41 Gedanken zu “Gemein – Swizöl wird teuerer…

  1. Nächsten Montag werden die Regale in deutschen Kaufhäusern Supermärkten und Elektronikmärkten entlang der schweizerischen Grenze so aussehen, wie derzeit in der Ukraine.

  2. Als Bewohner eines dieser Käffer wie Konstanz oder Singen, würde ich zusehen, Freitags schon vollzutanken. All zu viele Tankstellen hats dort nicht und ich sehe schon die Wartschlangen der CH – Tanktouris … :-)

  3. Es hat alles zwei Seiten.

    Frank Meier hat da finde ich, einfach, verständlich und lesenswert geschrieben “über den Jordan gegangen…”

    Ob sich alle Schweizer aus grenznahen Gebieten lange über den deutschen Schnäppchenmarkt erfreuen können, wage ich zu bezweifeln. Der exportabhängigen Industrie werden schlagartig große Teile ihrer immerhin 90 Milliarden – Umsätze pro Jahr nach Deutschland, wegbrechen und besonders der schweizer Arbeitsmarkt entlang der Grenze wird dies bitter zu spüren bekommen.

    Für deutsche Exporteure in die Schweiz, war die SN-Entscheidung zunächst mal ein Geschenk des Himmels…

  4. Die Schweizer Supermarktketten Migros und K-Kiosk nehmen vorübergehend keine Euro in bar mehr an, wie der “Blick” berichtet. Eine Sprecherin von K-Kiosk sagte,man habe “derzeit technische Schwierigkeiten, die Systeme an die Marktgegebenheiten anzupassen”.

    Soll wohl heißen: Wir wollen keine Euro mehr in bar, weil keiner weiß, was der Scheiß am Abend noch wert ist.

    Der Euro ist das beste Argument für die Volksabstimmung nach Schweizer Vorbild. Hätte man uns gefragt, hätte dieses Endlos-Desaster an Vermögensvernichtung niemals stattgefunden. Nächste Woche bin ich AFD Mitglied und Helmut Kohl werde ich aufs Grab spucken.

  5. Für zehntausende von Österreichern, die ihre Immobilienfinanzierungen auf Frankenbasis laufen haben und mit Milliarden bei schweizer Banken verschuldet sind, dürfte der Traum vom eigenen Haus und billig finanzierten Wellness – Hotel damit ausgeträumt sein. Ähnlich dürfte es den Immobilieninvestoren gehen, die in Osteuropa mit vorher billigem Franken Gewerbeimmobilien in die Höhe gezogen oder ganze Industriebetriebe aus dem Boden gestampft haben. Bankenkrise 2.0 steht vor der Tür.

  6. Gecco,

    ich bin mir ziemlich sicher, dass wir in dem Zusammenhang auch über René Benko und den Karstadt – Deal noch einiges zu hören und lesen bekommen. Wird aber wahrscheinlich nicht so erfreulich für die Karstadt – Mitarbeiter sein.

    .

  7. “Soll wohl heißen: Wir wollen keine Euro mehr in bar, weil keiner weiß, was der Scheiß am Abend noch wert ist.”

    @ das Auge,

    ich habe schon 1991 in den USA – in Miami – genau aus dem Grund keine einzige bare DM gegen Dollars umgetauscht bekommen. Und das ist dort bis heute mit den Euronen, bis auf wenige Ausnahmen, wo du in Wechselstuben Kursabschläge von 20 – 30 % schlucken musst, genau nicht anders.

    Was soll die Aufregung?

    .

  8. @ Detlef

    Bei der Einführung des Euro als Buchgeld (1999) gab es für einen Euro 1,60 Franken. Gestern waren es je nach Tageszeit zwischen 1,20 und 0,84 Franken.
    Eine Volatilität von 30% an einem Tag. Da weiß der Händler mittags nicht, was sein Kassenbestand am Abend wert ist.

    Aufregen tue ich mich in erster Linie, weil auch ich eine CHF-Immobilien-finanzierung habe, die in sechs Wochen ausläuft und in zweiter Linie,
    weil die Regierungen mit aller Macht am Euro festhalten, statt zu bekennen:
    Tschuldigung liebe Bürger, des war nix. Wir machen des wieder wie früher,
    da waren wir auch trotz teurer DM Exportnation, weil alle unsere feinen Autos und Produkte wollen.

    Keine menschliche Gabe ist so unerschöpflich wie die Dummheit
    Oscar Wilde

  9. @ das Auge,

    gehen Sie nur zur AfD. Nur zu. Für diese Traumtänzer hält die Aufgabe des Schweizer Wechselkurses eine Lehre bereit. Die Schweiz war durch den festen Umtauschkurs seit 2011 quasi ein Mitglied der europäischen Währungsunion. Nun können die Aluhütler mal ‘live’ erleben, was passiert, wenn ein exportabhängiges Land aus dieser Euro-Zone austritt, und dann mit ihrem bißchen Restintelligenz vielleicht mal Schlüsse ziehen. …

  10. @ das Auge,

    Du siehst es mir nach, dass sich mein Mitleid wg. Deinem Franken – Problem in Grenzen hält. Ich habe schon vor über 20 Jahren, damals Kunden, die in SF finanziert hatten geraten, grade deshalb einen Teil ihrer DM – Reserven in Franken zu tauschen und vorzuhalten. Aber wer hört schon auf einen Maschinenschlosser?

    Bei Deiner Schuldzuweisung nur an die Politik, liegst Du deshalb voll daneben. Die Eurozone hat doch gar kein Problem mit dieser Entscheidung. Im Gegenteil. Die Exporteure können sich die Hände reiben. Jeder Mercedes-Benz der seit gestern in der Schweiz verkauft wird, bringt Daimler rd. 20 – 25 % mehr Profit.

    Wer mir deshalb wie momentan rundum in der Presse weismachen will, die SN – Entscheidung habe die Märkte wie ein Schlag getroffen oder gar, die EZB habe davon vorher nichts gewusst, soll sich sein Geschreibsel gaaaanz laaaangsam in den Poppo hintenreinschieb…

    Besser als mit diesem Filmzitat aus “The Goodfather” (Der Pate) kann man nicht zeigen, wie Notenbanken zusammen mit der Finanzindustrie UND !!! Politikern die Märkte manipulieren.

    Vincent Mancini:
    Don Lucchesi, you are a man of finance and politics. These things I don’t understand.

    Don Lucchesi:
    You understand guns?

    Vincent Mancini:
    Yes.

    Don Lucchesi:
    Finance is a gun. Politics is knowing when to pull the trigger.

    P.S. Das meine heiß geliebten Teuscher Champagner Trueffès – Kilopreis bisher 145,00 SFR – sich jetzt fast um den Großhandelspreis einer 1 Kilo – Lende verteuert haben, bringt mich heute Morgen schon wesentlich schneller auf Betriebstemperatur.

  11. Der Euro mag für Teile der deutschen Bevölkerung und der Wirtschaft gut sein.
    Ich gehöre jedoch nicht dazu und bin deswegen dagegen.

    Mitglied der AfD zu werden ist für mich daher eine logische Entscheidung.

  12. Hauptsächlich wegen des Euro, der EU und dem Beschiss, der hier von der Politik und den meisten Medien begangen wird, bin ich seit einem Jahr Mitglied in der AFD

  13. Na und, die Tells gehen jetzt shoppen in Deutschland. Man geht einkaufen wo es billiger ist, im Weichwährungsland. Vielleicht machen die Schweizer demnächst auch Urlaub hier. In den 50ern fuhren die Deutschen auch nach Rimini zu den armen Itakern und die AMI – Prolls aus USA machten hier, als sie für einen Buck fast 5 Märker bekamen auch den dicken Max. Zum Glück für die Schweizer habens die es zu den bienenfleißigen anspruchslosen Niedriglöhnern nach Schland nicht so weit. Die werden untertänigst extra Sonnabendundsonntagssonderschichten bis 23 Uhr bei “Ich bin DOCH nicht blöd” und unter freiwilligem Verzicht auf tarifliche Wochenendzuschläge ableisten.

  14. Donald,
    denke mal an die 70er. Womit ist den in Spanien die Costa Blanca zugebaut worden? Mit dem Schwarzgeld der toitschen Mittelschicht durften spanische Mauerer für 2,50 DM Stundenlohn den Toitschen ihre Bungalows und Appartementklosetts hochziehen.

  15. Rechnet nur mal nach, was ein deutscher Steuerflüchtling, der NUR eine schlappe Mio in der Schweiz vergraben und trotz CDs und verschärftem Amnestiegesetz die Nerven behalten hat, in den letzten 2 Tagen an Kaufkraft in Deutschland gewonnen hat. Wenn ich dann dran dnke, daß Deutsche Steuerhinterzieher immer noch rund 100 – 120 Milliarden blacky in der Schweiz und Lichtenstein gebunkert haben, wird mir beim Sortieren von 2,20 Euro – Belegen für meine 2014er EKSt-Erklärung ganz komisch.

  16. Im Kopfkino sehe ich schon wieder die Herrschaften Stadtkämmerer heulend vor Gerichten wegen Falschberatung ‘klagend’…

    Wobei die sollten sich eigentlich bei der SN bedanken, dass die mit ihrer Entscheidung nicht noch 1 – 2 Monate gewartet haben. Wenn nächste Woche erst mal das EZB – Anleihe – Rückkaufprogramm startet, hätte diese Nummer einen viel, viel größeren Knall verursacht. Honi soit qui mal y ….

  17. Heute Abend war bei RTL schon eine Reportage über die Rütlis in deutschen Kaufhäusern. Für einen Warenkorb Lebensmittel der in der Schweiz 16,70 Euro kostet, muss der Schweizer hier nur 6,90 SFR berappen.

  18. Mariesophie,
    in der Schweiz waren Konsumfgüter wie Lebensmittel auch vor der Wechselkursfreigabe schon viel teuerer als hier. Z.B. 250 gr. Butter umgerechnet fast 4,00 €.

    Den Herrschaften AfD – Sympathisanten kann ich nur empfehlen, bevor sie ständig ihre populistischen dummen Sprüche über den Euro abkacken, sich auch mal über die Vorteile für uns normalverdienende Verbraucher zu informieren.

  19. Selbst in meiner Heimat, im Euroland Frankreich, sind heimische Lebensmittel teuerer als hier.

  20. … die Banker wollen Euere Swizöl – Autopolitur unbezahlbar machen!”

    erinnert mich an Klaus Staeck “Deutsche Arbeiter – die SPD will euch euere Villen im Tessin wegnehmen”.

  21. Scheinbar überall nur noch Carry Trades. Staaten, Banken, Städte, Immobilien… wegen ein paar zehntel Prozentpunkten weniger alles per CHF finanziert. Und die großen Banken haben wie immer ihr Schnittchen damit gemacht. Währungsrisiken… welche Währungsrisiken? Lehmann Brothers war 2008 erst der Anfang.

  22. Bernie,

    was Restrukturrierung zur Wiederherstellung von Wettbewerbsfähigkeit, durch Kostensenkungen, in erster Linie Lohndrückerei und dies durch Zeitarbeit etc. p.p. betrifft, muss man den Schweizern nichts beibringen. Es ist kein Zufall, dass das älteste und weltweit größte Zeitarbeitsunternehmen aus der Schweiz kommt… Addeco (früher Adia Intertim)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Adecco

    .

  23. Unser Hotelier aus Ascona bei dem wir früher manchmal ein paar Tage verweilten und der uns regelmäßig seine Specials schickt, hat uns schon Samstag Abend eine E-Mail geschickt: Für Buchungen bis Mai Rabatt in Höhe der Aufwertung.

  24. Shit, wieder nichts mit dem Ansparen auf eine Bolex GMT-Master. Weiter im Hamstarrad

  25. Habe den Schweizern grade gezeigt was ne Harke ist. Auf dem Heimweg das ganze Regal mit meiner lila Lieblingsschokolade leergekauft. :-)

  26. Und ich Volldepp habe mir früher beim Tennisspielen genau so wie mein Idol, nach jedem Satz beckertypisch die Socken hochgezogen.

  27. Gestern Abend in Basel gähnende Leere auf den Tankstellen. Dafür in Weil a.R. vor jeder Zapfsäule 8 – 10 Autos mit CH – Autonummer in der Schlange. Ein Schweizer Autofahrer erzählte mir, daß es in den Supermärkten ganz ähnlich sei.

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