Die Wortwahl von Steinewerfern unter sich

Ich erreiche innerhalb von Sekunden Betriebstemperatur, wenn in Bezug auf den Ankauf neuer CDs voller Steuerdaten aus der UBS, von “Datendiebstahl”  geschrieben wird, wo damit herstellbare Steuergerechtigkeit, für einen  Finanzminister einem nicht duldbarem Sündenfall gleicht, weil es dem Geist der neoliberalen Lebenseinstellung widerspricht, und was mir aber schlagartig zeigt, auf wessen Seite er und seine Geburtstagsessen für Bankster ausrichtende Stasi-Agitatorin, nebst ihren liberalen Mövenpick – Freunden und INSM – Volksverhetzern stehen, und andererseits, das Denken unter Seinesgleichen, nicht zu den herausragenden Fähigkeiten zählt.

Und überhaupt: Zum ‘Diebstahl’ von Daten ist es doch garnicht gekommen, denn die Daten finden sich noch immer vollzählig und unverändert auf den Rechnern der betroffenen Banken. Sie wurden einfach nur auf Silberscheiben kopiert und dann öffentlich gemacht. Korrekt wäre es also, von einer von der UBS und anderen Schwarzgeldverbuddlern nicht autorisierten Datenveröffentlichung persönlicher Kontoangaben zu sprechen, die geeignet sind, notorische Steinewerfer gegen unsere Gesellschaft, Verbrecher, zu überführen.

Für mich ist das schlicht ein Akt staatlicher Notwehr gegen konservative  Anarchisten, antibürgerliche Elemente und von früheren veröffentlichten CD’s offenbar völlig unbeeindruckt gebliebenen, erklärten Staatsfeinden, um mich auch mal des Vokabulars aus dem deutschen Herbst zu bedienen.

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17 Gedanken zu “Die Wortwahl von Steinewerfern unter sich

  1. Wo kommen wir eigentlich hin, wenn man in unserer Gesellschaft noch nichtmal mehr Steuern hinterziehen darf? Ok, Scherzle gemacht.

    Die ganze Diskussion wäre viel erquickender, wenn das bundesdeutsche Steuersystem nicht so ein Chaos und für die meisten Unternehmer unberechenbar wäre. Deutschland hat das weltweit komplizierteste Steuersystem. Es fehlt wohl nicht unbedingt gleich der Respekt vor Gesellschaft, sondern es ist fehlender Respekt vor einem bürokratischen System. Nur noch die Kfz-Zulassung in Hessen ist schlimmer.

    Leider hat haben sich unsere Berufs-Opportunisten in Berlin des Steuer-Themas nicht angenommen, wie im Wahlkampf versprochen. Aber solange wird weiterhin einmal erwirtschaftetes Geld zuhauf ins Ausland fließen, ob mit oder ohne Reichensteuer oder Steuer-CDs. Und ich werde meine Oldtimer in Bayern zulassen.

  2. Schäuble und Merkel kommen die CDs halt höchst ungelegen, weil sie den reichen Steinewerfern doch ein Steuerabkommen mit der Schweiz und damit eine Amnestierung versprochen haben.

  3. Ob es Schäuble, Merkel & Co in den Kram passt oder nicht, wird nach der Wahl 2013 keinen mehr interessieren.

  4. Wie dumm für Axel Weber, dem Ex-Bundesbanker und Verwaltungsratspräsident der UBS, dass er bei seinem Abgang bei Mama in Ungnade gefallen ist. So mal die Handynummer wählen wie früher, geht nicht mehr.

    So, schnell weiter schaffe, schaffe, damit ich am Monatsende wieder 100 € für das Traumauto weglegen kann. Ich bin nur noch cirka 60000 Euro von einem Jaguar XK150 entfernt.

  5. Mich wundert auch die eigenartige Logik unserer Regierung. Im Geheimdienst Umfeld sowie bei Ermittlungen im kriminellen Millieu sind Daten-/Informationskauf und unlautere Beschaffung von Beweisen gang und gäbe.

    Tja lieber Herr Schäuble, wenn ich Ihre vorgeschobenen Argumente ernst nehmen soll, müssen sie an obengenannter Stelle auch verhindernd tätig werden – gelle?.

  6. Uli,

    ich schrieb da neulich im Beitrag über die ehrgeizigen Autoblogger was über die “Sache mit der subjektiven Wahrnehmung und wie man immer ein Rational findet, wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie hätten laufen sollen”.

    Das Rational, in Wirklichkeit das potemkinsche Dorf, ist nicht erst seit gestern das Steuerabkommen.

    Ich vermute mal, auf der CD sind einige sehr dreckige Dinge über einige Mitglieder unserer Financial Society drauf, für die das mit dicken Parteispenden gesponserte Steuerabkommen mit der Schweiz, einem Gottesgeschenk gleichkäme, über die wir aber, wenn dem so ist, dann wahrscheinlich nichts zu lesen bekommen werden.

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  7. Und die gemeinnützigen Tafeln in Deutschland sollen für Lebensmittelspenden 19% Umsatzsteuer bezahlen.

  8. Bei welcher Schweizer Bank kann ich 200 Euro einzahlen? Den Spaß will ich mir gönnen, wenn die Steufa in ein paar Jahren an meinem Grundstück im Vogelsberg den Hang hochgekraxelt kommt.

  9. Das die schweizer Banken schon seit Jahren Anlagegelder nach Singapure durchreichen, weiß jeder Trottel. Wieso daraus heute die Breaking-News gemacht werden, versteh mal einer.

    Mir ist übrigens kein Fall von früheren Aufdeckungen aus CD’s bekannt, wo ein aufgeflogener Steuerhinterzieher verknackt wurde!?

  10. Hätten 1993 die Gigamengen an Daten schon auf eine “Silberscheibe” gepasst, hätte John Grisham seinen Bestseller “Die Firma” so wohl nie geschrieben und ich hätte einen der besten Filme seit dem nicht dreimal gesehen.

    http://www.kino.de/kinofilm/die-firma/23738

    Dass Inhaber von Nummernkonten in der Schweiz davon betroffen sind, wo die richtig großen schwarzen Batzen versteckt sind, bezweifele ich. Dort galt/gilt immer das Vieraugenprinzip, wo Kontonummer und Passwort bei der Bank nur einem Verantwortlichen bekannt sind und nicht in jedem Pleti zugänglichen Datenbnken downloadbar herumschwirren.

    Das Ganze ist für mich eine gut inszenierte Show, bei der Schäuble die Rolle des Entrüsteten mitspielt, mit dem durchschaubaren Ziel, dass sich jetzt wieder möglichst viele “Sünderlein” selbst anzeigen, bevor es an der Tür klingelt. Oder halt auch nicht.

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