Tiefdruckgebiete

„Spiegel TV“ erwägt, sich von Mitarbeitern zu trennen: 40 Vollzeitstellen könnten wegfallen…” “Zudem müssten 90 Prozent der übrigen Mitarbeiter für zwei Jahre auf 10 Prozent ihres Gehalts verzichten. Sollte eine Einigung bis Jahresende nicht erzielt werden, müssten im Januar betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden. Betroffen wären 40 Vollzeitstellen…”

Sicher ist nur, dass nichts und niemand mehr sicher ist. Zeitungen wie ‘FTD’ und ‘Frankfurter Rundschau’ waren eh schon seit Jahren Patienten, die mit der Schlinge um den Hals auf der Klosettbille standen. Neben ein paar Motorsportpostillen die es in Kürze erwischt, dürfte der ‘Focus’ in den nächsten Jahren einer der nächsten ‘Großen’ sein. Der Spiegel ist da eine ganz andere Qualität. Ab jetzt sollte kein Journalist mehr beim großen Hamburger Medienschlachtschiff in Journalistenhand, den Stab über Zeitungen in Verlegerhand brechen, sich selbst sicherer fühlen als der Reparaturannehmer in der Daimler – Niederlassung, und sich gut überlegen, einen neuen Benz mit Journalistenrabatt und 36 Monate – Laufzeit –  Leasingvertrag zu kaufen.

 .

6 Gedanken zu “Tiefdruckgebiete

  1. Moin Detlef,

    im verlinkten Artikel geht es um die Produktionsfirma “spiegel-TV” und nicht um die Print- oder Online-Aktivitäten des gleichnamigen Magazins. Als Begründung wird genannt (Zitat): “Grund dafür sei der Verlust von Auftragsproduktionen wie „Lanz kocht“. Und Lanz kocht ab Jahresbeginn 2013 einfach deshalb nicht mehr, weil er mit seinem Talk und seinen Wetten ausgelastet ist.

    Als Redakteur oder freier Mitarbeiter des Spiegel würde ich mich deshalb sicher noch lange nicht auf eine Klobrille stellen… ;-)

  2. Wenn der Detlef beim Fahren im Regen auf der Autobahn auch mal die Scheibenwischer anmacht, wird er sicher wieder einen besseren Durchblick haben.

    BMB

  3. Spiegel TV und Spiegel Special waren seit 1996 die Cash-Cow der Verlagsgruppe und sind journalistisch in die normalen Redaktionen eingebunden. Spiegel TV – Reportagen werden deshalb größtenteils von Print – Jounalisten geschrieben, die zuständigen SPON-Redakteure bringen dann ein (stark verdünntes) Destilat um natürlich die Full-Storys am Kiosk verkaufen zu können. Spiegel-TV erwirtschaftete bis dato etwa ein Fünftel des Spiegel-Umsatzes von rd. 300 Mio. Euro.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>