Verdammt schade, Herr Schad

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Ich schrub vor ein paar Tagen “Schade, Herr Schad”, aber wer kein Rückgrat hat, mir trotz zweifacher, schriftlicher Anfragen, ein paar Fragen zu beantworten, kann auch keinen Schmerz empfinden.

P1030269Heute hat mir Hubertus Baron von Westernhagen seinen überarbeiteten Erfahrungsbericht mit der Firma Schad Oldtimer Restaurierung – Bad Vilbel und mit Herrn Bernhard Schad im speziellen, und was aus seiner Sicht total schiefgelaufen ist, zugeschickt, den ich Euch nicht vorenthalten will.

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45 Gedanken zu “Verdammt schade, Herr Schad

  1. Detlef, im Pagodentreff hat sich gestern ein Neumitglied “Schad” aus Bad Vilbel angemeldet. Vielleicht antwortet er Dir ja dort. :-)

  2. Stimmt. Hat mir schon ein alter Bekannter von dort vermeldet. Herr Schad will sich bestimmt meinen Bericht über die TES-Behandlung in 2006 durchlesen, bzw. die vielen Fotos anschauen, was ohne Anmeldung nicht geht.

    http://www.pagodentreff.de/diskussionsforum/t2352-trockeneisstrahlen-i.html

    Er behauptet nämlich fälshlicherweise in seiner Webseite unter “Historie”, schon seit 2005 das Verfahren anzuwenden. Nur bis mind. Anfang 2007 hatte er keinen blassen Dunst davon. Er hat um diesen Zeitpunkt herum, das Equipment von “Rostbuster” übernommen, was ja durch ihn selbst und eine andere Webseite von ihm, belegt wird (gescreenshottet), wo er den Namen “Rostbuster” selbst heute noch verwendet.

    http://www.rostbuster.de/UnsereLeistungen/Trockeneisstrahlen/Trockeneisstrahlen.html

    Die ganze Firma und insbesondere die Person Bernhard Schad erscheinen mir inzwischen sehr suspekt. Insbesondere, wenn ich interessanterweise – und nur – auf dieser “Rostbuster” – Webseite lese,

    “…Wenn wir erkennen, daß die Arbeit unsere Möglichkeiten übersteigt, greifen wir auf erfahrene Karosseriebauer zurück, die auch komplizierteste Stahl- und Aluminiumblechteile anfertigen und einpassen können.

    Wir selbst beschränken uns in unserem Hause auf den Bereich unterhalb der Türen, für komplette Karosserie-Restaurierungen und Lackierungen arbeiten wir mit erfahrenen und zuverlässigen Meisterbetrieben zusammen…”

    http://www.rostbuster.de/UnsereLeistungen/Restaurierung/Restaurierung.html

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  3. Fremdleistungen 30.000 plus Eigenaufschlag 130 % dann können Rechnungen wie die von Sven Rießmüller mit 80.000 + schon zusammenkommen. “Mit dem kleinen Finger gehandelt, ist besser, als mit dem ganzen Arm geschafft”

  4. Auch ganz bekannte Mercedes – Restaurierer lassen “fremdarbeiten”. Zum Beispiel in Tschechien. Ein guter Karosseriespengler verdient dort für 10 Stunden / Tag rund 50,00 € und der deutsche Oldtimerkunde bekommt für dessen Arbeiten dann hier minimum 800 – 1000 € berechnet. Wenn so manche Kunden wüssten, wie sie vo den angeblichen Spezialisten für Oldtimerresto vorgeführt werden.

  5. Bemerkenswert finde ich übrigens auch, dass Kommentatoren wie ein gewisser “Aggie”, die sich hier gleich sehr weit aus dem Fenster lehnten von wegen “das kann ja eigentlich nicht sein”, “man muss auch die andere Seite hören” oder “geschieht den Leuten ganz recht, bestimmt haben sie den Auftragsumfang nicht sauber dokumentiert” seit Tagen sehr laut schweigen. Auch und gerade, nachdem bekannt wurde, dass dieser Unternehmer nicht nur die Fahrzeuge einbehält, sondern sich sogar unberechtigterweise noch zusätzliche Pfänder verschafft, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen.

    Der in Rede stehende Herr Schad hatte die Gelegenheit zur Stellungnahme; er hat sie nicht genutzt, sondern ebenfalls geschwiegen. Dabei ist “Aussitzen” spätestens seit Kanzlerbirne keine wirklich gute Idee mehr – aber vielleicht lebt man in Bad Vilbel weit genug hinter dem Mond, um nicht zu wissen, was ein Shitstorm ist. Und dass Tante Google jetzt sehr lange bei Eingabe eines Suchstrings wie “schad oldtimer bad vilbel betrug” das “Motorblöckchen” und diese Threads an oberster Stelle anzeigen wird…

  6. Herrn Schads Rechtfertigungen der Rechnungshöhe von 28000 € genauer zu erfahren, wäre interessant gewesen. So oder so, sind die 3 Erfahrungsberichte der Super-Gau für diese Firma, wobei sie nicht die einzigste Firma in der Oldtimerbranche ist, die keine zufriedenen Kunden, sondern unerfahrene Opfer sucht. Ich habe in über 20 Jahren einige kennengelernt u8nd mehr als ein Oldtimerprojekt erlebt, wo mitten während der Restaurierung der Notausschalter gedrückt werden musste.

  7. Herr Schad meldet sich einfach deshalb nicht, weil er einfach keinerlei Begründungen für derart wahnsinnige Preise liefern kann.
    Ganz sicher war er bei seinem Anwalt, der ihm geraten hat einfach die Füsse still zu halten.

  8. Vorausgesetzt, die drei Erfahrungsberichte geben die Einzelheiten objektiv wieder, sind die Geschäftsmethoden der Fa. Schad unterste Schublade. Hut ab vor den drei Schreibern. Statt falscher Scham zeigen sie Courage und helfen vielleicht anderen, Fallenstellern nicht auf den Leim zu gehen.

  9. Adel verpflichtet – und zwar zur Contenance

    Der leibhaftige Baron bemüßigt sich indessen bedauerlicherweise zuweilen einer Diktion, die sich weder für Angehörige des bürgerlichen Standes noch sich für Mitgliedes des niederen geschweige denn des höheren Adels wirklich geziemt. Er scheut auch nicht vor nur eher notdürftig kaschierten Formalbeleidigungen und völlig grundlosen Herabsetzungen zurück. Von einem „vermeintlichen Karosseriebauer und Lackierer Bernhard Schad“ zu sprechen, ist so einer der Stelle, die mein Mißfallen erregt. Es gibt bislang keinen manifesten Anhaltspunkt, daß Herr Schad nicht über die berufliche Qualifikation verfügt, derer er sich berühmt. Das gilt erst Recht vor dem Hintergrund, daß auch in diesem Fall offenbar keine Qualitätsmängel geltend gemacht werden.

    Der Streit geht also scheinbar ausschließlich um das liebe Geld und – darin sehe ich einen gewaltigen Unterschied zu den beiden bislang vorgebrachten Fällen – es ist wohl eine Auseinandersetzung zwischen zwei juristischen Vollkaufleuten. Da gelten nun einmal teilweise andere Regeln und da ist auch kein Raum für Verbraucher- oder sonstige Welpenschutzprogramme.

    Ebenso deplatziert ist die Frage: “Ist es schon aufgefallen, dass Bernhard Schad gar nicht in der Geschäftsführung seines eigenen Betriebes Schad GmbH Karosserie und Lack, ist ?“

    Ja, werter Baron, das ist bereits vor Ihrem Hinweis aufgefallen und wurde auch entsprechend – unter anderem durch mich – unter verschiedenen Blickwinkeln im Zusammenhang mit dem Beitrag von Herrn Rießmüller entsprechend gewürdigt und darf daher als bekannt unterstellt werden.

    Adel verpflichtet – und zwar zum vollständigen und sachlich richtigen Vortrag

    Und da habe ich offengestanden so meine Zweifel, ob wir hier tatsächlich im vollen Umfang von den Akteuren mit der Wahrheit bedient wurden, denn einige Angaben schließen sich einander logisch aus.

    (1) Die erste Kernaussage lautet:

    „Ich bekam es 2009 mit Bernhard Schad zu tun“,

    was bei verständiger Würdigung nur dahingehend verstanden werden kann, daß in 2009 die Geschäftsbeziehung begann – wobei offen bleibt, ob dies die Schad GmbH oder die Schad Oldtimer Restauration GmbH betrifft. Inzident kann man lediglich aus der Überschrift schließen, daß die Schad Oldtimer Restauration GmbH gemeint ist. Der Gesellschaftsvertrag dieser Gesellschaft datiert allerdings erst vom 08. Dezember 2009; die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 18. Januar 2010.

    Die vorzitierte erste Kernaussage ist losgelöst von der Frage welche Gesellschaft betroffen ist, wohl unzutreffend.

    Wenn es zutrifft,

    – daß der FAZ – Artikel im Jahre 2007 erschienen ist;
    – daß das in dem Artikel abgebildete Fahrzeug jener streitbefangene Jaguar MK 7 ist,

    so schließen sich diese drei Ereignisse einander logisch aus; mindestens eine Behauptung ist falsch. Soll es wirklich so sein, daß dieser Umstand niemanden, der hier schon Zeter und Mordio geschrien hat, aufgefallen ist? Vielleicht sollte man auch mal einfach nicht alles blindlings glauben, sondern auch mal eine Plausibilitätsprüfung vornehmen.

    (2) Wir nehmen zwar im Zuge des Berichtes regen Anteil an dem Familienalbum derer von Westernhagen, das hilft aber nicht über die Unzulänglichkeiten in der Sachverhaltsdarstellung hinweg. Dies überrascht doch insbesondere vor dem Hintergrund, daß wir von einem bestens ausgebildeten, geschäftlich erfahrenen und europaweit tätigen Geschäftsmann ausgehen müssen, der im Zuge seines Gewerbebetriebes selbst Oldtimer restaurieren läßt und sich entsprechender Kontakte zu einschlägigen Adressen berühmt. Man darf daher unterstellen, daß insbesondere vor dem Hintergrund, daß dieser Text über längere Zeit vorbereitet und anschließend redigiert und förmlich freigegeben wurde, jeder Satz mit Bedacht gewählt wurde.

    (3) Die erste Lücke im Sachverhalt tut sich unmittelbar nach der Darstellung der Begründung des Geschäftskontaktes auf. Es wird ausdrücklich berichtet, Herr Schad habe die Erstellung eines Kostenvoranschlages zugesagt. Offen bleibt, ob dieser Kostenanschlag erstellt und übermittelt wurde und mit welchem Betrag dieser für welche Arbeiten abschloß. Tauchte da womöglich bereits eine Summe von EUR 28.000,– auf?

    Interessant ist indessen die Einlassung, daß angeblich bereits vor der Erstellung des Kostenanschlages zuvor Herrn Schad mitgeteilt worden ist, daß man nicht bereit sei, „seine Preise“ bezahlen zu wollen und zu können. Offenbar war also bekannt, daß die Fa. Schad nicht zu tschechischen oder slowakischen Tarifen arbeitet. Da wundert man sich natürlich in tatsächlicher Hinsicht dann schon, daß der Wagen schlußendlich in der Werkstatt einer der Schad GmbH’s anlandet, und zwar – man ist geneigt zu sagen – mal wieder ohne schriftliche Fixierung der getroffenen Vereinbarungen.

    (4) Nach dem Stand der Dinge scheint es auch eher unwahrscheinlich, daß Herr Schad bzw. die Schad Oldtimer Restauration GmbH respektive die Schad GmbH im Jahr 2009 Novizen auf dem Gebiete des Trockeneisstrahlens gewesen wären, was entsprechende Versuche an jenem Jaguar erforderlich gemacht hätte und Herr Schad erst dabei „Feuer gefangen hätte.

    Nach der Darstellung des Herrn Kupfer wurde – durch wen auch immer – Anfang 2007 das Equipment von „Rustbuster“ übernommen. „Rostbuster“ war der im Handelsregister eingetragene vollkaufmännische Gewerbebetrieb des Herrn Beinert als eingetragener Einzelkaufmann, der offenbar einen makellosen Ruf in diesem Bereich hatte. Wenn der Gewerbebetrieb des Herrn Beinert durch eine der Schad GmbH’s übernommen wurde, dann kann der Übernehmer auch behaupten, ab dem ursprünglichen Termin in diesem Business unterwegs gewesen zu sein. Entgegen der Ansicht des Herrn Kupfer, wäre es auch nicht erforderlich, daß Herr Schad selbst über entsprechende Sachkunde verfügt. Da gilt der alte Grundsatz „Smart boy hires smarter boy to work for him“. Auch der sicherlich sehr talentierte Herr Dr. Zetsche wird bei der Daimler AG nicht alle Arbeitsgänge beherrschen und auch nicht ausführen, sondern im Zweifel auf einen der zahlreichen Mitarbeiter zurückgreifen.

    Der Vortrag des Adeligen hierzu ist daher doch eher mit ein paar Fragezeichen zu versehen. Denn was mit Trockeneisstahlen geht oder nicht geht, darüber dürfte sich bei einigermaßen lebensnaher Betrachtung Herr Schad oder seinen Geschäftsführern bereits vor der Übernahme der Fa. Rostbuster Gedanken gemacht haben, zumal Trockeneisstrahlen weder 2007 noch 2009 eine wirkliche Neuheit darstellte. Sonst wäre nicht in welcher Form auch immer der Betrieb „Rostbuster“ übernommen worden.

    (5) Ferner macht mich doch ein wenig stutzig, daß – wie auch im Falle Rießmüller – nicht dargelegt wird, was denn eigentlich zwischen den Parteien genau vereinbart worden sein soll. Es findet sich lediglich die Aussage, ein Betrag von EUR 28.000,– sei nicht vereinbart worden. Erst nach der Stellung der Rechnung wurde offenbar geltend gemacht, es sei zuvor eine „partnerschaftliche Teilung aller anfallenden Kosten und Arbeitsaufwendungen vereinbart gewesen. Was soll man sich darunter vorstellen? Teilung nach welchem Schlüssel? Unter welchem Kriterium sollte sich der Werkunternehmen überhaupt an den Kosten und Arbeitsaufwendungen beteiligen? Nach der Darstellung des Kunden ist auf Grund der gewählten Diktion auch eher wahrscheinlich, daß sich diese Abrede lediglich auf die Präsentation der Maschine aus Dänemark erstrecken sollte. Die Probearbeiten verliefen offenbar zur Zufriedenheit, denn anschließend wird der Wagen in der Werkstatt Leuthold weiter zerlegt und erst anschließend weiter gestrahlt. Auch zu dieser Zäsur schweigt sich der Auftraggeber aus. Das ist insofern auch bedauerlich vor dem Hintergrund, weil die Einlassungen des Herr Schad zu der gelegten Rechnung nicht einmal ansatzweise mitgeteilt werden.
    (6) Offen bleibt auch, welche Arbeiten durch den Werkunternehmer fakturiert wurden. Mit Ausnahme von dem Kommentator „230 SL“ hat keiner der Beschwerdeführer bislang angeboten, die Rechnung offen zu legen. „230 SL“ hat dargelegt, daß er formale Einwendungen gegen die Rechnung nicht vorbringen könne.

    (7) Inzident scheint mir indessen aus dem Vortrag auch herauszulesen sein: die Auftraggeberin anerkennt, welche Vergütung auch immer dem Werkunternehmer zu schulden. Zahlungen hat die Auftraggeberin indessen wohl auch nach eigenem Vortrag nicht geleistet und auch keine Gelder bei der Hinterlegungsstelle zu Gunsten der Werkunternehmerin hinterlegt. Wenn ich als Kunde davon ausgehe, Geld zu schulden, aber mit dem konkret geforderten Betrag nicht einverstanden bin, dann bezahle ich den Betrag, den ich als berechtigt anerkenne. Vor diesem Hintergrund kann ich allerdings die Haltung des Werkunternehmers zur Geltendmachung eines Pfandrechtes gut nachvollziehen, zumal ja auch hier im Raum steht, daß die Auftraggeberin jene slowakische Gesellschaft ist und ggf. in der Slowakei Schriftstücke zuzustellen, zu klagen oder aus einem Titel zu vollstrecken, ist aus der Sicht des Gläubigers nicht gerade erstrebenswert. Ebenso hätte die aufgezeigte versuchte Verwertung von anderen Fahrzeugen bzw. Teilen im Besitz von Dritten mit Blick auf die offenbar bestehenden familären Bindungen eine Vertiefung verdient. Da scheint mir auf den ersten Blick eher der Ball bei der Familie Leuthold zu liegen. Denn im Zweifel hat die Fa. Leuthold die Gegenstände freiwillig herausgegeben. Da wäre es schon sehr spannend gewesen zu hören, wie sich die Fa. Leuthold zu diesem Vorgang erklärt hat. Auch erfährt man nichts hinsichtlich etwaiger geltend gemachten Ansprüche gegen die Fa. Leuthold.

    (8) Ebenso bleibt im Nebel, wann denn diese Rechnung gestellt worden sein soll. Man kann lediglich auf Gund der anderen Andeutungen vermuten, daß die Rechnung vor dem Winter 2009 gelegt wurde. Wir erfahren zwar nicht, wann mit den Arbeiten begonnen wurde, aber im Verhältnis zu den sonstigen zeitlichen Abläufen wurde die Rechnung scheinbar noch relativ zeitnah gelegt. Wie auch im Falle Rießmüller klafft in der Sachverhaltsdarstellung zwischen 2009 und 2012 eine große Lücke, denn die nächste Information lautet dahingehend, daß in 2012 ein einstweiliges Verfügungsverfahren stattgefunden hat. Offenbar wurde – durch welche Gesellschaft auch immer ein -Werkunternehmerpfandrecht geltend gemacht.

    Indessen bleibt auch in der Folge offen, wer denn die Parteien dieses Verfügungsverfahrens waren und ggf. wer die Parteien des noch laufenden Verfahrens vor dem LG Frankfurt sind, welche Anträge wechselseitig verfolgt werden und in welchem Status sich das Verfahren befindet. Bereits von anderer Seite wurde in der Causa Rießmüller darauf hingewiesen, daß die zeitliche Spanne zwischen der Durchführung der Arbeiten und der Beginn der gerichtlichen Auseinandersetzung sich nicht aus sich selbst heraus im Sinne der Kunden erklärt. Wenn ich der Ansicht wäre, daß man mir widerrechtlich zwei Autos nebst sonstigen Teilen aus Drittgewahrsam herausgeholt hat, dann wäre eigentlich naheliegend mit relativ kurzen Fristen zu agieren und dann spätestens Anfang 2010 Herausgabeklage zu erheben und zumindest das Spielen der strafrechtlichen Klaviatur anzudrohen.

    Bei allem schuldigen Respekt – bislang ist kein wirklich schlüssiger Sachverhalt vorgetragen, aus dem sich die bislang teilweise gezogenen Schlüsse und Boykottaufrufe rechtfertigen lassen.

  10. Aus der Sicht des Nicht-Juristen betrachtet, ist an den drei geschilderten Fällen der Geschäftsgepflogenheiten der Firma Schad Bad Vilbel, aus Sicht der Auftraggeber, der Leser und Kommentatoren hier, vieles notwendigerweise ungerecht und dementsprechend negativ, vorurteilsbeladen und klischeehaft. Während “Sven Rißmüller” und “230SL” ihr eigenes Versagen bei Auftragserteilung erkannt haben, was nicht heißt, dass sie mit Zahlung der Rechnungen ihren Anspruch auf Rückzahlung verwirkt hätten, dauert der Lernprozess bei “Hubert Baron von Westernhagen” noch an.

    http://www.rechtsanwalt.net/rechtstipps/verkehrsrecht/der-oldtimer-unter-dem-hammer/981

  11. „Die Wahrheit zu ergründen,
    spannt ihr vergebens euer blöd Gesicht!
    Das Wahre wäre leicht zu finden;
    Doch eben das genügt euch nicht!

    (Mephisto in Goehte’s Faust)

  12. Aggie,
    zu nachtschlafender Zeit um 4.33 Uhr einen beinahe schriftsatzähnlichen Kommentar abgesetzt, fordert Respekt. Nur ging und geht es hier kaum um die rechtliche Würdigung von 3 bedauerlichen Fällen. Ob Privatleute oder Vollkaufleute ist doch shitegal. Hier sind rechtlich unerfahrene Oldtimerbesitzer, die leichtgläubig, ungenau formulierte und unlimitierte Aufträge an die Fa. Schad erteilt hatten, genau deshalb von einem finde ich, skrupellosen Herrn Bernhard Schad erbarmungslos über den Tisch gezogen worden.

  13. @Kallemann,
    04:30 mag zwar in Deutschland eine nachtschlafende Zeit sein, aber es gibt auch noch eine Reihe anderer Zeitzonen, da ist es dann gerade mal früher Abend.
    Aber losgelöst davon: bitte nicht immer die Mär der rechtlich unerfahrenen, gut- und leichtgläubige Oldtimerbesitzer. Wir reden hier nicht über die 86 jährige verwitwete Oma, die Zeit ihres Lebens Hausfrau war und der nunmehr auf einer Kaffeefahrt im Hinterzimmer einer Gaststätte auf dem flachen Land nach einer 5 stündigen Promotionveranstaltung ohne Möglichkeit des Entkommens bei Schweinebraten und Klos mit Soß’ eine Thermoheizdecke für 4.000 Euro verkauft wird. Einer der Protagonisten ist nach eigenem Bekunden Investmentbanker, der berufliche Hintergrund von “230 SL” ist mir nicht bekannt, er vermittelt aber auch nicht den Eindruck der Unerfahrenheit, und der Baron befaßt sich gewerblich mit der Restaurierung von derartigne Fahrzeugen und legt Wert darauf auch mit seinem übrigen Geschäften erfolgreich europaweit tätig zu sein.
    Und schlicht vor diesem Hintergrund vermag ich die Bewertung, hier seien Kunden “erbarmungslos” bzw. gar “skrupellos” “über den Tisch” gezogen worden, nicht nachzuvollziehen.

  14. so, wie sich Anonymus Aggie da reinhängt, scheint er ja was mit Schad zu tun zu haben, aus reiner Rechthaberei schreibt keiner solche ellenlange Ergüsse :-)
    Also Aggi, wenn Du für ernst genommen werden willst, lüfte mal Dein Pseudonym oder erzähl’s weiter Deinem Friseur. Mir ist das zu blöde, mich mit dem Geschreibe eines noname zu beschäftigen.

  15. Was (auch) mich an den ellenlangen Rechtfertigungstiraden eines @Aggie stört: Es geht vielen heute gar nicht mehr um geschäftlichen oder zwischenmenschlichen Anstand, sondern nur noch um die Frage “Lässt es sich mit Hilfe eines schlitzohrigen Winkeladvokaten anschliessend juristisch irgendwie rechtfertigen?” Ein zufriedener Kunde ist für viele Unternehmer kein Wert mehr, auf den sie stolz wären; sie agieren vielmehr nach der Devise “wofür brauche ich zufriedene Kunden, die gerne wiederkommen, wenn ich jeden Tag neue Kunden verarschen kann?”

    Auch im Fall eines bekannten deutschen Fussballmanagers wollen viele derzeit gar nicht die Unsäglichkeit seiner millionenschweren Steuerhinterziehung diskutieren und auch nicht die Unverschämtheit gegenüber der Gemeinschaft der Steuerzahler, sondern nur die Frage der “Strafbefreiung durch Selbstanzeige” oder die Aufrechnung irgendwelcher (angeblicher) Wohltaten des Herrn H. mit den von ihm hinterzogenen Steuern.

    Für die @Aggies dieser Welt zum Mitmeisseln: Es geht nicht darum, dass man einen offenkundigen Beschiss juristisch irgendwie geradebiegen kann und auch nicht um ein “selber blöd, wenn der Kunde nicht nachfragt.” Wenn solche Werte in Ihrer Welt keine Rolle spielen: Schade für Sie…

  16. Hallo nochmal.

    Ich darf hier die Begriffe wie “Wucher” und “Sittenwidrigkeit” ins Gespräch bringen. Beides ist laut BGB verboten und steht unter strafrechtlicher Verfolgung. Ich empfehle sich bezüglich dieser beiden Begriffe schlau zu lesen.

    Das trifft hier eher zu und ist greifbarer als “skrupellos” und “erbarmungslos”.

    Ich denke aber bei allen genannten Begriffen liegt folgender Sachverhalt zu Grunde: Das vorsätzliche Ziel der übermäßigen Bereicherung.

    Der berufliche Hintergrund der Betroffenen spielt dabei im Grunde eine untergeordente Rolle. Ich habe leider keine Ahnung ob man ein zwei Jahre altes Geschäft wegen Wucher anfechten kann…

    § 138; Sittenwidriges Rechtsgeschäft; Wucher

    (1) Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig.

    (2) Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.

    Wucher ist in Deutschland für bestimmte Fälle auch unter Strafe gestellt. § 291 StGB sieht für das Vergehen des Wuchers Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor, in besonders schweren Fällen Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Wucher ist ein Offizialdelikt, der von der Staatsanwaltschaft von Amts Wegen verfolgt werden muss.

    Es reicht also offensichtlich einen Strafantrag bei der Polizei zu stellen und die MUSS die Hunde von der Leine lassen. Oder irre ich?

    Beste Grüße.

  17. So vogelwild, wie es hier durcheinander geht, haben einige Kommentatoren wohl Schwierigkeiten den Überblick zu bewahren.

    Eine meiner einleitenden Bemerkungen in Sachen Rißmüller war, daß ich keinen der Protagonisten persönlich kenne. Ich sitze hier rund 10.000 km vom Ort des Geschehens entfernt in meinem Elfenbeinturm. Ich blicke unparteiisch und unvoreingenommen gen Osten und habe dabei eine zugegebenermaßen für manche sehr unangenehme Eigenschaft: ich nehme die Leute zunächst bei deren Wort und sowohl im Falle des Herrn Rißmüller wie auch des Adeligen stützt der bislang vorgetragene Sachverhalt eben nicht den erhobenen Vorwurf. Da fehlt es eben an der Schlüssigkeit.

    Ich bin weit davon entfernt, irgendwelches Verhalten eines Herrn Schad oder einer der Schad GmbH’s zu rechtfertigen. Ich verwahre mich auch dagegen in dieses Lager gestellt zu werden. Meine Aussagen zur Umsatzsteuerproblematik im Falle „230SL“ oder auch die Einschätzung des FAZ – Artikels sind sicherlich nicht im Interesse des Herrn Schad oder einer dieser Gesellschaften.

    Insbesondere den Kommentatoren „gerd“ und „TractionAvant“ scheint diese zuweilen notwendige innere Distanz aber zu fehlen. Es interessiert augenscheinlich nicht so sehr, was wirklich passiert ist, denn dies könnte ja möglicherweise ein sorgsam aufgebautes Vorurteil ins Wanken bringen. Da scheint man eher Allgemeinplätzchen und holzschnittartigen Betrachtungen à la BILD-Zeitung den Vorzug zu geben.

    Da von „230SL“ nun der Ansatz zur Sittenwidrigkeit und Wucher gekommen ist, ein paar Bemerkungen dazu.

    Ist ein Rechtsgeschäft wegen Sittenwidrigkeit nichtig, so bedarf es keiner Anfechtungserklärung der auf den Vertragsschluß gerichteten Willenserklärung. Wenn ein Vertrag auf Grund der Wertung des Gesetzes schon anfänglich nicht zustande gekommen ist, gibt es auch nichts nachträglich durch Anfechtung aus der Welt zu schaffen.

    Der Abschluß eines Vertrages zum Trockeneisstrahlen gegen Vergütung ist dem Grunde nach nicht nach § 138 Abs. 1 BGB oder § 134 BGB nichtig. Er wäre allerdings sittenwidrig, wenn – wofür wir gegenwärtig keinen Anhaltspunkt haben – eine Schwarzgeldabrede getroffen worden wäre. Wer allerdings als Kunde einem Werkunternehmer Schwarzgeld bezahlt, kann nachher nicht erfolgreich vor Gericht unter Hinweis auf die Sittenwidrigkeit des Grundgeschäftes sein Geld zurückfordern. Das steht liebevoll verklausuliert im § 814 BGB.

    Wucher im Sinne von § 138 Abs. 2 BGB wird oft behauptet, liegt aber selten wirklich vor. Man muß die Vorschrift sehr genau lesen. Es reicht eben gerade nicht aus, eine Preisvereinbarung zu treffen, die am oberen Spektrum angesiedelt ist. Zunächst einmal muß die Ausnutzung einer Zwangslage gegeben sein. Eine Zwangslage liegt nur dann vor, wenn dem Kunden ein schwerer Nachteil dadurch droht, wenn der Werkunternehmer die Erbringung der Leistung von einer überhöhten Vergütung abhängig macht. Schon hier wird es in tatsächlicher Hinsicht ganz eng. Es gibt eine Vielzahl anderer Restaurierungsbetriebe, die eine vergleichbare Leistung anbieten. Da gab es auch keinen unmittelbaren Entscheidungsdruck bei Auftragserteilung. Es droht dem Kunden also kein schwerer Nachteil, wenn die Leistung nicht durch den Unternehmer hier und jetzt erbracht wird. Um es mal etwas praktischer zu fassen: der einzige Schlüsseldienst im Umkreis, der mitten in der Nacht bei minus 15 Grad einer Mutter mit zwei Kleinkindern im Schlepptau 1.000 Euro für das Öffnen der zugefallenen Haustüre abnimmt, der nutzt eine Zwangslage aus und da wird man dann auch mit Aussicht auf Erfolg den § 138 Abs. 2 BGB bemühen können.

    Auch mit den anderen Tatbestandsalternativen sieht es nicht viel besser aus: Unerfahrenheit wird üblicherweise als Mangel an Lebens- und Geschäftserfahrung definiert. Fehlende Rechtskenntnisse oder fehlendes Wissen in einer Spezialmaterie fallen nun mal nicht darunter. Paradebeispiele sind vielmehr Vertragsabschlüsse durch Jugendliche, Alte und Personen mit geistigen Beschränkungen. Gerade Investmentbanker, die sich gerne als die Krone der Schöpfung verstehen und täglich mit Phantastilliarden hantieren, und Geschäftsführer multinational agierender Unternehmen im gleichen Geschäftszweig dürften mit einer Argumentation über die vorgebliche Unerfahrenheit eher für ungewollte Heiterkeitsmomente in einem Gerichtssaal sorgen.

    Nicht viel anders sieht es mit der Alternative des fehlenden Urteilsvermögens aus. Dies würde nämlich im Kern bedeuten, daß der Kunde keine Vorstellung vom Inhalt des Rechtsgeschäftes hat. Das wird wohl auch niemand hier ernsthaft behaupten wollen.

    Bleibt noch als Alternative die erhebliche Willensschwäche auf Seiten des Kunden. Eine derartige Person kennt zwar üblicherweise die Rahmenbedingungen des Geschäftes, kann sich aber wegen psychischer Defizite nicht sachgerecht verhalten. Dann müßte Herr Schad erkannt haben, daß diese Kunden dem inneren Zwang unbedingt ihr Auto durch dieses Unternehmen trockeneisgestrahlt zu bekommen, nicht widerstehen konnten.

    Die Hürden, die es für den Wuchertatbestand zu überspringen gilt, sind also doch relativ hoch und gereichen denen, die ihn geltend machen, nicht unbedingt zu einem Ansehensvorteil. Der Wuchertatbestand ist nicht unbedingt das probate Mittel der Wahl um sich von einem nachträglich als nicht vorteilhaft erkannten Geschäft zu lösen. Der Weg ist auch nicht ohne Risiko und man sollte die Grundsätze der Logik dabei nicht ganz außer acht lassen: wer Wucher behauptet, der muß zugleich vortragen, daß die Preise, die Schad wucherisch abgerechnet hat, auch zunächst vereinbart waren. Dieses Schwert ist zweischneidig. Im Falle, daß der Wuchertatbestand nicht greift, ist damit der Weg über die möglicherweise niedrigere angemessene übliche Vergütung des § 632 Abs. 2 BGB verbaut, die dann eingreifen würde, wenn keine der Parteien ihre Version der Vergütungsvereinbarung prozessual beweisen kann.

    Und wer im Zuge einer Strafanzeige den Wuchertatbestand geltend macht, sollte seine Worte mit Bedacht wählen, insbesondere den Sachverhalt hinsichtlich aller Umstände vollständig und richtig darstellen. Denn ansonsten kann das auch mal böse ins Auge gehen, nämlich dann wenn auf einmal die förmliche Mitteilung der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachtes der falschen Verdächtigung im eigenen Briefkasten liegt.

  18. Aggie the Judge?

    Positiv gemeint, weil sehr aufschlussreicher Kommentar, der vielleicht auch dem Herrn Baron v. W. hilft, sein Problem mit der Fa. Schad mit klarerem Kopf anzugehen. Das ich persönlich als jur. Laie, Herrn Schad für den Typus wegelagernder und auf ahnungslose Beute lauernder Oldtimerrestaurierer halte, darf doch trotzdem gesagt werden, oder?

  19. Oooch Aggie, irgendwie klingen Sie ein bisschen wie die Foristen, die seit Tagen landauf, landab mit mehr oder weniger grossem (“juristischem”) Sachverstand zu begründen versuchen, warum das Hinterziehen von Millionen von Steuern lässlich sei, wenn man sich an anderer Stelle grosse Verdienste um den Fussball erworben, bei den eigenen Finanztransaktionen den Überblick verloren und im übrigen ja rechtzeitig eine Selbstanzeige gestellt habe.

    Lassen wir den Hoeness und die alten Autos der Investmentbanker mal beiseite und stellen uns vor, dass jemand einfach eine vernichtende Kritik über ein Restaurant in ein Bewertungsportal schreibt: Portionen zu klein, Pommes labberig, Ober unfreundlich, Empfehlung: Nicht hingehen! Jetzt kommt ein @Aggie und wirft sich – gefragt oder ungefragt – für den Restaurantbesitzer ins Zeug: Ein “Boykottaufruf” ginge ja gar nicht und wäre am Ende sogar justiziabel, denn der Gastronom habe in seiner Speisekarte weder eine bestimmte Portionsgrösse noch knusprige Pommes noch einen freundlichen Ober versprochen, und wenn man auf diese Dinge Wert lege, hätte man das vorher explizit mit dem Gastronomen vereinbaren müssen…

    To make a long story short: Ich weiss nicht, was Sie in Ihrem 10.000 Kilometer weit entfernten Elfenbeinturm tun; es ist mir auch egal. Ich selbst bin jedenfalls im Journalismus zuhause und kann ziemlich genau sagen, was unter die Freiheit der persönlichen Meinungsäusserung fällt, wo die Grenzen zur unzulässigen Schmähkritik liegen und wann sie überschritten werden. Das ist vorliegend nicht einmal ansatzweise der Fall, und der in Rede stehende Oldtimer-“Restaurator” tut aus seiner subjektiven Sicht (und vermutlich auf anwaltlichen Rat) deshalb gut daran, die Dinge auszusitzen statt die ihm gegebene Gelegenheit zur Stellungnahme zu ergreifen. Denn sein Geschäftsgebaren kann er hier so wenig rechtfertigen wie der o. a. Gastronom die Verwendung von Gammelfleisch. Auch nicht mit der Begründung, es sei ja niemand krank geworden. Und “wegklagen” könnte er die öffentliche Beschreibung seines Geschäftsgebarens und die damit zusammenhängende Verwendung des Begriffs “Wucher” schon gar nicht.

    Insofern ist es der relativ beste Rat, auf neue, andere und hoffentlich dumme Kunden zu hoffen, die an das Märchen vom immer wertvoller werdenden Garagengold glauben – und dieses “Geschäftsmodell” dadurch zu schützen, dass man in den hier beschriebenen Fällen die Büchse der Pandora geschlossen hält.

  20. Blick doch anstelle nach Osten nach Westen noname aggie, das wäre eine angenehme Eigenschaft, weiter als die 5.Zeile hab ich dann auch gar nicht mehr gelesen, ist mir zu langweilig das oberlehrerhafte Geschreibsel.

  21. @Thomas T
    Diese letzte Aussage würde ich zumindest nicht tätigen, da es eben nicht nur eine Meinungsäußerung ist, sondern eben auch gegenwärtig nicht beweisbare Tatsachenbehauptungen enthält.
    @TractionAvant
    Zu Herrn Hoeness äußere ich mich nicht, da ich vom Steuerrecht nicht genug verstehe.
    Auch wenn es Journalisten nicht gerne hören: Meinungsäußerung und Schmähkritik einerseits sowie Boykottaufruf oder falsche bzw. nicht erweislich wahre Tatsachenbehauptungen sind eben unterschiedliche Paar Stiefel und folgen eben unterschiedlichen, zwischenzeitlich sehr fein zisielierten Regeln, und zwar sowohl in zivilrechtlicher wie strafrechtlicher Hinsicht.

    Und wie so oft im Leben: der Ton macht die Musik.

    Solange sich die Restaurantkritik in dem genannten sprachlich sachlichen Rahmen hält, wäre sie unproblematisch. Würde indessen grundlos behauptet, die Speisen seien für den menschlichen Verzehr ungeeignet und anstelle von Speisefett würde man sicherlich gebrauchtes Motorenöl zum Frittieren verwendet, dann wird’s halt problematisch.

    Welche Strategie Herr Schad oder die diversen Schad GmbH’s im Zusammenhang mit Herrn Rießmüller oder dem Unternehmen des Baron verfolgen – keine Ahnung. Unterstellt, man nimmt dort die hiesige Diskussion zur Kenntnis, dann bin ich mir allerdings ziemlich sicher, daß man die Steilvorlage durch den falschen Vortrag des Baron hier im Verfahren vor dem LG Frankfurt sicherlich zu nutzen weiß. Nichts zerstört die Glaubwürdigkeit einer Partei im Prozeß so nachhaltig wie nicht glaubhafter bzw. falscher Sachvortrag respektiver wechselnder Sachvortrag.

    Ich bin jedenfalls gespannt, ob man zeitnah etwas über den Ausgang dieses Verfahrens lesen wird. Allein die Verfahrensdauer legt jedenfalls die Vermutung nahe, daß die Sache für die solowakische Klägerin nicht glatt durchläuft, sondern auch nach der Ansicht des Gerichtes an dem wohl geltend gemachten Zurückbehaltungsrecht / Pfandrecht des Werkunternehmers “etwas dran” ist. Es sollte mich nicht allzu sehr wundern, wenn man gegenwärtig dabei ist den Wert der Leistungen des Werkunternehmers durch ein Sachverständigengutachten zu ermitteln.

  22. Wenn ich den ganzen Ausführungen von Aggie folge, sollte man bei den Summen um die es hier schnell gehen kann, ganz egal zu wem man geht, Restaurierungsvorhaben am besten vertraglich fixiert bei einem Notar beglaubigen lassen

  23. Um hier verschiedene Missvertändnisse aufzuklären, habe ich Herrn Kupfer heute gebeten, meinen Beitrag entsprechend zu ergänzen.

    P.S. Sehr geehrter Aggie, da Sie nicht aus dem Adel entstammen, bitte ich Sie höflichst, mich nicht belehren zu wollen, wie sich der Adelige zu verhalten hat. Sie haben schlichtweg keine Erfahrungen, sondern lediglich Vorstellungen davon.

  24. hvwest,
    Ihre Katze macht auf den Fotos nicht den Eindruck als hätte sie eine komplette Neulackierung gebraucht. Warum also überhaupt so eine Aktion?

  25. Zunächst einmal danke für diese anregenden Beiträge über die Firma Schad. Das muss man auch erstmal drauf haben, sich regelmäßig Hals über Kopf in den Morast hinter den Kulissen dieses schönen Hobbys zu stürzen. Auf der Retro Classics in Stuttgart in Halle 1, gleich wenn man reinkam rechts, hatte der Oldtimer-Fachanwalt Eckert aus Heidelberg seinen Messestand. Wohl nicht ohne Grund. Es muss wohl sehr viel mehr Betroffene als die 3 Herren geben, die hier ihre Erfahrungen schilerten, die juristichen Beistand benötigen.

  26. Pingback: Schade – bei SCHAD wäre das nicht passiert : Oldtimer-Erfahrung

  27. “Folgende Frage:

    Was würdet ihr in diesem Zuge mitmachen lassen bzw. was ist sinnvoll? Es gibt folgende Optionen:

    Nur Unfallschaden beheben und gut

    zusätzlich) Komplettlackierung. Kostenvoranschlag für den restlichen Wagen inkl. einiger Blecharbeiten am Rest des Wagens (z.B. neues Heckblech und neue Kotflügelspitzen hinten): ca. 15.000 Euro

    zusätzlich) Neues Verdeck / Einstellung Verdeckgestänge und Seitenscheibenführung sowie Dämmung und Teppich neu. Kostenvoranschlag: 7.000 Euro

    Ich hallte beide Punkte eigentlich für sinnvoll, da man wahrscheinlich sieht, wenn der vordere Teil gemacht ist und ab den Türen die Sachen eben nicht.

    Was meint ihr?”

    http://www. pagodentreff.de/diskussionsforum/t12721-gro-e-fass-meinungen.html

    Solange immer noch solche Naivlinge draußen herumlaufen, brauchen sich Leute wie Herr Schad und andere Bauernfänger keine Gedanken wegen einem Beitrag wie diesem zu machen.

    __________________________________________________________
    Edit: Wer den Link öffnen will. Leerzeichen am Anfang hinter “www.” entfernen

  28. Warum nur, hab ich bei oben verlinktem Beitrag den Eindruck, dass es sich um einen professionellen PR-Text handelt, Herr Schad?

    Sowas muss man schon cleverer aufziehen, wenns keiner bemerken soll.

  29. @uli

    habe ohne kommentar verlinkt, und im kommentar den artikel aus motorbloeckchen gegengesetzt. die kommentarfunktion wurde im blog leider ausgeschaltet.
    ist sicherlich eine pr-aktion seitens schad, allerdings wer den artikel im motorbloeckchen kennt, für denjenigen ist die artikelbezeichnung sehr befremdet.

  30. “dass es sich um einen professionellen PR-Text handelt, Herr Schad?”

    Angesichts der Reaktionen wäre provokatives Viral-Marketing denkbar. So oder so PRIMITIV!!!!!!!!!!!!

  31. Wars das schon? Ein bißchen Skandalisierung und dann auch nur Sturm im Wasserglas? Hätte mich schon mal interessiert, ob Herr Baron seinen Jag rausbekommen hat?

  32. Solange hier nicht mind. ein juristisches Verfahren anhängig ist, keine Details einer Klage oder Gutachten und besser noch, erste Urteile bekannt sind, ist mit einem solchen “Erfahrungsbericht” keinem so richtig gedient. Momentan nur heiße Luft in Tüten. Mehr nicht.

  33. Nach der riesen Welle die der Herr Baron von Westernhagen hier losgetreten hat, würde mich mal interessieren, wie stehts? Hat er sein Autochen wieder rausgekriegt oder setzt es weiterhin Staub an?

  34. Wo ist den seine Durchlaucht Hubertus Baron von Westernhagen abgeblieben, um uns über den Stand seines hier kommunizierten sicher geglaubten Sieges vor Justizia zu berichten? Oder hat es am Ende beim Landadligen doch nicht für die Prozsskostenvorschüsse gereicht? Ein sehr guter Beitrag, der aber niemandem geholfen hat, wenn das Ergebnis des Verfahrens offen bleibt.

  35. HvWest schrieb am 14.03.2014:
    “P.S. Sehr geehrter Aggie, da Sie nicht aus dem Adel entstammen, bitte ich Sie höflichst, mich nicht belehren zu wollen, wie sich der Adelige zu verhalten hat. Sie haben schlichtweg keine Erfahrungen, sondern lediglich Vorstellungen davon.”

    Jedenfalls haben wir jetzt eine Vorstellung davon, was den heutigen Adligen von seiner Blaublutverwandschaft der 30er Jahre unterscheidet. Stichwort Graf Stauffenberg und andere. Damals statt großer Worte Taten, heute nur große Worte und nix dahinter.

    “Schade”, unter dem Aspekt, daß solche Fälle wie der hier geschilderte viel häufiger vorkommen, als die meisten ahnen, wäre einmal wirklich interessant gewesen zu erfahren, wie dieser Rechtsstreit sich entwickelt hat. “Ein sehr guter Beitrag, der aber niemandem geholfen hat, wenn das Ergebnis des Verfahrens offen bleibt”. Dem schließe ich mich an.

  36. Das ganze erschließt sich erst in der Zusammenschau mit dem thread http://motorbloeckchen.com/?p=45039

    Detlef sagte am 6. Mai 2015 um 11:29 :

    “…
    Herr von Westernhagen hat mich vor kurzem angerufen. Es steht wohl ein erster Gerichtstermin unmittelbar bevor. Wir werden informiert. …”

    und

    Detlef sagte am 7. Juli 2015 um 14:09 :
    “….
    ich werde ihn mal auf das öffentliche Informationsinteresse hinweisen….”

    Das betont aggressive Schweigen innerhalb des letzten halben Jahres deutet nicht unbedingt darauf hin, daß der oder die Klägerin hier mit einer Goldmedaillie durch das Gericht bedacht wurde. Es sieht doch eher nach einem guten zweiten Platz für das Unternehmen aus adeligem Hause aus, während die Beklage möglicherweise nur Vorletzte wurde. Oder es gab auf Vorschlag des Gerichtes einen Vergleich, bei dem jede Partei genau das bekommen hat, was sie eigentlich ursprünglich nicht wollte.

    Gerichtsverhandlungen in der streitigen Zivilgerichtsbarkeit sind zwar von einigen Ausnahmen abgesehen in Deutschland öffentlich, die Akten sind es regelmäßig nicht. Ohne Kenntnis des Aktenzeichnens gibt es auch regelmäßig keine Möglichkeit eine anonymisierte Fassung eines Urteils zu erhalten. So bleibt die öffentliche Neugier eben hier auf der Strecke.

    Selbstredend gehe ich davon aus, daß Herr Baron selbst in dem äußerst unwahrscheinlichen Falle einer Niederlage diese ritterlich getragen und seinem Opponenten danach seine uneingeschränkte Hochachtung versichert hat.

  37. Der Gerichtstermin steht, ich bin dort… zum Mitschreiben.

    v. Westernhagen ./. Schad

    Termin in Frankfurt: 16.02.2016 – 10.00 Uhr – Saal 6 des OLG, Gebäude D

    .

  38. Wie isses denn ausgegangen? Ich musste heute morgen leider noch schnell einen Motor ausbauen….

  39. 230SL,

    ich hatte am Abend voher zwecks Vermeidung einer Leerfahrt noch mal beim RA von HvW angerufen. Er meinte, es lohne sich nicht, hinzufahren, weil es nur um (nagele mich nicht fest) eine Berufung gegen einen Bescheid über die Rechtmäßigkeit einer Zustellung ging…”!? Es war wohl tatsächlich schon ein Termin beim LG!?

    .

  40. Ich werde hier irgendwie das Gefühl nicht los, daß hier Nebelkerzen geworfen werden.

    Am 10. März 2014 – also vor nunmehr fast zwei Jahren – wurde vom Klägerseite hier dargelegt, daß beim Landgericht Frankurt ein Klage anhängig ist, die auf Herausgabe von Fahrzeugen und Teilen sowie Schadensersatz ziele.

    Am 6. Mai 2015 wird durch den Betreiber dieses Blog mitgeteilt, daß ein erster Gerichtstermin unmittelbar bevorstünde.

    Am 26. Januar 2016 kommt dann von Klägerseite uner dem üblichen Wehklagen über die Verfahrenszeiten bei der Justiz der Hinweis auf einen Termin beim OLG Frankfurt.

    Nunmehr soll es am 16. Februar 2016 bei OLG Frankfurt tatsächlich um eine Berufung gegangen sein. Berufungen setzten aber begrifflich ein erstinstanzliches Urteil voaus, gegen das sich das Rechtsmittel richtet.

    Das Ergebnis oder der Verfahrensstand jenes auf Herausgabe und Schadensersatz gerichteten Hauptverfahrens, welches angabegemäß 2014 beim Landgericht Frankfurt anhängig war, bleibt aber weiterhin im Dunkeln.

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