Gesunde Daimler

Krieger und Knecht_600x600_50KB

Gestern Abend habe ich da etwas gelesen, ich habe natürlich gleich meine Bewerbung an Daimler geschickt, inkl. AIDS-Test, Gehirn-Scan und Wirbelsäulen-Röntgen. Das ich hörsturzbedingt rechts etwas schlechter höre, sollte mir die Pole-Position bei einem Job sichern.

Vielleicht will sich Daimler ja auch nur neue Märkte erschließen. Gesunde Daimler – Mitarbeiterinnen  zeugen mit gesunden Daimler-Arbeitern erbgesunde Kinder, die wachsen dann im firmeneigenen Kindergarten auf. und die bauen dann später reinrassige Autos aus der Wiege des Deutschen Automobils. Und will jemand von der Konkurrenz aus München oder Ingolstadt die dann beschäftigen, muss er eine Aufzucht-Ablöse-Prämie bezahlen. Ganz wie im Fußball.

Um dieses neue Geschäftsfeld im Firmennamen zu integrieren, und damit natürlich zukünftig sicherzustellen, dass wieder verstärkt Produkte aus der Wiege des Automobils gekauft werden, würde ich vorschlagen, “Daimler” in  “Daimler – Lebensborn” umzutaufen.

Nee, dass ist nicht meine Welt, einfach nicht meine Welt. Bin ich froh, dass mir wenigstens unser Federvieh-Händler heute Morgen eine Mail geschickt hat, dass das erste nach Gans aussehende Federvieh bei ihm abholbereit hängt…

…mit dem Blog dürfte ich endgültig von der Einladungsliste auf Messeveranstaltungen gestrichen sein.

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10 Gedanken zu “Gesunde Daimler

  1. Sie haben eins vergessen beizufügen: den Spermatest. Also keine Chance für den Job.

    Hans-Werner

  2. Hans-Werner,

    nach der Kortisonhöchstdosis wäre die auf dem Biomüll gelandet.

    Detlef

    .

  3. Gut daran ist doch, dass es zum Beispiel wie es häufig passiert, verhindert, das schwangere Bewerberin beim Einstellungsgespräch etwas unwahres zu sagen.

    *kopfschüttel*

    Es hat sich nichts geändert zu damals. Die Methoden vielleicht. Früher hat man den Sklaven auf dem Markt wie Pferden ins Maul geguckt.

    Alexander

  4. Dabei dürfte der größte Teil der Bewerberinnen erst nach den Einstellungsgesprächen schwanger sein.

    Michael

  5. Ist doch nichts Neues. Als ich vor 20 Jahren Praktikum beim Daimler gemacht habe, gabs den medizinischen Eingangstest inkl. Blutabnahme auch schon – lebst für Praktis.

    Gruß

    Uli aus S

  6. Diese Blutuntersuchungen sind wohl tatsächlich schon länger die Regel. Nicht nur bei Daimler. Und man darf aufgrund sich ständig auffliegender Bespitzelungs- und Abhöraktionen bei anderen Großunternehmen getrost davon ausgehen, dass wie bei Deutsche Bank, Telekom, Bundebahn und inzwischen vielen anderen, auch bei einem Daimler und seinen angesichts eigenen Versagens und absatzflauten bedingt um Jobs, Einkommmen, gesellschaftliche Reputation und Ansehen zitternden Managern, mit der Spritze noch lange nicht Schluss ist.

    Mich schüttelt es da ganz gewaltig. Also entweder leben wir in einer Gesellschaft, dann gibt es Rechte und Pflichten, eine Gemeinschaft und Verantwortung. Oder wir leben in einem nur noch nach Profit organisierten Catch-as-catch-can-Bürgerkonzern, wo keiner mehr dem anderen traut und wo ich als im Promillebereich beteiligter Lohnsklave auch noch das Verlustrisiko zu 100% zu tragen habe, mit meiner Arbeitskraft.

    Meyerhans

  7. Worum gehts?

    Ich denke, die wollen keine Schwangere einstellen. Kann ich, als Arbeitgeber durchaus verstehen.

    Nicht verstehen – oder sagen wir besser: hinnehmen – kann ich, dass sich Schwangere überhaupt bewerben.

    In der Tat: in welcher Mit-nehm- Gesellschaft leben wir?

  8. Bitte einfügen:

    …, dass sich Schwangere, die das wider beseren Wissens verbergen, überhaupt….

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