Pro Oldtimer – Maut für Umweltzonen

Bei Artikeln wie dem hier in AutoBildKlassik
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“Auch in Deutschland, wo Oldtimer bislang von der Feinstaubverordnung ausgenommen sind, sollten sie aus den Umweltzonen verschwinden – das fordert eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes…”
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kann man den vereinsmeierigen Ferengis automobiler Unkultur nur wünschen, dass sie sich nicht an ihre eigenen Ratschläge gehalten haben und all ihre Kröten zur Rettung von tausenden, vollverzinkten Schrotteimen der 80er und 90er Jahre vor der Schrottpresse, wie Audi 80, BMW 3er etc., versenkt haben.
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Vermutlich kommen aber jetzt wieder die Jammerbeiträge von Mike Hirschfeld und Peter Schneider vom Deuvet, warum die Deutschen und am besten auch gleich die, die gar keinen Oldtimer oder Youngtimer haben, zur Rettung nationalen Kulturerbes  raus aus dem ADAC den Vereinen der falschen Abkassierer  Kultugutbewahrer und dafür schärfleinzahlend rein in den Deuvet sollen, um kulturell reich zu bleiben.
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Ich bin da mehr der Meinung von Thomas Wirth. Abgesehen davon glaube ich nicht, dass Oldtimerbesitzer mit Automobilen vor 1950 – 1960, die rarer und demtensprechend teuerer sind als die Überbleibsel der sich vom ersten Ölpreisschock wieder erholten  Massenmotorisierungsära, sich von Fahrverboten in Umweltzonen erschrecken lassen. Wofür ich eintreten würde, steht oben im Titel. Punkt.
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Ähnliche Themen: hier und hier
Deuvet Bernd Meyer-Brockel.

30 Gedanken zu “Pro Oldtimer – Maut für Umweltzonen

  1. D’accord. Wer mit seinem Oldie unbedingt zum Shoppen in die City reinfahren will um dort nebenbei anerkennende Blicke der Passanten zu erhalten, wird auch eine Oldiemaut von einem Hunderter p.a. ohne Murren zahlen.

  2. Die AutoBild hatte jedenfalls ihren Artikel im Oktober, in dem sie die Daseinsberechtigung des Deuvet geschickt in Frage stellt, wohl im Wissen um die Intentionen des Umweltbundesamtes, zeitlich sehr geschickt plaziert. Starker Beitrag.

  3. Detlef schreibt:
    “…Abgesehen davon glaube ich nicht, dass Oldtimerbesitzer mit Automobilen vor 1950 – 1960, die rarer und demtensprechend teuerer sind, sich von Fahrverboten in Umweltzonen erschrecken lassen…”

    An diesem Satz sieht man so ziemlich genau, lieber Detlef, wie oberflächlich Du Dich mit dieser gesamten Thematik beschäftigst.

    Thema Fahrverbote für Oldtimer in Umweltzonen:
    Natürlich jucken die Fahrverbote in Umweltzonen niemanden, auch nicht den Oldtimerbesitzer der 50iger und 60iger Jahre…solange nicht die ganze Republik zur Umweltzone erklärt wird…
    oder……es sei denn man wohnt in einer solchen Zone!!!

    Was würdest Du wohl sagen, wenn euer Bürgermeister in Bad Homburg diese Sau durchs Dorf treiben würde?
    Alles klar? Alles klar!

    Thema Sprechblasen von Thomas Wirth:
    “.. Neue Allianzen können helfen…”
    Welche Allianzen er meint, behält er natürlich für sich – weil er sowieso nichts dazu beizutragen hat.

    Thema ADAC und/oder DEUVET:
    Bevor ein Club mit 16 Mio Mitgliedern, der kurz vor der Gründung eines Linienbusunternehmens steht, hier tätig wird, muss der Club erst einmal genau prüfen, ob die Forderung “freie Fahrt für Oldtimer” überhaupt mit seinen vielfältigen anderen Einzelinteressen vereinbar ist.
    Detlef – Vergiss es!!!

    Auf der Ebene der politischen Einflußnahme hilft nur eines:
    Stilles und zielstrebiges Arbeiten am Mann bzw. der Fraktion – und da darfst Du gewiss sein, dass macht der DEUVET, obwohl er oder gerade weil er nur 30.000 Mitglieder vertritt.

    Ergebnisse werden nicht im Vorfeld zerredet, sondern dann verkündet, wenn sie “im Sack” sind.

    Insofern ist Dein Beitrag zu diesem Thema in gewissen Sinne nur kontraproduktiv, aber aus meiner Sicht kann Dein Beitrag vielleicht auch dazu beitragen, dass die Mitglieder der NICHT DEUVET Clubs ihren Vorständen endlich Feuer unterm Hintern anzünden.

    Man kann nämlich beides sein:
    ADAC KORPORATIV und DEUVET CLUB.
    Finanziell dürfe das überhaupt kein Problem sein, wenn ich mir so anschaue, welches Eigenkapital – zusammengerafft aus Mitgliederbeiträgen – die meisten Mercedes-Benz Clubs so gebunkert haben. So zählt der z.B. der SL-Club Pagode Ende 2011 mit EUR 83.346,38 Eigenkapital noch zu den ärmeren Clubs dieser Riege.

    Ich für meinen Teil jedenfalls schäme mich nicht für den DEUVET einzutreten und kundzutun, dass es mir auch dieses Jahr wieder gelungen ist, neben den Mitgliedsbeiträgen, in kürzester Frist insgesamt 1.600,00 Euro an Spenden für den DEUVET bei den Pagodenfreunden Rhein-Main und den User der Internetplattform pagodentreff.de einzusammeln und an den DEUVET abzuführen.

    BMB

  4. Detlef,
    man unterschätze auch nicht das Gefahrenpotenzial, mit Oldtimern in Parkhäusern neben überbreiten SUV’s parken zu müssen. Also wenn schon Maut für Oldtimer, dann aber per Gesetz neben Frauen- und Behindertenparkplätzen und wenn schon nicht kostenlos, dann aber wenigstens auch reservierte Plätze für Oldtimer in der Goethestraße. :-)

  5. dann aber wenigstens auch reservierte Plätze für Oldtimer in der Goethestraße

    Da wäre so manchem mit seinem klapprigen, vierrädrigen Ersatzrollator am liebsten bis vor die Supermarktkasse fahrenden Heini bestimmt recht.

  6. Detlef,
    Du solltest dem Deuvet die aktuelle Ausgabe der Autobild Klassik “spendn” oder wenigstens den Link Deines Beitrags schicken. Das mit der Studie vom Umweltbundesamt haben die bis heute noch nicht geschnallt. Die letzte Meldung in der Webseite datiert bom 16. November :-)
    http://www.deuvet.de/

  7. Diese so genannten “Feinstaubzonen” sind sowieso ein Witz; zumindest, solange innerhalb ihrer Grenzen jeder Hausbesitzer Öl-, Kohle- oder Holzheizungen betreiben darf. Denn es gibt keinen Unterschied zwischen “gutem” Feinstaub (von wärmebedürftigen Einwohnern) und “bösem” (von Besitzern “überflüssiger” Oldtimer). Von den Mini-Laufleistungen dieser Fahrzeuge pro Jahr gar nicht zu reden.

    Da diese Auflagen von den meisten Autos mit H-Kennzeichen gar nicht erfüllt werden können, wäre ein Verbot von Oldtimern in “Feinstaubzonen” gleichbedeutend mit einer Enteignung dort lebender Menschen.

    Aber klar: Sobald irgendwo “öko” oder “Umwelt” draufsteht, wird kritiklos gejubelt. Auch und gerade von Leuten, die sich ständig “energieeffiziente” (und nicht reparable) Elektrogeräte mit einer Halbwertszeit von wenigen Jahren kaufen. Oder vor drei Jahren ihre funktionierenden Autos wegen der “Umweltprämie” weggeworfen haben…

  8. Tractionavant,
    die Zahl von Autobesitzern mit H-Kennzeichen die in UMweltzonen wohnen, ist so verschwindend gering. So wie sich die Kommunen Ausnahmeregeln für ihre eigenen Fuhrparks geschaffen haben, gäbe es für betroffene Autobesitzer bestimmt ebensolche. In der Stadt wohnen war immer schon etwas teurer. Und wer heute 200 € für eine Garage oder TG Platz bezahlen kann, wird doch für sein ach so innig geliebtes Altblech doch ein paar Euro “Maut” übrighaben.

    Das hat überhaupt nichts mit Enteignung zu tun.

  9. Am schönsten ist doch, dass die Verfechter für freie Fahrt in Umweltzonen anders wie vor Jahren jetzt keine “grünen” Sündenböcke” mehr haben, denen sie linksidelogische Motive unterstellen können. Der “Feind” sitzt in den eigenen Reihen. Owee.

  10. Um was geht es bei diesen ganzen Intentionen wohl? Richtig, die Autohersteller müssen Dank dramatisch sinkender Verkäufe in Europa Mittel und Wege finden, den Autofahrern, speziell den Deutschen, die zunehmende Kaufunlust für Neuwagen auszutreiben. Die Autoindustrie selbst macht gar keinen Hehl daraus. Man darf halt nicht nur Blödzeitungen lesen:

    http://www.pro-saubere-luft.de/

  11. Ziemlich viel Staub, den dieses kleine und gemessen am Geamtfahrzeugbestand (rd. 50 Mio.) im Promillebereich sich bewegende Völkchen von Altmetallfahrern (230.000), da mit schöner Regelmäßigkeit aufwirbelt. Und nur wegen ‘freier Fahrt in ein paar Umweltzonen’? Lächerlich.

  12. Der schon seit Jahren zu bemitleidende Deuvet und seine 30000 Mitglieder die in jedes mittlere Obeligastadion passen. Kicher. Hier, dass ist eine Lobby. 160.000 Mitglieder

    http://www.zdrk.de/

  13. Welchen Anteil haben Oldtimer an verkehrsbedingtem Feinstaub? Benziner stoßen motorseitig keinen FS aus – somit bleiben nur Reifen und Bremsen, wie bei jedem anderen (grün plaketierten) Auto auch. Dann muss eben die nächtse Aussage her: Ja, aber die Stinker produzieren ja generell mehr Schadstoffe!.

    Diese Aussage wird einfach so in den Raum gestellt und deshalb habe ich sie mal untersucht.

    http://www.ikonengold.de/cms/index.php?id=32

    Zum vergrößern auf die Grafiken klicken.

  14. Es ist schon lustig. Während sich in Europa hundettausende Beschäftigte in der Automobilindustrie berechtigte Sorgen um ihre Jobs in der Zukunft machen müssen, sorgen sich die mittelbar an der Krise beteiligten Mitverursacher um ihre lächerlichen Privilegien ungehinderter Verpestung von Innenstädten.

    Die Franzosen machen es vor. Und ich verwette meinen Hintern, genau so wie bei der Wende von der Wende beim Atomausstieg, werden die Herrschaften in Brüssel und Berlin mit der CO2-Keule das lahmende Autogeschäft schon wieder etwas ankurbeln. Kollateralschäden von ein paar tausend Oldtimern in betroffenen Umweltzonen von Städten inbegriffen.

  15. Lieber Detlef,

    mit Erschrecken muss ich feststellen, dass die Leserschaft, bzw. genauer gesagt die Schreiberlinge in Deinem Motorblöckchen sich anscheinend radikal verändert haben.

    Waren es doch ursprünglich Leute, die sich als oldtimerbegeistert, vom Virus infiziert und oldtimerunterstützend geoutet hatten.

    So sind es heute wohl überwiegend mit sich und ihren „Lebenswerken“ unzufriedene, an allem herumnörgelnde Personen, die ihren Neid auf das Oldtimerhobby anderer nur schwer unterdrücken können und die sich freuen hier als Pseudonym ihren Müll auszuschütten.
    (Uli aus S und ein paar wenige andere sind hier ausdrücklich nicht gemeint)

    Insofern werde ich mich hier zunächst einmal wieder für einige Monate als Schreiberling verabschieden, denn mit diesen Pseudofiguren vermag ich nichts anzufangen.

    BMB

  16. @Berner,
    es geht nicht um ein paar Euro “City-Maut für Oldimer”, sondern um das hysterisch-kritiklose Beklatschen immer neuer Verbote und Massregelungen, die schon lange nicht mehr sinnvoll oder nützlich sein müssen, sondern nur noch nach der Devise “ist besser so, das weiss man ja!” gestrickt werden. User “Uli aus S” hat das mit seinem obigen Link sehr schön dargelegt.

    Andere Beispiele für diese politisch korrekte “Diktatur der Fürsorge” hat Ulrich Greiner dieser Tage sehr schön in der “Zeit” beschrieben:
    http://www.zeit.de/2013/01/Rauchverbot-Diktatur-der-Fuersorge

  17. Mit der gleichen Argumentation kann mal

    1) Zigarre-Rauchen verbieten, weil sich hier das Zeug nicht in der Lunge sammelt, sondern wieder ausgepustet wird.
    2) Autos mit einem Verbrauch von mehr als 6/8/10/12 oder was auch immer Litern aus der Stadt verbannen
    3) Grillen verbieten
    4) Offene Kamine (sind ja sooo gemütlich) verbieten
    5) Sex mit einer Länge von mehr als 2 Minuten (verbraucht nur Energie, dient aber nicht der Fortpflanzung) verbieten

    Und zum Schluss bitte noch alle blöden Stadtbewohner verhaften, die am Wochenende mit ihrem ***-Mountainbike in ästhetisch-terroristischer Bekleidung mit 50 Sachen auf oder jenseits der Wanderwege durch die so genannten Nah-Erholungsgebiete brettern.

  18. “Welchen Anteil haben Oldtimer an verkehrsbedingtem Feinstaub?”

    @ Uli aus S
    Das ist doch inzwischen völlig latte. Das neue Schlagwort mit dem die EU-Bürokraten die Altautofahrer so lange zermürben werden, bis sich einen Neuen gekauft haben, heißt CO2 und da haben Altfahrzeuge, ob Oldtimer und vor allem hubraumstärkere Altfahrzeuge bis etwa 2006 mit ihrer Schadstoffbilanz ganz schlechte Karten

  19. Deuvet? Was ist Deuvet mit 30T Mitgliedern wollen die Oldtimerfahrer vertreten? Lachnummer.

    Die etwas gewichtigere FIVA (>1 Mio Mitglieder in 50 Ländern) ist eher in der Lage die Interessen der Oldtimerfahrer zu vertreten. Der ADAC (Europas größter Automobilclub) ist die Vertretung der FIVA in Deutschland.

  20. @ BMB… Bernd,

    um mal folgendes klarzustellen.

    http://www.pagodentreff.de/diskussionsforum/t4546-fahrverbote-weg-kleines-dankesch-n-f-r-deuvet.html

    Oder schon vergessen? Aber 2007 war ich trotz vorheriger, jahrelanger Dünkeleien und Selbstzermalung und anders als heute tatsächlich noch der Meinung, man müsste einen Deuvet unter die Arme greifen, bis ich dann 2008 sehen musste, wie ein Deuvet sich durch Vollschlaf quasi selbst abservierte.

    http://www.motor-klassik.de/oldtimer/adac-statt-deuvet-fiva-setzt-neue-deutsche-vertretung-ein-1105111.html

    O-Ton Peter Schneider in AutoBildKlassik 2/2013 – Seite 55: “…In den letzten Monaten haben wir festgestellt, dass die Arbeit des Deuvet großen Teilen der Oldtimerbesitzer unbekannt ist…”

    Ach ja? Ich hab mir vor Lachen fast den Kaffee auf die Tasten gespuckt. Die Wahrheit ist doch vielmehr, mit dem ganzen Theater nach dem Rausschmiss bei der FIVA und mit dem lächerlichen Versuch, mit “Strauch”dieben und deren zehntausenden Foumsmitgliedern eine Big-Number OICD aufzuziehen, und anderem Nonsens mehr, hat sich der Deuvet als schlagkräftiges Gegengewicht zum ADAC und dessen fragwürdiger Interessen in puncto Oldtimervertretung, in den Augen sehr vieler Oldtimerbesitzer einfach selbst unglaubwürdig gemacht.

    Der Deuvet hat immerhin nach den zahlreichen Austritten der großen Oldtimerclubs, mit der – autokratischen – Veroberung der kleineren, weniger bedeutsamen Clubs, noch immer recht gut Mitgliedsbeiträge generiert. Wenn sein Eingeständnis eigenen Versagens in Deutschlands auflagenstärkster Oldtimerzeitung keine Freundschen Fehlleistung war, frage ich mich allerdings, was haben er und Mike Hirschfeld die ganzen Jahre gemacht haben, mit abgehalfterten Provinzpolitkern im Bongards ausgiebigst gefrühstückt und hinterher im Büro im Meilenwerk Verdauungsschläfchen gehalten?

    P.S. Ohne Ironie, Deine ‘Rede’ hier für diesen inzwischen abgehalfterten Verein, hätte kein Guttenberg oder Brüderle besser hinbekommen.

  21. Es ist schlimm wie der Deuvet im Stil von Aldi – Sonderangebotswerbung in der Bildzeitung um Mitglieder “zu besonderen Konditionen” wirbt. Neuerdings können Youngtimerbsitzer, Einzelpersonen und sogar Nicht – Oldtimerbesitzer Mitglied werden.

    Bei den BMW Youngtimern war der Deuvet wie so oft, zu spät:
    http://www.e34-ig.de/ueber-die-ig.html

  22. Hey BMB, Meinungspolizei, guten Abend.
    Bitte um Nachweis für Berechtigung, hier auch wie im Pagodentreff nur eine Meinung gelten zu lassen, Ihre. Was haben wir hier denn falsches geschrieben? Ach so, wir haben nur nicht für den D gespendet. Alles klar.

  23. Über das Thema mit der normalen PKW-Maut die Ramsauer einführen will liest man nichts mehr. Wären da Oldtimer auch betroffen oder Ist das ganzevom Tisch?

  24. @Berner,

    der CO2-Ausstoß ist abhängig vom Benzinverbrauch und sieht eine M-Klasse/ein Cayenne gegen einen Opel Rekord alt aus.

    Wir müssen uns eben informieren. Bisher war es so, dass man bei Diskussionen nicht gegenhalten konnte. Wer die Messwerte kennt kann argumentieren – und darauf kommt es an. Dass die Oldtimervertreter (ADAC/DEUVET, etc.) eine Untersuchung durchfühern, steht leider nicht zu erwarten. Somit bleibt nur Eigeninitiative und Networking – die Social Media macht es uns aber glücklicherweise einfacher, als zu früheren Zeiten.

    Übrigens: Eberhard Weilke von Ikonengold hatte den Bericht damals Markt und Motor Klssik angeboten – kein Interesse.

  25. Ist schon lustig. Die alten Reflexe funktionieren heute genau noch so wie in den 60 er Jahren bei den “Freie Fahrt für freie Bürger” – Debatten. Dabei muss sich damals wie heute jeder der ein Auto fahren will, schließlich strikten Gesetzen, Verodnungen und Regeln unterwerfen: Straßenverkehrsordnung, Millionen von Verkehrsschildern, Geschwindigkeits- und Alkoholkontrollen, Nummernschilder, Führerschein etc. etc.

    Als normaler Autofahrer (und dazu H-Kennzeichenfahrer eines alten BMWs) fühle ich mich jedenfalls durch verschiedene Gesetze im normalen Straßenverkehr heute schon weitaus mehr gemaßregelt und ausgenommen, als durch ein u.U. drohendes Fahrverbot in Umweltzonen.

  26. Der Deuvet erntet heute bei der Masse von Oldtimerbesitzern die ihn aus früheren Jahren her noch kennen, bestenfalls ein verständnisloses Lächeln, höfliches Desinteresse und nicht selten auch höhnische Kommentare, wenn Mike Hirschfeld mal wieder mit dem Sargdeckel klappert. Seit der ADAC das Ruder in der Oldtimerszene übernommen hat, entwickelt sich der Deuvet allmählich zum Außenseiter vom Dienst.

    Neue zahlende Mitglieder ja, sehr gerne, aber ohne Stimmrecht, können auch Besitzer von Autos werden, die noch keinen Oldtimer- oder Youngtimerstatus haben sowie Einzelpersonen als Fördermitglieder. Mit dem Artikel in AutoBild haben die Redakteure Peter Schneider ins Messer laufen lassen. Es zeigt sich, die Mitglieder sind in den Augen der Vorstände nichts mehr als Stimmvieh. Obwohl fast alle Oldtimerbesitzer die gleichen INteressen haben, freie Fahrt ohne Reglementierungen und Vorschriften, stemmen sich die Altvorderen des Deuvet, wohl seit ihren Erfahrungen mit dem Aschaffenburger Kreis, mit aller Macht dagegen. Mitgliedsbeiträge? Ja, nur für was? Vertrauen? Nein, das haben die Mitglieder nicht verdient.

  27. Die von Herrn Schneider in AB bemängelte Bekanntheit und fehlendes Interesse am Deuvet zeigt nur eins, dass die Öffentlichkeit und die Szene ziemlich abgeklärt ist und selbst kein besonderes Schutzbedürfnis für 2 Millionen Altautos älter als 20 Jahre als nationale schutzwürdige Kulturgüter sieht. Der Artikel in der AB und dem von Herrn Schneider damit unterscwellig suggerierten Schutzbedarf für diese Youngtimer ist angesichts der Diskussionen um eine PKW-maut für alle Autofahrer, ein Anachronismus und Lachnummer.

  28. Pingback: Nebbich (1) Audi 80 – Bj. 1972, als immaterielles Unesco – Weltkulturerbe | MotorBlöckchen

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