Die Stadtplaner, die Wetterfee und die Schattenmänner

2013.08.27SkylinePlaza 003

Trotz 1,6 Millionen Quadratmetern leerstehenden Büroflächen, neue, größte Pleiteimmobilie Deutschlands, in Flughafennähe? Schon fertig.

Große Firmen machen die Flatter, 100 Millionen Anleger – Eigenkapital futsch? Macht uns doch nichts, die Pokerpartie geht weiter.

Neues Wohnviertel für Reiche mit postkonstruktivistischer Karl-Marx-Allee-Betonarchitektur? Fast fertig.

2013.10.06 FFM 015-500

“So!!! muss TechnikWirtschaft”… Abschöpfung der Kaufkraft im Stadtteil Gallusviertel, mit dem höchsten Ausländer- und Arbeitslosenanteil der Stadt, mit zusätzlichen 43.000 m² Äppelfone- und Chinadreckverkaufsflächen, bis auch der letzte Hartz-IVler sein Handy mit Flatrate-Vertrag hat? Eröffnung heute.

“Seitdem das Eckhaus in der Münchener Straße, in dem Fernsehmoderatin Laura Di Salvo bereits seit 2001 wohnt, neue Besitzer hat, gibt es regelmäßig Ärger…”      “”Es geht mir darum, dass sie die Wohnung zerstören und der Stuck kaputt geht. Und scheinbar können die hier schalten und walten, wie sie wollen. Es kümmert sich keiner darum, die Bausubstanz wiederherzustellen.” Mit “die” meint Laura Di Salvo die neuen Vermieter. An die zahlt sie für ihre 88 Quadratmeter große Wohnung 890 Euro Miete. Die Eigentümer legten ihr aber den Kauf der Drei-Zimmer-Wohnung für 337.000 Euro nahe – unsaniert, versteht sich. Kenner des Viertels wissen, dass bei sanierten Wohnungen, auch im Bahnhofsviertel, bis zu 8000 Euro pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen aufgerufen werden. Der Kiez ist begehrt…”

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Es gibt noch viel zu tun: welche Mieterschutz- und Baurechtsparagraphen ändern wir und in welchem Stadtteil heben wir morgen die Veränderungssperren und Denkmalschutz auf, und genehmigen den Abriss alter Bürgervillen am Mainufer, damit Häuserspekulanten und  Schattenmänner sich nicht mit Wetter .- Feen rumzoffen müssen?

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6 Gedanken zu “Die Stadtplaner, die Wetterfee und die Schattenmänner

  1. Frommer Wunsch, Thomas. Bei dem Bauherren der abgerissenen Villa am Mainufer, handelt es sich um den Sohn eines der größten Immobilien – Pleitiers in Frankfurt der 80er Jahre, des Ex-Bankers und Immobilien-Tycoon Ali Selmi. Wie schrub grade ein Kommentator über bestimmte Exkremente, sie schwimmen immer oben.

  2. Als Zugreisender habe ich früher auf dem Fußweg vom Bahnhof zur Innenstadt zugesehen, möglichst schnell die Kaiserstraße hinter mich zu kriegen. Tagsüber. Nachts hätten mich da keine 10 Gäule hinbekommen. Und in diesem Slum kaufen Leute ETW’s für 8000 € pro Quadratmeter?

  3. Mir tun die vielen Zeitungsausträger leid, die jede Woche zentnerweise für Kleingeld die Beilagen dieser Elektronikmarktketten mitschleppen müssen.

    Die Wetterfee bewundere ich für ihre Geduld.

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