Mille Miglia: Die Selbstverteidigung gegen automatisiertes Fahren

14.05.15 MM14 Dieter und Moritz Dressel - Foto DonAlphonso

“Ein Mercedes 720 SSK von 1929, eben jenem Jahr, als die Börsen die Generalprobe zu unseren heutigen Problemen aufführten. 225 Pferdestärken hat das Monstrum, und wer wollte, konnte die Zuverlässigkeit der Konstruktion bei 190 km/h während der Mille Miglia auf unbefestigten italienischen Strassen testen – auch ein Mittel, um der Tristesse der Wirtschaftskrise zu entgehen, sei es nun durch Ablenkung oder Einlenkung in den Strassengraben, wie es dem Futuristen und Rennwagenverehrer Gabriele D’Annunzio sicher gefallen hätte, der im Bett mit den Worten “Ich langweile mich” scheiden musste…”  [Don Alphonso]

Wahrlich grausam, auf diese Weise die Wahrheit über die eigene Bequemlichkeit bestätigt zu bekommen, wie all die Jahre davor, wieder nicht Mitte Mai die Reisetasche zu packen, die 900 Kilometer gen Brescia runterzuspulen und die MM wenigstens einmal als Zuschauer zu begleiten.

Die Mille Miglia einmal live erlebt zu haben, gehört seit Jahren zum festen Bestandteil meiner Restlebensplanung, und obwohl ich durchaus auf Bekannte und Leser höre: Für die Einen ist es nur eine alljährliche Gebrauchtwagenausfahrt spleeniger, Champagner aus Plastikbechern trinkender  Menschen mit zuviel Geld, die mal eben die Hand heben, um bei der MM reglementgemäß auffahren zu können, für die anderen mir wesentlich angenehmeren Zeitgenossen, einfach der erfüllte Jugendtraum, wie meinen Nachbarn Dieter Dressel, der dieses Jahr als ‚Beifahrer’, mit zwei Kompressor Mercedes – Benz, Baujahre 1928 und 1929, mit den Startnummern 47 und 51, mit beiden Söhnen hinterm Steuer, mit dabei ist.

P.S. Großen Dank an den FAZ – Blogger Don Alphonso, der mir gestern Abend, noch extra das Foto mit Moritz Dressel hinterm Steuer nebst Papa, raussuchte.

 

Update 19.05.2014

14.05.17 FAZ

“…Dort, wo ansonsten die Contraden von Siena ihre brutalen und mit aller Härte geführten Pferderennen veranstalten, ist jetzt eine Zeitkontrollfahrt. Theoretisch geht es darum, eine bestimmte Strecke in einer vorgegebenen Zeit exakt zu durchfahren, praktisch freut es die Besucher der voll besetzten Cafés die Gelegenheit, die Gefährte in Augenschein zu nehmen. Und natürlich ihre Pizza mit dem Aroma aus den 7 Litern Hubraum eines alten Mercedes zu verfeinern. Sollte die alte Weisheit stimmen, dass der Mensch ein Pfund Dreck im Jahr braucht, so hilft so ein Platz bei mehreren hundert blaudampfenden Teilnehmern sicher, etwaige Defizite an Schwermetallen und Benzol zu beheben…”

Wie ich Philipp Dressel kenne, hat er auf der Piazza in Sienna ordentlich Zwischengas gegeben und die Fensterscheiben zittern lassen und ein paar bläulich schimmernde Fettaugen auf den Latte’s der zuschauenden Kaffeehausbesucher hinterlassen…

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42 Gedanken zu “Mille Miglia: Die Selbstverteidigung gegen automatisiertes Fahren

  1. Mich juckt es nicht, wenn “Reiche” sich einen Spaß wie diesen gönnen, den jemals mir leisten zu können, ich nicht mal zu träumen wage. Bin ich halt am Wochenende mit Frau und Kind und Hund in meinen betagten MK Ten gestiegen und eine 200 Kilometer – Runde durch die holsteinische Schweiz gefahren, am Ende mit Fisch-Grill-Dinner am Hafen in Laboe.

  2. der Schaden beläuft sich auf allermaximalst 200 Mille, dann steht er wieder perfekt da. Warum das “Bürschchen” sein sollen, entzieht sich meinem Verständnis, der Unfall war ja unverschuldet, bzw. hat der Veranstalter bei der ZP nicht alle Zufahrten gesperrt

  3. Jedem Tiersche sein Plasirsche !!
    Man muss auch gönnen können
    gruß aus Langen

  4. Ich empfinde für Menschen wie der Familie Dressel nur ganz, ganz große Hochachtung.

    Was diese Familie an Geld und persönlichem Zeitaufwand für die Erhaltung der Fahrzeuge steckt ist unbeschreiblich.

    Hier wird nicht nur die Erhaltung dieser absoluten Raritäten betrieben, sondern auch der Einsatz auf Veranstaltungen, so dass auch der “Zuschauer” etwas davon hat.

    BMB

  5. Ich war als junger Automechaniker bei den ersten Veranstaltungen nach der Wiedereinführung 1977 mit dabei. Nach über 30 Jahren bin ich letztes Jahr beim Start in Brescia wieder einmal dort gewesen. Kein Vergleich mehr zu früher. Meine unwesentliche Meinung: Die meisten in hochkarätigen, teueren Oldtimern mitfahrenden Teilnehmer haben heute doch keinen Funken Bezug zum historischen Motorsportereignis Mille Miglia. Und wer selbst kein Auto hat aber genügend Kohle, kann sich für die paar Tage bei den Classic Abteilungen für einen fünfstelligen Betrag einen Oldtimer mieten und sich bis vor den Hoteleingang in Brescia bringen und auch wieder abholen lassen. Sehen und gesehen werden. Nur darum geht es heute den meisten, mehr nicht. Vielleicht ist diese Familie aus Bad Homburg ja noch eine der wenigen Ausnahmen. Für das von rd. 6.500,00 (2012), auf 7.500,00 (2013), inzwischen auf 8.540 Euro aufgeblähte Startgeld, gab es immerhin einen Tag Bespaßung mehr als letztes Jahr!

  6. Immerhin, selbst der Bahnchef Rüdiger Grube, über den ich ansonsten noch nie etwas im Zusammenhang mit “Oldtimern” las, war auch mit dabei (hoffentlich kam er bei Zeitfahrten nicht mit den bahnüblichen Verspätungen an):

    “Auch aus Deutschland waren zahlreiche Oldtimer-Enthusiasten am Start. Viele Firmenchefs wie beispielsweise Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche, Vermögensexperte Andreas Pohl, Chef der Deutschen Bahn Rüdiger Grube, Mietwagen-Experten Regine und Erich Sixt mit Söhnen Konstantin und Alexander, der frühere RWE-Boss Jürgen Großmann, der frühere Opel-Boss Carl-Peter Forster, Karl Friedrich Scheufele (Chopard), Top-Designer Andrew Marc Newson.

    Auch VIPs aus der Showbranche hatten größtes Vergnügen: Schauspieler Charlie Turner, Rapper Eliot John Gleave, US-TV-Moderator Jay Leno, der belgische Sänger Milow, ACDC-Sänger Brian Johnson, Alberto Carreras (Sohn des Tenors Josè Carreras), Schauspieler Luke Evans, Picasso-Tochter Paloma Thevenet Picasso, Schauspieler Adrian Brody und die blaublütigen Oldtimer-Fans Prinz Poldi von Bayern und Prinz Albrecht von Hohenzollern.”

    http://www.classic-car.tv/news/article0160/

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  7. “An der vom Erdbeben heimgesuchten Stadt L’Aquila wird das Rennen einen symbolischen Stopp einlegen” …

    http://www.alfaromeopress.ch/press/article/14229

    Lächerlich. Mit Symbolen hilft man keinen armen und von ihrer Regierung verlassenen, betrogenen Menschen, die seit Jahren in Notunterkünften verbringen müssen. Alles kurzweiliger Popanz. Die meisten meiner motorsportbegeisterten italienischen Landsmänner sehe das wie ich.

  8. Irgendwas müssen meine Eltern nach dem 20. Juni 1948, wo jeder von ihnen ein Kopfgeld von 40 neuen D-Mark bekommen hatte, genau so wie ich später als 1963 Gebohrener und bis heute ununterbrochen im Arbeitsleben, falsch gemacht haben. Für mehr als einen bescheidenen Wohnungsbestand und gegen solche Kisten gradezu lächerlichen neuen 911er alle drei Jahre reichts bei mir einfach nicht.

  9. “Der Mercedes 300 SL ist eine Legende… Auf der Mille Miglia in Italien werden solche Preziosen quer durch Italien gelenkt – am Steuer sind legendäre Rennfahrer, ausgewiesene Autoenthusiasten und – nun ja – Reiche. Der Mercedes 190 SL wurde von Konstantin Sixt – einem Erben des Autokönigs Erich Sixt – gesteuert.”

    http://www.stern.de/auto/news/unfall-bei-der-millie-miglia-sixt-sohn-schrottet-fluegeltuerer-mercedes-2111692.html

    Weitere Kommentierung erübrigt sich.

  10. Tsss, der Stern… “Erbe”… ich habe garnicht mitbekommen, dass Erich Sixt schon das Zeitliche gesegnet hat.

  11. vor genau 10 Jahren durfte ich die MM als Fahrer genießen. Startgeld waren damals 3.800 EUR. Ich konnte nur deshalb teilnehmen, weil ich ein entsprechendes Fahrzeug zur Verfügung hatte- und dann habe ich einen deal mit jemandem gemacht, der über das Geld verfügte. “Ich Auto- Du Geld”- das klappte problemlos und schon damals wäre mir nicht im Traum eingefallen, so viel Geld nur dafür hinzulegen, daß man 2,5 Tage wie ein Geisteskranker durch Italien brettert. Na klar war es ein once-in-a-lifetime Erlebnis, alleine schon durch die Begeisterung der Bevölkerung. Hier muß man ja schon fürchten, den Vogel order sonstwas gezeigt zu bekommen, wenn man mal ein bißchen zügiger fährt. Bei der MM machen mitfahrende Motorradpolizisten die Kreuzungen frei. Ein paar Goodies, die wir als Teilnehmer bekamen, konnte ich ganz gut verhökern- also meine Kosten hatte ich wieder drin. Glaube kaum, daß das heute noch funktionieren würde.

  12. Die MM – Veranstalter müssten doch mit dem Klammersack gebügelt sein, wenn sie ihre Nenngelder nicht der Preisentwicklung sprich Bereitschaft der gutbetuchten Teilnehmer, heute das doppelte für ein Auto auf den Tish zu legen wie vor 5 Jahren, anpassen würden. Wer so verrückt ist, für einen Flügeltürer über 1 Mio. hinzublättern, für den sind die 8.500 Riesen Nenngeld echt nur Peanuts.

  13. “Bürschchen” sage ich, wenn jemand so ein Auto offensichtlich nicht mit eigener Arbeit verdient hat, es sich per Spedition ins Hotel nach Brescia bringen lässt, sich daran noch nie bei offener Haube die Finger schmutzig gemacht hat und offensichtlich ausserstande ist, ein solches Juwel mit Können und Respekt zu bewegen.

    Ein mir persönlich bekannter ehemaliger Mercedes-Manager hat vor einigen Jahren Ähnliches geschafft:
    http://reklamehimmel.typepad.com/reklamehimmel/2007/11/daimler-obersup.html

  14. “Bürschchen” sage ich, wenn jemand so ein Auto offensichtlich nicht mit eigener Arbeit verdient hat, es sich per Spedition ins Hotel nach Brescia bringen lässt, sich daran noch nie bei offener Haube die Finger schmutzig gemacht hat und offensichtlich ausserstande ist, ein solches Juwel mit Können und Respekt zu bewegen.

    Ja und – ist doch toll wenn er das kann, hätt ich auch gern so, die Bezeichnung “Bürschchen” nähme ich dann gerne in Kauf :-) Warum soll er sich die Finger schmutzig machen, ein billigeres Hotel nehmen oder die Karre selbst hinfahren, wenn er keinen Spaß daran hat und sich das leisten kann, erben ist ja zum Glück noch nicht verboten

    Und mit seinen “Juwelen” kann jeder machen was er gerade will. Gelernt hat er aus dem Unfall sicher.

  15. TractionAvant,

    der junge Fahrer des obigen roten Mercedes-Benz Kompressor “Nr. 51″ macht sich sogar jeden Tag die Hände schmutzig. Er absolviert zur Zeit eine Lehre als Automechaniker bei einem Oldtimerfachbetrieb und wird später einmal die Autosammlung des Papa’s fachkundig und tatkräftig mit betreuen.

  16. “der junge Fahrer des obigen roten Mercedes-Benz Kompressor “Nr. 51″ macht sich sogar jeden Tag die Hände schmutzig. Er absolviert zur Zeit eine Lehre als Automechaniker bei einem Oldtimerfachbetrieb und wird später einmal die Autosammlung des Papa’s fachkundig und tatkräftig mit betreuen.”

    ist ja wirklich lobenswert, manche haben halt keinen Spaß daran, das wertet sie nicht im geringsten ab, bzw. disqualifiziert es sie, einen solchen Wagen zu fahren.
    Händeschmutzigmachen ist ja wohl nicht unbedingt per se als Tugend anzusehen.
    Das wäre ja noch schöner, dieses wunderbare Hobby nur für Schrauber zuzulassen.

    Gerd (sehr engagierter Selbstschrauber – weils mir Spaß macht)

  17. @ gerd, ich habe mal gelernt, dass man kein Motorrad fahren sollte, das man nicht selbst aufheben kann – und kein Auto, das man nicht bar bezahlen kann.

    Diese Maxime gilt natürlich nur für mich selbst; niemand sonst muss sich danach richten. Jeder darf über seine Verhältnisse leben oder mit Dingen angeben, die er nicht selbst erwirtschaftet hat. Ich erlaube mir lediglich, Mitmenschen, die von Beruf Sohn (oder Tochter) oder auf andere Weise noch nicht als Leistungsträger in Erscheinung getreten sind, als “Bürschchen” zu bezeichnen.

  18. Aus meinen persönlichen Erfahrungen mit Sixt, weiß ich, wie das geht:

    Der Flügeltürer-Crash wird nach meiner Einschätzung, wie bei Sixt üblich, sofort zur Kapitalbeschaffung. Ein “unabhängiger Sachverständiger” wird einen Schaden von 1,2 Millionen ermitteln. Eine spezialisierte Münchner Anwaltskanzlei wird die Versicherung der BMW Fahrerin nötigen zu bezahlen und der SL wird dann für 200.000 Euro in einem Gral im Ex Ostblock wieder zusammengeschraubt, Reingewinn 1 Million. Nicht eingerechnet die Schmerzensgelder und Arbeitsausfallentschädigungen für die Insassen des Flügeltürers, welche die Anwaltskanzlei gleich mit durchdrückt.
    Glückwunsch Regine, da lachst du wieder den ganzen Weg zur Bank lang.

  19. erstaunlich was sich manche aus einer schnöden Unfallmeldung alles zusammenreimen, böses unterstellen und Persönlichkeitsgutachten abgeben.

    Man macht sich die Welt halt so, dass sie in die eigenen Vorurteile passt. “Ihr da oben, wir da unten” zum gähnen diese Mottenkisten!

  20. Zitat:
    “erstaunlich was sich manche aus einer schnöden Unfallmeldung alles zusammenreimen, böses unterstellen und Persönlichkeitsgutachten abgeben.”

    @gerd,
    ich habe den Eindruck, Sie tun genau das, was Sie den Kommentatoren hier vorwerfen zu dürfen glauben, mit diesen Kommentatoren – inklusive eigener Selbstüberhöhung.

    Ich habe beruflich regemässig mit solchen “Noch-Nicht-Leistungsträgern” zu tun, die versuchen, mir die Welt mit Hilfe von Papas oder sinstigen anderen Portemonnaies zu erklären. Deshalb erlaube ich mir – Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel – eine persönliche, dezidierte Meinung über diese “Bürschchen”.

  21. alles ok, aber nur dann, aber wenn man die Leute persönlich genau kennt – und zwar so gut, dass man sich ein Bild machen kann. Persönlich-dezidiert ist das also wirklich nicht, das “Bürschchen” Prädikat auf völlig unbekannte Leute abzugeben. Das ist, im Falle der Sixt Söhne, eben nicht persönlich-dezidiert sondern -sorry- borniert, nicht gerade eine Berufsqualifikation sondern Schubladendenken

  22. Mich würde viel mehr interessieren, ob der unermütliche Einsatz der “Sixt – ahead” – Familie, in engen, schweißtreibenden Rappelkisten auf italienischen Strassen und unter Einsatz des persönlichen Lebens, ob eines im Firmen – Header kurzzeitig eingefügten MM-Logos nebst Flügeltürers, zu steuerlich absetzbaren Betriebsaufwendungen in bestimmt nicht unbeträchtlicher Höhe werden oder nicht…?

    http://partner.sixt.de/millemiglia/millemiglia-services-information/sixt-cards/

    .

  23. Deddi, die Antwort kennst Du doch. Oder spielst Du hier nur geschickt Schiffchen versenken?

  24. TractionAvant,
    wie hätten Sie denn einen 70+ Industrieerben, dessen einzigste Lebensleistung bis heute darin bestand, stetig möglichst hübsche, junge Beifahrerinnen zu aquirieren und dem ähnliches Mißgeschick passiert wäre, bezeichnet?

  25. “TractionAvant,
    wie hätten Sie denn einen 70+ Industrieerben, dessen einzigste Lebensleistung bis heute darin bestand, stetig möglichst hübsche, junge Beifahrerinnen zu aquirieren und dem ähnliches Mißgeschick passiert wäre, bezeichnet?”

    :-) :-) :-)

    Ich würds dem alten Knaben von Herzen gönnen!

    @Detlef, wenn Dein Unkenruf wg. der kolportierten steuerlicher Absetzung stimmen würde und den steuerrechtlichen Bestimmungen entspricht, warum sollten sie es dann nicht machen?

    Frage “warum leckt der Hund sich an den Eiern?” Antwort “weil er es kann”

  26. Mich würde viel mehr interessieren, ob der … unermütliche Einsatz … zu steuerlich absetzbaren Betriebsaufwendungen in bestimmt nicht unbeträchtlicher Höhe werden oder nicht…?

    Da bekanntlich der Teufel immer auf den dicksten Haufen sche…t und man die ansonsten sinnfreie Werbung nicht ohne Grund plaziert hat, verwette ich meinen Arsch drauf.

  27. Man muss das Ganze aus anderer Sicht betrachten. Da sich bei der Mille Miglia seit vielen Jahren Flügeltürer-Besitzer aus der ganzen Welt bewerben wird regelmäßig rund der Hälfte abgesagt. Da ist es daher hilfreich einen Sponsorvertrag abzuschließen, der einem eben – je nach Höhe des Betrages – einen oder sogar zwei Startplätze sichert. Damit sind alle im Zusammenhang mit der MM anfallenden Kosten absetzbar.Das Finanzamt akzeptiert das unter dem Aspekt der Kontaktpflege zu Großkunden. Dazu reicht die Starterliste mit den VIP aus der Industrie.

    Bei derr ganzen Diskussion um das Fahrerteam, also den beiden Youngstern, sollte berücksichtigt werden, dass die Schuldfrage völlig ungeklärt ist. BILD hat sich da ein bißchen weit aus dem Fenster gelehnt. Dies soll keine Lanze für SIXT sein. Beide Junioren kenne ich von anderen Rallies und den damit verbunden abendlichen Verköstigungen. Zu meiner Meinungsbildung brauche ich daher kein Krawallblatt.

    Bon mot zum Schluss: Beifahrerin von Rüdiger Grube war Corrnelia Poletto. Hier wurden daher definitiv keine Bahnverspätungen besprochen. Der Focus lag bei der Sterneköchin auf die Verbesserung des Nahrungsangebotes bei dem Staatsunternehmen :-)

  28. Lieber Ritter, der Herr Grube hat einfach seine Liebste mitgenommen.

  29. Zitat:
    “TractionAvant,
    wie hätten Sie denn einen 70+ Industrieerben, dessen einzigste Lebensleistung bis heute darin bestand, stetig möglichst hübsche, junge Beifahrerinnen zu aquirieren und dem ähnliches Mißgeschick passiert wäre, bezeichnet?”

    @gerd, wenn dieser Herr mit 70 Jahren tatsächlich noch glauben würde, die Zuneigung solcher junger Beifahrerinnen habe tatsächlich mit seiner Eloquenz, der Straffheit seines Körpers und seinem fahrerischen Können zu tun, fände ich “Lustgreis” eine passende Bezeichnung :-)

  30. Volker,
    mit ihr ist Grube j etzt wieder pünktlich. Vorher kam er immer zu spät oder garnicht. :-)

  31. ” der junge Fahrer des obigen roten Mercedes-Benz Kompressor “Nr. 51″ macht sich sogar jeden Tag die Hände schmutzig. Er absolviert zur Zeit eine Lehre als Automechaniker bei einem Oldtimerfachbetrieb und wird später einmal die Autosammlung des Papa’s fachkundig und tatkräftig mit betreuen. ”

    Detlef ,Nur oder tut der Sohnemann später auch was richtiges arbeiten?

  32. Schmiermaxe,

    hier ging es um die sich in den letzten Jahren epedemieartig vermehrenden Besitzer von wertvollen Oldtimern, mit dicker Brieftasche und ohne Sinn und Verstand für die Autos. Von Letzterem, profundem Wissen über die Autos, deren Geschichte, Technik , etc. p.p., hat Philipp Dressel genau so wie sein Papa, ganz bestimmt mehr unter den Fingernägeln als 95 % der in siebenstellig-teueren Oldtimern rumgurkenden im Kopf. Alles andere geht, meine ich, niemand etwas an.

    .

  33. @gerd, wenn dieser Herr mit 70 Jahren tatsächlich noch glauben würde, die Zuneigung solcher junger Beifahrerinnen habe tatsächlich mit seiner Eloquenz, der Straffheit seines Körpers und seinem fahrerischen Können zu tun, fände ich “Lustgreis” eine passende Bezeichnung :-)

    mein Gott bist Du ne Spaßbremse mit Hang zum verkniffenen Sozi-alkundelehrer mit erhobenem Zeigefinger, wie langweilig. :-)

    Besser Lustgreis als Nörgelmensch, klar geht das nur mit der Kohle in dem Alter, ja und? Er hat Spaß an dem Mädel, sie an seinem Geld, beide wissen es, alle sind zufrieden. Was ist jetzt daran auszusetzen?

  34. “hier ging es um die sich in den letzten Jahren epedemieartig vermehrenden Besitzer von wertvollen Oldtimern, mit dicker Brieftasche und ohne Sinn und Verstand für die Autos. ”

    ja und?? wen stört das? Ist das Vorschrift?

    Lass den Leuten doch ihren Spaß, nörgeln ist nicht gut für den Magen :-)

  35. Herrje, Gerd, nein, es stört doch niemanden. Und es hat hier – ausser Ihnen selbst vielleicht – auch niemand einen Hang zum “verkniffenen Sozialkundelehrer” oder zum “erhobenen Zeigefinger”.

    Ich versuche, Ihnen als offensichtlich Aussenstehendem zu erklären, warum ich es vor reichlich 20 Jahren geil fand, zur MM nach Italien zu reisen – und warum mich da heute nichts mehr hinzieht.

    Und ja: Ich habe bestimmte Bezeichnungen für bestimmte Leute. Aber das werden die schon aushalten.

  36. TractionAvant,

    wenigstens nicht die große Diva – one of the most beautiful girls of the World – Gina Lollobrigida, die letztes Jahr von Horacio Pagani persönlich in einem superflachen und engen Huayra pilotiert wurde… und wie mir ein Journalist erzählte, mit Hilfe von 2 Mechanikern äusserst mühsam wieder aus dem Auto herausgehoben werden musste. :-)

    Ist eigentlich schon mal aufgefallen, dass zumindest sichtbar, noch nie so viele Autos von Frauen pilotiert wurden wie dieses Jahr?

    .

  37. Die Mille Miglia muss ein tolles Erlebnis sein. Würde es auch gerne mal erleben, am besten mit einem eigenen Fahrzeug. Der Mercedes 720 SSK ist ein wunderbares Auto. Die Oldtimer aus den 20ern sind mit Abstand meine liebsten Autos. Schade, dass sich heute alles um Aerodynamik und Benzinverbrauch dreht. Natürlich ist das sinnvoll, aber die Autos von früher hatten einfach mehr Stil.

  38. Pingback: Klartext über die “Altauto – Pest”* | MotorBlöckchen

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