Zettelkasten 09.12.2014; Unbeschadetetes

14.12.06 FFM Klassikstadt 005

Was macht eigentlich die Firma Schad Oldtimer Service – Bad Vilbel?

“Offenbar ist die Firma Schad etwas vorsichtiger mit Angeboten und Wirklichkeit in den Rechnungen geworden. Ein mir bekannter Oldtimerhändler hatte kürzlich nach dem Preis für das Trockeneisstrahlen eines Oldtimers gefragt, genannt wurden ihm 7.000,- (siebentausend) Euro (ob incl. Mwst. weiss ich nicht) Er hats dann -bei gleichem Auftragsinhalt- in sehr guter Qualität bei einem anderen Trockeneisstrahler für 1.600 Euro machen lassen. Offensichtlich wird auf Leute gehofft, die wenig Ahnung haben und nicht bei anderen nachfragen”

14.12.06 FFM Klassikstadt 009

Von Letzteren gibt es offensichtlich und besonders unter ‘Pagoden’ – Besitzern, mehr als genug, wovon ich mich so rein garnicht überrascht, letzten Samstag in der Klassikstadt selbst überzeugen konnte.

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Verwandte Themen: “Schade, Herr Schad” und “Verdammt schade, Herr Schad”

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8 Gedanken zu “Zettelkasten 09.12.2014; Unbeschadetetes

  1. Werter Herr Kupfer,
    wo bleibt eigentlich Ihr journalistischer Ehrgeiz?

    Die Überschriften zu den Beiträgen über die Fa. Schad sind als Bonmot durchaus tauglich – inhaltlich wird es allerdings immer dünner.

    Anstatt etwa in diesem Zusammenhang nachzuhalten, welches Ergebnis das Gerichtsverfahren eines Landadeligen, der vorgab durch dieses Unternehmen schwer geschädigt worden zu sein, mittlerweile gebracht hat, gibt es mal wieder nur Plattitüden über die Spezies der Pagoden-Besitzer. Gepaart wird das Ganze mit der fast schon gebetsmühlenartigen inzidenten Unterstellung, das angesprochene Unternehmen nehme maßlos überhöhte Preise.

    Es gibt eben unterschiedliche Positionierungen in einem Markt. Natürlich kostet auch die Show an entsprechenden Standorten nicht unerhebliches Geld. Ich vermute mal, auch eine Fa. Kienle, Mechatronic oder das Mercedes Classic Center rechnen im Zweifel für eine Trockeneisentlackung mehr als 1.600 Euro ab. Auch deren Werkstattabteilungen sind dem Vernehmen nach gut beschäftigt.

    Belassen Sie es doch einfach bei den Erkenntnissen, die als einigermaßen gesichert angesehen werden können: die abgerechneten Preise in dem Betrieb liegen wohl eher am oberen Ende der Skala, schriftliche Vereinbarungen wurden im Vorfeld von den enttäuschten Kunden wohl nicht getroffen, Beanstandungen zur Qualität wurden von den Kunden, die die Preise monierten, hier in der Vergangenheit wenig geäußert und der Betrieb ist augenscheinlich gut beschäftigt.

  2. Hallo,

    solange der stolze Besitzer eines 60er Jahre Großserienfahrzeuges im Internet – auch in einschlägigen Foren, die es eigentlich besser wissen müssten aber auch von “Spezialisten” unterwandert sind – ständig vorgekaut bekommt daß die Wartung eines klassischen Mercedes nur und ausschließlich von “Spezialisten” vorgenommen werden darf um einem weiteren Wertanstieg zu garantieren, so lange haben diese “Fachwerkstätten” die Bude voll.

    Die von Herrn Kupfer stets angeführten “Zahnwälte” sind leichte Opfer. Meist technisch völlig unkundig (aber solvent) und durchsteigen nicht daß diese Fahrzeuge einfach technische Großserie ihrer Zeit sind und sind bereit zu zahlen. So sieht der Markt eben aus. Lemminge rennen auch den Massen nach, bis eben der Absturz nicht mehr vermeidbar ist.

    Wenn die Firma Schad Oldtimer und deren Versiegelungs- und Trockeneissparte wenigstens schon bei den Preisauskünften mittlerweile die Preise nennt, die dann hinterher auch hinkommen, dann hat sich Herrn Kupfers Blog ja schon gelohnt um anderen eine böse Erfahrung zu ersparen.

    Dennoch: Ergebnisse gibt es bisher keine. Herr Kupfer: Wie steht es nun mit der adligen Katze?

    Ich habe meine Pagode nach der meiner Meinung nach völlig überzogen teuren Behandlung begutachten lassen: Es liegt der Verdacht nahe daß bis an die Grenze der Toleranz mit Verdünnungsmittel gearbeitet wurde, die aufgebrachte Versiegelungsstärke ist an der unteren Grenze der Toleranz. Der Hersteller von Permafilm hat mein Fahrzeug überprüft und es reicht nicht für einen Schadenersatzanspruch weil die Toleranzen gerade eben knapp eingehalten werden. Für mich heißt das: Der Unterbodenschutz ist grenzwertig ausreichend – Vier minus. Grenzwertig wie die Rechnung….

    Meinen kürzlich erworbenen italienischen Unterlegkeil mit V8 Motor versiegele ich wieder selbst zu einem Bruchteil der Kosten. Ohne Lösungsmittel, in der richtigen Schichtstärke und kaufe eine ganze Rolle Krepp zum Preis eines einzelnen Meters bei Schad.

  3. Mit diesem doch verächtlichen “Zahnwälte” Begriff den Deddi gerne benutzt, wäre ich vorsichtig, es geht um Leute, die (was nicht verwerflich ist) Werbesprüchen vertrauen und Aufträge vergeben, diese Leute sind Opfer, Opferverhöhnung ist also fehl am Platz.

  4. Lieber Herr gerd,

    Ich bin selbst “Zahnwalt”, lache dabei über mich selbst weil ich zwar des Schraubens nicht unkundig bin aber trotzdem auf Kaa Schad hereingefallen bin und ich kann nur anfügen das jede Berufsgruppe ihre Klischees im Laufe ihrer Berufsgeschichte oft hart und beständig erarbeitet hat. Dazu zählen halt auch der Kauf und Betrieb völlig überzogener Fahrzeuge und bisweilen auch schrottige Ost- Immobilien. Es liegt mir fern jemand zu beleidigen aber man erkennt bei gewissen Berufsgruppen immer wiederkehrende Muster und Leute die das Geld dieser Zahnwälte haben wollen entwirren dieses Strickmuster und schlagen unmäßigen Profit aus deren Unwissenheit. Was Schad angeht habe ich rechtlich den Sachverhalt des strafbaren Wuchers prüfen lassen. Auch hier grenzwertig aber nicht verfolgbar. Auch ein Strickmuster….

  5. “…und schlagen unmäßigen Profit aus deren Unwissenheit. Was Schad angeht habe ich rechtlich den Sachverhalt des strafbaren Wuchers prüfen lassen. Auch hier grenzwertig aber nicht verfolgbar…”

    @ 230SL,

    hätten Sie sich damals, bevor Sie Herrn Schad leichtgläubig und handschlagmäßig den Auftrag erteilten und ihm Ihre Autoschlüssel in die Hand gaben, einen Kostenvoranschlag machen lassen, schon.

    Schon ab ca. 15 – 25% Überchreitung hätte “Schad” ganz, ganz schlechte Karten gehabt, seine Ansprüche zu plausibilisieren und ggflls. durchzusetzen.

    Bei über 50% Überhöhung wie bei Ihnen, hätte ein Richter vielleicht so, wie vor ein paar Jahren bei einer solchen Klage eines Bekannten gegen eine Werkstatt, schon mal unter Hinweis auf eventuell sogar vorliegende “deliktische Tatbestände”, dem beklagten Werkstattinhaber freundlich wie deutlich empfohlen, im Rahmen eines Vergleichs, auf rund 40% seiner in Rechnung gestellten und klar wie Klosbrühe übersetzten Forderungen, zu verzichten.

    Um dieses Verfahren ohne großen Gutachter- und Gegen-Gutachter-Klim-Bim abzukürzen, bedurfte es natürlich von mir verwendeter AW Arbeitswerte-Tabellen, die auch für einen technisch unkundigen Richter verständlich belegten, dass die von der Werkstatt in Rechnung gestellten Arbeitskosten-Positionen, gegenüber den vom Hersteller in den 70er Jahren errechneten Zeitaufwänden plus 25 % für erschwerte Bedingungen, um fast 120 % übersetzt waren.

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