Kap SL brilliantrotmetallic

Noch vor 4 – 5 Jahren machten wir immer um diese Zeit Touren, meistens in die Alpen, als alle anderen Touristen schon wieder daheim waren. Beliebtestes Ziel: meistens  Rottach Egern, von wo aus man in 45 Minuten in Salzburg war, oder in umgekehrter Richtung zum Mittagessen im Spaten am Opernplatz in München, zur besten gefüllten Kalbsbrust on the World. Das war eine schöne Sache, denn selbst die guten Hotels kosteten oft nur noch die Hälfte, man konnte sich Kunstausstellungen ansehen, die Bilder meiner Lieblings-Expressionistin im Gabriele Münther – Haus in Murnau, der ich hoffnungslos verfallen bin. ohne von Besuchergruppen in Batallionsstärke den Blick auf Bilder verstellt zu bekommen und in den Geschäften in und um die Maximilianstrasse bekam man, nachdem auch die letzten zahlungskräftigen Japaner wieder zu Hause waren, richtig saftige Rabatte auf völlig unnütze Sachen, mit denen sich zumindest zu Hause dann wieder ein paar Freunde ärgern ließen.

Eigentlich wäre genau jetzt, nachdem der Sommer auch dieses Jahr zuverlässig zum Ende des Augusts die Arbeit eingestellt hat und ich heute Scheibenwischer an meinen Bürofenstern bräuchte, nur logisch, mit der ‘Pagode’ Richtung Süden zu entfliehen – aber die Kiste hat immer noch einen Motorschaden, das Gutachten ist bis heute nicht da und unser Schrauber, der aus rd. 600 Einzelteilen wieder einen Motor machen soll, kann noch nicht einmal anfangen. Das Jahr ist wie es scheint, wieder mal gelaufen. Alternativen gäbe es, aber sie machen mir und meiner Frau ganz einfach keinen Spass.

Deshalb hat mir ein ganz toller Artikel Spass gemacht, den ich heute Morgen entdeckte. 

Hier die Story  Kap SL…

Ganz ehrlich. Ich hatte nach dem Lesen da einen Moment lang eine Vision von einem Alpenpass, auf dem kein einziger Baum steht. Am Strassenrand köchelt unsere Pagode und zwei Menschen spielen Federball über ein Netz, das an der einen Seite vom Rechtsanwalt unseres Motorinstandsetzer, und auf der anderen Seite vom Motoreninstandsetzer selbst, hochgehalten wird, während er mit der freien Hand das kaputtene Thermostat auszuwechselt. Auf dem Kofferraumdeckel wartet der Kaffee und das Gebäck vom Café Jedicke in Rottach-Egern. Und nirgendwo ist ein Kommentarschloch einer Forums-Kloake was einem den Spaß verdirbt.

Mit freundlicher Lichthupe.

.

2 Gedanken zu “Kap SL brilliantrotmetallic

  1. Schöner und interessanter Bericht. Sollte man nicht glauben, das es dort offenbar so eine SL – Szene gibt. Die beschriebene Tour würde mir und meiner Frau bestimmt auch mal gefallen. Mal was ganz anderes. Besonders, wenn wir in 8 Wochen wieder anfangen, die Winterreifen draufzumontieren.

    Klaus

  2. Der erste Absatz: My Life. Vielleicht noch bei schönem Wetter im Kufflers Seehaus oder nebenan im Biergarten am Hesseloher See im Englischen Garten.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>