hat, mer waases ned.

    Audi hat kürzlich das erste mal Blogger zu einer Autovorstellung nach Malle eingeladen. OK. Nur einmal ist keinmal. Ganz klar, dass die größtenteils von der Hand in den Mund lebende Bloggergemeinde der Berufsblogger, die schon sicher geglaubten silbernen Löffel für Business-Class-Tieckets und 4-Sterne-Hotels, da etwas nevös wird.

    http://www.wuv.de/nachrichten/digital/selbstbewusste_autoblogger_wir_sind_ueberzeugt_dass_wir_einen_exklusiven_mehrwert_liefern

    Und jetzt lies noch mal in meinen Beitrag das mit der “Wahrnehmung” und dem “Rational”

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  18. Ich finde, dass hier sollte auch für Berufsblogger als mind. freiwillige Selbstverpflichtung gelten

    “Die Verantwortung der Presse gegenüber der Öffentlichkeit gebietet, dass redaktionelle Veröffentlichungen nicht durch private oder geschäftliche Interessen Dritter oder durch persönliche wirtschaftliche Interessen der Journalistinnen und Journalisten beeinflusst werden. Verleger und Redakteure wehren derartige Versuche ab und achten auf eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken. Bei Veröffentlichungen, die ein Eigeninteresse des Verlages betreffen, muss dieses erkennbar sein” (Presse – Codex Art. 7)

    Detlef, mir gefällts, dass Dein Bleistift aus ziemlich hartenm Holz geschnitzt ist. Weiter so.

  19. Wir haben schon die ganzen Beckenbauer’s, Gottschalks’s, Özil’s und wer weiß was sonst noch für Promis, die uns darüber “aufkären”, was sie für Handys nutzen, welche Autos ihre Weibsen am kliebsten fahren, welche Gummibärchen sie naschen und welchen Nuttenbrotaufstrich sie morgens draufschmieren, um volle Leistung zu bringen. Stringenz ist für die Marketer und Werber heutzutage nur noch ein Fremdwort.

    Ich hoffe, Don Dahlmann & Co, Ihr habts mitgeschrieben!

  20. Und was machst Du, wenn Du ausgerechnet ein Zimmer neben Don dahlann bekommst?

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    Edit: Wunschgemäß hierher verschoben

  21. Gib nur bei Google “Auto” “Blog” “Audi” “A3″ “Mallorca” und Single Frame Kühlergrill” ein. Bitte nicht wundern, wie viele Blogger hier übereinstimmend fast punkt und kommagenau über das “sechseckige” Frontgitter berichten. Wäre ja auch zuviel verlangt, nach mehreren anstrengenden Testtagen auch noch so was wie eigene Beiträge zu verlangen. Für was gibts Pressemappen mit Memorysticks, Fotos und Texte im Word-Format include?

    https://www.google.de/#hl=de&sclient=psy-ab&q=Auto+Blog+Audi+A3+Mallorca+Singleframe-K%C3%BChlergrill+&oq=Auto+Blog+Audi+A3+Mallorca+Singleframe-K%C3%BChlergrill+&gs_l=hp.12

  22. “Bevor ich mich hinter das Lenkrad der neuen A-Klasse setze, werfe ich mir noch wie zu Hause, auf der Terrasse der herrlich gelegenen XXXX – Hotels das Super-Frühstück mit meinem Nxxxxx Lieblings-Cerealien-Schoko-Multivitamin-Spurenemelemtente-Gesundheitsmüsli ein…

    Man schmeckt das toll gesund! Ist doch wohl klar, dass ich dazu einen entkoffeinierten Jxxxxx Schonkaffee getrunken habe, der mit einem Wxx Kaffeeautomaten gebrüht wurde…

    So gestärkt und hochgepowert kann’s jetzt in meinen neuen am Ballen noch etwas drückenden und zum elektronisch einstellbaren Sportfahrwerk passenden Sportschuhen, die mit den 3 Streifen, zum Testen der neuen A-Klasse gehen…”

    Jetzt noch ein halbes Dutzend Kommentare von Freunden), die alle mein Leben als Autotester toll finden und sich alle die neue A – klasse bestellen wollen und die Social Media Action wäre nach dem Verständnis von Don Dahlmann und anderen Autobloggern ein voller Erfolg.

  23. Du hast das vor dem Frühstück kurz eingesprühte Axx – Deo und die davon in Ekstase geratenen Bikini-Girls vom Hotel-Pool vergessen, die dem Auto-Blogger aus Deutschland und seiner A-Klasse, in ihrem Mini-Cabriolet Sondermodell XXXXX, hinterherjagten und wie mit Fähnchen, mit ihren total stilishen Oberteilen von XXXXX hinterherwinkten, dem ach… für ein Zeilengeld von 60 Cent… doch nur seinen Dienst für die Öffentlichkeit machenden armen…

  24. Heute Morgen ist bei Zwischengas ein klasse geschriebener Bericht über Le Mans Classic mit über 200 Fotos drin.

    http://www.zwischengas.com

    Wen solche Berichte interessieren, der muss bei Print noch bis Monatsende warten oder bekommt in deren Onlineangeboten bestenfalls knapp gehaltene Kurzberichte und natürlich jede Menge Hinweisen auf das in kürze am Kiosk liegende Heft. Da schlägt Online heute Print ganz klar nach Punkten.
    Hier sind die Autoblogs mit bezahlter Werbung klar im Vorteil. Sie können Blogschreiber zu den Veranstaltungen schicken, schnell “liefern” und mit Salz in der Suppe: Vielen, vielen Fotos.

  25. Don Dahlmann ist genauso minderschlau wie der Rest der deutschen Auto-Blogschreiber… die Autoverkäufe brechen ein… die Autohersteller erhöhen die Werbeausgaben… es gibt viel viel Geld…und der Verstand hat Pause.

    .

  26. @Erwin T
    Aus langjähriger Erfahrung kann ich sagen: dem ist nicht so. Bei Jeder Krise werden die Kommunikationsbudgets pauschal mit dem Rasenmäher gekürzt, mit dem Hinweis, sie würden, wenn es wieder besser läuft erhöht. Ich habe in den letzten 10 Jahren keine Erhöhung erlebt.

    Das geht soweit, dass auch die Honorierungen pauschal um 15% gekürzt wurden und diese Kürzung auf der Rechnung als ‘Challange-Beitrag’ separat ausgewiesen werden musste. Allein für diese Wortschöpfung gehört der Verantwortliche geohrfeigt.

    Die Leistung muss natürlich besser werden und es kam auch der konkrete Hinweis, mehr Praktikanten zu beschäftigen, da würde man die anfallende Arbeit bequem schaffen und kräftig sparen.

  27. Pingback: Stichworteingabe: “Alfa Spider”, “Sohn”, “Mama”…

  28. Schon http://auto-geil.de/2012/07/22/spendenaufruf-aktion-neue-kamera/ gesehen?

    Wahrscheinlich ist das Bloggen der einzige Weg, um einmal Urlaub zu machen. Denn wenn der sich noch nicht einmal eine neue Kamera leisten kann, dann gute Nacht Deutschland!

    PS: Ich kann mir übrigens nur einen Kia leisten, wenn mir jetzt 1.000 Leute jeweils 100 € spenden kann ich endlich einen teuren Mercedes fahren.

  29. Wenn dieser Vogel für seine Knipsbildchen eine 7.500-EUR-Kamera braucht, sollte er das Bloggen am besten gleich lassen. Was angesichts seiner sprachlichen Fertigkeiten auch unabhängig vom Foto-Equipment eigentlich ein guter Rat wäre…

  30. Ich hatte beim ersten Drüberfliegen erst geglaubt, mich verlesen zu haben..

    “Und leider bin ich durch meine alte Kamera so verwöhnt, dass ich mit einer Konsumer-Kamera nicht arbeiten kann. Die Ergebnisse entsprechen einfach nicht meinen Vorstellungen. Ich brauche also 7.500 Euro.”

    Und zu seinen Fotos, na ja… Martin Graf macht auch mit seiner Ersatzkamera, einer uralten Ixus V2, mindestens gleichwertige Fotos, wenn nicht sogar… Kostenpunkt auf dem Flomarkt: 20,00 – 25,00 Euro.

  31. Der liebe Jan Gleitsmann der wie Don Dahlmann, Björn Habegger u.A. die These vertritt, der klassische Motorjournalismus sei ein Anachronismus, der abgeschafft gehört, weil viel zu wenig Selbsterlebtes und Gefühle, Social Media gehört die Zukunft, wird sich denken, was einmal geht, geht auch zweimal

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/gemobbte-rentnerin-karen-klein-bekommt-703-873-dollar-spenden-a-845737.html

    Ein Social Media Sebstversuch? Bitte sagt mir, dass ich mich irre.

  32. Studienanfänger in Deutschland haben einer Studie zufolge massive Lücken in Rechtschreibung und Grammatik. Auch gebe es “eine mangelnde Fähigkeit bei der Lesekompetenz” und Schwächen beim Formulieren und Schreiben zusammenhängender Texte, sagte der Bayreuther Philologieprofessor Gerhard Wolf

    http://www.n24.de/news/newsitem_8088024.html

    Ich ergänze: Und sozialem Verhalten. Abi, Studium, Berlin, iPäd, Blogger, Bedingungsloses Grundeinkommen … Das unter Berliner Nerds grassierende und die Denkfähigeit einschränkende BGE-Virus scheint nun auch Bielefeld erreicht zu haben.

  33. Björn Habegger schreibt über sich:

    “Heute betreibe ich die “Auto-Bloggerei” und freue mich auf den Tag, an dem die großen Automobil-Hersteller social media wirklich ernst nehmen.”

    Solange Typen wie sein “Kollege” Jan Gleitsmann auf Betteltour in ihren Autoblogs gehen, kann das aber noch vedammt lang dauern.

    Lange nicht mehr so gelacht.

  34. Pingback: Fette Ansagen Folge 2

  35. Gerade durch einen Refferer auf diesen”älteren” Artikel gefallen ;) – Mensch das mutet alles an, als wäre es Jahrzehnte her. Dabei sind es nur 1.5 Jahre. Das Internetz, es vergisst nix. Es sieht alles. Es kennt alles.

  36. Und im Endeffekt ist es dann doch alles anders gekommen, als es hier noch angekündigt wurde… :D Auch die Blogger von damals sind heute noch Relevant, aber der Blogeintrag konnte mich aufgrund seiner Absurdität immerhin gut unterhalten.

  37. Pingback: Auf der Suche nach dem richtigen Weg - oldtimer-revier.de

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