Schwätzatronik

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“Der Unfall trifft uns alle bei Mechatronik tief ins Herz. Seit es Mechatronik gibt arbeiten alle meine Mitarbeiter mit viel Herzblut an den Fahrzeugen. Um so mehr trifft es unseren Kollegen, der diesen Unfall verursachte. Auch ich hatte Tränen in den Augen, als ich von seinem Pech erfuhr, …”

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“Wir als Mechatronik werden alles daran setzen, unserem Kunden am Ende des Wiederaufbaus ein nach allen Regeln des Handwerks instandgesetztes Fahrzeug zu übergeben. Mit diesem Blog haben Sie die Möglichkeit diesen Verlauf hautnah zu verfolgen und sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wofür unser Leitsatz steht – Perfektion, Qualität und Leidenschaft…”

Ja ja, diese Gutmenschen von Mechatronik. Und hätte der junge Fahranfänger auf seine Mama gehört und wäre nicht “routinemäßig” mit dem 300 SL – Kundenauto so unroutiniert in die Kurve gebrettert, dann hätte der Franz Rickert jetzt auch nicht so einen Quatsch über richtiges Anbremsverhalten, Leidenschaft und so, schreiben müssen.

Eigentlich wollte ich im Blog von Franz Rickert scherzhaft mit “Dööfer geht immer” kommentieren, was der aber bestimmt nie freigeschaltet hätte. Aber eine an sich clevere Marketing – Idee, mit PR – Geschwätz und Blog – Schreiben auffüllen und dazu noch Blog –  Kommentariat zusammen, sind manchmal schon höchst amüsante Bereiche.

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17 Gedanken zu “Schwätzatronik

  1. “Der Schaden beläuft sich auf mehrere Hunderttausend Euro”

    Das zahlt doch die Betriebshaftpflicht, oder nicht?

  2. “Natürlich setzen wir alles daran, solche Vorkommnisse künftig zu vermeiden. Aber wir alle machen leider Fehler, wie auch in diesem Fall, leider mit gravierendenFolgen. Entscheidend ist allerdings, daraus zu lernen.”

    Wenn die Betriebshaftpflicht gezahlt hätte würde das anders klingen. So viel Lehrgeld zahlen gönn ich keinem.

  3. Ich kenn mich da nicht so aus. Wenn jemand durch Leichtsinn einen solchen Autounfall verursacht, muss der dann den Unfall aus eigener Tasche bezahlen? Wenn ja, dürfte der junge Angestellte die nächsten Jahre von seinem Lohn über der Pfändungsfreigrenze nichts mehr sehen.

  4. ganz schön unverschämt und kleingärtnerisch, was Du den Leuten da einfach mal so, ohne jedes weiteres Wissen, unterstellst. Irgendwie hast Du ein echtes Problem mit Leuten die erfolgreich sind…………………

  5. Gerd,

    selbst große Männer reden manchmal brunzkachelblödes Zeug daher. Es heißt, der römische Kaiser Sigismund habe, als ihn jemand auf einen Grammatikfehler in einer seiner Reden hinwies, erwidert: „Ich bin Kaiser von Rom und stehe über der Grammatik“. Franz Rickert, der Sigismund (der 300 SL Restaurierer) von Pleidelsheim. So’n Lacher um 7.00 Uhr tut schon gut.

    P.S. Und was das Wissen betrifft: ich war schon in den 70ern mit Heinz Hüther und Toni Geppert befreundet und habe in deren Werkstatt in Kalbach viel Zeit verbracht und vieles über 300 SL’s gesehen und gelernt. Das waren Zeiten, als das zeitwertgerechte Herrichten solcher damals für schlappe 10.000 Mark ! zu bekommender Auto noch Reparatur hieß und Achtung, jetzt kommt mein Standardspruch, als diese selbsternannten 3-Sterne-Köche der Edelrestaurierer wie Klaus Rickert, noch dachten, Kolben seien was zu essen und wachsen auf dem Feld.

  6. gerd,
    was genau ist den unterstellt worden, oder auch nur dahergeschwätzt?

  7. “Perfektion, Qualität und Leidenschaft”. Auf deutsch: für genug Geld machen wir alles.

  8. Kompliment an Mechatronik. Was für eine akribische und selbstlose Aufarbeitung des Unfalls, der ganz Deutschland in Atem gehalten halt.

  9. ja was wurde geschwätzt?? Es wurde halt einfach nur geschwätzt, inhaltslos aber miesepetrig wie so oft, Hauptsache es gibt was zu nöhlen, klingt immer sehr verbittert auch wenn Du so gerne den Intellektuellen mimen möchtest.
    Ja ja , Detlef wen Du alles in den 60/70ern kanntest – wie heisst es so schön : je älter ich werde, um so toller war ich früher :-) Erzähl doch mal davon, als Du fast Papst (oder war es Bundeskanzler) geworden bist, und wie unheimlich erfolgreich Du warst……..

    Spaß beiseite:

    Mechatronic macht tolle Sachen, die Jungs sind hochkompetent und erfolgreich. Die Story haben sie prima verarbeitet und gleich zum Marketing für ihre Firma genutzt, ist doch toll, wenn man Schlechtem etwas Gutes abgewinnen kann. Du kannst es ja nur genau umgekehrt.

  10. Diese Geschichte wird an Mechatronik haften bleiben wie die silberne Zitrone am Triumph Spitfire. Wenn die Leute nichts über Mechatronik oder den Spitfire wissen, den SL Unfall und die Zitrone kennt jeder.
    Der Mitarbeiter von Mechatronik hat ganz einfach doppeltes Pech gehabt, einmal den Crash selbst und dann mit einem Flügeltürer. Wäre es ein Youngtimer gewesen, hätte es keinen Menschen interessiert.
    Die Flucht nach vorne, die Mechatronik angetreten hat, erfordert Mut und ist das öffentliche Bekenntnis einen spektakulären Fehler gemacht zu haben- zu dem man steht und dessen Folgen man Tip Top ausbügeln wird.
    Chapeau! Mögen sich unsere Politiker daran ein Beispiel nehmen.

  11. Nach meiner Meinung ist der Unfallgrund nicht mit den neuen Reifen und der kalten Witterung zu begründen, wie es Mechatronik im Block tut. Der Grund war wohl, wie so oft, unangepasste (sprich zu hohe) Geschwindigkeit.

    Wie Mechatronik allerdings mit dem Unfall und dessen Folgen umgeht finde ich vorbildlich und aller Ehren wert.

    Ein mit dem Kunden/Besitzer des Fahrzeugs abgestimmtes offenes Kommunizieren, das klare Bekenntnis zu den eigenen Mitarbeitern und die Dokumentation des Wiederaufbaus im Internet, da können aber Einige, quer durch Politik und Wirtschaft, noch etwas lernen.

  12. Der ganze Mechatronik – Blog ist wie in schlechter Werbung nur ein Beispiel gedankenfreier ‘PR-Sprache’ oder im Volksmund ‘Aufmerksamkeitsgesülze’ genannt. “Der Unfall trifft uns alle bei Mechatronik tief ins Herz.” Mit Verlaub Herr Rickert. Wie ich etwas eigentlich Selbstverständliches wie eine Schadenswiedergutmachung so schlipsgraderückermäßig – schnulzig für Eigenwerbung in Sachen Verantwortung und gleichzeitig Kompetenz zu verwenden versuche, ist nicht clever sondern einfach dämlich. Aber ich nehme an, so einige 300SL-Patienten haben angefangen sich zu fragen, was sollte der Mitarbeiter, der keinen blassen Dunst vom Fahrverhalten dieses Autos hat, bei der Probefahrt erkunden? Die Funktion des Zigarettenanzünders bei Schritttempo?

  13. Gogerdchen,
    dass unterschreibe ich mit.

    “Aber wir alle machen leider Fehler, wie auch in diesem Fall, leider mit gravierendenFolgen. Entscheidend ist allerdings, daraus zu lernen.”

    Schadensmanagement by Schwabenkäse. Aber immer noch besser als die Vertuschungsversuche von Daimler vor Jahren, als ein Testfahrer bei Karlsruhe mit Affenzahn eine Mutter mit Kind nötigte, quasi über den Haufen fuhr, türmte und sich bis heute nicht dafür entschuldigt hat.

  14. Wenn das alles “… nur ein Beispiel gedankenfreier ‘PR-Sprache’ oder im Volksmund ‘Aufmerksamkeitsgesülze’ …” usw. usw. ist, was hätte denn nach eurer Auffassung eine angemessene Reaktion auf den Unfall sein sollen?

  15. avus,
    so was ist einfach keine Umgangssprache. Würde Klaus Rickert in seinem Betrieb mit einem Kunden so sprechen wie es Mechatronik in ihrer Blogseite tut, würden die Leute ihm garnicht zuhören. Oder denken: „Der Rickert hat ein paar Radschrauben locker!“
    Hier gehts letztendlich nur ums Verkaufen und erfolgreiche Autoverkäufer sprechen normal mit ihren Kunden. “Stich ins Herz”. So schwafeln vielleicht Politiker vor den Särgen toter Bundeswehrsoldaten.

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