Passgenaue Dystopie anno 2024

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Wahrscheinlichfreiefeministischemotorjournalistin, beim Anblick eines Frankfurter U – Bahn – Fahrers, ich, der eigentlich gerne mehr alte Autos bevorzugt, ohne Waschmaschinen – Einschaltassistenten.

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Je mehr man nachdenkt, wie schlimm Gurgel mit den NSA – Abschlürfern verfilzt ist, desto schlimmer liest es sich. Gurgeläppel wird Mercedesbmwaudi – Kfz – Zulieferer. Mir geht da noch ein Beitrag vom “Automobilverkäufer” durch den Kopf, was man den 60+ Altersgenossen und -innen in der dystopischen Mediengesellschaft noch alles zumuten kann. 

Update 08.01.2014:

In der FAZ schrieb einer zu dem Thema “Das Auto als ultimativer Computer” treffend:

“Mir wäre es viel lieber , wenn Batterien und Lichtmaschinen mal wieder eine vernünftige Lebensdauer erreichen würden und nicht teilweise schneller marode wären als Bremsbeläge.”

Ich ergänze die Aufzählung des FAZ-Lesers noch um “Querlenker”

.

18 Gedanken zu “Passgenaue Dystopie anno 2024

  1. Ich wundere mich nicht, dass Google ausgerechnet die deutschen Premium-Autos als Spielkonsolen ihrer automobilen Dystopien ausgewählt hat. Man scheint der kaufkräftigen Käuferschicht nicht völlig grundlos zu misstrauen

  2. Nur noch Ultraaktivisten, Zwangsbessermacher und Glückaufzwinger bei den Autoentwicklern. Früher war mit einem 124er oder 116er Benz einfach alles besser. :-)

  3. Tschuldigung. Den Schmarrn hat der Zetsche ohne mein Wissen angerichtet. Gutes Personal ist heute schwer zu finden.

  4. Tatsächlich, wie vor 126 Jahren, wieder ein Meilenstein der Automobilgeschichte! Das wird nur noch dadurch zu toppen sein, indem man zukünftig mehrere dieser selbstdenkenden Superschlitten miteinander verbindet… scheyze, gibt es ja schon seit über hundert Jahren, man nennt es Eisenbahn.

  5. Schrempp musste 2005 1,3 Millionen Autos wegen schwerer Mängel zurückrufen. Hinterher betonte er, die derzeit vom Band rollenden Mercedes-Fahrzeuge würden jetzt die beste Qualität bieten, „die wir je hatten“ und „was derzeit aus den Fabriken kommt, ist die beste Qualität, die Mercedes je produziert hat“. In der Zwischenzeit waren es wieder einige hunderttausende Benze, die dem Anspruch “Das Beste oder Nichts” nicht gerecht wurden. Wenn ich dann so was wieder lese,

    http://www.shortnews.de/id/1067955/usa-mercedes-c-klasse-hat-sicherheitsmaengel?utm_source=rss&utm_medium=auto&utm_campaign=131225

    das der Erfinder des Automobils nicht einmal in der Lage ist, einfachste Bauteile zu produzieren und einzubauen, die selbst bei einem 40 Jahre alten russischen Lada heute noch störungsfrei funktionieren, graut es mir echt.

  6. “Die gesammelten Daten im Auto nehmen zu, auch die personenbezogenen Daten”, sagt Thomas Kranig, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht. Autobesitzer sollten sich beim Hersteller informieren, welche Daten in ihrem Wagen gesammelt und welche übertragen werden.

    Bei Diensten, die nicht aus technischen Gründen benötigt werden, sollte man sich bewusst entscheiden, ob man den Datenfluss will oder nicht. Vor allem die neuen Assistenzsysteme bieten laut Kranig die Möglichkeit, ein Fahrerprofil zu erstellen, was nicht unbedingt jedem Fahrer recht ist.”

    http://www.handelsblatt.com/auto/ratgeber-service/datenschutz-im-auto-der-allwissende-blechkamerad/9283050.html

    Ich erleb grade in unserer Company wie die IT-Experten im Caré springen, weil angeblich O’zapft is oder war. Mein Handy ist 8 Lenze alt, mein Auto genau so. Und so bleibt es. Wie stünde ich übrigens vor meiner Tochter da, die ich nach Jahren endlich überzeugt habe, nicht jede neue Äppelkirmes mitzumachen?

  7. Ich fahre jetzt 35 Jahre Auto und die größte Innovation die ich mir in den letzten Jahren leistete, war vor 3 Jahren ein mobiles GPS. Aber auch nur dehalb, weil ich mich über die horrenten Preise der Neuauflagen des Shell – Atlas geärgert hatte. Das Mobilgerät mußte / wurde 3mal umgetauscht werden. Wenn ich dann in der AMS so was lese, kommt mir garantiert nie was von diesem Firlefanz in ein Auto.

    http://m.auto-motor-und-sport.de/news/mitsubishi-outlander-rueckrufe-fahrassistent-haelt-tunnelwand-fuer-ein-auto-7521241.html

  8. Ist garantiert auch nicht mein Ding. Wollte auch nur sagen: die Fotos gutgefall

  9. Wenn mal nichts zum richtig aufregen da ist, stehen wieder Klagen über das Dasein, die Schlechtigkeit der Welt, schwule Fußballer und wie hier über Showmaker wie Martin Halder im Mittelpunkt. Mir rundherum momentan zu viel schlechte Laune.

  10. Don Dahlamann war auf der CES und hat wie ich finde, einen guten und nachdenkenswerten Beitrag geschrieben…

    “…Durchaus vorstellbar, dass Versicherungen in Zukunft auch Zugriff von den Datenstrom der Fahrzeuge hat. Mercedes lehnt das zu diesem Zeitpunkt ab. Und überhaupt will man die Daten unbedingt anonym empfangen, denn man ist sich bewusst, dass es früher oder später Begehrlichkeiten geben wird. Polizei und andere Behörden werden gerne Zugriff auf die Daten nehmen, vor allem, wenn sie mit einem bestimmten Fahrer verbunden sind. Theoretisch ist es möglich, dass ein Hersteller sein Fahrzeug auch fremdsteuern und lahmlegen kann. In der Verträgen der Käufer des neuen Elektroauto “Renault Zoe” ist die Passage sogar verankert. Kann der Käufer die Leasinggebühr für das Fahrzeug nicht mehr zahlen, kann Renault das Auto über den Akku lahmlegen. Man kann jetzt schon Sicherheitsbehörden hören, die den Zugang zu einem solchen “Kill Switch” fordern…”

    http://www.dondahlmann.de/?p=24409

    .

  11. Zitat:
    “…denn man ist sich bewusst, dass es früher oder später Begehrlichkeiten geben wird. Polizei und andere Behörden werden gerne Zugriff auf die Daten nehmen, vor allem, wenn sie mit einem bestimmten Fahrer verbunden sind”
    Zitatende

    Passiert doch heute schon – und hier nur ein Fall, in dem es bekannt wurde.

    Siehe Wikipedia zu Jörg Haider:
    Zitat:
    “Nach Angaben des Leiters der Staatsanwaltschaft Klagenfurt fuhr Haider bei Nebel mit stark überhöhter Geschwindigkeit mit seinem Dienstwagen in einer 70 km/h-Zone, als er nach einem Überholvorgang gegen ein Uhr nachts von der Straße abkam, wobei der VW Phaeton unter anderem gegen einen Betonpfeiler prallte. Nach den von zwei Wolfsburger Technikern ausgelesenen Informationen des Steuergeräts, in dem die letzten 30 Sekunden gespeichert werden, lag die zuletzt gemessene Geschwindigkeit bei 142 km/h.[20]”
    Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Haider

  12. Ehrlich, ich schaffe es physisch nicht, den unzähligen Kram über die uns Autofahrer in Zukunft glücklich machenden Innovationen zu lesen. Besser kann man die Käuferschicht 60plus doch gar nicht vergraulen, oder?

  13. Bernd,

    ist doch ganz einfach: Ich mache den Zirkus nicht mehr mit.

    Was neues kommt uns entweder nur noch aus dem Bereich 4-rädriger Historiker in die Garage. Aktuell auf dem Radar, ein guter 124er Benz T-Modell (unter 150.000 km leider kaum mehr zu kriegen) oder ein neuzeitlicherer VW T2 aus grade eingestellter, brasilianischer Produktion.

    .

  14. Manches mag wirklich übertrieben sein und einiges überfordert manchen von uns. Nicht alle. Nur, wenn alle so denken und handeln würden wie Du, Detlef, würde die Menscheit heute noch auf den Bäumen sitzen.

  15. EA,

    vielen Dank für die Erinnerung. Das war mir nicht gänzlichst unbekannt. Nur sehe ich die Dinge mit meinem chronischen Klassismus gerne etwas verkürzt. So ausführlich wie Sie, wollte ich mich nicht auslassen. Sie haben natürlich teilweise recht.

    :-)

  16. Ist der ADAC bereits auf der Suche nach geeigneten IT-Fachleuten und Unterhaltungselektronikern als zukünftige Gelbe Engel?

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