Das Imperium zerbricht… wieder mal

“1936 Adolf Hitler wünschte sich ein Auto für sein Volk… Dann nämlich (vorausgesetzt der Wagen ist vollgasfest) wären seine Deutschen in 29.48 Sunden in Moskau, denkt Adolf Hitler. An einen Rückwärtsgang für seinen Volkswagen denkt er nicht..” [Titanic, 1985]

Die schlechte Nachricht zuerst: Zetsche’s größter Aktionär hat kalte Füß bekommen und den Rückwärtsgang eingelegt. Die NachthemdenAraber sind angesichts desaströser Absatzzahlen und noch ungünstigerer Aussichten für die Zukunft, aus der zunehmend klapperigeren S – Klasse ausgestiegen.

Schlechteste Aussichten  würde ich meinen. BMW hat Mercedes nicht nur überholt, wie die jüngsten Zahlen vom KBA zeigen, inzwischen sind für Mercedes-Benz angesichts des Abstands nicht mal mehr die Rücklichter von BMW  erkennbar. Im Handelsblatt wird in verschiedenen Szenarien die Daimler Benz AG sogar schon als potentieller Kandidat für eine feindliche Übernahme gehandelt.

Die gute Nachricht: Wenigstens VW hat die Zeichen der Zeit, den Bedarf an preiswerten, guten Autos ohne Premium-Schnickschnack rechtzeitig erkannt und gehandelt, und will bald wieder bezahlbare Autos für’s Volk bauen…

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31 Gedanken zu “Das Imperium zerbricht… wieder mal

  1. Wow! Nur sieben Jahre nachdem Renault den Dacia Logan nach Westeuropa gebracht hat, kommt VW auf die Idee, das Konzept zu kopieren. War seinerzeit beim Touran auch so, da ließ man Opel mit dem von Porsche entwickelten Zafira die Marktforschung machen und überflügelte die armen Rüsselsheimer in Nullkommanix. Wie sagt der Volksmund: Besser spät als nie.

  2. Vor 20 Jahren konnte ich in meiner Garage neben den 190E noch mein Fahrrad stellen. Heute steht die mehr als doppelt so teuere C-Klasse drin und ich krieg die Türe kaum mehr auf.

  3. Der Rollator kostet 24.000 Mücken, das kann ich ja fast nicht glauben. Kein Wunder, daß die auf dem absteigenden Ast sind.

  4. Ueberlinger,
    stell mal einén Strich 8 aus den 70 ern neben eine aktuelle E-Klasse. Die Doimlers haben nix anderes gemacht, als nachfragegerecht aus den früher kompakten Mittelklassemodellen und für die “haste was, zeig es” Vollpfosten, nach und nach eine Möchtegern – S – Klasse mit viel blechummantelter Luft zu machen. Das Aufblasen ist bei Audi und BMW aber genau so gelaufen.

  5. Von wegen – der größte Aktionär hat kalte Füße bekommen – was für ein Quatsch.

    Der größte Aktionär hat Kasse gemacht:
    “Für seinen Anteil hatte das Emirat Abu Dhabi 2009 je Aktie 20,27 Euro bezahlt, insgesamt flossen 1,95 Milliarden Euro.
    Derzeit sind die Papiere in etwa doppelt so viel wert. Die Araber hatten sich den Einstieg bei Daimler mitten in der Autokrise günstig gesichert und den Stuttgartern damit eine willkommene Finanzspritze gewährt. ”

    Das es zwischenzeitlich vielleicht auch einen besseren Zeitpunkt gab, ist halt das Risiko desjenigen, der sich Aktien zulegt.

    @ Ueberlinger
    Verstehe ich Dich richtig?
    Daimler soll so schmalbrüstige Autos wie den 190 E bauen, nur weil Du vor 20 Jahren nicht geschnallt hast, dass Deine Garage schon damals zu klein war?

    BMB

  6. Naja, die übliche Nestbeschmutzung durch Detlef. Nimmt diesen Unsinn überhaupt noch jemand zur Kenntnis? Die Zeitungen sind voll davon, wieviel Daimler weltweit wert ist und bei Detlef ist es bald so weit, dass Daimler von Hassia-Sprudel aufgekauft wird. Einfach lächerlich.
    Es grüßt
    Ralf

  7. Ralf,

    ohne jetzt näher auf Deinen wohl infolge altersbedingter, abendlicher Übermüdung produzierten Stuss-Beitrag näher einzugehen, halte ich es so wie ein für die FAZ schreibender Pro-Bloggers: ‚Man sollte sich als Blogger die Gelassenheit eines Stuhls zulegen, denn der muss auch mit jedem A*** zurecht kommen’.

    Auch Grüße.

  8. ” Nimmt diesen Unsinn überhaupt noch jemand zur Kenntnis?”
    alos Ralf, wie kannst Du sowas fragen
    Natürlich – er selbst und z.B.
    der Antifa Club “eat the rich” in Berlin Neukölln
    der Clubs evangelischer Gesinnungsradfahrer
    die deutschen Umweltengel “Gänseblümchen”
    der schwarze Block “the crazy homicides”
    alle User und Macher des Schwachmatenblogs “de.indymedia.org”
    der Hausbesetzerclub “Mietfrei e.v.”
    das Aktionsbündnis “Nobelkarrenabfackeln jawoll”

  9. Gerd,
    sie haben noch vergessen, dass der Absatzeinbruch in Deutschland um fast 10 Prozent eine Verschwörung der Linken ist, alle keine Mercedes S-Klasse mehr zu fahren.

  10. Oh, die Kralshüter des Kapitalismus reinen Lehre von der sakrosankten Kritik an Mercedes-Benz als höchstem Gut auf Erden, gerd und Ralfmercedes, haben mal wieder gepupst.

  11. “Von wegen – der größte Aktionär hat kalte Füße bekommen – was für ein Quatsch ”

    BMB,

    nicht nur kalte Füße. Die Araber haben mit den gleichen Mitteln versucht an die restlichen 12,3% der Daimler Aktien dranzukommen, wie Porsche vor ein paar Jahren bei VW. Mit Optionen. Dumm gelaufen für die Nachthemden: gem. Daimler Aktienstatuten dürfen die eine Maximallaufzeit von 18 Monaten haben und die Rechnung der Araber, dass in diesem Zeitraum der Aktienkurs fällt, ging nicht auf. Vielleicht haben ja auch die üblichen Verdächtigen, ein paar Banken, ein bißchen kursstützend nachgeholfen? Egal, es heißt “Spielschulden bezahlen” für die Araber.

    Bei Porsche standen am Ende 12 Milliarden Miese auf der Zockerur, bei Aabar sind es geschätzte 2,5 – 3,5 Milliarden Euro. Vielleicht am Ende auch mehr.

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/staatsfonds-aabar-starke-daimler-aktie-zwang-investor-zum-ausstieg/7257932.html

    BMB, wetten, dass der Aktienkurs von denen, die jetzt die Aktien von Aaber übernommen haben, von Big-Playern und Analysten weltweit, spätestens nach dem 1. Quartal 2013 und wenn man die Optionsprämien eingesackt hat, ach ja, und die Aktien noch möglichst zum Höchstkurs in Miniportiönchen an schwäbische Kleinzocker verkauft hat, dorthin geschickt wird, wo er auf Grund der realen Daimler – Geschäftszahlen nämlich hingehört, südwärts?

    Lese vor allem mal den esten Kommentar von “fritzle”. Mir fehlte letzte Woche am Ende nur die Traute, sinngemäß in etwa das hier zu mutmaßen. Die Fotos von dem alten Käfer waren kein Zufall.

    .

  12. @ Ralfmercedes,
    so was nennt man Gehirnwäsche. Würde morgen ein chinesisher Staatsfonds die Aktienmehrheit an Daimler kaufen und durchsetzen, dass Mercedes demnächst nur noch in China gebaut werden und das statt des Mercedes Stern Hammer und Sichel auf die Motorhaube kämen, wäre das für Dich natürlich gut und Du würdest sogar die KP-Flagge Chinas über der Viehweide hiossen lassen. Mein Beileid.

  13. Man tut, was man kann.

    Ich amüsiere mich nur, wenn ich solche Kommentare wie “Nestbeschmutzer” grade von Leuten lese, deren einzigste eigene Meinung ihnen als Mercedes Vereinsbonzen jahrelang von ihren Mercedes Leib- und Magenblättern frühmorgens frei Haus serviert wird und sie gehirngewaschen u. schmerzfrei in solche Themen reinsenfen. Schließlich will ich auch mal was schreiben.

    _____________________________________________________
    Edit: wunschgemäß eingefügt

  14. Och, da haben ein paar Großbanken halt die Araber mit Derivaten und riesen Gewinnversprechungen voll auflaufen lassen. Als Daimler 2009 an der Klippe stand, wurden sie gebraucht. Jetzt haben die Mohren ihre Schuldigkeit getan.

    So nen alten Käfer wie oben glaube ich, kaufe ich mir auch noch mal. Nur ganz bestimmt nicht bei einer Oldtimerauktion. :-)

  15. Jede Wirtschaft braucht so ein System wo es neben den Gewinnern auch Blöde gibt, die meinen, gewinnen zu können. So wie diese Araber.

  16. Was haben die Politiker nach der Pleite von Porsche nicht alles von Verboten von Leergeschäften und Kontrollen gefaselt. Allein der Gedanke, dass dieser Markt bis heute unreguliert ist und damit Leute mit viel Easy-Money, wie diese Araber, immer und immer wieder zum bedenkenlosen Zocken einlädt, wo aber nicht nur mit Geld gespielt, sondern wie bei Porsche mit Firmen und dem Schicksal tausender von Arbeitsplätzen jongliert wird, diesen Gedanken finde ich zum Kotzen. Diese Derivate gehören ausnahmslos verboten und die Zockerbuden auf der Stelle dichtgemacht.

  17. „Zum Teil fehlen uns die Produkte: Zum Beispiel den BMW X1 haben wir nicht im Portfolio“, sagte Daimler-Finanzvorstand Bodo Uebber am Donnerstag zur Begründung für den deutlichen Renditerückstand von Mercedes-Benz zu den deutschen Oberklasse-Wettbewerbern Audi und BMW.”

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/daimler-kappt-gewinnprognose-zum-teil-fehlen-uns-die-produkte-11937414.html

    Ob die Araber vielleicht doch schon mehr als nur eine Vorahnung hatten?

  18. “Zum Teil fehlen uns die Produkte” Wenn kein rumnölender Aussenstehender sondern ein Finanzvorstand Bodo Uebber genau das öffentlich einräumt, was viele schon längst wissen, daß Mercedes kaum mehr marktgerechte Autos hat und die Konkurrenz um Modelle beneidet, die sich besser verkaufen, ist das der Offenbahrungseid des Managements. Zetsche ist genau so wie Felix Magath mit einer Spitzenmannschaft und seiner falschen Premiumtaktik gescheitert. Er sollte schnellstens seinen Hut nehmen.

  19. Aktionäre resp. Teilhaber im Boot zu haben ist lästig, aus ethischer Sicht äußerst bedenklich und auf lange Sicht kontraproduktiv. Ich bevorzuge Geschäfte mit Firmen, die von einem Chef geführt werden, bestenfalls noch familiengeführt.

    Wie hoch ist eigentlich der zu erwartende Gewinn von Red Bull?

  20. Die heutigen Probleme von Daimler sind selbstverschuldet. Share-Holder-Value bei vollem Risiko statt marktgerechter Modellpolitik.

    Daimler hat 2008 nach dem mehrheitlichen Verkauf der US-Tochter Chrysler immerhin auf mehr als zehn Milliarden Euro überschüssiger Liquidität gesessen. Und weil man sich in Fotsetzung der Tradition von Schrempp, eben um das Wohl von Großaktionären mehr Gedanken macht, als um das Wohl der Traditionsmarke selbst, kam man nach der Bankkrise 2008 auf die Idee, eigene Aktien im goßen Stil zurückzukaufen. Mit dem Aktienrückkauf konnte Zetsche seine über alles geliebten Investoren steuerfrei an den Finanzmitteln teilhaben lassen, denn höhere Dividenden hätten von den Anteilseignern versteuert werden müssen, Kursgewinne je nach Haltedauer nicht.

    “Noch im September kaufte der Autobauer Daimler eigene Aktien zurück. Das hohe Eigenkapital drücke die Rendite eigenfinanzierter Investitionen, begründet damals Finanzchef Bodo Uebber die kostspieligen Rückkäufe. Insgesamt gibt Daimler 2008 rund 4,2 Milliarden Euro für eigene Aktien aus.

    Im Schnitt hat Daimler im Frühherbst 2008 fast 39 Euro pro Stück für die Rückkäufe ausgegeben. Nur ein halbes Jahr später, auf dem Höhepunkt der Absatzkrise, kann sich der Vorstand glücklich schätzen, neue Anteilsscheine mit Hilfe einer Kapitalerhöhung beim künftigen Großaktionär Abu Dhabi loszubekommen: für 20,27 Euro pro Stück, also mit einem Rabatt von 48 Prozent gegenüber dem letzten Rückkaufkurs”.

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagestrategie/aktienrueckkaeufe-nach-lehman-liefen-rueckkaeufe-schlecht/4675542.html

    Von wegen lauthals beschworener “Partnerschaft für die nächsten 50 Jahre”. Reine Verarsche für das dumme Volk. Wie man sieht, hat die Zockernummer von Zetsche & Co ja geklappt. Für den in der Not eingesprungenen Aktionär aus Dubai hat sich wie “beabsichtigt” der Deal gelohnt: Gemessen an dem Einstiegskurs steht ein steuerfreier Kursgewinn von fast 100 Prozent zu Buche.

  21. Eine Vermögensverwaltung für Family & Friends mit angeschlossener Autoproduktion.

  22. Vielleicht ist der Oberkommunist und Milliardär Wen Jiabao schon eingestiegen.

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