En Volant – la Vie III

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Unser strammdeutsches Handelsblatt streicht mir heute Morgen in typischem Wirtschaftssprech wieder mal das Brötchen…

“Deutschland kann Autos, Amerika kann Internet, Spanien kann Fußball. Und Frankreich? Frankreich kann Luxus. Das Land von Kaiser Napoleon ist zwar keine Weltmacht mehr, doch es beherrscht die Welt von Status und Prestige. Frankreichs Luxuskonzerne kaufen immer mehr Marken auf. Um die letzten freien Marken – vor allem aus Italien – tobt ein wenig feiner Kampf…”  “Das Prinzip Bonaparte” beschreibt ausführlich, wie für Hermès, Dior, Louis Vuitton oder Dom Pérignon eine neue Belle Epoque begonnen hat…”

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Frankreich hat sich in Vielem nicht nur seine Natürlichkeit erhalten, wie “Gerd hier vor drei Jahren in seinem bis heute Monat für Monat einige hundert Male besuchten Gastbeitrag “En volant – la vie” schrub und mit eindrucksvollen Fotos zeigte.

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Die Franzosen können auch viel mehr, bspw. das, worauf mich gestern Abend ein alter Freund hinwies, Begeisterung wecken und was ich nicht erst seit Gabi’s Toure Auto kapiert habe, gigantisch gute Oldtimerveranstaltungen organisieren.

So gemein ist eben nur das Motorblöckchen (O-Ton eines Halbwissenden) – und so fies nur der Medienwandel – und ‘abgehoben’ ist für das, was unsere Qualitätsmedien größtenteils schreiben, gar kein passender Ausdruck mehr. Aber gut, so wie die gegen den Trend der steigenden Anzahl von Oldtimern laufende Oldtimer-Markt, die wohl auch bald das HörZu-Schicksal ereilende Auto Motor und Sport, die Motor – Klassik und Andere, sie fahren dahin.

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Dafür können hier und abseits vom bezahlten Mainstream, nicht nur die Schloss Dyck – Nichthinfahrer eine kleine ästhetische Rundfahrt mit alten Autos durch das schöne Paris machen

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7 Gedanken zu “En Volant – la Vie III

  1. Ehrlich gesagt interessiert mich das ganze Drumherum an Oldtimern nicht. Ich habe das Hobby schon seit Zeiten als der Begriff Oldtimer noch gar nicht existierte. Ich war nie auf eine Marke fixiert, in Clubs war ich nur zweimal relativ kurz – dem Maserati Club Deutschland (unter Peter Kaus, danach wurd es langweilig) und dem Ferrari Owners Club (3 Wochen, nach zwei besuchten Veranstaltungen war es mir zu blöde) Im VDH bin ich seit Jahren aus pragmatischen Gründen, Veranstaltungen hab ich da nie besucht. Foren dienen meiner Unterhaltung und haben halt den Vorteil dass man die vom Sessel aus besuchen kann.

    Ich sehe das Hobby rein individuell, mache gerne mal Ausfahrten mit 3 bis 4 Autos, fahre einmal p.a. eine Rallye mit, ansonsten besuche und veranstalte ich rein private Treffen ohne Einladung und Bericht in Medien. Hervorzuheben sind hier die rein privaten “Big Saloons on Tour” Veranstaltungen für die Jaguar MK7 bis MK9.
    Persönlich habe ich für mich festgestellt, dass mir die Teilnehmer an Jaguar Veranstaltungen deutlich sympahtischer sind und wesentlich lockerer, entspannter und weniger selbstdarstellerisch rüberkommen als die auf Mercedes Veranstaltungen. Ein Rückgang der Hype ist normal und auch gut so, so sehe ich das zumindest. Gefühlte 1000 Veranstaltungen – speziell kommerzielle – und andere “Highlights” sind einfach zuviel, da treten Ermüdungseffekte und zwangsläufige Rückgänge auf.
    Mir ist das also wurscht, ich bleibe meinem Hobby treu solange es mir Spaß macht, da brauche ich weder viele Leute dazu noch tausende von Veranstaltungen.

  2. Sehr schön. So eine Tour hätten meine bessere Hälfte und ich bestimmt auch einmal mitgemacht, wenn, ja wenn wir davon gewusst hätten. Aber wie Du berechtigterweise kritisierst, die einschlägigen Oldtimermedien schreiben vorher nichts drüber, online auch = null und so erfährt man leider erst hinterher davon, so wie hier. Dankeschön dafür.

  3. Endlich mal wieder ein Beiitrag aus der Kategorie lesenswert. Auf das “sehr” habe ich bewusst verzichtet.

  4. Moin Detlef,

    jetzt muss ich die Kollegen vom Oldtimer-Markt mal ein bisschen in Schutz nehmen: Natürlich hat auch der OM in den vergangenen 10 Jahren abgebaut: Von 150.200 verbreiteten Exemplaren im 2. Quartal 2003 auf 128.700 in 2.2013 (Quelle: http://daten.ivw.eu).

    Das ist ein Rückgang um 15% und entspricht recht genau dem allgemeinen Auflagenrückgang bei Publikumszeitschriften im selben Zeitraum (http://www.ivw.de/index.php?menuid=37&reporeid=10#publikumszeitschriften). Ein Beweis für die Unfähigkeit der OM-Leute ist es sicher nicht.

    Bei MotorKlassik waren es sogar “nur” 84.500 (2003) zu 76.300 (2013), also knapp 10%. Es wird also sicher noch eine Weile dauern, bis diese Titel “dahinfahren”. Man muss sie auch nicht ins Grab reden, nur weil ein paar Anhänger der Gratiskultur glauben, im Internet-Zeitalter gäbe es alles umsonst.

    Die Oldtimerei ist schliesslich immer noch ein ziemlich analoges Hobby… ;-)

  5. Die Franzosen sind um diese Stadt zu beneiden. Wenngleich auch der Wermustropfen von Fahrverboten für Altautos und Oldtimer über ihr hängt. Ein toller Link. Danke.

  6. Wunderschöne Fotos. Da werden sofort Erinnerungen an die Studentzeit und den 2CV wach. Ich habe noch eine CD von Edith Piaf die ich gleich mal auflege.

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