VW Schwimmwagen 166 für verkrachte Existenzen

Ohne weitere Recherche nehme ich einfach mal an, dass das Deutschland der Nachkriegszeit zwar seine Probleme mit Nazi – Jägern hatte, dass aber bis heute noch nicht so richtig geläuterte Richter wie in Dresden, keineswegs eine Mehrheit in der deutschen Justiz stellen und auch der größte Teil Nazi – Devotionalen sammelnder Geldsäcke sich heute nicht mehr wie weiland der Münchener Brauereierbe Stefan S. von einem Oldtimerhändler einen ganzen Fuhrpark voller angeblicher Führer-Mercedese in seine Knallhalla stellen lässt.

“…The 3 Rifles pictured on the vehicle are not part of this auction, they are not offered for sale with the vehicle, nor can they be purchased separately. They are not for sale. They were legally obtained and they have been deactivated they are only shown for display. They will not be included with this vehicle…”

[Y]

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27 Gedanken zu “VW Schwimmwagen 166 für verkrachte Existenzen

  1. Ich schüttel bei solchen Nepperangeboten nur mit dem Kopf. Der braun-authentische Trödel liegt trotzdem bei vielen und meistens älteren Sammlern hoch im Kurs.
    Hier wurde letztes Jahr ein 166er mit einer lückenloseren Historie für 78000 € versteigert.

    http://www.dorotheum.com/auktion-detail/auktion-9497-klassische-fahrzeuge-und-automobilia/lot-1315983-1944-volkswagen-typ-166-schwimmwagen.html?no_cache=1&img=1&cHash=440f99ac8f89f238d1eb1d199b55bc8a

  2. Pingback: Deutscher Auto Blogger Digest vom 06.02.2013 › "Auto .. geil"

  3. Die Wehrmacht verwendete nach meiner Kenntnis damals keine Tarnfarbenlackierung, sondern nur einfarbig in hellbraun. Nicht nur vom Preis her zu viel des Guten.

  4. In Ergänzung zu @Peter Koszian: Auch Reifenprofil und -breite sind nicht zeitgemäss; in Ermangelung eines Ruders musste das Ding schliesslich auch im Wasser mit den Vorderrädern gelenkt werden…

  5. Wenn so ein Eimer mitten im See absäuft und vorausgesetzt man ist dort Mitglied, zahlt dann der ADAC die Bergung oder wer?

  6. Für so ein Fahrzeug braucht es einen Sporbootschein, jenachdem wo man es schwimmen lässt, See oder Binnen. Ferner sollte es, wie jedes andere Boot auch, denn ein solches ist es, wenn es schwimmt, zumindest eine Haftpflicht-Versicherung für eben diesen Zweck, haben.

    Gruß
    Willy

  7. Bei der Klassikwelt am Bodensee habe ich die Autos schon im Wasser gesehen. Ich hatte nicht den Eindruck, daß die Besitzer “verkrachte Existenzen” oder braune Nostalgiker waren. Ein Schweizer erzählte mir allerdings von einigen kennengelernten Besitzern, die ihre Touren in originalgetreuem Outfit in Wehrmachtsunifomen machen und für Touren in einsamen Gelände ohne Zuschauer auch mal das mitgebrachte H-Kreuzfähnchen am Auto angebracht haben.

  8. Ist nun mal ein Teil unserer Geschichte. Die Engländer sind da nicht so verklemmt. Die Feiern D-Day mit allem drum und drann. Auch mit Darstellern die den Deutschen Feind darstellen. Diese tragen dann auch alle die zu Uniformen und Fahrzeugen korrekten Embleme.

  9. Beim Goodwood Revival habe ich vor zwei Jahren einen Schrank von einem Mann in schwarzer SS-Totenkopfuniform gesehen, vom Stiefel bis zur Mütze originalgetreu, mit allen Emblemen. Keinen hat es gestört. Jedes Jahr fliegt dort ein viermotoriger Lancaster Bomber im Tiefflug rum. Im zweiten Weltkrieg haben genau diese Bomber für hunderttausende Tote in der deutschen Zivilbevölkerung gesorgt. Außerdem gibt es in Goodwood auch nette alte Veteranen, die den begeisterten Kids die sachgerechte Montage eines zerlegten Maschinengewehrs oder den Umgang mit dem Bajonett zeigen.

    Ich glaube der Umgang damit ist eine Frage des Kulturkreises dem man angehört und dessen, was man uns als political correct einimpft.

  10. @ Das Auge,
    daran sieht man, dass angesichts der gesalzenen Eintrittspreise in Goodwood, Bildung, Einkommen und berufliche Stellung heutzutage für eine soziale Bewertung gesellschaftlicher Gruppen mittlerweile vollkommen unbrauchbar geworden ist. Wie ichs in Erinnerung habe, ließ sich Max Mosley von Nutten in Nazi-Uniform auspeitschen.

  11. Das Auge,

    ich weiss auf die Schnelle nicht, welche Vorstellung ich schlimmer finde: eine englische Kotzfresse in SS-Uniform oder englisches Essen.

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  12. Ich hab in unserem Office in London noch nie einen mit SS-Uniform herumlaufen sehen. Also kann ich nicht mitreden. Wie immer. Nur: wenn so eine Kiste nicht echt Zustand 1 ist und irgend wo ist ein kleines Loch, hat man echt ein Problemchen :-)

  13. Hehe…

    “Der deutsche Vertriebspartner BestCon Food importiert Findus-Produkte nach Angaben des Marketingleiters Günter Wissemborski aus Schweden. Das einzige Fleischprodukt seien dabei Köttbullar, Fleischbällchen aus Schweine- und Rindfleisch, die ausschließlich an Großverbraucher geliefert würden.”

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/pferdefleisch-skandalfirma-lieferte-auch-nach-deutschland-a-882295.html

    Ich würde mich totlachen, wenn zehntausenden von I*EA – Esstheken stürmenden Billigfraß-Trollvotteln durch die Kotzbullars noch mal nachträglich einige Tage lang kotzübel werden würde.

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  14. Kleiner Nachtrag zu meiner Nazi-Sichtung in Goodwood:

    Ich weiß nicht, ob das ein Engländer war. Es könnte theoretisch auch ein Tourist gewesen sein.

    Wie man mit dem 2. Weltkrieg umgeht hat sicher auch etwas damit zu tun, ob man ihn gewonnen oder verloren hat.

  15. @ Das Auge,

    der “Größte Österreicher” aller Zeiten fand bekanntlich nicht nur 1933 eine erkleckliche Anzahl von Wählern, sondern hat, wenn ich die heutigen Reden der bierlaunigen CSU’ler lese, heute noch eine stramme Anzahl von Sympathisanten, denen der braune Glaube und Dünnpfiff bei seinem Anblick aus allen Ritzen läuft.

    Ist bei den Engländern nicht anders. Schon mal was von Oswald Mosley, dem Vater von Max Mosley und der British Union of National Socialists gehört?

    http://de.wikipedia.org/wiki/British_Union_of_Fascists

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  16. @Maxlain Man kann über den Stefan Schörghuber sicher viel erzählen und seine Geschäftsverbindung zu dem anderen Stefan war sicher keine glückliche – unterm Strich und für Schörghuber, der andere war schlicht a Depp – aber mit Nazi und Nazi-Devotionalien hatte Stefan Schörghuber nichts am Hut. Nicht ideologisch und nicht als Sammler, der er zweifellos war. Also sollte man solchen aus der Luft gegriffenen Mist auch nicht verbreiten. Und das Foto zum Artikel….

    http://motorbloeckchen.com/wp-content/uploads/10.07.24-Auto-Bild-Klassik….jpg

    …stammt übrigens von mir. Hab irgendwann im Aufräumwahn wohl mein Belegexemplar von der Bild weggeschmissen und freu mich jetzt, dass ichs hier zufällig im Rahmen einer anderen Recherche wiedergefunden habe. Dank ans Motorblöckchen ;-)

  17. Ups, wohl doch nicht. Vielleicht ist auf grund der vielen Besucher aus Spon mal wieder der Server für die Mediathek im roten Bereich.

    Es ist jedenfalls im Mirbach – Artikel der Presseaausschnitt vom 24.07.2010 – “Mirbach Süd in schwerer Krise”

    http://motorbloeckchen.com/?p=11377

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  18. Besten Dank, Detlev. Hab mir das Bild schon gesichert. Kurz aber noch zu den “Führer Mercedes” des “Brauereierben” :-) Wer sich für 770er Mercedes interessiert und auch noch in dr Lage ist, sich nicht nur EINEN vom Sparbuch zu kratzen, sondern gleich eine ganze Sammlung, der kommt an den Kisten des GröFaZ oder sonstiger schummriger Potentaten garnicht vorbei. Und der Brauereierbe hat nie besonderen Wert auf diese speziellen Exponate gelegt. Das sieht man auch daran, dass er 2006 zur Villa d’Este eben keinen 770er dieser Vergangenheit aus dem Keller zog, sondern einen sehr schönen und sehr zivilen Wagen, der von Carrozzeria Castagna aufgebaut war. Ich stell hier mal für kurze Zeit ein Video dieses Autos beim Verladen ein…

    http://www.youtube.com/watch?v=EJut47vnrOg&feature=youtu.be

    Die “anderen” Autos haben seit ihrer Anschaffung vielleicht eine Hand voll Leute gesehen. Und ein Exemplar, das – weil nicht besonders interessant – verkauft wurde, gelangte in die Hände eines durchgeknallten Düsseldorfer Oldtimer-Verkloppers (ich glaube jeder weiß, wer da gemeint ist) und erst der hat mit einer zuusammenphantasierten Story von wegen “er habe das Auto im Auftrag eines russischen Sammlers gesucht und gefunden” ein großes Tam-Tam veranstaltet. “Hitlers Mercedes” aufgetaucht! Dabei wars nur eine olle Fuhrpark-Kamelle aus der Reichskanzlei. So ein Narr. Schörghuber hätte sich nie für so einen Schwachsinn hergegeben. Der hat sich im Übrigen auch privat nicht abgehoben im Rolls bewegt, sondern im schlichten Diesel “G”. Und wenn er sich mal einen Oldtimer ausgesucht hat, um von seinem Bauernhof nach München in die Arbeit zu fahren, dann wars ein Brezel-Käfer. Beste Grüße ;-) Der Moritatensaenger

  19. Hört mal auf mit dem blöden Getue mit dem Adölfli, ich habe noch eine Büste von ihm(Künstler: Rudolf Klein)
    Es will niemand so haben wie damals aber wenn das Fressen nicht genügt,
    must du halt die Herde verkleinern und auch du fängst nicht mit deiner Familie an. Warum hatten die Deutschen nichts zu Essen? War daran vielleicht ein Vertrag daran Schuld?

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