HK Engineering im Selbstversuch

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“Es gibt nur eine Klasse in der Gesellschaft, die mehr an Geld denkt, als die Reichen. Das sind die Armen.” [Oscar Wilde]

Vor fast 5 Jahren schrub ich “Ein Höllenofen darf kein Sofa werden”. Kommt ein Trend in der Oldtimer – Szene nach Deutschland, weiß ich jetzt, es hat ihn nie gegeben oder er ist längst vorbei.

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Das Häuflein der Gläubigen, die Old – Boys aus der Stadt des Englischen Fräuleins – immerhin fast 60 an der Zahl, mit geschätzten mindestens 3mal so vielen Oldtimern in der Garage, die sich am Freitag von der Central – Garage aus auf den Weg nach Stuttgart gemacht hatten – schüttelten Abends bei der Heimfahrt gelangweilt von der Rhetorik und Oldtimerexpertenrabulistik über Lovely Touch of Original und Patina, nur noch mit dem Kopf.

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Auch das geschulte 300 SL – Restauriererauge von Joseph Fischer meinte, so einige der hier feilgebotenen Geflügelten als viel billigere Ocassionen früherer Oldtimer – Messen wiedererkannt zu haben.

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Und bei den für den “Schwarzen” marktangepassten, aufgerufenen 1,6 Millionen, blieb dann doch so manchem Bad Homburger Old – Boy nicht nur wegen der totrestaurierten Authentizität die Spucke weg.

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7 Gedanken zu “HK Engineering im Selbstversuch

  1. Ich finde, Retro Classic ist, was man daraus macht. Ich stelle meinen (patinierten, jawoll) TR3 am Club-Stand aus und habe in drei Tagen (fast) nur gute Gespräche mit Briten-Fans oder Besitzern, die z.B. ihr Auto restaurieren wollen, geführt. Da war der ältere Mann, der seit 50 Jahren einen TR besitzt und jetzt anfängt, sein Auto nochmal zu überholen.”Muss das fertig haben, bevor ich sterbe.” Geldgeilheit oder “Oldtimer als Anlage” ist in der English Corner irgendwie kein Thema. Echte Passion ist stärker als “Händler-Gedöns”. Ha! :-)

  2. @Dan von Appen: Das finde ich auch. Ich war am Freitag da und traf auf entspanntes Messegeschehen. Die Zahl der vollrestaurierten Stücke war allerdings beängstigend. Aber auch wenn man kein Geld dafür übrig hat, so wie ich, dann ist es doch ein Genuss, diese Fahrzeuge anzusehen, auch ohne Patina und Geschichte.

    Am Wohlsten habe ich mich allerdings tatsächlich am Stand der britischen Klassiker gefühlt. Die Ausstellung war schön, über Marken hinweg, und bekam mit 90 Jahre MG noch etwas Weiterbildungscharakter. Eine sehr sympathische Atmosphäre herrschte dort. Nur Jaguar hat dort gefehlt, schade – vielleicht weil die E’s und frühen XK’s zu nahe an den Geldzirkus heranrücken?

  3. mir ist die Szene wurscht, es ist mir auch wurscht ob jemand sein auto totrestauriert oder original erhält. Ich betreibe mein Oldtimerhobby seit Jahrzehnten und mache mein Ding so wie es mir gefällt, was die Anderen machen ist mir – ratet mal – wurscht.

  4. Nach Stuttgart fahr ich schon lang nicht mehr. Ist mir dort alles zu abgezockt. Wer sich wie ich am Wochenende mal in Kassel umgeschaut hätte, hätte weniger hochglanzpolierte Kisten gesehen und auch noch Angebote für Normalverdiener und auf dem Teilemarkt bekomm ich dort fürs gleiche Geld fast doppelt so viel in die Tüte als in Stuttgart.
    http://www.technorama.de/de/kassel.html

  5. Schöne Fotos von dem angestaubten, engl. Flügel.

    Die Preise werden von ein paar regelrecht in einem rauschartigen Zustand befindlichen Käufern vereinzelt tatsächlich bezahlt. Die Parallelen zum Ferrari – Crash Anfang der 90er sind momentan größer den je. Die Zinsen sind im Keller, junge Erbenhände halten viel Geld in Händen, Zocken mit Oldtimern als Hobby und der Hedonismus ist bei diesen Leuten so verbreitet wie lange nicht mehr.

  6. Pingback: Web Programming Blog

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