Unilever halbe Tafel

Gut, das Thema mit ganzen Tafeln ist nicht neu. Ich frage mich trotzdem, warum  die Behauptung, die heute 40 bis 60 – Jährigen könnten einen Großteil ihrer Rentenanprüche in den Wind schreiben, würden total verarmen, unwidersprochen bleibt und ein Lebensmittelriese Unilever, sich schon auf den Ansturm dieser Armen auf die Lebensmittelregale rüstet?

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11 Gedanken zu “Unilever halbe Tafel

  1. Heute heißt das 4,25-Hartz-4-Speiseplan nach Sarrazin. Kein Ironieschalter

  2. Ich gestehe, ich bin befangen. Meine 76-jährige Mutter hat mich und 2 Geschwister großgezogen und nur knapp 20 Beitragsjahre geklebt. Was ihre Rente betrifft, wars das. Wenn ich sehe, was die Frau an Rente bekommt und was es kosten würde, ihr ein würdiges Leben ohne Armenfraß und nicht nur in einem von der AWF betriebenen Billigstseniorenstift zu bieten, könnte ich mich in Rage schreiben und gedanklich ein Gewaltexempl an unserer Reichsarbeitslagerministerin v.d.Leyer statuieren.

  3. Die Abwärtsspirale dreht sich weiter. Gestern las ich, dass der Durchschnittsrabatt bei Neuwagen 19 % beträgt und für manche Autos über 30 % Rabatt gewährt werden. Die deutschen Autobauer könnten von Unilever was lernen. Statt ständig über Positionen im Premiumsegment zu faseln, sollten sie anfangen, Autos zu marktgerechten Preisen bauen.

  4. Detlef,
    und das von einem, der jahrelang als Volkswirt genau der Bank, die in jedem dreckigen Geschäft in Europ und den USA nicht nur die Finger, sondern den ganzen Arm mit drin stecken hatte und für die ganze Finanzkrise eine der Hauptverantwortlichen ist. Das ist keine “Gejammere” sonder Zynismus pur.

  5. Immerhin bringt man es mit der Naivität wie sie Thomas Mayer an den Tag legt, zu was. Bei der Deutschen Bank als Chefvolkswirt nach 1 1/2 Jahren gegangen worden und als Kolumnist bei der FAZ im warmen Nest gelandet. Ich hab richtiges Mitgefühl mit dem Armen, dass er sich wahrscheinlich niemals einen Oldtimer wird leisten können und zudem noch seine schmale Rente gegen die ganzen “Umfairteiler” verteidigen muss.

  6. “dass er sich wahrscheinlich niemals einen Oldtimer wird leisten können und zudem noch seine schmale Rente gegen die ganzen “Umfairteiler” verteidigen muss.”

    Wahrscheinlich dann aber nur mit der entsicherten Knarre in der Hand.

  7. In den 1970 er Jahren noch, galt der käufliche, korrupte und verantwortungslose Mensch als menschlich minderwertig. Heute schaut jeder zu den Smarten hoch, die sich so teuer wie möglich verkaufen und Parvenüs werden bewundert, auch wenn sie menschlich die größten Arschlöcher sind. Arme, Alte, alle am kleinsten Ende von Wertschöpfungsketten Gelandete, interessieren kaum noch jemand, außer als Zielgruppe für Firmen, die mit Scheinbilligprodukten im Miniformat auch da noch Kasse machen.

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