Zettelkasten 23.01.2014: Voyeurism meets Exhibitionism

140123 AfE-Turm vor der Sprengung

Die Genehmigung für die Sprengung des AfE-Turms am Campus Bockenheim ist noch nicht da, da beginnt der Devotionalienhandel schon Blüten zu treiben…”     “Den besten Aussichtspunkt bietet an diesem Sonntagmorgen das 159 Meter hohe Marriott Hotel. Es liegt just außerhalb des kritischen 135-Meter-Radius und muss deshalb nicht geräumt werden. Etwa 100 Zimmer mit Turmblick könne man anbieten, sagt die Rezeptionistin. Zwei Pakete haben die Hoteliers extra für diesen Tag geschnürt: das erste umfasst eine Übernachtung für zwei Personen samt Frühstück bis 13 Uhr in der hoteleigenen Brasserie…”

Es gibt Tage, an denen ich mich wirklich frage, ob so manche Zeitgenossen noch sauber ticken?… denn es gibt für mich schon einen Unterschied zwischen medialer Berichterstattung, um Bewußtsein für Mißstände zu wecken und Sensationsgier, die sich ohne tieferen Sinn am Leid anderer Menschen oder banaler Zerstörung ergötzt.

Die Pozilei rechnet exclusive der 100 zahlenden Hotelgästen mit 40.000 Zuschauern.

 

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54 Gedanken zu “Zettelkasten 23.01.2014: Voyeurism meets Exhibitionism

  1. “Reisch zufolge waren bei der Sprengung Schäden in Höhe von 32 Millionen Euro versichert. ABG-Chef Junker hatte darüber hinaus noch für einen fünfstelligen Betrag eine zusätzliche Versicherung abgeschlossen, die die abgedeckte Schadenssumme auf 50 Millionen erhöhte. Rückblickend sei diese Investition nicht nötig gewesen, sagte er. „Aber das Risiko war es wert.“

    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/hochhaus-sprengung/sprengung-des-afe-turms-ein-truemmerfeld-bleibt-zurueck-12782144.html

    Zitat “gerd”: “Sorry, sind wohl nicht ganz dicht!! sterbende Menschen zu begaffen und eine kontrollierte Sprengung (eine Meisterleistung der Macher) zu vergleichen, ist schlicht und einfach bescheuert!”

    Herr Reisch war sich selbst wohl nicht ganz sicher, ob alles vorher von ihm so meisterlich berechnet war.

  2. Wilhelm,

    Versicherungen in solcher Höhe sind nicht freiwilig, sondern unabdingbare Voraussetzung für die Genehmigung der Sprengung.

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  3. Hi hi. Erinnert mich an die Bruchstücke von der Berliner Mauer. Frag mal nur 10 Leute von den 40.000 Gaffern, wann die gefallen ist. Wetten, dass es nur 2 – 3 wissen?

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