Ideologiefrei

Unbenannt - 1

“…Wir neiden Ihnen nichts. Wir gönnen Ihnen Ihr Anwesen mit Blick auf den Tegernsee, das fette Auto, das Sie fahren, sowieso, wir wollen Ihnen Ihr Jetset-Leben und Ihre guten Kontakte zu den Reichen und Mächtigen nicht nehmen. Wir wollen nur eines klarstellen: Sie sind für uns keine bedeutende Persönlichkeit. Sie waren ein guter Fußballer. Als Fußballmanager waren Sie wahrscheinlich noch besser. Als Mensch mögen Sie, wenn Sie wollten, ab und zu mal ganz okay gewesen sein. Als soziales Wesen haben Sie versagt.”

Wäre ich nicht der gute, liebe, verständnisvolle Deddi, käme nicht aus einer der reichsten Städte der “Abschreibungskönige der Republik, die sich schon vor langer Zeit vom Einkommensteuerzahlen verabschiedet haben” und würde ich nicht auch die latente Lebensangst vieler Nachbarn oben auf dem Berg, der Eliten, vor dem Flaschensammeln, so gut kennen, müsste ich glatt vom miesen Sozialbetrüger Uli Hoeneß sprechen.

.

[Foto: Foto]

.

13 Gedanken zu “Ideologiefrei

  1. Nicht 3,5 Mio., sondern 18,5 Mio. Nicht kleckern, sondern klotzen. Mia san mia.

  2. Genau das ist doch die Frage, um die es geht. Grade bei “Wiesaussieht” gelesen:

    “…Dort kaust du nämlich auf einem wirklich schmackhaften Knochen mit der Frage: woher kommt eigentlich die Kohle (und die Info hinter all diesen tausenden Transaktionen!!!!), um 18 Millionen an hinterzogenen Steuern produzieren kotz können?

    Der gute Uli ist entweder ein Insider oder ein Finanzgenie von allerhöchsten Gnaden, gegen das diverse Hedgefondsmanager aussehen wie blutige Anfänger. das ist doch mal wirklich toller Stoff für eine echte Räuberpistole!”

    http://www.wiesaussieht.de/2014/03/11/hoeness-als-stoff-fuer-eine-raeuberpistole/
    .

  3. Wenn es noch einen Funken Gerechtigkeit gibt, werden weder die gestern noch selbst eingestandenen 18,5 Millionen von der Selbstanzeige gedeckt sein, noch die heute von der Steuerfahnderin geschätzten 23, 5 Millionen. Da müsste schon ein Wunder geschehen und der leibhaftige Franz Josef Strauss persönlich vom Himmel in den Gerichtssaal herabsteigen.

  4. Gabor Steingart vom Handelsblatt schrub mir heute Morgen:

    “Mit jedem Prozesstag wächst die Steuersumme, die Uli Hoeneß hinterzogen hat: Aus 3,5 Millionen Euro wurden gestern 27,2 Millionen Euro. Mittlerweile ist unklar, ob angesichts der Wahrheitssuche im Schneckentempo tatsächlich am Donnerstag das Urteil gesprochen wird. Doch eine Verzögerung wäre selbst nach den Maßstäben von Brutalo-Revolutionär Robespierre unfair: “Rücksicht bedeutet, den unter der Guillotine Liegenden nicht lange warten zu lassen.”

    Stündlich werden es mehr Millionen. Wieviele sind es heute Abend? Steuerfahnder, die sich 1 Jahr lang vergeblich abmühten, von Hoeneß Steuerunterlagen zu erhalten…? Wer einmal erlebt hat, wie massiv Finanzämter normalerweise Auskünfte und Unterlagen unterb Fristsetzung und Strafandrohung bei Unsereins einfordern, muss sich doch schlapp lachen.

    Und wer macht jetzt wohl den Königsmörder beim FCB…?

  5. “Hinter jedem großen Vermögen steht ein Verbrechen.” (Honoré de Balzac)

  6. Corneli,

    es wird an allen Ecken und Enden darüber spekuliert und geschrieben. Den Blog bei Frank Luebberding halte ich nach wie vor für am interessantesten.

    http://www.wiesaussieht.de/2014/03/11/hoeness-als-stoff-fuer-eine-raeuberpistole/#comment-86327

    Egal wie das Urteil lautet. Die eigentliche Hoeneß – Saga beginnt erst am Tag danach, wenn investigative Journalisten beginnen, den nebulösen Kapitalstock aus dem diese Gewinne stammten, der ja zeitweise “500 Mio.” schwer gewesen sein soll, zu identifizieren. Das Zitat von Balzac könnte in dem Fall durchaus seine Bestätigung finden.

    Den von Luebberding empfohlenen Blogbeitrag von Wolfgang Michel sollte man lesen:

    http://www.carta.info/70816/ungeklarte-fragen-zur-causa-hoenes/

    .

  7. Nun tut er mir doch ein wenig leid. Knast stelle ich mir gruselig vor….aber darüber sollte man nachdenken, ehe man verbotene Dinge tut.

    Willy

  8. Wenn man Gleichbehandlung fordert, wird gleich wieder Neid unterstellt, darum gönne ich ihm seine Luxuszelle und sein Essen vom Sternekoch.

    Willy

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>