44 Gedanken zu “Zettelkasten 15.07.2014: Stilfrage…

  1. Berlin war mal ein Versuch wert. In 4 Jahren dann wieder Römerbalkon. :-)

  2. Ich verstehe das nicht. 22 Millionäre spielen Ball und 2 Milliarden Menschen schauen begeistert zu???!!

  3. Na gut, die Jungs haben vor 4 Wochen selbst noch nicht dran geglaubt und jetzt im Siegerglück ein bißchen über die Stränge geschlagen. Rundherum bellen die Hunde und die Karawane zieht weiter. Nur die FAZ nicht. Dort fragt sich ein Frank Lübberding sehr geschickt, ob Götze und Klose womöglich Großväter in der Waffen-SS hatten?
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik-empfang-der-weltmeister-so-gehen-gauchos-13047240.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

  4. Frank Lübberding provoziert da ganz bewusst. Und es ging auf, denn wenn ich mir die Kommentare der 68er Enkel und Fussballjungnationalisten in seinem Blog durchlese, sollten doch einige mal ein paar Fläschchen Haarshampoo gegen strohiges Haar Ex-und-hopp trinken, bevor sie in die Tasten hauen.

  5. “Ausgerechnet diese Nationalelf, die sich aus so verschiedenen Wurzeln speist wie keine andere ihrer Vorgänger, soll von alten Mustern gefangen sein? Das ist alles so weit aus der Vergangenheit hergeholt, dass man es kaum glauben mag.”

    http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball-wm/deutsches-team/spott-im-sport-gauchos-und-gouvernanten-13049363.html

    Gestern Frank Lübberding, heute Michael Horeni, zwei journalistische Meisterstücke, wie es sie besser kaum geben kann.

  6. Ich halte dieses “Gaucho-Gate” für einen unglaublichen Glücksfall: Endlich bekamen die dauerbetroffenen Berufsempörten und Gesinnungsblockwarte mal wieder eine Gelegenheit, ihr politisch hyperkorrektes Bessermenschentum öffentlich zur Schau zu stellen.

    So hatten auch diese Spassbremsen, die offensichtlich noch nie ein Stadion von innen gesehen haben, am Ende noch etwas von der Fussball-WM…

  7. Ich hatte keinen Wimpel auf dem Autodach, war auf keiner Fan-Meile und auch nicht in der Kneipe mit Großbildschirm um die Ecke und habe mir die Spiele der deutschen Mannschaft vom Sofa aus angeschaut. Ich habe den Berliner Deppentanz erst hinterher in einer Reportage gesehen und war auch für einen Moment peinlich berührt. Na und? Einen Mercedes-Benz, Addidas-Schuhe oder sonst was, für das diese mediale Sponsoren – Show inszeniert war, würde ich mir so oder so nie kaufen.

  8. Dieses Tänzchen juckt schon jetzt, während in Toitschland noch drüber fabuliert wird bis der Arzt kommt, im Ausland keine Sau mehr. Und auch hier wäre das ohne eine Journaille, die diese Sau immer und immer wieder durch das Dorf treibt, sonst auch schon Schnee von gestern. Aber DIE DEUTSCHEN DIE GEHEN SO

  9. Detlef, wir hatten bereits in der Schule einen Namen für Leute wie Dich: Spießer!

  10. “So hatten auch diese Spassbremsen, die offensichtlich noch nie ein Stadion von innen gesehen haben, am Ende noch etwas von der Fussball-WM…”

    TractionAvant,

    zumindest ich habe schon 1974 im Olympiastadion mitgefiebert, als noch zwei “Frankfurter” in der NM mitspielten … “Grabi” und “Holz” und letzterer einen, nein den mitentscheidenden Elfmeter für Deutschland rausholte.

    http://www.pr-journal.de/index.php?option=com_content&view=article&id=14886&catid=390&Itemid=733

    Klaus Kocks, kein Gescheiter, sondern auch nur ein dumpfbackiger Berufsempörter und Gesinnungsblockwart…?

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  11. “Klaus Kocks, kein Gescheiter, sondern auch nur ein dumpfbackiger Berufsempörter und Gesinnungsblockwart…?”

    absolut, einer von diesen Schlauschwätzern die auch mal was sagen wollen, immer maßloß über das Ziel hinausschiessen, Hauptsache man hat (sehr wenig) Beachtung. Ein Gendervogel.

    Ich hab Spaß gehabt bei der WM, und den Jungs die ausgelassene Freude gegönnt. Spott gehört halt nunmal dazu, was daran rassistisch sein soll? Keine Ahnung! Sowas gibts halt nur bei den ebenso lautstarken wie kleinen Empörungs- und Dauerbetroffenheits- und Kollektivschämerfritzchen in Deutschland.

    Au weia, sollten wir mal wieder Israel im Fußball besiegen, erwarten diese Vögel wahrscheinlich tränenreiches Verzeihungsgebettel der Kicker……..

    Was solls, interessiert eh keinen wirklich……………….

  12. gerd,
    wie Kocks tickt, ist in der PR-Branche bekannt. Wer bis zum letzten Satz lesen kann ist klar im Vorteil. Es geht Kocks nur um die PR-Wirkung und weniger um Fragen wie man den Feixtanz zu beurteilen hat oder gar in Hotelzimmer pissender Nationalspieler.

  13. Ein paar junge Balla-Balla-Millionäre, die, wenn sie nicht Fussball spielen könnten noch bei Muttern ihre Unterhosen waschen lassen müssten, machen Party. Muss man darüber ernsthaft noch eine Diskussion führen, ob die Deutschen eine weltoffene und tolerante Nation sind?! Spätestens dann, wenn in zwei Wochen die Fans in der Südkurve wieder johlen “gib dem Affen Bananen” sind die Schöngeister von heute die Kritik an dem Tänzchen auf Adolfs Flaniermeile als spießig betrachten, dann wieder die Entrüsteten. Nur dann um 180° gewendet.

  14. Dieser Herr Kocks ist ein eitler Fatzke, der versucht, immer wieder krankhaft versucht, sich in die Öffentlichkeit zu bringen, ohne irgendeinen wirklichen Hintergrund zu haben, unnötig, für sowas haben wir doch Michel Friedman, das Original! :-) (bei den Gendermainstreamerdauerempörern bin ich jetzt wahrscheinlich Antisemit, ist mir auch wurscht, wenn das jemand so sieht)

    Herr Kohler ist da deutlich klüger

    http://www.faz.net/aktuell/politik/fraktur/fraktur-zum-fuerchten-13051083.html

  15. Moin Detlef,

    was hat denn die WM 1974 mit dem selbstgerechten Gejammere eines Klaus Kocks bei http://www.pr-journal.de zu tun?

    Wenn man als notorisch Berufsbetroffener schon “Bananenwürfe” in Fussballstadion bemühen muss, um wenigstens irgendwas gegen die Feierlaune nach einer verdient gewonnenen WM schreiben zu können: Ich kenne zwei solche Fälle, einen aus 2011 in Russland und einen aus 2014 in Spanien. Aber “betroffen” fühlen und “fremdschämen” kann man sich räumlich und zeitlich natürlich aus jeder Entfernung; Hauptsache, man hat sich damit selbst – mal wieder – dieses “ich hier oben und Ihr da unten”-Etikett aufgeklebt.

  16. TractionAvant,

    grade bei Dir, Martin, irritiert mich diese Einstellung über die „…dauerbetroffenen Berufsempörten und Gesinnungsblockwarte, mal wieder eine Gelegenheit, ihr politisch hyperkorrektes Bessermenschentum öffentlich zur Schau zu stellen…”, weil dann auf der anderen Seite doch Deine bemerkenswerte Fotoausstellung über die Kriegsverbrechen der Nazis in Oradur und Dein neuaufgelegtes Buch gegen die fehlende Aufarbeitung nach dem Krieg und das Vergessen.

    „Von einer anderen „Schuld“ – einer gesichtsloseren, einer kollektiven Schuld – sprach Gauck am 9. September 2013 in Frankreich noch viel ausführlicher, zog Karl Jaspers Schrift „Die Schuldfrage“ hinzu und rahmte mit dessen Gedanken von 1946 seine Rede in Oradour ein: alle, so erinnerte Gauck in Jaspers Worten, hätten „eine Mitschuld’“ daran zu tragen gehabt, dass „in den geistigen Bedingungen des deutschen Lebens die Möglichkeiten gegeben waren für ein solches Regime“.

    http://www.terz.org/texte/texte_1406/oradour.html

    Martin, das korreliert nicht und ist in meinen Augen unüberlegter Vollstuss, denn genau andersherum wird nämlich ein Schuh draus. Aber Du scheinst die Geschichte ab 1933 garnicht richtig zu kennen, wie die selbsternannten Bessermenschen – Nazis am Anfang den Sport für ihre Zwecke instrumentalisierten, bis hin zum medialeen Höhepunkt der Sommerolympiade 1936… den Rest kennen wir, oder?

    An anderer Stelle schrub ein von mir geschätzter FAZ – Blogschreiber zur Kritik an den jedes Maß verloren habenden Kritikern an Frank Lübberding grade heute „Ich weiss nicht, ob solche kollektiven Aufhetzungen völkisch erregbarer Dreckschreiber eine Übung für Schlimmeres sind…“

    Martin, ich weiß es auch nicht und hoffe nicht, aber Parallelen zu den Bildern und Verhaltensmustern von damals (Leni Riefenstahl: Triumph des Willens) Politikern wie Sportlern und um noch einmal Gauck zu zitieren, “in den geistigen Bedingungen des deutschen Lebens die Möglichkeiten gegeben waren für ein solches Regime“, sehe ich in solchen Verhaltensmustern durchaus. Wie heißt es doch? Wehret den Anfängen.

    .

  17. Die WM und den Gauchotanz mit irgendwelchen Nazigeschichten in Verbindung zu bringen und im Zusammenhang darüber zu schreiben ist einfach nur schwachsinnig, nicht diskussionsfähig, voll daneben und lächerlich. So eine Scheisse kann auch nur in D geschrieben werden, im Ausland lacht man sich tot darüber.

    Detlef, zieh Dir doch ein Büsserhemdchen an und rutsch auf den Knien nach Canossa, das wäre wenigsten originell und es gäbe was zu lachen. So ein Sauertopfgehabe, “wir” haben die WM gewonnen, finden es prima und freuen uns, der Rest kann sich ja z.B. bei Indymedia empören.

  18. Für mich ist das Thema erledigt. Ich geh jetzt mit meinen Geschäftskollegen kicken.

  19. Zitat:
    TractionAvant,

    grade bei Dir, Martin, irritiert mich diese Einstellung über die „…dauerbetroffenen Berufsempörten und Gesinnungsblockwarte, mal wieder eine Gelegenheit, ihr politisch hyperkorrektes Bessermenschentum öffentlich zur Schau zu stellen…”, weil dann auf der anderen Seite doch Deine bemerkenswerte Fotoausstellung über die Kriegsverbrechen der Nazis in Oradur und Dein neuaufgelegtes Buch gegen die fehlende Aufarbeitung nach dem Krieg und das Vergessen.
    Zitat Ende.

    Detlef, willst Du jetzt allen Ernstes einen auch nur entfernten Sinnzusammenhang herstellen zwischen einem schrecklichen, hinterhältigen Kriegsverbrechen mit 642 Toten und einem harmlosen Spass von ein paar Fussballern auf einer Fanmeile? Dann hätte ich sowohl Deine Geschichtskenntnisse als auch Deinen Humor komplett falsch eingeschätzt.

    Bei Kindergeburtstagen in meinem Haus wurde der “Gaucho-Song” vor 15 Jahren auch schon gesungen; in Form des bekannten Kinderlieds vom “Cowboy Bill”. Habe ich durch meine Duldung nun zur Diskriminierung US-amerikanischer Landarbeiter beigetragen und am Ende der Sklaverei Vorschub geleistet?

    Ich wünsche mir jedenfalls sehnsüchtig die Zeiten zurück, als man hierzulande noch “Negerküsse” kaufen und “Zigeunerschnitzel” bestellen durfte, ohne dass sofort ein selbst ernannter Gesinnungspolizist den moralisch entrüsteten Zeigefinger hob.

  20. ich denke auch dass das Thema für mich erledigt ist, mit solchen Leuten kann man nicht diskutieren, Motto:

    Totsein ist eigentlich wie Blödsein, die Betroffenen merken nichts davon………………

  21. “”Wir” haben die WM gewonnen…”

    gerd,

    das Fußball-Endspiel. Mehr auch nicht. Und darüber freue ich mich genau so wie andere, echte Fussballfans. Aber nicht über diese gekünstelten Inszenierungen, die um ihn abgezogen werden. Genau das war auch das Thema des Beitrags von “Kocks” wie auch Lübberding’s in der FAZ und Anderer gewesen. Ihre Adressaten waren nicht die paar geistig tieffliegenden Spieler gewesen, sondern der DFB, ARD / ZDF – und alle anderen, wie eine Merkel, die sich garnicht oft genug in der Kabine mit den halbnackten Jungs fotographieren lassen konnte, alle, die von dem “Kuchen namens Begeisterung” etwas zur Aufpäppelung ihrer persönlichen und/oder öffentlichen Glaubhaftigkeit (neudeutsch: Stringenz) abbekommen wollen. Sobald man den Fußball instrumentalisieren will, geht es schief. Dann gelten andere Regeln als die der Fankurve. Hast Du das jetzt verstanden?

    @ TractionAvant

    Und Du hoffentlich auch, oder?

    .

  22. Vor 4 Jahren ist der Sohn von Nachbarn als Bundeswehrsoldat in Afghanistan im Kampfeinatz gefallen. Außer das ein Offizier von der örtlichen Kaserne bei meinen Nachbarn aufkreuzte und sein Beileid ausdrückte, ein Beileidsbekundungsschreiben vom Verteidigungsminister, mehr nicht. Kein Fernsehen, kein Trauerzug durch Berlin, keine Viertelmillion Prämie, keine Millionenwerbeverträge, sondern Übernahme der Überführungs- und Beerdigungskosten durch das BMV und heute 800 Euro Hinterbliebenenrente für seine Witwe. Mir geht deshalb dieses ganze deutsche was-sind-wir-so-stolz-auf-unsere-Jungs-Gelabere und die Sorge der Nation darum, wer den Platz von Lahm demnächst einnimt, inzzwischen so was von auf den Sack.

  23. Claude,

    doch. Fast jedes Mal, wenn ich über die “Tänzchen” rechter Hooligans und ihrer sowie sie die Stadien betreten, eben noch ganz normalen Mitbürger und plötzlich rechten Brüder im Geiste, in den Fussballstadien von Lok Leipzig, in Dresden, Cottbus oder auch hier im Westen, in Gelsenkirchen, Bochum und auch in Frankfurt, höre und lese. Das es hier noch keine Tode gab oder mal einer mit zermatschtem Schädel oder bengalisch geröstet, liegenblieb, grenzt fast an ein Wunder.

    Fussball verbindet: http://www.faz.net/aktuell/sport/hooligans-fussball-klassiker-von-randale-ueberschattet-128871.html

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  24. Sollen jetzt ernsthaft irgendwelche Zwischenfälle mit Hooligan-Dumpfbacken aus den Jahren 1998 und 2001 zum “Beweis” dafür herhalten, dass die Siegesfeier (oops, “Sieg” darf man heute bestimmt auch nicht mehr sagen…) der deutschen Fussball-Nationalmannschaft auf der Berliner Fanmeile “den Boden für neuerlich völkisches Gedankengut” bereiten würde? Auf solche Ideen kann vermutlich nur kommen, wer seine Hose mit der Beisszange anzieht.

    Statistisch ist der Besuch eines deutschen Fussballstadions erheblich weniger gefährlich als die An- und Abfahrt. Die meisten Hooligans sind polizeibekannt und schaffen es kaum durch die Eingangskontrollen; eine Gruppe schon gar nicht. Ich persönlich fühle mich in einem Fussballstadion jedenfalls erheblich sicherer als in einer beliebigen U-Bahn-Station. Aber klar: Wenn irgendwo ein paar fröhliche Fussballer tanzen und singen, ist die nationale Sicherheit in Gefahr und die Hakenkreuzfahne schon so gut wie wieder ausgepackt…

    Ja, es gab in der vergangenen Woche eine ganze Menge Versuche, den Fussball zu instrumentalisieren. Aber diese Versuche kamen nicht von braunen Hohlköpfen, sondern von fehlerfreien, dauerempörten Gutmenschen mit prinzipiell ergierten moralischen Zeigefingern.

    By the way: Heute mittag um 14 Uhr startet in Hockenheim der “Grosse Preis von Deutschland”. Ein deutscher Fahrer in einem silbernen deutschen Auto mit Stern hat grosse Chancen, dieses Rennen zu gewinnen. Eigentlich genau dasselbe wie bei den Nazis vor 1939 mit Rudolf Carraciola, Bernd Rosemeyer und Hans Stuck – und direkt danach gab’s den 2. Weltkrieg.

    Höchste Zeit also, sich moralisch zu erregen – wer weiss, wohin ein deutscher “Sieg” sonst führt…

  25. Alle Mörder haben mal Milch getrunken – das Fazit dieser traurigen Schwachmaten (die sich merkwürdigerweise selbst alle als intelligenter als den Durchschnitt sehen) vom antideutschen Club der Selbsthasser und Flagellanten = Milchtrinker sind Mörder!

    Wie gesagt – Blödsein ist wie Totsein, die Betroffenen merken nichts davon

  26. “Hyperventilierung” :-)

    Detlef,
    “Wenn die Fahne flattert ist der Verstand in der Trompete”

  27. @Detlef,

    mich hyperventilierend (oder auch nur aufgeregt) hat noch nicht einmal meine zauberhafte Ehefrau erlebt – und die kennt mich schon ganz lange und richtig gut. Die weiss allerdings auch, dass meine Meinungsbildung als Selbst-Zeitungsmacher sich nicht auf eine einzige Datenbasis beschränkt; schon gar nicht auf eine derart schmale wie die taz.

    Wenn also irgendwer um’s Verrecken glauben möchte, dass in Deutschland ein neuer Rechtsruck bevorstehe, weil ein paar Fussballer letzte Woche in Berlin den Gaucho gemacht haben – Soll er. Meinen Segen hat er. Und ich habe meine Ruhe.
    By the way: Gestern hat doch tatsächlich (wie von mir “befürchtet”) der Deutsche im silbernen deutschen Auto den Grossen Preis von Deutschland gewonnen. Das Ende ist nahe! Bestimmt! ;-)

    Ich denke, ich sollte das “Motorblöckchen” von meiner Favoritenleiste nehmen. Für ein starrsinniges Debattierclübchen, in dem in Wirklichkeit nicht einmal mehr diskutiert werden soll, weil politicial hypercorrectness über allem steht und andere Meinungen nicht gelten, bin ich noch ein paar Jahr(zehnt)e zu jung und meine Zeit zu kostbar…

  28. leider sind hier manche Aussagen und hanebüchen konstruierte Vergleich nur noch als borniert zu betrachten, schade. Hat was salafistenmässiges.

  29. “Selbst-Zeitungsmacher”… Wenn ich nicht wüsste, für wen und was Du schreibst, hätte ich bezüglich Deines 2. Absatzes – „irgendwer um’s Verrecken glauben möchte, dass in Deutschland ein neuer Rechtsruck bevorstehe, weil ein paar Fussballer letzte Woche in Berlin den Gaucho gemacht haben“ – glatt gefragt „Sie arbeiten nicht zufällig für PI Political Incorrect?“

    Schlichte Gemüter findet man übrigens in allen Schichten der Bevölkerung, auch bei WM – Fussballern und sogar bei „Redakteuren“. Übrigens: Nur eine Minderheit derjenigen Menschen, die von den Massenveranstaltungen begeistert waren, welche von den Nazis organisiert wurden, waren selbst begeisterte Nazis und/oder nationalistische Chauvinisten.

    Ich hätte mal einige Kommentatoren der Vettel – Stammtischler oder einschlägiger Medien hören wollen, was passiert wäre, wenn der hautgetönte Hamilton mit seinem “silbernen” Benz Vettel gestern bei der letzten Überholung kurz vor dem Ziel „abgeschossen“ hätte. Mercedes-Benz oder sonst was, egal.

    „…dass meine Meinungsbildung als Selbst-Zeitungsmacher sich nicht auf eine einzige Datenbasis beschränkt; schon gar nicht auf eine derart schmale wie die taz…“ Grade dann hätte Dir aufgehen müssen, dass trotz Schminkens und der Kostümierung mit den Nationalfarben den meisten Fans ein echtes Nationalbewusstsein im Sinne der Mitverantwortung für Deutschlands Zukunft, fehlt.

    Das ist für mich genau der Knackpunkt. Wenn die jetzt empööörten „Wir“ – Deutschen dagegen echtes Nationalbewusstsein hätten, keine Jammerlappen wären und mehr Verantwortung für ihr Gemeinwesen hätten, die sich nicht nur mit einem “Wir-sind-Weltmeister“ ein paar Tage lang selbst narkotisieren, dann würden sie bspw. nicht zulassen, dass ihr Land und sie selbst von den Amis fast 70 Jahre nach Kriegsende noch wie ein Steinbruch mit Kriegsgefangenen behandelt wird.

    „Wir“ Weltmeister fahren Mercedes-Benz“… Über diese Gehirnkrätze und Lachnummer jedenfalls, die mich ! fast schon an toitsche 30er Jahre Tiraden a la “Deutsche kauft nicht bei Ju…” hüstel… heute intendieren Werber suggestiv natürlich “fahrt keine Japaner” :-) erinnert, werde ich bis ans Ende meiner Tage noch lachen können. Viele Deutsche fühlen und denken in diesem Sinne in Wirklichkeit leider wieder national. Genau so wie viele Schweizer.

    Wie Leser meine und die Meinung anderer dazu beurteilen? Ob „politicial hypercorrectness“ oder sonst was, das Urteil überlasse ich den Lesern. Angekratzheit? Auch nicht. Dann hätte ich so geistige Tiefflieger wie „gerd“, der sich unbeobachtet fühlend nicht nur in Chat-Rooms schon über mich abgekotzt hat, dass es nicht nur mir schlecht wurde, hier längst rausgeschmissen. Ich habe halt Spass an Diskussionen, bis zu einem gewissen Punkt, ach ja, selbst wenn jemand wie Du versucht, mit den alten Taschenspielerticks der Sophisten zu arbeiten.

    Zusammengefasst: Ich habe ich keine Lust auf diesen Tonfall. Den lese ich, wenn mir danach ist, besser woanders wie bei PI Political Incorrect…

    P.S. „MB von der Favoritenleiste nehmen..“!? Your 2 C

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