Autotour ohne Google und Frau am Steuer

Ich habe ehrliche und bange Zweifel, wie es so weiter geht.

Ich beobachte, mit welcher Geschwindigkeit sich manches entwickelt, was anderen vielleicht normal erscheint. Zum Beispiel, dass Audibmwmercedes bald Millionen nicht mehr von Menschenhand gebauter, googlegesteuerter Drohnen auf die Menschheit loslassen will und was das bedeuten wird.

Ich sehe mein Segment im Schwinden, und es wird mich nicht tangieren, aber die Schattenseiten revolutionärer Entwicklungem, das weiss ich als Geschichtskenner, sind kein Spass. Die neoliberale Denke, Menschen mit 63 in Rente abschieben und gleichzeitig wegen angeblichem Fachkräftemangel menschliche Arbeitskraft nach und nach durch keine Mindestlöhne fordernde Roboter zu ersetzen, geht nicht gut aus. Vielleicht hilft ja ein höhnisches Lachen, oder einfach mehr Entrücktheit von der gesellschaftlichen Entwicklung, zum Beispiel nur für ein paar Tage, einfach nur zuzuschauen, bei der Selbstentschleunigung rund 200 Autoverrückter:

Sie machen auch ohne Frau im Feld, mit ihren alten Autos, so wie jedes Jahr, einfach das, was am meisten Spaß macht:  Entschleunigt Vollgaaaaaaas geben…

 

Ähnliches Thema: Tour Auto 2012

17 Gedanken zu “Autotour ohne Google und Frau am Steuer

  1. Letztes Jahr fuhr ein Mercedes autonom von Mannheim nach Pforzheim:
    http://www.youtube.com/watch?v=SUOC8tE4bdM
    Ich hatte Ende letzten Jahres ein Gespräch dazu mit einem Daimler Manager. Auf meine Frage, warum es das nicht offiziell im Angebot gibt, obwohl es doch bereits so gut funktioniert, antwortete er, dass nur noch die gesetzlichen Grundlagen fehlen (wer ist Schuld wenn doch etwas passiert, obwohl kein Mensch gefahren ist)?

    Wir sind also schon verdammt dicht dran…

  2. Die Erfinderin des selbstbestimmten Autofahrens.
    Im Jahr 1888 erfand Berta Benz das selbstbestimmte Autofahren, indem sie eine Strecke von 106 Km (Mannheim-Pforzheim) mit dem Benz Patent-Motorwagen Nummer 3 ohne jegliche Hilfsmittel zurück legte.
    Sie legte damit den Grundstein für die (zweit)schönste Sache der Welt , nämlich 125 Jahre selbstbestimmtes/selbstbewegtes (automobiles) Autofahren in allen Variationen.

    Die Totengräber des selbstbestimmten Autofahrens.
    Im Jahr 2013 begann der Autohersteller M…B…das selbstbestimmte Autofahren zu Grabe zu tragen, in dem er mit dem Forschungsfahrzeug S 500 „Intelligent Drive“ die historische Strecke Mannheim Pforzheim zu sogenanntem autonomen Fahren missbrauchte.
    Der Autohersteller legte damit den Grabstein (Sterbedatum bleibt noch offen) für das selbst bewegte (automobile) Fahren.

    Berta Benz war sehr weitsichtig und legte mehr oder weniger den Grundstein für ein neue Epoche, ob sich das auf längere Sicht gesehen auch von der jetzigen Generation sagen lässt, die hier ihre Fantasien ausleben, wage ich zu bezweifeln.

    Aber was soll’s, ich muss die Folgen nicht mehr ausbaden. Wenn ich ganz viel Pech habe, werde ich einige der Nebenprodukte über die Krankenkasse in der Rubrik „betreutes Fahren“ bestellen können.

    BMB

  3. Die Ursache für den Unfalltod von mindestens 13 Menschen:

    “Weil die Zündschlüssel während der Fahrt in die Aus-Position zurückspringen können, kann der Motor ausgehen und sich Elektronik wie die Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags abschalten.”

    http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEEA3102720140402

    Ähnlich banale technische Störungen führten und führen auch bei den deutschen Premiumherstellern immer wieder zu großen Rückrufaktionen. Und das über “125 Jahre nach der Erfindung des Automobils”.
    Die gleichen Autohersteller die heute nicht in der Lage sind, eine Technik zu entwickeln die auch nur annähernd an die Zuverlässigkeit vor 100 Jahren ranreicht, wollen mir aber dafür heute verkaufen, in 2-3 Jahren autonom gesteuerte Autos auf die Straßen bringen zu können. Wohin heutzutage nur ein kleiner Programmierfehler führen kann, sehen wir momentan weltweit an “Heartbleed”.

  4. Mein effizientstes Mittel gegen diese aufgezwungenen Technologien sind immer noch Kaufalternativen. Meinungsumfragen, denen zufolge sich bereits ca. 50% der Autofahrer für diese Google-gesteuerten Fahrassistenten entscheiden würden, hake ich unter der Rubrik „ADAC-Auszählungsmethodik Gelber Engel“ ab.

  5. “Joachim sagte am 13. April 2014 um 10:07 :
    Mein effizientestes Mittel gegen diese aufgezwungenen Technologien sind immer noch Kaufalternativen. Meinungsumfragen, denen zufolge sich bereits ca. 50% der Autofahrer für diese Google-gesteuerten Fahrassistenten entscheiden würden, hake ich unter der Rubrik „ADAC-Auszählungsmethodik Gelber Engel“ ab.”

    Immer noch nichts gelernt???

    Das läuft so ab:
    1.) Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen – gemeint ist natürlich das Mehrwertsteueraufkommen – werden bestimmte “Fahrassis” bei Neufahrzeugen zur Pflicht und sind auch nicht ausschaltbar. (siehe Notrufassi)

    2.) Nach einer gewissen Übergangszeit werden – wegen der Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Minimierung der Verkehrstoten – bestimmte Straßen, z.B. Autobahnen nur noch für Fahrzeuge mit den bestimmten Fahrassis frei gegeben.

    Den Anfang macht man mit LKWs (Abstand-/Brems-/Müdigkeits-/Spurhalteassis-), weil diese Gattung Fahrzeuge und ihre Fahrer sowieso die Bösen sind.
    Weil sich das so gut bewährt hat, folgen dann die PKWs.

    Joachim, was meinen Sie, wie viel Kaufalternativen Sie dann noch haben???
    Kaufen können Sie vielleicht schon noch (in Afrika), aber nicht mehr zulassen.

    Selbst wenn Sie dann noch irgendwelche assilosen handgesteuerten Gefährte in der Garage haben nützt Ihnen das wenig, weil Sie nämlich damit nicht mehr am Verkehr teilnehmen dürfen, wegen der Sicherheit der spielenden Nachbarskinder.

    Oder ist es vielleicht doch wegen der Arbeitsplätze und der zu generierenden Mehrwertsteuer?

    Immer schön naiv bleiben, bleibt uns sowieso nichts anderes übrig.

    BMB

    Übrigens, wenn erst einmal ein gewisser Stand an nicht abschaltbaren “Pflichtassis” erreicht ist, wie z.B. die automatische Geschwindigkeitserkennung und -Umsetzung, werden schon die Hassgefühle der “beglückten” Fahrerdummies dafür sorgen, dass niemand mehr am Verkehr teilnehmen darf, der nur mit einem Tritt auf das Gaspedal seine Geschwindigkeit (situationsbedingt) selbst bestimmen darf.

  6. @BMB,

    das ganze passiert ja nicht im luftleeren Raum, sondern weil es eine zunehmende Anzahl an Menschen gibt, die Eigenverantwortung fürchten, einen Nanny-Staat herbeisehnen und für alle Unbill des Lebens gefälligst einen Schuldigen haben wollen (der natürlich nie sie selbst sein dürfen).

    Es sollte sich also niemand beklagen, der an anderer Stelle Rauchverbote in der Gastronomie beklatscht oder Helmpflicht für Radfahrer oder es richtig findet, dass man aus Gründen der politischen Korrektheit nicht mehr “Neger” oder “Zigeuner” sagen darf: Genau diese Generation Hosenscheisser ist es nämlich, die die schleichende Entmündigung be- und vorantreibt. Und nein: Die gibt es nicht in Scheibchen, sondern nur am Stück.

    Ich bin glücklicherweise alt genug, um mir notfalls für den Rest meines Autofahrerlebens noch ein paar analoge Fahrzeuge wegzustellen, die nur machen, was ICH will…

  7. Hallo Detlef,

    nettes Video, aber wenn der Traction Avant da bei 0:40 mit serienmäßigen Bremsen unterwegs gewesen wäre, dann hätte er die Kurve nicht mehr so gekriegt.

    Never forget the 6 Ps:

    Proper Preflight Planning Prevents Poor Performance

    Sinnvolle Ergänzungen für bestimmte Verwendungszwecke wie gescheite Bremsen und vernünftige Gurte etc. kann ich ja noch verknusen, aber dieses ganze Elektronikzeuchs hat in den alten Karren nix zu suchen. Dann wars das nämlich mit dem “analog” …

  8. „Wir wissen, wo du bist. Wir wissen, wo du warst. Wir können mehr oder weniger wissen, was du gerade denkst.“ (Eric Schmidt, CEO Google, 2010)

    Davor Angst zu haben, hat nichts mit Technologiefeindlichkeit zu tun. Es ist eigentlich die einzige vernünftige Reaktion von Menschen, die ihre Sinne noch beisammen haben, was ich bei Automobilentwicklern und den Schwärmereien über Neuentwicklungen nicht mehr glaube.

    Vernetztes Auto? Klares NO

  9. Ich bekam vor ein paar Wochen auch ein Schreiben meines Kfz-Versicherers: Für eine Jahresgebühr von etwa 18 EUR könne ich mir eine BlackBox ins Auto bauen lassen, die sämtliche Fahrzeugbewegungen und -daten aufzeichne; dafür bekäme ich auch einen Haftpflichtrabatt von 5%.

    Mal abgesehen davon, dass das in meinem Fall bei SF 25, also bei 30% Prämie, sowieso nicht mehr viel bringen würde: Einen elektronischen Aufpasser würde ich mir auch nicht ins Auto setzen, wenn die Versicherung “ohne” das Doppelte kostet.

  10. Ich mag den ganzen Springer – Clan nicht und ich lasse mal dahingestelt, warum grade Mathias Doepfner, ach ja, und das auch noch in der FAZ, heute diesen bemerkenswerten Beitrag geschrieben hat. Er trifft den Nagel auf den Kopf.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/mathias-doepfner-warum-wir-google-fuerchten-12897463.html

    “Ist es wirklich klug, zu warten, bis der erste ernstzunehmende Politiker die Zerschlagung Googles fordert?…”

    Alleine dieser letzte Satz des wohl um den Machtanspruch von “Springer” fürchtenden Doepfner, dürfte heute zu wahren Lachanfällen in Silicon Valley bei Google & Co und um hier beim Thema zu bleiben, bei den “Netzwerk-Junkies” der Automobilentwickler, führen.

  11. Ich bin in 15 Jahren mit meinem Käfer Kabriolet tagtäglich und bis heute fast 150000 Kilometer gefahren. Sommer wie Winter. Es geht halt nichts über Autos aus vorelektronischer Zeit

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>