Oldtimer – Restaurierung war gestern

Unbenannt - 1

Wetten, dass… geschäftstüchtige Oldtimer – Händler momentan in Panik ihre verstaubten Anbieterkarteien durchpflügen, auf der Suche nach früher verschmähten vierrädrigen Schrotthaufen und das schon auf den in wenigen Wochen stattfindenden Oldtimer – Messen wie Retro Classics – Stuttgart und Techno Classica – Essen, an jeder zweiten Standecke ein nicht minder schlimm anzusehendes Exemplar zum Verkauf angeboten werden wird?

15.02.07 ArtCuriel Paris Lot 46

Oldtimer – Restaurierung lohnt sich für die Jünger schnellen Geldes nicht mehr. Seit Paris gilt die Devise, mit dem kleinen Finger gehandelt, ist besser, als mit dem ganzen Arm gearbeitet, weil mit rostigen Autowracks, dem Einsatz von ein nur paar Eimern Wasser, lässt sich zum Kilopreis von 2.000 Euro definitiv schneller und viel mehr Geld verdienen…

 

6 Gedanken zu “Oldtimer – Restaurierung war gestern

  1. Ich überlege, sämtliche Chromputzmittel, Lackpolituren und Waxe in den Mülleimer zu werfen, meinen BMW 3/15 (1931) aus der Garage zu holen und in den Garten zu stellen, täglich zweimal mit Wasser abzuspritzen und abzuwarten :-)

  2. Schade daran ist, dass hier mit anerkenneswert geschickter PR das Interesse solventer Kreise auf die unrestaurierten Pre-War Autos gelenkt wurde und dies wie man bei den Irrsinnsgeboten sehen kann, für die wirklichen Oldtimerfans, die bisher noch von relativ günstigen Einstiegspreisen profitierten, nicht gewollte Folgen haben wird. Wer jetzt noch ein unrestauriertes Vorkriegsauto in der Garage stehen hat, müsste mit dem Klammersack gebügelt sein, wenn er nach dieser Auktion den VK-Preis nicht auch verdoppelt.

  3. so ein Wrack im Garten hat was! :-)

    kann doch jeder verkaufen und kaufen was er will, warum sich darüber echauffieren?
    Warum soll dieser Markt nicht Trends und Moden unterworfen sein? Der Verkäufer versucht durch geschicktes Marketing das Maximum herauszuholen, der Käufer/Interessent kauft oder kauft nicht, wen gehts was an?

  4. Wenn ich mir oben das Wrack anschaue irritiert mich weniger der Preis den jemand dafür bezahlt hat wie viel mehr der Gedanke, dass dieses Auto in ein paar Jahren im Neuzustand auf einem Concour präsentiert werden wird, bis dahin mit mind. noch einmal so viel Geld, von der Karosse bis zur kompletten Technik zu 80 – 90 % oder sogar mehr, mit angefertigten Neuteilen aufgebaut und die drumherumstehende Gemeinde der Bekloppten sich gegenseitig einredet, ein Stück automobiler Kulturgeschichte sei gerettet worden.

  5. Wobei die Rechnung aufgehen kann: Der Käufer lässt für ca. 1 – 1,5 Millionen so ziemlich alles neu anfertigen, nimmt diese Fahrgestellnummer, macht in Peeble Beach den ersten Platz in seiner Klasse und gibt das Auto dann gleich in eine RM Auktion. Wenn der Markt bis zur Fertigstellung nicht rückläufig ist, kann er immer noch sehr gut daran verdienen. Dass es dann eine Replika ist, stört heute eh kaum noch jemanden, solange nur die Fahrgestellnummer stimmt.

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