Besser als über Berlin Tempelhof abzuschreiben

Mitunter mache ich innerlich Freudentänze, wenn ich Fotos geschickt bekomme wie diese, und wieder einmal von Martin Graf.  

Dann muss man auch mal sitzenbleiben können, nur anschauen und staunen. Jedenfalls habe ich Martin gebeten, heute hier zu übernehmen, und bitte nun um freundliche Anteilnahme am wie ich finde, gelungenen Versuch, mit tollen Fotos, Neoklassizismus pur, und wie sie nur ein Profifotograph in Verbindung mit einmaliger Kulisse so stimmungsvoll hinbekommt, uns eine kleine Foto – Geschichte vom alten Flughafen Berlin Tempelhof zu erzählen.

 

P.S. Ach ja, oben die Fotos könnt Ihr durch Klick vergrößern.

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8 Gedanken zu “Besser als über Berlin Tempelhof abzuschreiben

  1. Oh, wie durch ein Wunder habe ich mich hier heute Abend ja mal nicht gelangweilt.

  2. Als ich 2011 beim Benz Jahrestreffen dort war wimmelte es nur so von Besuchern. Das Beeindruckende der Fotos sind die menschenleeren Räume. Ich hätte mir wenigstens ein paar Fotos von Flugzeugen gewünscht. Große Klasse.

  3. Pingback: Deutscher Auto Blogger Digest vom 05.01.2013 › "Auto .. geil"

  4. Eigentlich erstaunlich, dass man in der heutigen Zeit Gebäude aus der 1000-Jährigen Zeit schön findet. Zumal hier auch ein KL bestand und später Zwangsarbeiter Bomber zusammenschraubten. Mal sehen wann einer hier Bilder von Prora reinstellt.

  5. Was hat Ästhetik in der Architektur, bei Autos und Design mit dem NS zu tun. Darf man manche Autos aus dieser Zeit deshalb heute nicht als Designikonen ansehen? Z. B. war Mercedes einer der größten Rüstungsliefernaten. Und AH’s Baumeister und Architekt Albert Speer baute nch dem Krieg ganze Städte wieder neuauf und entwickelte nahtlos bis heute mit Speer Plan. Man kann’s auch übertreiben.

    Ich kenne Tempelhof recht gut und finde die Fotos sehr eindrucksvoll.

  6. Im Umkehrschluss bedeutet das aber: es war in dieser nicht alles schlecht…

  7. @ Peter,

    es ist wohl immer die Frage, was man sehen möchte: Die einen sehen einen Flughafen in neoklassizistischer Architektur (der britische Architekt Norman Foster nannte ihn sogar “die Mutter aller Flughäfen”) – und die anderen sehen nur einen “Nazi-Bau”.

    Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Berlin-Tempelhof

    Ich persönlich finde es eher befremdlich, wenn Mitmenschen in Dauer-Anfällen von “political correctness” alles schlecht oder zumindest bedenklich finden wollen, was mit der deutschen Vergangenheit zu tun hat – und dabei zu vergessen, dass nicht Gebäude “böse” sind, sondern höchstens die Menschen, die sich (zeitweise) darin aufhalten. Einmal abgesehen davon, dass dieser Flughafen nach dem Krieg als Teil der Berliner Luftbrücke die Geschichte unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung ganz massgeblich und positiv beeinflusst hat. Nach Ihrer Logik müsste man heute auch den VW Käfer, der Nachkriegsdeutschland mobil und das Wirtschaftswunder möglich gemacht hat, als Nazi-Relikt verurteilen. Oder die US-Raumfahrt, die wesentlich auf den Erkenntnissen der deutschen Rüstungsproduktion basierte. Und natürlich die „Autobahn“.
    Eine Fotoserie von Prora könnte ich übrigens ebenfalls liefern. Diese Monster-Immobilie kann man als Relikt der Nazi- und der DDR-Diktatur sehen – oder als damals einzige Möglichkeit für -zigtausende von Menschen, einmal pro Jahr zwei Wochen Ferien zu machen; in jedem Fall als einzigartiges Architekturdenkmal.

    Mich treibt jedenfalls nicht die Sorge um, mich durch das Publizieren von Bildern solcher Immobilien als Anhänger des einen oder anderen politischen Systems verdächtig zu machen. Aber durchaus die Sorge, dass das ständige Bestreben nach politisch überkorrektem Denken und Handeln in der Masse mit der Zeit zu Gleichschaltung und Denkverboten führen könnte. Ein interessanter Link hierzu: http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001214

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