Äppel Feierabend

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09.10.21 Apfelsaft 009_460x320_50KB 

 “Mei Gärtsche lieht direkt am Haus, des is kommod und fei; so fall ich aus de Dür enaus direkt ins Griene nei. So sitz ich oft und dräum im Gärtche ganz allaa, unner de Appelbäum und guck mer Sternscher aa.”

Das ist keine Angeberei. Es ist nur eine kleine Reality-Geschichte von eben grade. Und weil der erst vor einer Stunde frisch gekelterte Äppelsaft, ohne ein Milligramm Chemie, heute besonders gut schmeckt, ein bißchen Schleichwerbung, wo es so was noch gibt, selbstgekeltert…

Burkhardt , Erich… Frankfurter Landstr. 162, 61352 Bad Homburg… um die Egg
 
Der Herbst kann so schön sein.

..

10 Gedanken zu “Äppel Feierabend

  1. Pingback: Leere Türme « MotorBlöckchen

  2. Ei Gude wie, Detlef. Ich hoff, Du schaltest mich frei. Du hast’s echt drauf. Habe ich mal aus den Analen der ollen Agentur herausgekramt.
    Immer gut auf den Zaun aufpassen, wenn Du beim Sternschergucke bist. Wölfi

    Der Laddezaun

    Ich hab en wunderschöne Gadde,
    eingezäunt mit lauder Ladde.
    Die Ladde hörn uff kurz vorm demm Bodde,
    damit se net faul wern un net verrodde.

    Weil ich Brombeern zu pflügge hadde,
    war ich neulich in meinem Gadde.
    Und wie ich so durch die Ladde gucke,
    kimmt ener gelaufe, als wär er meschugge.

    Er kimmt immer näher, ich denk schon: “nanu”,
    der kimmt ja direkt uff mein Laddezaun zu.
    Da is er am Zaun, guckt nunder un nuff,
    ich steh mäuschenstill und denk: “jetzt paß uff”.

    Daß ich net blind worn bin, is noch e Wunner,
    denn der Kerl läßt grad vor mir die Hose nunner,
    Um sich dann ganz bedächtig zu bücke
    un sich e Mordsding aus`m Kreuz zu drücke.

    Doch eh der Sege kam von obbe,
    hab ich mei Schipp durch de Zaun durchgeschobbe.
    Ich hab dann gestande un es Lache verbisse,
    derweil hat der uff mei Schipp geschisse.
    Als der Schippenstiel sich fast verboge,
    hab ich mei Schipp schnell fortgezoge.

    Es kam prompt so, wie ich`s gedacht,
    der Scheißer wollte gucke, was er gemacht.
    Er dreht sich um, tut die Auge uffreiße
    un guckt ganz entgeistert, wo ist denn mei Scheiße?

    Erst guckt er ins Gras und dann uff sei Schuh
    un denkt, des geht doch nicht richtig zu.
    Sei Knie die wern ihm schon ganz lasch,
    er faßt an sei Kopp un dann an de Arsch.
    Und als er sich dabei die Finger verschmiert,
    da weiß er, hier is e Wunner passiert.

    Er kimmt net mehr raus aus dem Staune un Stutze,
    vor Schreck vergißt er, de Arsch abzuputze.
    Er rafft sich de Hos hoch un rennt dann fort,
    vor Angst und Graus vor dem unheimlichen Ort.

    Ich konnt an dem Tag kei Beere mehr pflücke,
    ich konnt nix schaffe, mich net recke und bücke.
    Den ganzen Tag hab ich nur gelacht,
    weil ich mit meiner Schipp e Wunner vollbracht.

    Dem Kerl hab ich dann noch nachgerufe:
    “Hab Dank – du ruchloser Kacker,
    die Schipp voll hat grad noch gefehlt uff mein Acker”.

    Ein paar Tage später – ich bin in meim Gadde,
    da seh ich am Zaun schon wieder e Schadde.
    Ich geh hin un bin von de Socke,
    tut doch da wieder der Scheißer hocke.

    Na warte, denk ich, dich will ich mal necke
    un schon bin ich hinner mei Brombeerhecke.
    Ich lauf schnell zum Stall, wo die Hiener sizze,
    um mir aus dem Nest e Ei zu stibitze.
    Dann nehm ich mei Schipp un schleich uff de Socke,
    zurück an de Zaun, wo de Scheißer tut hocke.
    Er sucht grad Papier , um de Hinnern zu puzze,
    ich denk, “paß uff, die Zeit muß de nutze”.

    Schnell hab ich ihm, des is net geloge,
    mit de Schipp die Scheiß wieder weggezoge.
    Un an die Stell, wo er vorher sei Haufe gemacht,
    leg ich das Ei ganz leise und sacht.

    Es kam auch, wie ich es mir gedacht,
    der Scheißer wollt gucke, was er gemacht.
    Er dreht sich um, tut die Auge uffreiße
    un denkt ganz entgeistert, des is doch kei Scheiße!

    Des is doch en Ei, wie`s die Hühner tun lege,
    er kann es net fasse, … doch dann tut er laufe
    un schreit: “Frau, mer brauche ken Eier mehr zu kaufe”!

    Un dann erklärt er ihr klipp und klar,
    wie das beim Scheiße am Laddezaun war.
    Sei Frau meint, daß mußt du erstmal beweise,
    en Mensch kann doch kei Ei net scheiße.

    Da sagt der Mann, na gut un schön,
    beim nächste Kacke kannstes ja sehn.
    Doch mußte warte schon bis morge,
    denn heute kann ich des net mehr besorge.

    Am annern Tag war`s dann soweit.
    Frau, ruft er, jetzt is hechste Zeit!
    Komm schnell mit deim Hut un stell en mir unner,
    sonst fallen die Eier so hart nach drunner.

    Die Frau kimmt gelaafe so schnell se nur kann,
    er hockt sich am Bodde, un fängt aach gleich an.
    Sei Arsch der tut krache, wie a Gewitter im Mai,
    doch was da rauskimmt, des is kaa Ei.

    Sie guckt in den Hut un fängt an zu schänne
    um anschließend wild in de Stubb rumzurenne.
    Se tritt ihn in Hinnern und schreit voller Wut:
    “mich haste beschisse un auch noch mein Hut”!

    Ich kann es euch sage, denn ich muß es ja wisse,
    an mei Gaddezaun hat der net mehr geschisse.

  3. Uff, das war (m)ein Fehler. Kenne ich doch.

    Lass uns schnell wieder gepflegtes Hochdeutsch schreiben. Ich kenne da einen Kölner Rechtsanwalt, der muss sich sonst morgen einen Translator installieren, um die ganzen Screenshots von heute zu verstehen.

    Detlef

  4. Folgt von der Stadt der hohen Häuser dem Fluss etwas aufwärts, und nicht lange nach dem Überqueren der Landesgrenze klingt es anders, und doch ähnlich.
    Wobei die kleine Geschichte auch so etwa zeigt, wo schon damals das Vertrauen in die Konkurrenten bei der Jagd nach dem größten Fisch nur sehr eingeschränkt vorhanden war:

    DEM JOHANNES SEI WERMCHE

    Zwä Bube angele am Mä´,
    Am erste Brückebouge,
    Da, wo des Schlachthausblut ´rein lääft,
    Da wer´n viel Fisch´ gezooge.
    Der ä, der bot e Hütche uff
    Mit ausgefranste Zacke,
    De anner ´n blanke Schtiftekopp
    Un ´n ganz dicke Backe.
    Uff ämol ruft es von de Brück´,
    »0 jesses, o Gewidder!
    Was hawwese mim Johannes gemacht,
    Was bot dann der scho´ widder?
    Hannes! Du host ja e ganz dick G´sicht!
    Hoste Hieb´ kriegt? Wors e Schnacke?
    Wie kammer nor da angele
    Mit sou ´m dicke Backe?«
    Da ruft de Bu´ mit halber Stimm´,
    Bringts Maul kaum ausenanner:
    »Da hab´ ich ja mei´ Wermche drin,
    Sunst nimmt mer se de Anner!«

    Gustav Trockenbrodt (* 10. November 1869 in Aschaffenburg) aus “Ascheberger Sprüch'”, (1900)

  5. coole sache, diese seite werde ich wohl ofters mal besuchen… soeben auf die favoriten hinzugefuegt…
    mal schauen ob sich diese seite lang gut haelt danke an den autor an dieser stelle, der sich die muehe dazu
    gemacht hat…

  6. Pingback: 06.06.2011: Ehec immun

  7. Pingback: (Wahnsinns-) Verkehr im Namen der Rose

  8. Das Hoflädchen ist leider schon seit letztem Spätsommer geschlossen. Aber wir haben ja genug Alternativen drumherum.

    Dafür habe ich heut Morgen Tränen gelacht über den “Laddenzaun”.

    Mehr davon.

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