“Wenn bei Capricorn die rote Sonne im Meer versinkt…”

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„Der Nürburgring schlingert in die nächste heftige Krise: Der Käufer der Rennstrecke, der Düsseldorfer Unternehmer Robertino Wild, ist offenbar in finanziellen Schwierigkeiten…“ „Seine Gesellschafteranteile am Ring sind an einen Treuhänder übertragen worden, seine Villa und eine Gemäldesammlung hat er mehrfach beliehen. und er sucht nach neuen Geldgebern…“

Ob Robertino Wild, der Käufer des insolventen Nürburgring, heute Morgen den Caprifischer  auflegte?… wohl kaum. Ihn, den Möchtegernganzgroß, nur einen größenwahnsinnigen, geschäftsunfähigen Hochstapler zu nennen, wäre nicht angemessen. Ich sehe da bei ihm schon etwas mehr einen Eingehungstatbestand.

Wie ein Martin Halder oder Gerhard Gribkowsky – unzählige, an dieser Stelle nicht aufgeführte Zeitgenossen mögen es mir nachsehen – gibt uns Robertino Wild nur einen dankenswerten Einblick in jene irreale WahnGedankenwelt, in der nicht wenige unserer  distinktionssüchtigen Funktionseliten leben.

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Kopfkratz. Vermögen und Unvermögen bleiben eben uralte Feinde. Hauptsache, am Nürburgring geht es weiter, so oder so.

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P.S. Falls mir persönlich bekannte Leserinnen oder Leser dieses Blogs sich zu jenen ‘Eliten’ zählen, die sich heutzutage doch vornehmlich durch Blindheit gegenüber und konsequentem Versagen in gesellschaftsrelevanten Fragen auszeichnen, dann möge sie (oder er) diesen Blogbeitrag schlicht ignorieren.

 

16 Gedanken zu ““Wenn bei Capricorn die rote Sonne im Meer versinkt…”

  1. Ich habe mal vor über 30 Jahren gelernt, daß beim formbedürftigen Kauf, ob Immobilien oder Firmen, vor dem Übergang von Nutzen und Lasten auf den Käufer, der Kaufpreis vollständig bezahlt oder zumindest werthaltig und valide belegt sein muß. Wie geht so eine Nummer wie hier? Auch “Kopfkratz”.

  2. So wirklich überraschend sind die nun aufgekommenen Zweifel an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit an dem Capricorn-Firmenverbund nun wahrlich nicht. Das schließt nicht aus, daß ein Unternehmer in der Lage ist eine Finanzierung außerhalb der bestehenden Unternehmen darzustellen, aus den Unternehmen selbst heraus dürfte sie der Sache nach von Anfang an wenig aussichtreich gewesen sein.

    Der schliche Blick in den Bundesanzeiger offenbart die eher typischen Anzeichen von Unternehmen, denen – sagen wir es mal vorsichtig – pekuniäre Schwierigkeiten nicht ganz fremd sind.

    Die letzte verfügbare Veröffentlichung der Capricorn Automotive für 2012 erfolgt mit einiger Verspätung und auch wenn man die Bilanzierungspolitik nicht im Detail kennt, so gibt es doch einige deutliche Hinweise: Die Tochtergesellschaften in Deutschland, Frankreich und England produzieren teilweise heftige Verluste, Bargeld ist fast keines in der Kasse, rund die Hälfte der ausgewiesenen Forderungen hat eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und ist damit nicht zeitnah für die Liquiditätsplanung einsetzbar. Bei einer Bilanzsumme von rund 16,6 Mio EUR müssen rund 16 Mio EUR Verbindlichkeiten weggefertigt werden. Angabegemäß ist dann in der Folgezeit noch eine Gesellschaft in den USA hinzugekommen; eher unwahrscheinlich, daß dies vom Tage 1 an für boomende Gewinne gesorgt hat.

    Daneben scheint es auch noch andere Unternehmen im Umfeld des Herrn Wild zu geben, an denen die Capricorn Automotive nicht oder in nicht öffentlich berichtspflichtigem Umfang beteiligt ist. Aber auch da scheint es auf den ersten Blick nicht viel besser auszusehen.

    Die Capricorn Development GmbH & Co. KG plangen nach dem letzten Stand der Dinge per 31.12.2011 nicht nur Verbindlichkeiten vorn rund 20 Mio EUR, sondern auch ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag.

    Bei der Capricorn Composite GmbH gab es zwar 2012 noch einen kleinen Gewinn, aber die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahr mit mit rund – 40 % doch sehr stark rückläufig.

    Bei der Schuldenlast der Unternehmen bedarf es nicht allzu großer Phantasie, daß die Drittmittelgeber auch jeweils auf persönliche Sicherheiten aus dem Kreis der Gesellschafter / Geschäftsführung bestanden haben.

    Meine Prognose: Am Ende des Tages landet der Ring beim ADAC oder Herrn Ecclestone

  3. Wilhelm Hahne beschäftigt sich schon seit Monaten mit dem Herrn ausführlichst Er hat da einiges zusammengetragen. Eine interessante Vita hat er ja.

    “Dr. Robertino Wild – ja, er trägt einen Doktortitel – ist heute nicht nur in der Automobil-, sondern auch in der Immobilienbranche tätig. Und er betreibt in Düsseldorf ein Restaurant („Lido“), in dem sein Bruder, Giorgio Wild, der Gastronomie-Chef ist. Dr. Robertino Wild hat Zahnmedizin studiert, hat sich zum Studium etwas mit Pflege- und Instandsetzungsarbeiten an Oldtimern hinzu verdienen wollen. Das hat ihm nicht nur Spaß gemacht, sondern auch Geld – und gute Kontakte eingebracht. Da hat er dann eine mögliche Karriere als Zahnmediziner an den Nagel gehängt.”

    http://www.motor-kritik.de/node/750

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  4. “Falls mir persönlich bekannte Leserinnen oder Leser dieses Blogs sich zu jenen ‘Eliten’ zählen, die sich heutzutage doch vornehmlich durch Blindheit gegenüber und konsequentem Versagen in gesellschaftsrelevanten Fragen auszeichnen, dann möge sie (oder er) diesen Blogbeitrag schlicht ignorieren.”

    Bis auf die “Eliten” trifft das voll auf mich zu. :-) Nicht wegen “Blindheit”, sondern nur um meine Gesundheit zu erhalten. Mehr als 2 Schleudertraumata pro Tag wegen zu heftigem Kopfschütteln bei solchen Nachrichten und politischen Schwachmaten, sind auf Dauer gesundheitsgefährdend.

  5. Als AFD MItglied und natürlich auch Wähler, freuen mich solche Nachrichten sehr! :-)

    Das mit Deinem Magen liegt aber wohl eher an Deinem Dauerfrust und Weltenschmerz, die süßen Stückchen und das fette Essen sind da auch nicht unschuldig.

  6. Ich wollt ja nen AFD Aufkleber auf meinen neuen Aston Martin kleben, aber da zünden die Gutmenschen mir bestimmt das Auto an!

  7. Gerd,

    speziell bei dem schon von Julius Schleicher verwendeten Begriff “Gutmenschen” bin ich empfindlich. Ich habe dazu hier schon mal was geschrieben und mache da keinen Hehl draus, aber wenn das dann in der Hoffnung auf einen gewissen Effekt von jemanden wie Dir, übrigens nicht zum ersten Mal, wieder hervorgekramt wird, dann habe ich keine Angst, das auch anzugehen. Dann kommt halt sehr schnell meine Dir ja bestens bekannte, zersetzende, respektlose Ader ins Spiel.

    Erspare das bitte den Lesern und mir. Compris?

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  8. machst Du jetzt einen auf political correctness Detlev :-)

    Na ja, ich hab jetzt gerade nen Negerkuss gegessen, heut Abend gibts dann Zigeunerschnitzel und als Nachspeise Mohr im Hemd…..

  9. Wenn die Meldungen stimmen, die da seit einigen Tagen herumschwirren, dann dürfte der große Crash innerhalb des Capricorn – Firmenverbundes bzw. dessen weitere Auflösungstendenzen nicht mehr in allzuferner Zukunft liegen. Angeblich ist einer nicht unerheblichen Anzahl von Mitarbeitern der capricorn Automotive GmbH aus betriebsbedingten Gründen gekündigt worden.

  10. Damit hier niemand im Halbdunkel rumstochern muss:

    “Robertino Wild hat am Freitagnachmittag ((20. Februar 2015) seine Mitarbeiter im „Werk Mönchengladbach“ entlassen. Er hat die capricorn AUTOMOTIVE GmbH, Mönchengladbach durch eine betriebsbedingte Kündigung aller Mitarbeiter praktisch stillgelegt. – Wenn auch nicht ab sofort.”

    http://www.motor-kritik.de/node/983

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