Ferrari Hospitality, gepömpst und mit Polenta

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So langsam, ja, ganz langsam befällt mich nach dem Wochenende bei den Ferrari Racing Days das Gefühl, dass die Unzahl Mehrzahl der unabhängigen Autoblogger doch mehr und mehr nur der Faszination des sich Bewegens innerhalb von etwas Exklusivem, und vor allem der Selbstdarstellung erlegen ist.

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So wie ich am Samstag bei den Ferrari Racing Days den Ferrari Vip Hospitality, mit italienischen Buffets (meine Auswahl, pochierter Lachs mit der besten Polenta seit langem – und (2mal, oder waren es 3mal? Nachschlag-Desserts vom Feinsten von einem 2 Meter Dessertbuffet) im Zelt über den Fahrerboxen, mit Blick auf ein Meer von Autos, zumeist in Ferrari Rosso, dazu einige wohl bevorzugt grauhaarige, auch nur gut situiert aussehende Bad Homburger Herren in grüner Steppjacke auffällig umkreisende

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und mit Stilettos bepömpsten Augenweiden-Minnipinnies, die mühelos mindstens zwei Vorrunden von Deutschland sucht das Supermodell schaffen würden,  und die… hüstel… wie mich mein Uraltfreund, der mich dorthin eingeladen hatte, aufklärte, für das zum Funken bringen alter Zündkerzeneinen Monat Begleitservice fast so viel kosten sollen, wie die Leihgebühr bei Ferrari für einen Formel 1 – Renner, um bei den Racing Days ein Wochenende lang ein paar Runden um den Hockenheimring drehen zu dürfen.

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Ich habe es erlebt. Nicht wie die VIP-Gäste bei Formel 1 – Rennen, die für tausende Euro pro Person, mit Abstand und nur vom Partyzelt aus über den Boxen, auf die Pit Lane schauen dürfen, sondern mittendrin, zwischen dem Heer von Mechanikern in den roten Hemden, beim Motoreinstellen, Reifenaufziehen und Betanken, wenn die Set-Ups eingestellt werden, einen ein direkt neben einen angelassener Motor anbrüllt… wo auch mal ein von waghalsigen Überholmanövern in der Sachs-Kurve abgerissener Vorderbau in wenigen Minuten ausgewechselt wird… alles zusammen, eine Wahnsinns Atmosphäre, die ich zugegeben so noch nie gefühlt hatte.

Aber was rede ich, to cut the long story short, zu den Bilderchen geht’s hier…

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Update 04.09.: Offizielle Webseite mit vielen Fotos

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7 Gedanken zu “Ferrari Hospitality, gepömpst und mit Polenta

  1. Guter Blick für grade die interessanten Kleinigkeiten und Menschen, die man sonst nur registriert und an ihnen vorbeiläuft. Deine Fotos gefallen mir echt gut.

  2. Ehrlich gesagt sind mir nach ein paar Jahren Oldtimerei, dutzenden von Oldtimerausfahrten und neue Gesichter kennenlernen, Beiträge die echten Driver wie hier in neueren Ferraris oder beim OGP auf dem Nürburgring in irgendeiner Form betreffend, lieber, als sich in Vereinen und Stammtischen selbstdarstellende, rumzoffende “Spackeria” & Konsorten”. Das hier ist Lebensfreude mit Motorsport pur und geile Fotos dazu.

  3. In diesen Kreisen Regel Nr. 1: Du mußt kein echter Millionär sein. Wichtig ist, so zu tun, als sei man einer.

  4. Meierhans,

    der Geltungstrieb ist eine menschliche Eigenschaft, die bei früheren Jungs aus der Hardselling-Branche, wie mir, naturgemäß besonders ausgeprägt. Der eine oder andere Motorblöckchen-Leser mag in diesem Blog gelegentlich einen Ausdruck dieses Triebs erkennen, möglicherweise zu Recht.

    Jedenfalls im Vergleich zum Unterhaltungs- und Spassfaktor dieses Ferrari – Rummels, vor allem aber des ausgefeilten Marketing-Konzepts, die potentielle Klientel mittendrin daran teilhaben zu lassen, wofür diese Autos gebaut sind, sie im Fahrerlager in den neuesten 458er reinsitzen zu lassen, während nebendran grade die Leichtversion den Motor anlässt um auf der Rennstrecke Vollgas zu geben, sind bei mir die gefühlten Nachwirkungen früher besuchter Eitelkeitsbedürfnisbefriedigungs-Veranstaltungen anderer Autohrsteller, wie bspw. die Präsenz von Mercedes beim OGP am Nürburgring, seit letztem Samstag, sehr weit unterhalb der Armutsgrenze angesiedelt. Das Mercedes-Benz, wie ich las, planen soll, den SLS wegen Erolglosigkeit im Verkauf, nach so kurzer Bauzeit breits wieder zu beerdigen, ist für mich kein Wunder. Mehr rationale und vor allem emotionale Glaubwürdigkeit als bei Ferrari, geht nicht.

    Immer noch begeistert.

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  5. Zu Erlkönig:
    Wieso denkst du denn das bei uns der Kühlschrank leer sein sollte? So ein Blödsinn! Ich war da, um mir ein paar schicke rote Autos anzuschauen, eine Dröhnung Motorsound abzuholen, die Challenge live zu sehen, den Ferrari mal wieder fahren und zu fotografieren. Das wars. Ein VIP Ticket brauchte ich dazu nicht und gegessen habe ich zwei Äpfel und ein Käsesandwich.
    http://www.formfreu.de/

  6. Markus,
    meinen Sie nicht, meiner humorvoll gemeinten Anmerkung etwas zu viel Ehre mit Ihrer Aufmerksamkeit zu erweisen?

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