AVD… “Wir wollen unseren alten Kaiser Willy wieder haam…”

“Auf einer Weide an der Landstraße grunzte eine Sau. Der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. fuhr vorüber, zog den Hut und grüßte: “Guten Tag, liebes Schweinchen, guten Tag, liebes Schweinchen, guten Tag, liebes Schweinchen!”

Wenn man älter und erfahrener wird, hält man nicht mehr die Schnauze und flüchtet sich in Höflichkeiten. Besonders dann wenn man liest, dass erlauchte Nachkommen deutschen Blut- und Geldadels an der Spitze eines AVD, mit   preemptiver Geschichtsschreibung und dynastischer Verklärtheit einen ideologisch braunen Automobil Club aufleben lassen, weshalb ich zuerst eine Weile nachgedacht habe, nachdem dieses Thema schon besetzt war, ob ich darüber irgendwas schreibe:

“Durch das am 24. Dezember 1905 übernommene Protektorat durch Kaisers Wilhelm II. genoss der DAC dann das einzigartige Privileg, sich fortan Kaiserlicher Automobil-Club, KAC, nennen zu dürfen. Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges war der KAC eine gesellschaftliche Institution von erstem Rang mit Sitz in Berlin. Er diente in der Frühzeit des Automobils als Plattform zur Unterstützung der deutschen Autoindustrie, aber auch die soziale Absicherung rund um den damaligen Autofahrer – Chauffeur – lag dem Club am Herzen. Außerdem forcierte der KAC die internationale Verbands- und Sportarbeit. Die Umbenennung in Automobilclub von Deutschland, AvD, erfolgte im Jahr 1918…”

Blogschreiber Leonard Reuter hat da bar jeder Geschichtskenntnis leider nicht das Format, sich bei diesem komplexen Thema etwas zurückzunehmen. Er schreibt wohl aus den geliefeten Textbausteinen der Presseinfos des AVD einen ziemlich geistlosen Blogbeitrag, und wie man das bei bezahlten Blogschreibern ohne Geschichtswissen nicht anders erwartet, kommt da geschichtlicher Hintergrund unter die Räder. Für einen wie mich, der Bücher wie dieses u.a.m. schon zweimal gelesen hat: Saupeinlich.

Fakt: Der 1899 zunächst von sportbegeisterten Automobilisten gegründete DAC Deutscher Automobil Club durfte sich seit 1905 „Kaiserlicher Automobil Club nennen. Unter seinen Mitgliedern fanden sich Fürsten, Grafen und andere Adlige, Minister, Industrielle und Bankiers. Er war damals der wichtigste Treffpunkt des Blut- und Geldadels in Deutschland und Fakt ist: er stellte den Kern des 1905 gegründeten Deutschen Freiwilligen Automobil Corp, einer Reservistentruppe, die sich dem Heer in treuester Ergebenheit mit ihren Automobilen und Chauffeuren zur Verfügung stellte, und die 1918 nach der Kapitulation auch prompt die Quittung bekam.

Nach der Kapitulation und Flucht des Kaiser’s ins Exil, nannte sich der Kaiserliche Automobil Club fortan AvD Automobilclub von Deutschland. Das Deutschland eine Repubklik geworden war, ignorierten die Herrschaften schlichtweg. Noch im Mitgliederverzeichnis von 1927 stand “Seine Majestät Kaiser Wihelm II” als Protektor an oberster Stelle, danach Kronprinz Frioedrich Wilhelm und 19 weitere Mitglieder des deutschen Hochadels.

Die strammen, alten Militaristen des Kaiserlichen Automobil Corps dagegen, fanden sich größtenteils 1922 im Vorläufer des späteren  „National-sozialistischen Kraftfahrerkorps” (NSKK) der späteren paramilitärischen Unterabteilung der NSDAP, wieder zusammen. Diese war zuerst eine gegründete Transportabteilung der SA, die dann 1930 zum „Nationalsozialistischen Automobil-Korps“ wurde. Hochrangige Mitglieder des NSKK waren wie beim früheren Kaiserlichen Automobil Corps, Mitglieder des deutschen Blut-Adels wie ihr „Ehrenvorsitzender“ Carl Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha und Richard Prinz von Hessen, einer der vier späteren NSKK-Obergruppenführer, der nach dem Krieg und natürlich total geläutert, Karriere als Präsident der Deutschen Verkehrswacht machte.

Ja ja, unsere tapferen Adligen. Die Bereitschaft zur Fahne zu eilen, wäre den Mitgliedern des Kaiserlichen Automobil Club 1905 auch in einer normalen militärischen Einheit möglich gewesen. Aber nix da, denn im Kaiserlichen Automobil Corps gab es noch bis zu Beginn der Kriegszeit das bemerkenswerte Privileg, vom ersten Tag an, ohne jedwede militärische Ausbildung, einzig und allein aufgrund der Tatsache des Automobilbesitzes, in Offiziersstellung (!) Dienst leisten zu können. Diese Möglichkeit wollte sich wohl kaum einer der erlauchten HasenfüßeHerren entgehen lassen, denn man stellte sich wohl vor, dass höhere Stäbe sich wohl kaum in das Stahlgewitter an vorderster Front fahren lassen und das persönliche Risiko der “Chauffeure”, in Schussweite des Feindes zu geraten, deutlich  geringer sei.

Es mag sein, dass Wilhelm II ebenso wie sein Bruder Prinz Heinrich ein automobilbegeisterter Mensch war (ob Prinz Heinrich wirklich als “Erfinder des Scheibenwischer” tituliert werden kann, ist fraglich, er hatte tatsächlich 1908, 1913 und 1914 einige Patente auf sich eintragen lassen). Für die Historiker aber trug Wilhelm II sich in die Geschichtsbücher als brutaler, von Gottesgnadentum, Militarismus und dynastischem Dünkel, und einen der schlimsten Kriege zu verantwortender  Herrscher, ein, der in seiner Debilität noch bis zu seinem Tod 1941 daran glaubte, dass ihn ein an die Macht gekommener noch größerer Kriegsverbrecher und Massenmörder, als Kaiser zurück ins Deutsche Reich holen würde.

“Ich bin der einzige, der die Fähigkeit hat, Deutschland wieder aus dem Dreck herauszuführen.”

Mal ganz abgesehen devon, ob die Intentionen des AVD von dieser wohl durch mangelnde Geschichtskenntnis von dessen Eliten, deren Verdrängung oder fehlender Sensibilität der Think-Tanks des AVD und für Mitgliedsbeiträge-ist-uns-nichts-peinlich-genug-Einstellung geprägt ist:

Bei  diesem “Rebranding”  (auf Deutsch: Alter Wein in neuen Schläuchen) geht es garnicht um Traditionspflege, um blumig versprochenen, zukünftigen Mehrwert. Das PR- und Kommuinikationsurgestein Jürg Leiziger hätte es besser wissen sollen: Das Hervorholen eines Kaisrlichen Automobil Club aus der Mottenkiste,  ist nichts weiter als das  Eingeständnis in jahrelange, katastrophale Clubführung und Mitgliederpflege, im Umgang mit Mitglieds-beiträgen  dynastischer Selbstbedienungsmentalität und in dessen Folge, Mitgliederschwund. Da fängt man halt noch mal von vorne an, im Jahr 1905.

Das wäre auch schon fast alles, was mir dazu einfällt. Über die mir zu Ohren gekommenen Motive der AVD Baragotzkis und deren Ex-Vize-Präsi, dem ehemaligen PR-Agenturboss Jürg Leipziger, mit einem KAC wie zu Kaiser’s Zeiten, u.a. traditionsbewusste, gut betuchte, türkische Unternehmer als Mitglieder und letzlich Kunden für ALLIANZ Versicherungsprodukte… ach nee, über das  will ich – noch – nicht schreiben. Das klingt zu abgefahren und ginge mir persönlich zu weit, viel zu weit.

Wenn ich Psychiater wäre, müsste ich dann nämlich schreiben, der AVD und der dem KAV als Präsi vorstehende Albrecht Prinz von Hohenzollern (dessen Vorfahr als Offizier des Kaiserlichen Automobil Corps, Wilhelm II 1918 ins holländische Exil fuhr) leiden womöglich an Morbus Debilus Wilhelminus Felixkrullitis.

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Update: Für die Idee zu begeisternde “stramme” Automobilisten sind wohl vorhanden, so wie vermutlich dieser Mercedes-Benz SSK 2007 in Ladenburg (dem, wie man hörte, wegen seiner Weigerung nationalistische Kennzeichen auf seinen Nummernschildern zu entfernen, das in Geschichtsbewusstsein besser beschlagene Präsidium des Kompressor-Clubs die Mitfahrt zu den Classic-Days ins benachbate Österreich, verweigert haben soll).

 

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81 Gedanken zu “AVD… “Wir wollen unseren alten Kaiser Willy wieder haam…”

  1. Ich habe selten so gelacht. Was befürchten der werte Blogschreiber nebst einiger Kommentatoren? Einen Putsch der kaisertreuen Automobilisten und Wiedereinführung der Monarchie?

    Gehts noch?

  2. Der neue AVD – Präsident und Forstwirt Fürst Ludwig zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg hat mit dem Job für Albrecht Prinz von Hohenzollern als Vorsitzendem des KAC, einem Geschäftsfreund aus der Forstwirtschaft einen Gefallen getan. Die hochadligen Forstwirte sind jetzt unter sich. In Zeiten von Peak-Oil und der möglichen Wiedergeburt des Holzvergasers vielleicht gar kein so schlechter Schachzug.

    UNterhaltsamer Beitrag. Mal was anderes.

  3. Alter Monarch, ich befürchte werder das noch jenes was sie ansprechen, ich mag schlicht alte Autos in bester Gesellschaft, für die stetige Zunahme alter Autos sorgt die Zeit und die Liebe mit ihre Besitzer dieses automobile Kulturgut erhalten und bei schönem Wetter ausstellen. Doch was die beste Gesellschaft ist, dafür kann ich und jeder selber sorgen, eine Truppe die kaiserliche Traditionen als Innovation oder zum gesellschaftlich elitären Wert für eine demokratische Gesellschaft von sich aus erklärt, können sie gerne ignorieren und wie bereits weiter oben ausgeführt damit kommunikationswissenschaftlich begründet damit billigen, oder sich wie die Mehrheit der Kommentatoren auf dem Motorblöckchen öffentlich darüber empören – das ist riskanter, aber eben eine Meinung. Natürlich können sie darüber lachen, so wie sich viele hier über die NKAC `s amüsieren. Da die NKACS es aber ernst meinen und auf Mitgliedersuche sind, sollte aus den Kresien der besten Gesellschaft derer die sich für alte Autos und deren Geschichte interessieren, hier Widerstand kommen, und er ist ja auch gekommen,gelle?

  4. Die Karrierechancen von Histomat beim KAC schätze ich trotz Verbundenheit unter Branchenkollegen eher als gering ein:

    “Unter dem Begriff Historischer Materialismus werden Theorien zur Erklärung von Gesellschaft und ihrer Geschichte zusammengefasst, die gemäß der „materialistischen Geschichtsauffassung“ von Karl Marx und Friedrich Engels gebildet sind”

    http://de.wikipedia.org/wiki/Historischer_Materialismus

    :-)

  5. Ein klare Abgrenzung gegenüber der nationalsozialistischen Diktatur sucht man bei solchen Traditionsvereinen und -Clubs und vielen anderen “bürgerlichen” Sportverbänden, deren Geschichte vor 1933 zurückreicht, heute immer noch vergeblich. Beispiel Deutscher Fußballbund. Wie auch? Die meisten Vereine passten sich damals freiwillig an und ließen sich “gleichschalten”, und ihre Clubs von unliebsam gewordenen jüdischen, sozialdemokratischen und kommunistischen Mitgliedern “säubern”, bis sie am Ende Teil des Nationalsozialistischen Gedankenguts und Teil der NS-Parteiorganisation geworden waren.
    Wenn ein Automobilclub von Deutschland seine Traditionen vermarktet und historische Fakten schlichtweg unterschlägt, ist das eine genau so große Unverschämtheit, wie wenn es einem Nobelpreisträger und Schriftsteller Grass erst nach mehr als 60 Jahren eingefallen ist, das er Mitglied bei der Waffen SS war.

  6. Ich habe mit dem Hohenzollern-Prinzen 1976/77 in derselben Bundeswehr-Einheit “gedient”. Das einzige, was uns verband, war der Dienstgrad; ansonsten gab es wesentliche Unterschiede. Zum Beispiel den, dass der Gute es für unzumutbar hielt, gemeinsam mit Bürgerlichen in der Kaserne zu übernachten; lieber fuhr er abends nach Sigmaringen, um sein prinzliches Haupt im Familienschloss zu betten. Aber auch automobil trennten uns Welten: Während mir klar war, dass mein 550-Marks-Käfer die 15 Monate Wehrdienstzeit unter allen Umständen durchhalten musste, wenn ich am Wochenende nicht stundenlang mit Bus und Bahn nach hause fahren wollte, schrottete das Prinzchen in dieser Zeit nach meiner Erinnerung drei Alfas, um sich anschliessend von Papa neue kaufen zu lassen.

    Keine schlechten Voraussetzungen, um viele Jahre später Präsident eines Automobilclubs zu werden… ;-)

  7. Zur Ehrenrettung der Tölpel vom AVD muß man sagen, ihnen (wie auch ihren noch viel mehr involvierten Kollegen vom ADAC), kommt hier bis heute zugute, dass die Geschichte des Kaiserlichen Automobil Club, des Kaiserlichen Automobil Corps und nach dessen Auflösung 1918 der “Übergang” in das NSKK immer nur eine randständige Behandlung der Geschichte erfuhr. Dem NSKK wurde erstaunlicherweise immer nur marginale Bedeutung beigemessen.Wer sollte auch Interesse an einer Organisation entwickeln, zu deren herausragenden Aufgaben die Umstellung des Links- auf den Rechtsverkehr in Österreich gerechnet wird?

    Entnazifizierungsakten und darin enthaltene Protokolle und Erinnerungen ehemaliger NSKK – Mitglieder nach dem Krieg lassen auch nur banalisierende Bilder entstehen: Eigentlich war das NSKK
    eine harmlose Truppe motorisierte Sporttypen, deren Mitglieder nach Feierabend an ihren Autos schraubten, zusammen vergnügliche Ausfahrten mit Picknicks unternahmen, Motorsport betrieben und die bei Aufzügen ähnlich wie heute die Deutsche Verkehrswacht, der NSDAP gelegentlich halfen und sich um die Verkehrssicherheit im Lande kümmerten. Ernst August von Hannover bezeichnete 1999 das NSKK, in dem sein Großvater Mitglied war, einmal als “nur eine Art ADAC”.

    In der Buchrezension zu Theodor Oppermanns “Unter den Sturmstandern” klingt es schon anders. “Nach eigener Definition ist “Das NSKK (…) kein Automobilklub üblicher Art, der vornehmlich wirtschaftliche oder sportliche Ziele verfolgt. Es stellt (…) die für unseres Volkes Zukunft gewordene Hauptaufgabe: der Freiheitsbewegung zu dienen.” Tatsächlich war das NSKK im Rahmen der Umsetzung und Legitimierung des “Generalplan Ost” in hohem Maße an den Deportationen von Juden in den besetzten Ostgebieten beteiligt. “Auf diese Weise hat sich das NSKK in den Dienst der Judenvernichtung in Europa gestellt”.

    Fürst Ludwig zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg, Ihnen ist mit der Gründung des Kaiserlichen Automobil Clubs wahrlich der berühmte Ritt auf der Kanonenkugel gelungen.

  8. TractionAvant,

    ich kannte sogar zwei “von Preussen” – Durchlauchten.

    Einer war Rechtsanwalt aus Köln, ein Mann von Größe und Umfang, daß es dunkel wurde, wenn er in der Tür stand. Die Arbeit als Rechtsanwalt für bürgerliche Privatpersonen und das nach einer Gebührentabelle abzurechnende Einkommen, welches zudem durch Steuern für eine Republik entwertet wurde, die seines Urahn nicht würdig war, lag ihm weniger. Er machte lieber in dubiosen Bankgarantie-Geschäften…

    Der zweite “Preusse” hatte eine der in den 80er Jahren zwecks schnellstmöglicher Reichtumsbildung bei ansonsten unternehmeruntauglichen Leuten, in der Frankfurter Schillerstraße eine Warenterminfirma… und wie alle Branchenkollegen, irgend wann Besuch von den Herren mit Ausweiszeichen an der Metallkette.

    ..

  9. Herr Kupfer, Sie bezeichnen sich als ernsthaften Blogschreiber? Ihr Beitrag über den KAC ist reißerisch und basiert weniger auf geschichtlich sauber recherchierten Fakten, als auf unreflektiert übernommen Meinungen von geschassten Ex-Mitarbeitern des AVD aufgebaut, die Sie zufällig kennen.

    Sie haben sich ja bereits früher einmal über die Abfindung für Herrn Lthota echauffiert. Herr Lhota ist sicher kein unbeschriebenes Blatt. Sie, Herr Kupfer, aber auch nicht.

  10. Sieh mal einer an. Das feudale Kehr- und Aufräumkommando liest also doch fleissig mit!

    U.a. die Presseartikel im Focus “Fürstlich Geld ausgeben” sowie “Beweise in Kisten” und in der WIWO “Interner Prüfbericht belastet Clubführung schwer” im Web ” wegzukärchern, Hut ab vor den Putzmännern.

    Lieber Gast, weil Sie es ja offenbar mit “beschriebenen Blättern” haben: Zu dem 2008 zurückgetretenen Wolfgang Ernst Fürst zu Ysenburg hab ich noch was “Geschriebenes”:

    http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36090&key=standard_document_44418959&seite=1

    Grade was die Millionenabfindung für Adalbert Lhota betrifft, scheinen Sie mir ein ziemlich eigenartiges Weltbild zu haben. Wie sich da gewisse Durchlauchten über Jahre am Mitgliedereigentum bedienten, war zwar nach Meinung der Staatsanwaltschaft und “Aktenlage” juristisch keine Untreue, aber doch schon erstaunlich.

    Dass Sie sich hier, in dem Wissen, dass die AVD – Mitglieder durch Kürzung der Leitungsangebote, was übrigens in vielen Medien berichtet und kritisiert wurde, noch für viele Jahre unter den Folgen der früheren AVD-Herunterwirtschafter werden leiden müssen, hier aufspielen, ist schon ziemlich dreist.

    Ach ja, es wäre schlimm, wenn ich nach 62 Jahren noch ein unbeschriebenes Blatt wäre. Aber ich habe nicht nur gegenüber ehemaligen AVD-Präsidenten, über die ich hier gelegentlich schreibe, eine „weiße Weste“. Das macht den Unterschied.

    Und jetzt machen Sie bitte die Tür von außen zu, aber bitte leise.

    Mit sanften Grüßen, DK

    .

  11. Hallo Gast,
    der Beitrag von Herrn Kupfer ist belegt mit wissenschaftlichen Quellen, ihre Vermutungen und ihre Beihilfe zur Geschichtsklitterung und persönlichen unsachlichen und “beleidigten” Nachtretversuche sind es nicht. Die Intransparenz von Organisationen wird heute früher oder später offensichtlich transparent gemacht und geschichtliche Verklärungen des KAC I durch die NKACG `sd ersetzen nicht die Kundenorientierung und das Erzeugen von parasozialem Vertrauen, dass aber in den Echtzeitmassenmedien der Hochmoderne glaubwürdig sein muss. Serviceclubs wie z.B. Rotary und andere haben eine gute elitäre Tradition des Helfens und des gesellschaftlichen Engagements vorzuweisen, außer dem Frankfurter Automobilclub, der sich z.B. beim Winterhilfswerk eingesetzt hat, und vereinzelten Oldtimer Ausfahrten mit behinderten Kindern von Ortsclubs fehlt es den in ihrer Tradition nicht ganz so sozialen Automobilclubs an solchen öffentlich wirksamen Beispielen und Einsätzen für die sozial Schwachen. Wie sie lieber Gast in den mehr als fünfzig Kommentaren, auch ohne meinen Beitrag lesen können steht der KAC – das ist von allen Kommentatoren dieses Blogs bestätigt worden- in eine undemokratische, imperiale und letzten Endes auch antisemitische Kontiniutät zum dritten Reich. Mit dieser Tradition sollte man nicht ” als elitärer Club” in Berlin in die Öffentlichkeit gehen, denn auch da gibt es nämlich falls keine öffentliche Distanzierung und eine glaubwürdige Aufarbeitung dieser “Geschichte” statt findet, reichlich mehr und ein deutlich anderer Widerstand. Er wird sich am Leipziger Platz ab 2013 gegen die dort aus- und ein gehenden NKACG ganz sicher regen. Die Beiträge hier sollten den KACNGs zu denken geben, es wird mit einem PR- Artikel alleine sicher nicht getan sein. Die von demokratischen Historikern und Herrn Kupfer zitierten inzwischen zusammen getragenen Fakten die eine einfache Nutzung des Namens KAC eben doch reichlich danaeben erscheinen lassen, diese Fakten dürfen Sie, hochverehrter Gast gerne vor traditionell eher etwas weniger verständnisvollen Berliner Medien dann entkräften, da reichen ihre jetzigen Argumente sicher nicht aus.

  12. Nach dem Lesen der empörten Aufschreie der Dauerbetroffenen, Sozis, poltisch Korrekten und selbsternannten Gutmenschen werde ich wohl in den Club eintreten. Schön ist schon mal, dass man dort auf die Obengenannten nicht trifft. Der “dekadente Adel” dort ist auch ganz sicher nicht so fürchterlich langweilig wie diese

    Mit Deiner “weissen Weste” wär ich etwas vorsichtig Detlef, nicht dass einer noch was dazu schreibt :-)

  13. gerd, leider werden sie da wohl nicht so einfach ” eintreten” dürfen, denn man wird dort ernannt und die Zahl der Mitglieder des neuen KAC ist satzungsmäßig- und auch im verlinkten PR- Artikel kann man das nachlesen – auf die tatsächliche Mitgliederzahl des alten KAC begrenzt. Also schnell anrufen, fragt sich nur wo, denn weder im Internet noch auf der Club Seite selbst findet sich bisher ein Ansprechpartner, also werden sie von sich aus sicher dort kaum interessant genug sein, aber vielleicht bekommen sie ja einen Anruf…

  14. auf solch eine hervorragende Werbung für den KAC muss man ja reagieren Detlef

    @fuhrwerk – ich habe Fürsprecher! :-) mal sehen……….

  15. Wo kann man sich überhaupt um Mitgliedschaft beim KAC bewerben. Ich finde auf der ganzen AVD-Seite keinen Link. So ne Webseite macht doch heute ein Programmierer in 1 Stunde ready.

  16. @ Gast

    “es gab einmal ein Richterlein, der schoss sich in den eignen Fuß hinein”.

    :-)

  17. “Unser täglich Nazi gib uns heute.”

    Über die hier von manchen förmlich herbeigesehnten Gefahren für die Demokratie kann ich nur den Dez schütteln.

  18. Die einen wollen die Bundesrepublik abschaffen, die anderen würden sie am liebsten ins Museum verfrachten. Wir leben in einem Land, das wie die Herren des AVD ein Problem mit seiner Gegenwart hat.

  19. Für Tradition kann man sich nichts kaufen.Wer zu lange an alten Traditionen festhält, ja sogar wie der AVD versucht, mit alten Pieckelhauben einen Wohlfühlclub für wenige Wohlhabende hervorzukramen, geht ganz schnell unter. Wer nicht mit der Zeit geht, geht.

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  23. Ach ja, ich habe gestern auf dem Nürburgring beim AVD, das VIP-Zelt mit Pickelhaube drauf für die neuen Herrenfahrer – Clubmitglieder gesucht. Fehlanzeige.

    :-)

  24. Das haben die bloß verpennt. Die AVD – Anscheiner liegen nach dem reichlichen Konsum von kostenlosem Schampus in den Vip – Zelten bei den Classic days, wahrscheinlich immer noch mit Schnapsatmung in den Miskanthus – Feldern vor Schloss Dyck.

  25. Schäuble wird sich über die Trinkfreude derer vom AVD und ihren Beitrag zur Sanierung des Bundeshaushaltes freuen. Die von Wilhelm II 1902 zur Finanzierung der Kriegsflotte eingeführte Schaumweinsteuer spült ihm auch heute noch ein paar ganz schöne Euro in die Kassen.

  26. Ohne den aktuellen Beitrag über den OGP wäre ich nie auf diesen köstlichen Beitrag gestoßen. Vielen Dank für die Tränen in den Augen und schallendes Lachen.

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